Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 40 (8.10.1915)
- Date
- 1915-10-08
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 40 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 755 des. Deutschtums aus dem katholischen Polen stattfand und der Jude sich überall an die Stelle des Deutschen setzte, hat der Jude bis gegen Odessa hinein, eine breite deutsche Kulturstraße durch Jahrhunderte gezogen, auf die jetzt das Saatkorn deutscher Gesittung aufgepsropft werden kann. Noch viel größer wird die vermittelnde Kraft des Judentums sein, falls der Orient eine deutschösterreichische Interessensphäre unter türkischer Herrschaft wird, namentlich aber wichtig eine Stärkung des deutschen Judentums in den Vereinigten Staaten, Kanada, Argentinien, wo es den Hauptkern der deutschen Auswanderung bildet und bei dem freundlichen Entgegenkommen der betreffenden Regierungen naturgemäß mit der Zeit ebenso Kanadier, Anglo-Amerikaner, Spanier werden wird, wie der christliche Auswanderer, wenn sich nicht Deutschland durch seine Gesandtschaften und Konsulate des freundlichsten Entgegenkommens, befleißigen wird. Ein ernstes Wort in ernster Zeit, wird das Büchlein, namentlich, da es dem weitschauenden Blick des deutschen Kaisers zu Gesicht gekommen sein dürfte, trotz seiner mit dem Drang der Zeit entschuldbaren etwas krausen Komposition durch die Macht der beigebrachten Zahlen und Ziffern seine wuchtige Sprache sprechen. Clotilde Benedikt. Alls Rumänien. Wir erfahren, daß die seit vielen Jahren angefangene Arbeit über die „Geschichte der rumänischen Juden" von dem kürzlich verstorbenen Dr. Elias Schwarzfeld, dem Sekretär der I. C. A. in Paris, sin seinem Nachlaß als vollendetes Manuskript gefunden worden ist. Die Arbeit ist das Resultat einer langjährigen mühevollen Arbeit eines der wenigen Kenner der Geschichte der rumänischen Juden. Krkefkasten. Professor R. St. Wir danken herzlichst für Ihre lieben Zeilen, die wir an die richtige Adresse weitergeleilet haben, und bitten Sie um Ihre freundliche Einsendung, die unseren Leserkreis gewiß sehr interessieren wird. R. L. in Wien. Verbindlichsten Dank. E. n. V. in Wien. Wurde gleich!nach Erhalt im gewünschten Sinne erledigt. R. B. Darf nicht weitergeleitet werden, da dies vom Kriegsministerium verboten ist. Wollen Sie sich an die Ihnen zuständige politische Behörde erster Instanz wenden. Bernhard Hofbauer, Wien. Das Wort bedeutet hallen, schallen, jubilieren als W eiterbild ung von (Richter Y, 28). Nach R. haschana 26 a bezeugt R. Akiba, daß in Arabien der Widder „Jubla“ genannt wurde. In jer. Ber. I, heißt es auch : in Arabien nennt man das Lamm „Jubla“. Josua 6, 5 “tjny'Ü pp Widderhorn als Blasinstrument. Das Jobeljahr wurde vermittelst der schallenden Trompete durch das sanze Land verkündet. F. in Wien. Der Nordau-Artikel in Nr. 36 war der „Jüdischen Arbeiter-Korrespondenz" (Den Haag, van Galenstraat 68) von L. Chasanowitsch entnommen. Druckfchler-Berichtigung. In dem Aufsatz „Der Jugendgottesdienst", Seite 722. Spalte 2, Zeile 11, von oben, soll statt „Jugendgottesdiensttagen" richtig heißen „Jugendgottesdienst-Typen". Danksagung. Den ansehnlichen Körperschaften und liebwerten Freundeskreisen, die anläßlich meines 80. Geburtstages mich in so erhebender und schmeichelhafter Weise geehrt und erfreut haben, sage ich aus tiefbewegtem Herzen meinen innigsten, unauslöschlichen Dank. Wien, im Oktober 1915. Adolf Schreiber. 1 Öffentliche Danksagung! Die Hunderte von Flüchtlingen, denen Herr Josef Dreßler, zur Abhaltung des Gottesdienstes während der jüdischen Feiertage, in seinem Hause 2. Bezirk, Bechardgasse 18, die geeigneten Lokalitäten großmütig zur Verfügung stellte, ja selbst die Kosten der zu diesem Zwecke nötigen Adaptierung und Einrichtung aus eigenem bestritt, damit die aus ihrer Heimat Vertriebenen wenigstens ihre Andacht in gewohnter Weise abhalten können, fühlen sich verpflichtet, Herrn Dreßler ihren innigsten und aufrichtigsten Dank für seine Munifizenz öffentlich auf diesem Wege auszusprechen und ein „Jascher Kochachu" zuzurufen! Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der lausenden Abonnemenlsgrbühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man sich des der vorigen Nummer beigelegten Posterlag« scheine» bedienen. Die Administration. Albert Baum-Stiftung für Techniker. Altzahl der Plätze: 12 im Betrage von je Kr. 200.—. Bewerbungsberechtigt sind: Junge Leute jüdischer Religion, die sich der Technik widmen. Bevorzugt sind: Die Söhne des Herrn Simon Baum, Bruders des am 29. Februar 1864 verstorbenen Herrn Albert Baum s. A. (Für solche Einschreiter beträgt der Stiftplatz Kr. 600.—.) Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsftist: 31. Oktober 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstetlengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Jonas Freiherr von Königswarter'sche Stipendien für Theologen. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je Kr. 890.—. Bewerbungsberechtigt sind: Hörer jüdischer Theologie der Wiener israel.-theol. Lehranstalt, welche den philosophischen Studien an der k. k. Universität Wien obliegen oder abgelegen sind. Verleihungstag: 18. Dezember 1915 (11. Thebet). Gesuchsbeilagen: 1. Geburtsschein; 2. Nachweis der österr. oder ungar. Staatsangehörigkeit; 3. Maturitätszeugnis; 4. Matrikenschein der. k. k. philosophischen Fakultät in Wien; 5. Unioersitäls- Kolloquienzeugnisse; 6. Zeugnisse über den derzeitigen Betrieb theol. Studien; 7. Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Dr. Adolf Schmiedl-Widmung für Talmudschüler. Anzahl der Plätze: Vier im Betrage von je Kr. 400.—. Bewerbungsberechtigt sind: Israel, bedürftige Gymnasialschüler, welche Talmudstudien betreiben. Eesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Nachweis des schulmäßigen Talmudstudiums, Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1915. Einreich,stellL: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Dr. Max Friedländer Heirats-Ausstattungsstiftung für ein armes Waisenmädchen. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kr. 120.—. Bewerbungsberechtigt find: Arme verwaiste Mädchen jüdischer Konfession. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein, Sittenzeugnis, Verlobungsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsstist: 31. Oktober 1915. Einreichstelle:. 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jedes Anspruches an dieselbe verlustig. Tr. Ignaz Lemberger Heirats-Ausstattungs-Stiftung für arme verwaiste Mädchen. Altzahl der Plätze: Einer in^ Petras von Kr. 260.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme Waisen nach einem Mitglieds der israel. Kultusgemeinde Wien, welche sich zu verehelichen im Begriffe sind. Bevorzugt sind: Bewerberinnen, welche ihre Verwandtschaft oder Schwägerschaft mit dem am 24. Oktober 1866 verstorbenen Herrn Dr. Ignaz Lemberger s. A. oder ihre Zuständigkeit nach Wien auszuweisen vermögen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein. Sittenzeugnis, Verlobungsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsftist: 31. Oktober 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll).