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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-11-19 · 46 (19.11.1915) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
46 (19.11.1915)
Date
1915-11-19
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 858 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 46 Wunsche, verbat sich aber jede Honorierung und Herr Salanion Herz! ersucht uns auf diesem Wege, Herrn Oberrabbiner Doktor ELdemann seinen tiefempfundenen Dank auszusprechen. Bibelabende in der Toyntrehalle. Der jüdisch-akademische Verein „Theologia" bringt hiermit zur allgemeinen Kenntnisnahme, daß er auf Veranlassung der Leitung der Toynbeehalle die Abhaltung der Bibelvorträge daselbst übernommen hat. Den einleitenden Vortrag am 19. November, halb 8 Uhr abends, hält unser Mitglied Herr Dr. A. I. M a r k. Bücherspendrn für MMärspitäler und russische Gefangene Jüdische Broschüren von Redakteur I. Perlberger und Fekdrabbiner Bela Fischer, 8 Bücher von Regine Winterberg. Besten Dank! Das Komitee, 2. Bez., Ferdinandsstratze Nr. 23. Verein „Machsike hadath“ ' 2. Bez., Obere Augartenstrahe 40. Zugunsten der Ausspeisungsakrion der noleidenden Flüchtlinge sind dem Vereine nachstehende Spenden zugekommen: Jsraeh Allianz zu Wien, Subvention für November Kr. 200.—; Harmersseld durch Frau Mürz 35.—; Heinrich Klinger 30.—; Sammlung Frl. Anni Miesto 21.—; Wilhelm Rubin 20.—; Sammlung Frau Edelstein von John 10.—; Sammlung Frau Kurzer Blök 10.—; Sammlung Frau Kurzer Isidor Leib 2.—, W. Fröhlich 2.—, Bartselder 2.—, zusammen 6.—; Simon M. Engelberg, Reu-Sandez 10.—; Huppert, Bahnhosrestaurateur Hullein, 10.—; Frau Sidoni Rasch, Holleschau 5.—; A. M. Roschofski 5.—; Edm. Jmmergut 5.—; Büchse Frau Sparer 5.04; zusammen Kr. 352.04. Spenden für den Verein werden entgegengenommen von unseren Obmann Herrn Jakob März, 1. Bez., Augustengasse 1, und von unserem Kassier Herrn-Emil Pomeranz, 2. Bez., Rembrandtstratze 39, in bar oder durch Posterlagschein- 106389. Kriegsjause des Frauen-Wohltäligkeits-Verem für die Bezirke XII-XV. Der verregnete Nachmittag des vergangenen Montags versammelte bis auf den letzten Platz in den Räumen des „Rideaums" eine ausgewählt gute Gesellschaft zu einer Jause. Der Zweck dieser Veranstaltung wurde durch einen von Frl. Edith T a g l i ch t verständnisvoll gesprochenen Prolog in sinnreicher, schöner Form erläutert. Daran schlossen sich die Vorträge der bekannten Violinvirtuosin Frau Popper-Jannovitzer, die durch ihr echt künstlerisches, seelenvolles Spiel, am Klavier diskret von Frl. Alice Weintraub begleitet, alle Hörer entzückte. Frau Frieda Kafka erntete für ihre, unter Assistenz des Herrn Kapellmeisters Blum, schön vorgetragenen Brahms- und Schubertlieder reichen Beifall. Leider spendete uns Herr Hofburgschauspieler Fritz Blum nur eine Probe seiner dramatischen Vortragskunst. Herr Otto Helmer, Mitglied der Wiener Volksbühne, unterhielt uns mit seinen heiteren Erzählungen, besonders aber durch sein famoses Friedenskuplet. Frl. Steffi Kritz, vom Berliner Kleinen Theater, die jetzt als Kabarettistin in der „Hölle" allabendlich bewundert wird, brachte ganz reizende Kinderszenen zum Vortrage, und zuletzt sang Frau Ada Lewin-Kelsen ernste und heitere Lieder, für die sie, Wie immer, reichen Beifall fand. So haben sämtliche Künstler in selbstloser, dankenswerter Weise durch ihre Kräfte zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen und den Präsidentinnen Frau Laura T a u s s i g und Frau Rabbiner Dr. Tag licht für ihre Schützlinge einen klingenden Er-, folg errungen. _ R. Th. Brockensammlung für jüdische Arme. Lange vor Beginn der Verteilung, die an jedem Dienstag im Vereinslokal, Alserstratze 42, stattfindet, sind unsere Komiteedamen damit beschäftigt, die einlangenden Spenden zu sortieren, die Gesuche zu prüfen, nach Möglichkeit aller Bittsteller Wünsche zu erfüllen. Dank den uns diesmal reichlich zugegangenen Spenden konnten wir viel gutes tun; mehr als 30 Pakete kamen an; sie enthielten Kleider, Wäsche, Schuhzeug, Polster, Decken. Das gute jüdische Herz betätigte sich wie stets, wenn es gi.1, Elend zu lindern. Gaben sandten: Frau Wiener, Weinreb, Jungfrau. Schilder, kaiserl. Rat Steinhübl, Frau Hofrat Rappaport, Frau Pappenheim, Spitzer, Erünwald, Herz, Rortmann. H. Klinger, Spitz, Epstein. Meyer, Deutsch, Weiß. Schiller, Olok, Pollak, Elbogen, Silzer, Wulff, Hiller, Lustig, Wejnmann, Kohn, Jeileles, Mandl. Zum bevorstehenden Chanukkahfeste möchten wir gerne all denen hilfreich sein, die seit Wochen Gesuche um warme Kleidung eingereicht haben, aber nicht berücksichtigt werden konnten. Wir bitten, was irgend entbehrlich, an unsere Sammelstelle, Alserstratze 42. zu senden, Der Winter naht; es gilt viele Rot zu lindern. Die Brocken, *bie von der Wohlhabenden Tische fallen, werden dankbaren Heyens von denen ausgenommen, die im schweren Kampf ums Dasein oft auf jede Lebensfreude verzichtet haben. , Jda B' a r b e r. Das Komitee zur Aufklärung über oftjüdifche Fragen hat sich in der Weife konstituiert, daß die Herren Doktor Nathan Birnbau m, Rabbiner Dr. Max G r u n w a l d und Adolf Sta n d das Präsidium!, die Herren B. Locker und Dr. A. Schwadron das Sekretariat, Herr Meier H e n i s ch die Kaffe übernahmen und außerdem Herr Löbl Taubes sowie die kooptierten Herren Sigmund Haber und Dr. Theodor Weisselberger an der Leitung der Geschäfte beteiligt sind. Das Komitee ist bereits an die Arbeit herangetreten. Seine ersten Beschlüsse beziehen sich aus die Veranstaltung eines' Vorträge-Zyklus in Wien, in dem alle Seiten des ostjüdischen Lebens beleuchtet werden sollen, und die Herausgabe von Flugschriften zu denselben Themelr. Die Vorträge, für die schon eine Reihe hervorragender Persönlichkeiten gewonnen sind — Genaueres demnächst! .— werden am 6. Dezember pb-> ginnen. Zuschriften an das Komitee zur Aufklärung über ostjüdische Fragen, Wien, 9. Bezirk, Seegasse 25/15, oder an einen der oben.genannten Funktionäre erbeten, Zahlstelle: Bankhaus A. Hecht, Wien, 15. Bez., Mariahilferstraße 138. Löbliche Redaktion! Ich will beim Herannahen des Chanukkafestes von einer 'Einrichtung^ die unser ^Rabbiner Ehrwürden Doktor Bach seit 17 Jahren im Ottakringer Tempel eingeführt hat und die jedes Jahr-immer wieder segensreich wirkt, öffentliche Mitteilung machen.und dieselbe zur Nachahmung empfehlen. Am Sabbat-Chanukka fällt nämlich der Jugendgottesdienst aus und wird auf das Gebet am Ausgange des Sabbats verlegt. Die Kinder erhalten dadurch Gelegenheit, die Chanukkalichter, von denen sie in Schule und Tempel hören, auzünden und brennen zu sehen. Sie hören da auch einmal „Ledowid boruch" singen/ sehen, wie man „Hawdolo" macht üsw. Gottesdienst und Tempel tragen festlichen Charakter. Gerade das Kriegsjahr, das von so vielen Heldentaten unserer Brüder zu berichten weiß, erscheint auch doppelt geeignet, die Lichter, welche die von unseren Vorfahren gegen eine ruchlose Majorität errungenen Siege symbolisieren, unserer Jugend klar vors Auge zu führen. Hochachtungsvoll K. u. k: Hofphotograph S. Weitzmann, Obmann des Bethausvorstandes für den 16. u. 17. Bez. Wien. Um das Andenken seines verstorbenen Vorstandsmitgliedes, des Herrn kais. Rates Adolf S ch r a - m e k, besonders zu ehren, hat . der Vorstand des Vereines zur Unterstützung armer, kranker Israeliten Donnerstag, den 11. November, eine Trauersitzung abgehalten. In Anwesenheit sämtlicher Vorstandsmitglieder widmete der Vereinspräsident Herr Marcus Bon d i dem Verewigten. einen herzlichen Nachruf. Er würdigte seine Persönlichkeit, die sich durch Menschenfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft auszeichnete und mit ganzem Herzen und voller Hingebung den Hilfebedürftigen stets beistand, insbesondere hob er seine iM Interesse des Vereines entfaltete segensreiche Tätigkeit hervor und beklagte den großen unersetzlichen Verlust, den der Verein durch seinen Heimgang erleidet. Der Nachruf wurde deM Vereinsprotokolle einverleibt und die Sitzung zuM Zeichen der Trauer geschlossen. Diamantene Hochzeit. Herr Kalmann Abraham er und Frau Jetty Abrahamer, geborene Stricker, haben am 11. d. M. die diamantene Hochzeit im engsten Familienkreise!n voller Rüstigkeit gefeiert.

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