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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-11-19 · 46 (19.11.1915) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
46 (19.11.1915)
Date
1915-11-19
Page
– (sequence 15)
Language
German
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:rtr. 46 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 859 Wirn. (E ingefend e t.) Ant 14. d. M. erschienen einige hervorragende Persönlichkeiten in der Wohnung des Herrn Oskar L ch r a nt e k, um ihm im Namen der Älrmen und Bedürftigen Palästinas das Amt eines Gaboi für das Heilige Land anzubietcn, welches der verewigte Vater desselben, Herr kaiserl. Rat Adolf S ch r a m e k s. A. viele Jahre hindurch hingebungsvoll verwaltet hatte. Herr S ch r a m e k erklärte sich bereit, dieses Amt zu übernehmen und im Sinne seines dahingeschiedenen Bakers führen zu wollen. 'In der Verwaltung tritt sonst keine Veränderung ein. Herr S. Hornstein, 2. Bez, Nestroy gaffe Nr. 8, wird auch fernerhin die milden Gaben einsammeln und iverden die gesammelten Summen nach wie vor zur Hälfte der österreichisch-ungarisch-böhmisch-mährischen Gemeinde und ^ur Hälfte der galizischen Gemeinde im Heiligen Lande zugeführt. Benzion S ch i f f. Kaiser Franz Josef I.-Huldigungstempel. 2. Bez., Pazmanitengafse 6. Sonntag, am 14. Kislew 5676 (21. November 1915), unl Uhr abends, findet inr Kaiser Franz Josef I.- Huldigungstempel die Trauerfeier für den verewigten kaiserlichen Rat Adolf Schramek, Präsidenten des Bethausvereines „Am Bolkert" statt. Nach der Trauerfeier öffentliche Plenarsitzung des Borstandes im Sitzungssaale. Wien. (Todesfall.) Am 12. November 1915 verschied hier plötzlich Herr Ingenieur Hugo D a n z i g e r im 70. Lebensjahre. Der Genannte wirkte durch lange Jahre im Deutschen Reich, war als Ingenieur bei den Jndustrialwerken Posnanski & St relitz tätig und wurde schließlich in die Direktion der Firma Heilpern L Haas berufen, in deren Wim-Floridsdorfer Chemischen Fabriken er als kommerzieller Direktor tätig war. Seit mehr als anderthalb Jahrzehnten führte Herr Ingenieur Danzig e r sein eigenes t echnisches Büro für Bauhygiene und Jsolierarbeiten, war auf technischem Gebiete als Experte eine bekannte Größe und haben seine technischen Abhandlungen und Fachartikel stets uneingeschränkte Anerkennung gefunden. Herr Ingenieur Danzig e r war der erste Bautechniker, der die Bedeutung der Kieselguhr (Infusorienerde) für Jsolierzwecke in ihrem vollen Ilmsange erkannte und der die technischen Anleitungen zur Ausnützung dieses Materiales auf breiter Grundlage lieferte. Außerdem bemühte sich Herr Ing. Hugo D a n z i g e r mit vollstem Erfolge um die Einführung deutscher Bauspezialartikel in Oesterreich und verschaffte er 'insbesondere den sogenannten Lederdachpappen in Oesterreich-Ungarn Eingang. Herr Ing. D a n z i g e r war Preuße, von glühendster Vaterlandsliebe beseelt, Veteran der Feldzüge 1866 und 1870 und erkämpfte sich beim Sturme auf Le Manc vn der Seite seines damals gefallenen Bruders Ferdinand, gleichfalls Ritter des Eisernen Kreuzes, diese hohe Auszeichnung. Er war außerdem ein Vorkämpfer für seinen Glauben, den er bei allen Gelegenheiten mit größtem Eifer und tiefster Ueberzeugung vertrat. Zu dem am Sonntag, den 14. November, stattgefundenen Leichenbegängnisse war außer Abordnungen vieler Behörden, Handelskammern und Vereinerl auch eine Deputation des Wiener k. u. k. Kommandos erschienen, die dem dahingeschiedenen Helden und prächtigen Menschen warme Worte widmete. Am Sarge des Verstorbenen trauern die Witwe, eine Tochter und der einzige Sohn, Direktor-Stellvertreter Fritz Danzig er. _ Jüdische Toynbeehalle. 20. Bezirk, Denisgasse Nr. 33. Samstag, den 13. d. M., fand ein erfolgreiches Konzert statt, dessen interessanres und stattliches Programm die Schüler der ausgezeichneten Gesaltgsmeisterin Frl. Alice G o l d b e r g unter lebhaftem Beifall der dankbaren Zuhörerschaft bestritten. — Die Bibelvorträge am Freitag abend 7 Uhr hat der Verein der Rabbinatskandidaten „T h e o l o g i a" übernommen und wird Freitag, den 20. d. M., Dr. I. A. Mark den Wochenabschnitt zum Gegenstände des Vortrages nehmen. — Samstag, den 20. iS). M., findet wieder ein Gesangs- und Jnstrwmentalkonzert statt, t— Sonntag, den 21. d. M„ spricht Herr Sekretär Siegfr. Fleischer über das gewiß allgemein interessierende Thema: „Die Juden im Kriege". — Mittwoch, den 24. d. M., wird Frau Sophie Deutsch einen Lichtbildervortrag,;,Das Wunderland Indien"', halten, der eigene Erlebnisse durch zahlreiche besonders schöne Naturaufnahmen i.lustri.rt, bringen wird. Tie Lehrkurse: Deutsch, Stenographie und Handelswissenschaften, die Herr Lissau und der Lehrer Herr H u s ch a k leiten, haben bereits begonnen, doch können noch Einschreibungen am Montag, den 22. und Dienstag, den 23. d. M., abends 1 21 Uhr, int Sekretariate der Toynbeehalle vorgenommen werden, da erforderlichenfalls Parallelkurfe errichtet werden. Austritte aus dem Judentum vom 7. bis 13. November 1915. Dr. Agnes Bacher, Aerzlin, geb. 20. Februar 1390 in Wien. 3. Bez., Boerhavegasse 8. Alfred Ddur, Privatbeamter, geb. 13. Jänner 1872 in Rio de Janeiro, 3. Bez., Blütengasse 9. Antonie Grotzmann, geb. 20. April 1876 in Ratschitz, Mähren. 4. Bez., Wiedner Gürtel 54. Mar Kaufmann, Privatbeamter, geb. 10. September 1891 in Wien» 3. Bez., Hetzgasse 20. Karl Löw-Beer, geb. 17. Oktober 1882 in Wien, 5. Bez.. Schönbrunnerstraße 85. Anna Hildegard Norden, Private, geb. 19. Juni 1895 in Triest. 9. Bez., Währingerstraße 76. Elisabeth Norden, Private, geb. 21. Juni 1893 in Krakau, 9. Bez.. Säulengasse 10. Alfred Silberstern, geb. 2. Jänner 1876 in Laubendorf, Böhmen. 18. Bez., Gentzgasse 27. Dr. Julius Tfchelnitz, Handelsgesellschafter, geb. 3. Juni 1868 in Wien, 1. Bez., Marimi'.ianstraße 9. Franziska Ungar, geb. 9. September 1897 in Wien, derzeit in Esseg. Karl Vincze, geb. 10. September 1874 in Temesvar, 12. Bez.. Lüngenfeldgasse 12. Paul Wurmser, Fabrikant, geb. 19. Oktober 1877 in Mannheim. 13. Bez., Einsiedeleigasse 13. Danksagung. Die galizischen Flüchtlinge in Karlsbad fühlen sich gedrängt, unmittelbar vor ihrer Mreise für die Hochherzigkeit und Gastfreundschaft, die sie in Karlsbad genossen, öffentlich vom Herzen zu danken. Insbesondere sei Dank gesagt der löblichen israelitischen Kültusgemeinde für die zahlreichen Wohltaten, die sie den galizischen Flüchtlingen 'erwiesen hatte, namentlich der Herr Kultuspräsident Ludw. Moser und Se. Ehrw. Herr- Rabbiner Dr. Jgn. Ziegler haben sich die Herzen der Flüchtlinge durch die Wohltaten, die sie ihnen erwiesen, erobert. Herr Rabbiner Tr. Ziegler hat vom Anfang! au für die Flüchtlinge väterlich gesorgt, für ihre physischen und moralischen Bedürfnisse nach jeder Richuntg Sorge getragen, eine Talmud-Thora Schule unter seiner Aufsicht eingerichtet, in welcher einige hundert Flüchtlingskinder Unterkunft und Unterricht genossen haben. Diese Gastfreundschaft wird uns unvergeßlich bleiben. Im Namen der galizischen Flüchtlinge: Hirsch Liebermann, Karlsbad. Aufruf! Für nachbenannte Personen sind aus Amerika von ihren Verwandten und Freunden Geldsendungen eingehängt: Für Samuel S h a I i 1, Libau, Kurland. 14. Poststraße, von Leo Klein, 794 Home Str., Newyork; für Josef Panitz c./o. A. Le ff, Kolno, postlagernd Johannesburg, O. - Pr., von I. I. Pani tz^ 15 E. 116. Str., Newyork; für Rowka Seltzer, Derbno, Wolhynien, von Sam. Seltzer, 1022 Epayette Str.. Baltimore; für Elja P e r l a, Lodz, Panska Nr. 12. von Bashe L o v n i e. New-Egypt, Newyork; für Lea Efros, Suwalki. Marktstraße Nr. 3, von Jsaac Efros, 98 Ruffel sStr.. Detroit Mich.; für Zalel Fischet, Schilely bei Taurogen, von M. G e s f e n, 1018 16. Av. W. Colgary Albet, Kanada; für Samuel Beker P i e s k i und Wolkoursk, Eradno Gouv.. von Gabriel Beker. 18 Washington Str., Boston Maß; für Jsser Einhorn, Warschau. Nalewski-Str. Nr. 13, von Annie Einhorn, 814 E. 166 Str.,

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