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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-12-10 · 49 (10.12.1915) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
49 (10.12.1915)
Date
1915-12-10
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 91Ö Dr. Bloch's LVochenschrift Är. 49 Austritte aus dem Judentum vom 28. November bis 4. Dezember 1915. Otto Bauer Kaufmann, geboren 23. Juli 1881 in Vocin (Slavonien), 8. Bezirk, Kochgasse 3. Leopold Deutsch k. u. k. Wachtmeister, geboren 6. Oktober 1878 in Wischau, 4. Bezirk, Wiedner Gürtel 34. Heinrich Goldfinger Fabriksdirektor, geboren 22. März 1880 in Bhm.-Ostrau, 4. Bez., Schleismühlgasse 8. Theresr Goldfinger geb. Mayer, geb. 19. Oktober 1886 in Wien, Fabrikdirektorsgattin, 4. Bez., Schleifmühlgasse 8. Franz Karl Goldfinger geboren 20. November 1910 in Wien, 4. Bezirk.' Schleifmühlgassr 8. Peter Konrad Goldfinger geboren 11. Dezember 1914 in Wien, 4. Bezirk, Schleismühlgasse 8. Dr. Paul Haffmann Landwirt, geboren 30. August 1885 in Wien, 3. Bezirk, Reisnerstraße 23. Margarete Keppich Private, geboren 10. Dezember 1877 in Wien, 1. Bezirk, Rosenbursenstraße 2. Alice Kühner,, Beamtin, geboren 10. März 1893 in Wien 1. Bezirk, Haarhos 4. Wilhelmine Mazda Leitner Private, geboren 25. Oktober 1890 in Wien. 1. Bezirk, Rathausstraße 19. Blanko Lipiner, Private, geboren 7. Juni 1896 in Wien, 2. Bez., Praterstraße 56. Wilhelm Schurgast Verkäufer, geboren 1. Oktober 1690 in Brünn, 4. Bezirk. Preßgasse 23. Richard Ste'.ner Schneidermeisier, geboren 16. Juni 1871 in Wien, 1. Bezirk, Postgasse 11. Regine Waringer, geboren 6. September 1896 in Wien, 12. Bez., Fockygasse 30. Rosa Waringer geboren 28. Juli 1656 in Preßburg, 12. Bez., Fockygasse 30. Alfred Weißberg Kellner, geboren 22. Februar 1873 in Wien, 17. Bezirk, Weißgasse 44. Frieda Wohlkönig, Private, geboren 1. April 1898 in Lemberg, 2. Bezirk, Glockengasse 23. Anna Wohlkönig Private, geboren 6. Mai 1895 in Lemberg, 2. Bezirk, Glockengüsse 23. Auguste Willner Private, geboren 17. April 1883 in Tarnopol, 2. Bezirk, Adambergergasse 12. St. Polten. Aus St. Pölten wird uns berichtet: Anläßlich der Chanukkaseier beschloß ein aus den Vorstandsdamen gebildetes Komitee eine Soldatenjause zu. veranstalten. Um die Verwirklichung dieser durchaus rühmlichen und gelungenen Idee haben sich die Damen Frau Dr. Rosa Schächter. Frau Rosa'.ie Leicht, Frau Hermine A l l i n a, Frau Berta Mandl, Frau Pauline Reiß, Frau Wilhelmine P l a c z e k mit wahrem Feuereifer angenommen und schufen für die jüdischen Rekonvaleszenten der hiesigen Sanitätsanstalten eine kleine Feier, welche diesen Helden gewiß eine bleibende Erinnerung sein wird und sie mit Dankbarkeit erfüllen dürfte. Beteiligt waren an dieser Feier 45 Rekonvaleszenten, welche sich sehr gut amüsierten. Als Gäste waren nachstehende Herren anwesend: Ehrw. Rabbiner Dr. Adolf Schächter. Kultusvorsteher Albert Leicht, Vorstandsstellvertreter Samuel Mandl. Tempelvorsteher Sigmund A l l i n a wie auch Herr Kantor Wilhelm Rabinovicz. Baden. Freitag, den 5. d. M., veranstaltete der israelitische Frauen-Wohltätigkeitsverein in Baden e'.ne Chanukka-Feier, wobei bedürftige Schulkinder, hierortige wie solche der Flüchtlinge, mit Winterkleidern und Schuhen in reichstem Maße bedacht wurden. Anwesend waren: die Vereinspräsidentin Frau Julie Leitner (die Vizepräsident i Frau Rosa Schneider war durch Unwohlsein verhindert), die Vorstandsdamen Frau Oberrabbi^ner Jenny Reich, Rosa Scheu. Sofie Leitner, die jBeiräte Kultuspräsident Moriz Leitner und Anton Schneider, Vizepräsident Sigmund R a u s n i tz mit Frau -Gemahlin und die Damen Frau Dr. Sch o r und Freiwillig, dis zu dieser außerordentlichen Feier bedeutende Liebesgaben spendeten. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Reich eröffnete die Feier mit -einer Ansprache an die 'I ugend und .schloß mit meinem dreimaligen Hoch aus Se. Majestät Kaiser Franz Josef 1., in Srelches die zahlreiche Versammlung begeistert einstimmte. Dann -setzten sich hie Kinder um die mit feinen Speisen und warmen Getränken reich besetzte Tafel, wv sie »:on der Präsidentin Frau Julie Leitner und den Vorstandsdamen mit innigster Herzlichkeit bedient wurden. Zur Erhebung dieser Ehanukka-Feier trugen mehrere der Jugend angehörige Kinder wesentlich bei. Auf dem Harmonium gab der Gymnasiast Schüß österreichische und reichsdeutsche patriotische Lieder zum besten und die sich stets bewährten Schülerinnen Maria Weiß und Marianne Baumsteiger erfreuten dir Versammlung mit der Zeitlage angemessenen Vorträgen aufs höchste. Zum Schlüsse dankte der Kultuspräsident Moriz Leitner allen Anwesenden und besonders den zum großartigen Gelingen der Chanukka-Feier beitragenden Damen, worauf alle Anwesenden die Volkshymne intonierten und wiederholt auf den Kaiser ein dreimaliges Hoch ausb rächten. Vom Prager Bezalek-Vereim. Wer dem am 30. v'. M. erfolgten Besuche der Erzherzogin Zita-Ausstellung durch, den durchlauchtigsten Protek-.or des Kriegsfürsorgeamtes Seiner k. u. k. Hoheit den Herrn Erzherzog Karl Stephan wurden auch die ausgestellten kunstgewerblichen Gegenstände aus der Jerusalemer Kunstgewerbeschule des Bezalel der Besichtigung uuterzogen und hiebei die anwesende Vorstandsdame des hiesigen Vereins Frau Emilie L e n h a r t durch eine Ansprache ausgezeichnet, in deren Verlauf der Herr Erzherzog sich auch über Entstehung und Zweck dieser Kunstgewerbeschule Aufklärung geben ließ und den ausgestellten Erzeugnissen derselben Worte lobendster Anerkennung zu spenden geruhte. Brünn. Am 1. Dezember, dem Vorabende des Regierung'sfubiläums unseres Kaisers und des Chanukkafestes, fand iM hiesigen großen Tempel eine erhebende' Feier statt, die von zahlreichen Kriegern und anderen Andächtigen besucht war. Nach Entzünden des Charmkkaltchtes durch Herrn Oberkantor Heller, der samt seinem trefflich geschulten Chore die gottesdienstliche Funktion in gewohnt würdiger Weise versah, hielt Rabbiner Doktor L e w y eine groß angelegte, geistvoll durchdachte Predlgt. Mit der Absingung der Volkshymne schloß die würdige Feier, die aus alle Teilnehmer einen tiefen Eindruck machte. G. B. Mähr.-Oslrau. Herr Martin Eibenschütz aus Ung.-Ostra wurde von der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde als Religionslehrer und Kantor akzeptiert und wird derselbe den Posten am 1. Januar 1916 antreten. Karlstadt. Durch die Initiative unseres agilen Tempelvorstandes Herrn R. Fischl wurde am ersten Abend des Chanukkafestes ein feierlicher Gottesdienst für das nach Hunderten zählende k. k. Landw.-Marschbataillon Nr. 23 unter Chor- und Orgelbegleitung unter der Leitung unseres Kantors I. Groß abgehälten. Se. Ehrwürden Dr. Schick sprach dem in Marschbereitschaft stehenden Bataillon Mut tzn. Er feierte dieses als würdige Brüder der Makkabäer, das für Kaiser und Vaterland zu sterben bereif ist. In der Chanukkakerze fahlem Scheine sah man in so manchem struppigen Bart Tränen zittern. Die erhebende Feier schloß mit Absingung dxw Kaiferhymne. Trauerfeier für weiland Dir. Hermann Gärtner, Stadt- und Bezirksrabbiner zu Mitrovica (1874—1914). Vergangenen Sonntag, nach dem Abendgoitesdienste im hiesigen Tempel, fand eine Trauerfeier zu Ehren des früh verstorbenen Oberrabbiners statt. Anwesend waren der Präsident der Kultusgemeinde Josef Fleischmann mit sämtlichen Mitgliedern der Kultusgemeinde wie auch sämtliche Oberhäupter der Bezirksbehörde und die Geistlichkeit sämtlicher Konfessionen. K. u. k. Feldseelsorger Oberrabbiner Dr. Hirsch L e b o v i c s würdigte dör vielseitige Bildung und Tugenden des Verewigten. Der Verblichene ist geboren in Dukla (Galizien), war ein Gelehrter im vollsten Sinne des Wortes wie auch ein gediegener Kanzelredner. Nach fünfjährigem Amtieren ist ec im Alter von bloß 42 Jahren von Hrden gegangen eine junge Witwe mit zwei unmündigen Kindern hinterlassend. Er gehörte zu den echten Priestern, er war ein Priester des Friedens gewesen. Holkeschau. Sonntag, am 5. d. M, wurde Herr Karl Weinr e b, langjähriges Mitglied der Kultusgemeinde-Repräsentanz und Vizepräses der Ehewra-Kadischa, unter sehr großer Beteiigung der hiesigen Bevölkerung zu Grabe getragen. Herr Weinreb hat sich durch seine 18 jährige segensreiche Tätigkeit jtuf dem Gebiete der Wohltätigkeit um die hiesige Gemeinde unvergänglich^ Verdienste erworben. In Anerkennung dieser, hat ihn der Kultusvor-

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