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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-12-17 · 50 (17.12.1915) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
50 (17.12.1915)
Date
1915-12-17
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 50 Dr. Bloch'S Wochenschrift Seite 921 Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Kisernen Kreuze. Bisher wurden 4834 mitgeteilt.!n dcr vorliegenden Nummer 52, zusammen 4886. Eisernes Kreuz 2. Klaffe. Andernach. Gefreiter Ernst Kuhn. Groß-Berlin. Dr. Fritz Edler v. Gutfeld, Assistenzarzt bcim Feldlazarett 1 der 113. Division. Vizeseldwebel Kurt Marienthal. Zahnarzt Sladowski, Offiziers-Stellvertreter bei einer Munitionskolonne. Fritz H a n 1 k e, Leutnant. Fr. Leopold Jfräel. zum Sanitätsfeldwcbel lefördert. stud. ing. Marum- Cöthen (Mattaphia). Leutnant Asesfor Dr. Kurt Morgenstern. Martin Aronheim, Unterarzt. Ofstzins-Stellvertreter W. A. Bergmann. Regimentsarzt Dr. Hans E i s n e r. Hans Domn a u e r, Unteroffizier in einem Feldartulerieregiment. Offiziers- Stellvertreter Hermann Fuchs. Siegfried H eimann, gefallen. Dr. Heinrich Meyer, Assistenzarzt d. R. Mar Mohr, Unteroffizier. Eins. Kriegsfreiwilliger Unteroffizier Alfred Rosen - dorff. Kriegsfreiw. Gefreiter Martin Ritter. Gcorg Sühkind, Kanonier, Bankbeamter. Louis Weinberg, Vizefeldwebel in einem Infanterieregiment. Walter W o l f f. Unteroffizier. Veuthen (Oberschlesien). Dr. jur. Erwin Dresdner, Ger.- Ref., Unteroffizier. Bochum. Leutnant Rechtsanwa't D>°. Iu ins Marienthal. Brussel. Hugo Bacharach beim Eere.al-Gouvernemcnt. Dr. August Koppel beim Gene.al-Gouvernement Brü s l, General- Sekretär der Ver. Ber*. Kauf eute und Indust i'ller. Charlottenburg. Busenberg (Pfalz). Kr'.egsf e'.wiuiger Vizestldwchel Os'ac K u l l m a n n. Cöln. Unterarzt Fritz F a l k e n st e i n. Crefeld. Alfred Wallach. Reservist im 3. Garderegimrnt zu Futz, Fernsprechtruppe. Düsseldorf. Unteroffizier Gustav Marienthal. Frankfurt a. M. Rafael Winter. Stabsarzt Dr. Mar Sichel. Glogau. Richard Löwenberg. Offiziers-Stellvertrete''. Gnesen. Albert Brasch. Un'e of izier im Fe dar i lerirregimcnt Nr. 221. Cü'ersloh i. W. Reservist Friedrich Stern. Harburg (Elbe). - Ludwig S a l o m o n. Gefreiter im Pion'e:- regiment Nr. 9. Hof. Dr. Paul Weinberg. Bad Kissinxen. Kriegsfreiwilliger Unteroffizier Julius Frank, geprüfter Lehramtskandidat. Kippenheim (Baden). Fritz Blum. Infame ie egiment 171, zurzeit verwundet im Israe irischen Krankenhaus in Frankfurt am Main. Lobsens. Mar Jeruch em, Unterarzt in einem Reserve-Infanterieregiment. Malsch bei Heidelberg. Adolf Hetz. Gefreiter im Landwehr- Infanterieregiment Nr. 40, zurzeit verwundet im Earni'onlazarett in Freiburg. Sohn des Herrn Joseph Hirsch Hetz, der 1370 iric der Badischen Silbernen Karl Friedrich-Verdienstmedaille ausgezeichnet worden ist. München. Dr. Ludwig Cohn. Stabsarzt Dr. Bertho d B u f f. Neudenau. Unteroffizier Ju'ius Haas. Nordhausen. Gefreiter Alexander Pinthus. Nürnberg. Dr. Josef D e s s a u e r. Vizese dwebel Benno L ö - w e n st e i n. Saarwellingen. Eugen Salomo n. Gefreiter im Jnfanterirregiment Nr. 30. Schlagentin (Kreis Könitz). Walter Heide, beim Mecklenburger Garde-Dragonerregiment Nr. 17. Schornsheim (Rheinhessen). Eugen Loewenstein. Kriegsfreiwilliger .im Reserve-Infanterieregiment Nr. 71. Schwedt a. Oder. Unteroffizier Walter Meinhardt. Sobernheim. Julius Gerson, Unteroffizier bei der 2. Landsturmbatterie des 18. Refervekorps. Stuttgart. Marr. Vizewachtmeister im Reserve-Jnfante. in egiment Nr. 121. Wiesbaden. Jofef Sender. Vizefeldwebel eines Infante^ i.- regiments. Beförderungen. Zu Preußischen Offizieren: Buchenau. Sally I s e n b e r g. Vizeseldwebel im Infanterieregiment Nr. 29. Gießen. Feldwebelleutnant Ludwig Hanauer. Zu bayerischen Offizieren: Jmpfingen. Lehrer Bernhard H e u m a n n. München. Dr. Paul D r e y, zum Oberleutnant. Zahnarzt Ernst Cohn. Holzhändler Julius Hetz, in Firma Degginger u. Hetz. Sorrüige Auszeichnungen. Frankfurt a. M. Stabsarzt Dr. Mar Sichel. Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde mit dem Bayerischen Miiitärverdienstorden vierter Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Fürfe d. Alfred Kahn. Gefeiter der Reserve im Jnsantrrieregiment Nr. 118, erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaüle. _ Mainz. Kriegsfreiwilliger Referentar Ku t Adler. Gefreiter beim Fuhartillerie:egiment Nr. 3. wurde mit der Heist chen Tapferreitsmedaille ausgezeichnet. München. Julius Stern, beim 13. bayerischen Landwehr- Infanterieregiment, erwarb sich das Bare ische Verdienst r uz mit Schwertern. Pforzheim. Paul Loebenberg. Gefreiter bim E appen- Krafiwageupark von Kranz, erhielt die Würtlembe. gisch: Si b rne Be.dienstmedail'e. Stuttga t Marr, B<ewrch innster im ll'e e ve Jnfanle inegiment Nr. 120, Inhaber des Eisernen Kreuzes, verdiente sich die Wülttemberoische Si.be.ne .Tapferk iismebai le. Weiher i. Westf. Dem Lewnant der Reserve Mo.itz Weinberg, Adsutant beim bayerischen Swf.eftaie 22, ist der Baye.i che Mi i ä Verdienstorden > ierter K a se mit Schwertern oe, liehen worden. ßin interessanter Aries des neuen Kanzkers von Lancaster. Ter englisch.: Generalpostnuifter Herbert Samuel ist als Nachfolger Churchills zum „Kanzler des Herzog-, turn* Lancaster" ernannt worden. Tie Weltgeschichte, die noch ihren Humor behalten hat, leistet sich damit den Witz, den friedliebenden Postminister wenigstens in dieser Würde zum Nach.'o'g'r des größten Seemauchelden beider H'misphüren zu befördern. Wie der Postminister des Bereinigten Königreiches England wenigstens vor dem Kriege gedacht hat, mag folgender Auszug aus einem längeren Briefe dartun, den mir Herbert S a m n e l im Herbst 1912 geschrieben hat. Es hieß darin: „Westeuropa ist im Begriffe, das Entwicklungsstadium unvollständiger Zivilisation zu übcrwiniien. In diesem glaubte man, daß die Regierung eines Staates lediglich ihren eigenen Untertanen gege n über Pflichten habe; daß die Wohlfahrt des Restes der Menschheit nicht ihre Fürsorge sei; daß die nornralen Beziehungen zwischen den Staaten notwendigerweise solche latenter oder aktiver Feindseligkeit sein müssen,' oder daß, wenn der Staat mit einigen Ländern Freundschaftsbeziehungerl unterhalte, diese nur dazu dienen müßten, um so nachhaltiger seine Feindschastsbeziehungerl zu anderen Ländern verfolgen zu können. Die Auffassung, daß ein Staat keine anderen Pflichten, als die gegen'feine eigenen Mitglieder habe, wird nun als durchaus unsittlich erkannt. Völlig unsittlich ist die Lehre, daß die Wohlfahrt jener Menschengeschöpfe, die Deutsche gerrannt lverdeli, jene nichts angehen, die Engländer heißen, und daß die Wohlfahrt der Erigländer kein Gewicht für die Teutfchen habe. Sie ist ebenso unsittlich wie die Lehren des wilden Sioux, der seinen letzten Bissen mit einem verhungernden Sioux teilen, aber den Skalp eines verhungernder! Apachen nehmen würde. Tie Welt kommt allmählich zur Ueberzcugung, daß Handelsrivalität nicht mehr ein Grund für die Feindschaft zwischen Nationen ist, als sie es für persönliche Feindschaft zwischen Ladenbesitzern in benachbarten Straßen ist. Sie beginnt zu erkennen, daß die Entwicklung einer fremden Nation in Reichtum und Kultur ein Grund nicht für Feindseligkeit, sondern für Dankbarkeit sei. denn Reichtum und Kultur dehnen sich aus und ihre Vorteile verbreiten sich weit über ihre Ursprungsftätte hinaus. Der ständig wachsende Geist internationalen Wohlverstehens hat den Völkern immer mehr die Segnungen des Friedens gesichert. Während der 126 Jahre von 1689 bis 1815 war England 63 Jahre in Kriegen mit weißen Völkern verwickelt und hatte nur 63 Jahre Frieden. Während der Jahre 1815 bis 1912 war es fünf Jahre mit solchen Kriegen beschäftigt und hatte 92 Jahre Frieden.

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