Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 5 (28.1.1916)
- Date
- 1916-01-28
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 Seite 75 Juli v. I. in Russisch-Polen gefallen. Zwei Vettern von ihm, die Leutnants Arthur und Hugo Kn., erhielten bereits vor längerer Zeit ein jeder das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration; ein dritter Vetter, der Ersatzreservist Richard Kn., machte die ungemein harten Kämpfe am San im vorigen Jahre mit und erlitt dabei zwei Schüsse in den rechten Arm, die ihn dienstuntauglich machten. Alle Genannten sind Deszendenten des in der Gemeinde Nikolsburg noch in aller Erinnerung stehenden Talmudlehrers und Dajans Josef H. Knöpfmacher. Auszeichnung des Staatssekretärs Leop. Madäsz. „Egyenlöfeg" schreibt: Der König hat den Staatssekretär im' Justizministerium Leopold Vadäs'z mit dem Komturkreuz des' Leopold-Ordens ausgezeichnet. Es ist dies der höchste Orden, welcher die Brust eines ungarischen Juden ziert. Die hohe Auszeichnung ist eine würdige Ehrung sowohl des vorzüglichen Politikers als auch des vornehmen, führenden Staatsbeamten, der seine Stellung mit seinen Wer allen Zweifeln stehenden Fähigkeiten, mit beispielloser Energie, mit einer edlen, patriotischen Begeisterung, welche im Einklang mit den großen Landesinteressen steht, aus füllt. Von diesem wertvollen Zeichen der Anerkennung fallt offenbar auch mancher Strahl aus die ungarische Judenschaft, so, wie seinerzeit durch die Tatsache, daß nach langer Zeit in der Person des Leopold V a d a s z jener Mann auserwählt wurde, der würdig befunden wurde, seine Konfession auch in den höchsten Zweigen der Staatsverwaltung zu vertreten. Wir glauben nicht zu irren, wenn wir der Meinung sind, daß die Auszeichnung des Dr. Leopold Vadasz mit dem hohen Orden, welcher auch anderen Staatssekretären verliehen wurde, hinsichtlich der Judenschaft auch ein neuer Beweis dafür sein will, daß ihre patriotische, wahrhafte, begeisterte öffentliche Tätigkeit an den maßgebendsten Stellen dieselbe Beurteilung findet, als die Tätigkeit per hervorragenden Persönlichkeiten jeder anderen Konfession. Wir dürfen dies umso eher annehmen, als Dr. Leopold V a d ä s z, abgesehen davon, daß er innerhalb des mit seiner Würde verbundenen Arbeitsgebietes der treueste und hingebungsvollste Arbeiter ist, auch ein treuer Sohn, ein überzeugungstreuer, begeisterter Förderer seines'.Glaubens ist, der unsere Bestrebun-' gen mit warmem Interesse begleitet und ihr, wo er hierzu Gelegenheit hat, auf kulturellem Gebiete auch die Richk» tung gibt. Anläßlich seiner hohen Auszeichnung begrüßen wir ihn auch im Namen der Gesamtheit der Konfessiou und geben der^ Hoffnung Ausdruck, daß er sowohl' in seiner aktiven Stellung wie auch im Laufe seines ganzen Lebens die Angelegenheiten des ungarischen öffentlichen Lebens und diejenigen der ungarischen Judenheit stets mit jener Liebe und jenem Verständnisse pflegen werde, durch welche er der ungarischen Judenschaft die Anerkennung des Landes zu sichern und zu steigern imstande sein wird. Die Zeit seit Ausbruch des Krieges war eine wahre, große Probezeit für den Justizdienst des Landes. Die normalen Justizverhaltnisse mußten sozusagen von einem' Tage auf den anderen, oft in aller Eile zu Zwangsrechtsverhältnissen umgeändert werden. Die Regelung der Produktion, des Verkehres, der Landwirtschaft, Industrie und des Handels, die sozialen und Rechtsverhältnisse jedes einzelnen Staatsbürgers mußten so tiefgehenden Aenderungen unterzogen werden, wie es bisher vielleicht noch niemals der Fall gewesen ist. Ein großer, umfassender und zusammenfassender Teil dieser Arbeit war die Aufgabe des Justizministeriums, eine Aufgabe, welche eine permanente Handlungsbereitschaft, ungeheure Orientiertheit, die Auflösung riesiger Probleme der Wahrheit und des Rechtsgefühles und überdies solche Beispiele zäher 'Arbeit, unermüdlichen Fleißes forderten, die für alle Zeiten denkwürdig bleiben werden. Das unter der Leitung des Ministers Eugen Balogh stehende Justizministerium stand dieser Arbeit völlig gerüstet, mit den modernsten Mitteln ausgestattet, gegenüber, und an dieser Arbeit hat Staatssekretär Dr. Leopold Vadasz, dessen hervorragende Tätigkeit gerade auf diesem Gebiete der König mit dem Komturkreuz des Leopold-Ordens belohnt hat, einen bedeutenden Anteil. Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Kreuze. Bisher wurden 5236 mitgeteilt, in der vorliegenden Stummer 81, zusammen 5317. Achen. Julius Hollaender, Kriegsfreiwilliger, Infanterie- Regiment Nr. 25. Allenstein. Referendar Kurt Lewald, Vizewachtmeister in einem Feldartillerie-Regiment. Attendorn. Assistenzarzt Dr. Siegfr. Ursell. Bayreuth. Assistenzarzt Willy Neuland. Beckrath b. 'Wickrath. Landsturmmann Siegln. Harf. Berti». Stabsarzt Dr. Blumberg, Frauenarzt, Chirurg und Seuchenkommissär. F r i e d e n st e i n, Vizefeldwebel der L. in einer Eisenbahnkompagnie. Offizier-Stellvertreter Georg H e p p - n e r, Fiiialenvorsteher de: Firma Rudolf Masse. Carl Joachimst h a l» Offizier-Stellvertreter. Offizier-Stellvertreter, Bankbeamter Walte: Joel. Otto Lazarus, Reservist in einem Grenadier- Reginlenl, Baumstr. im Hause Rudolf Masse. Unteroffizier Erich L ö w e u st e i n, in einem Telegraphen-Bat. Unteroffizier Ernst Mendel. Kriegsfreiwilliger, Gefreiter Paul Plaut. Vizewachtmeister R o f e n t h a l, Munitions-Kolonne des 12. Bataillons. S i l b e r st e i n, Gefr. der L. in einem Ersatz-Jnfanterie-Regt. Batai.lonsarzt Dr. Albert U l l m a n n.'Kriegsfreiwilliger, Gefreiter Ernst Meye r. Unteroffizier August Küchler, zurzeit verwundet im Reserve-Lazarett zu Kottbns. Dr. med Hugo Bernhardt; Oberapotheker Dr. Siegfr. Bernhardt. Biebrich. Veterinär Dr. Karl Kahn, Regiments-Veterinär in einem Jäger-Regiment. Breslau. Gefreiter Ludwig Krakauer. Charlottenburg. Unteroffizier Hans P h i l i p p i. Gefreiter Martin Zander. Curt N e i f o n, stellvertretender Proviant-Magazins-Inspektor. Lazarett-Jnsp. Erich Schulvater. Cöln. Offizier-Stellvertreter Siegfr. I k e n b e r g, in einem Feldartillerie-Regiment. Deutsch-Lissa. Sanitäts-Unteroffizier Mar Frühling. Duisburg. Ersatzreservist Richard W e i ß s e I d. Dresden. Kaufmann Alerander D n I l, Leutnant der Reserve im 32. sächsischen Artillerie-Regiment und Inhaber des Ritterkreuzes 2. Klasse des Albrechtsordens. Willy Singer, Vertreter der Firma Herm. Rosenberger. Elberfeld. Vizewachtmeister Dr. Hans L e b a ch. Emmendingen. Unteroffizier, Kaufmann Emanue! 3 chwar z. Erfurt. Leo Müller. Esch enau. Hugo R o 1 s ch i l d. Frankfurt a. M. Fritz F r i e d m a n n, Feldwebel, Jnfanlerie- Regimeni Nc. 147, Ecsatz-Bat. Offizier-Stellvertreter, Rechtsanwalt Dr. Erich Malfeld. Ingenieur Siegfried Simon. Buchhändler Nathan Bamberg er, im Landwchc-Jnfanle.ie R giment Rr.87. Leo Strauß, Unteroffizier der Landwehr im Reserve-Infanterie- Regiment Nr. 88. Fmda. Gefreiter Julius Birk, Inhaber der hessischen Tapferkeitsmedaille. Fürth. Joseph K ö n i g s h o f e r, Offizier-Stellvertreter im Grenadier-Regiment Rr. 3. Gensungen (Reg.-Bez. Kassel). Louis L ö w e n st e i n, Kraftwagenführer beim 23. Reserve-Armeekorps. Enesen. Sanitäts-Vizefeldwebel Leo Herbst, von einem Feld- Lazarett, früher im Infanterie-Regiment Rr. 49. Dr. Bloch's Wochenschrift Ein Bruder des' Fritz Knöpfmacher, Victor Kn., ist im