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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-04 · 6 (4.2.1916) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
6 (4.2.1916)
Date
1916-02-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 6 £ev> 92 langen Trommelfeuer schlug er die wiederholten Versuche des Feindes, vorzudringen, zurück und hielt heldenmütig seinen Platz. Tage hindurch wütete die mit Er-? bitterung geführte Schlacht. Seine Offizierskameraden waren gefallen oder verwundet, er aber blieb trotz seines fieberhaften Zustandes auf seinem Platze. Am 13. November ist der Feind nach seinem sechsten, jedesmal nach fürchterlicher Artillerievorbereitung durchgeführten Angriffe in unsere Gräben eingedrungen, wodurch ein großer Frontteil von der Einschließung bedroht war. Klein wartete nicht erst den Befehl ab, sondern sammelte seine noch übriggebliebene Mannschaft und unternahm selbst einen Angriffsausfall. Seinem „Hurra!"-Rufe folgten seine braven Jäger, er vertrieb den zehnfach stär-? keren Feind trotz heftigsten Maschinengewehrfeuers und Handgränatenwürfe aus diesem wichtigsten Platze, und als er, von einem Bauchschuß getroffen, fiel, munterch er noch immer die Schwankenden auf, bis es ihnen schließlich gelang, die Position in ihrem Besitze zu halten. Für diese Heldentat wurde dem tapferen Fähnrich die goldene Tapferkeitsmedaille verliehen, welche ihm im Kremser Spital, wo er unter unsäglichen Schmerzen lag, von einem Spezialkurier des südwestlichen Kommandos in Gegenwart des Feldmarschalleutnants von Stahl, desiBezirkshauptmannes, des Chefarztes Dr. M ü n ch Und des Oberrabbiners Dr. Mehrer sowie im Beisein der völlig niedergebrochenen Eltern mit einigen ergreifenden Worten an die Brust geheftet. Trotz hingebungsvoller Pflege erlag der junge Held seinen fürchterlichen Wunden. Auf dem Ietde der Ehre gefassen. Am 20. Januar ist der Fähnrich Alfred Frankl, Sohn des Wiener Tuchhändlers Ignaz Frankl, auf dem Kriegsschauplatz in Bessarabien gefallen. In dem Schreiben, worin der Kommandant den Eltern des Fähnrichs dessen Tod mitteilt, heißt es: „Vergeblich wäre es, Ihrem Elternschmerz Trost sagen zu wollen. Wer stolzes, glückliches Empffnden Ihres patriotischen Herzens soll und mag es sein, wenn kfy, als sein Kommandant, Ihnen voll .freudigen Stolzes aus innerstem Herzen Dank sage für diesen Sohn. Voll glühender Begeisterung für die große Sache, ein Muster gewissenhaftester Pflichterfüllung, hinreißend tapfer, fiel er in Ausübung einer kühnen Rekognoszierung, furchtlos und treu seinem Soldateneide." („Neues Wiener Tagblatt", vom 30. Jan.) Neide Söhne in einer Schlacht verloren. Beide Söhne des Neusatzer Photographen Desider V a j d a, Ladislaus und Josef V a j d a, kämpften auf dem russischen Kriegsschauplatz. Vor zwei Wochen sind nun beide Brüder in ein und derselben Schlacht von feind-? lichen Kugeln niedergestreckt worden und haben den Heldentod gefunden. Für die so schrecklich heimgesuchten Eltern gibt sich in allen Kreisen der Neusatzer Bevölkerung tiefes Beileid kund. Zwei Mrüder. Laut amtlicher Mitteilung des Roten Kreuzes ist Emil Krausz, Leutnant des 86. Infanterieregimentes (Szabadka), am Plateau von Doberdo den Heldentod gestoben. Emil Krausz hat als Offizier des Szabadkaer Artillerieregimentes seit nahezu sechs Monaten bei gekämpft. Er stand inmitten des fürchterlichen Geschützfeuers, hat an den blutigsten Gegenangriffen teilgenommen und nun hat ihn vor einigen Tagen ein Granatsplitter, tödlich getroffen, zu Boden gestreckt. Emil Krausz war ein junger aktiver Soldat, er verließ erst in diesem Jahre das Luduviceum. Zunächst kam er nach Szabadka zu den 86 ern, hier verlangte er nun, wie „Eghenlöseg" mirteilr, unter interessanten Umständen, auf den Kriegsschauplatz geschickt zu werden. Der Kommandant des damals gebildeten Marschbataillons war Oberleutnant Josef Krausz, ein Bruder des Leutnants Emil Krausz. Leutnant Krausz wollte mit seinem älteren Bruder zusammen auf den Kriegsschauplatz gehen. Tatsächlich kamen beide an die Front. Die beiden Brüder pflegten beim Kanonendonner miteinander zu plaudern, und als es dann zur schweren Arbeit kam, er-, hielt auch der junge Leutnant den Befehl. Er kam von seinem älteren Bruder und handelte von einem Gegenangriff. Und der Leutnant führte seine Soldaten wie es der ältere Bruder befahl. Bald daraus ist er gefallen. Der erste Bericht, den der ältere Bruder hon dem jüngeren an das Regimentskommando ergehen ließ, lautete: „Leutnant K raus z, Kompagniekommandant, ist gefallen." Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Kreuze. Bisher^wnrden 5317 mitgeteilt, in der vorliegenden Nummer 59, zusammen 5376. Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. Aitona. Dr. med. Sam. Müller, beim Landwehr-Regiment Hamburg III. Ansbach. Bataillonsarzt Dr. Emil W e i n st o ck. Aschaffenbnrg. Dr. Emil Goldschmidt, Leutnant der Reserve in einem bayerischen Reserve-Jäger-Bataillon. Simon Solinger, Oberjäger beim 3. bayerischen Jäger-Bataillon. Baden-Baden. Gefreiter Rügen B l u m e n st o ck. Bad Ems. Wehrmann Julius Stern. Berlin. Unteroffizier Kurt E f r e m. Ersatz-Reservist Justus G o l d m a n n. Deleg. bei einein Armeekorps Oskar Licht. Kriegsfreiwilliger-Leutnant in einem Feldartillerie-Regiment Erich B e r f u. Musketier Julian Weinstein. Dr. Leopold Friedmann, Stabsarzt der Reserve, inzwischen gefallen. Assistenzarzt der Reserve I. Massenbacher. Mar F e l d t, 1. Landsturm-Pionier-Bat., III. Armeekorps. Berlin-Grunervald. Dr. med. Arthur Meyer, kommandiert zum Bezirkskommando Saarbrücken. Berlin-Pankow. Vizefeldwebel Moritz G a r b a 1 y. Berlin-Schöneberg. Assistenzarzt Dr. Walter Lasch. Landsturmmann Siegsr. Selbiger. Vromberg. Glaser Herm. Israel. Cassel. Diplom-Ingenieur Karl H o r n st e i n, Vizewachtmeister im Feldartillerie-Regiment Nr. 21. Vizewachtmeistec, Assessor Dr. Leo Oppenheim. Fabrikant Paul Ehrenberg, Vizewachtmeister der Reserve im Feldartillerie-Regiment Nr. 22. Reservist Albert Bier, im Neserve-Jnfanterie-Regiment Rr. 235. Jäger Kahn, 4. Kompagnie im Jäger-Bataillon Nr. 11. Coburg. Gefreiter Kurt B l ü 1 h. Cochem. Hugo Hein, Unterveterinär und Offiziersdiensttucr. Crefeld. Willi Sommer, Eesechtsordonnanz beim Bataillonsstab des Reserve-Jnfanterie-Regiments Nr. 243. Deuben b. Dresden. Ober-Matrose Auerbach. Dresden. Gefreiter Hugo Singer. Düdelsheim (Oberhessen). Dr. M. Grünbaunh Assistenzarzt der Reserve bei der Eisenbahnbaukompagnie Nr. .9. Unteroffizier Siegfried L e v i. Unteroffizier der Reserve Ju'.ms Hetz. Duisburg. Kanonier Paul H a r t o ch. Durlach. Sanitäts-Unteroffizier Kaufmann G. Nathan. Frankfurt a. M. Unteroffizier Moritz Löwenberg, im Landwehr-Jnfanterie-Regiment Nr. 87. Frauendörf b. Oppeln. Leo Mendel. Freiburg (Baden). Leutnant der Reserve Julius Günzb u r g e r. Grotzeinholzheim (Baden). Isidor Spatz. Hamburg. Kriegsfreiwilliger-Zahlmeister Asche r, bei der Fuhrpartkolonne Nr. 44, Polizeioberassistent. Hans S ch l a ch c i s, Gefreiter im holsteinischen Földartillerie-Regiment Nr. 24. Kriegsfreiwilliger Mar Spiro, im Infanterie-Regiment' Nr. 84. Dr. Siegfried S e l i g m a n n, Augenarzt in einem Kriegslazarett. Heringen (Kreis Limburg). Kriegsfreiwilliger I a c o b y. Herten (Westfalen). Kriegsfreiwilliger Wilhelm Ludwig L ö w e n st e i n, Leutnant im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 39. Hildesheim. Hans L e v i, Gefreiter im Neserve-Jnfanterie- Regiment Nr. 231. Albert M e i n i" g e r. Kasmierz (Posen). Kaufmann Arthur Brie, beim Grenadier- Regiment Nr. 6. Kattowitz. Ulan S n o p e k. Konstanz. Dr. Arthur Koblenzer, BaMillonsarzt, Inhaber der Badischen Verdienstmedaille.

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