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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-09-17 · 38 (17.9.1915) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
38 (17.9.1915)
Date
1915-09-17
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 38 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 711 Tempel- und Schulvrrein, Wien, 6. Bez., Stumpergasse 42. Die Einschreibung der Schüler und Schülerinnen für das Schuljahr 1915/16 findet im Schulraume statt: Sonntag, den 19. September l. I., abends von 7—9 Uhr; Montag, den 20. September I. I., abends von 7—9 Uhr; Dienstag, den 21. September l. I., abends von 7—9 Uhr. Die Anmeldung — auch derjenigen Kinder, Welche bereits im Vorjahre unsere Schule besuchten — wird für die angesetzte Zeit der Einschreibung erbeten, da eine spätere Anmeldung nur nach Maßgabe des vorhandenen Raumes berücksichtigt werden könnte. Begleitung der Eltern ist dringend erwünscht. Der Unterricht beginnt Montag, den 4. Oktober 1915, 6 Uhr abends. Den Unterricht in den höheren Abteilungen leitet Herr Rabbiner F l e s ch. Wien, im September 1915. Die Schulleitung. Wien. Der Herzl-Klub, jüdischer Bildungsverein in Wien, 2. Bezirk, Untere Augartenstraße 11,. eröffnet am 4. Oktober 1915 seine diesjährige Lehrtätigkeit. Vornehmlich jüdisches Wissen ist es, das Zu verbreiten er sich zur Aufgabe stellte und welches Ziel er durch Abhaltung von Kursen 'für hebräische Sprache, jüdische Geschichte, jüdische und hebräische Literatur sowie Vorträge über aktuelle Probleme des Judentums zu erreichen strebt. Am 4. Oktober 1915 beginnen zwei Hebräischkurse für Anfänger und zwei für Fortgeschrittene. Der übrige Lehrplan wird noch publiziert. Einschreibungen jeden Mittwoch und Samstag, ab 8 Uhr abends. Mitgliedsbeitrag 50 Heller monatlich. Austritte ans dem Judentum vom 29. August bis 1l. September 1915. Ernst Betlekheim, Mittelschüler, geb. 7. Dezember 1899 in Wien, 3. Bez., Schützengasse 6. Roman Frisch-Frisch, k. u. k. Fähnrich, geb. 27. Oktober 1974 in Trembowla, Galizien, 12. Bez., Meidlinger Hauptstraße 3. Malvine Hohenfinner, Advokatursbeamtin, geb. 12. Februar 1836 in Wien, 2. Bezirk, Pillersdorfgasse 8. Anna Marie Zolles, Studentin, geb. 24. Februar 1896 in Wien, 4. Bez., Starhemberggasse 20. Dr. Edmund Joses Krämer. Arzt, geb. 23. Mai 1877 in Suczawa (Bukowina), 1. Bezirk, Seilergasse 6. Margarethe Lehel, Beamtin, geb. 17. Juli 1891 in Plocsci (Rumänien), 9. Bezirk, Liechtensteinstraße 90. Elsa Morgenstern, geb. Stern (geschiedene Brück), geb. 30. März 1882 in Wien, 12. Bez., Belghosergasse 22. Alma Peplowski, Krankenwärterin, geb. 22. Februar 1885 in Szizyglowitz, Preußisch-Schlesien, 17. Bez., Palffygasse 14. Therese Schmack, Schauspielersgattin, geb. 19. März 1879 in Wien, 2. Bez., Untere Augartenstraße 25. Paula Schwarz, Private, geb. 29. November 1885 in Wien (Währing), 8. Bezirk, Lerchenfelderstraße 43. Leopold Spielmann, Elektromonteur, geb. 4. Februar 1891 in Wien, 14. Bez., Stättermayergasse 2. Marie Steiner, geb. Konhäufer, Jngenieurswitwe, geb. 24. Dezember 1885 in Wien, 13. Bez., Hietzinger Hauptstraße 126. Daisy Nora Thalberg, Private, geb. 1. März 1898 in Wien, 1. Bezirk, Stadiongasse 5. Egon Thalberg, Student, geb. 28. März 1897 in Wien, 1. Bezirk, Stadiongasse 5. Riza Thalberg, geb. Granichstädten, Generalkonsulsgattin, geboren 12. Oktober 1876 in Budapest, 1. Bezirk, Stadiongasse 5. Mar Hans Anger, k. u. k. Leutnant in der Ruhe, im 8. Feldjägerbataillon, geb. 23. März 1890 in Wien, derzeit in Graz. Alerander Wolfs, Student, geb. 3. Oktober 1896 in Wien, 1. Bezirk, Börsegasse 12. _ Baden. (Danksagung.) In besonders toleranter und humaner Gesinnung hat der Garnisonskomni a n d a n t von Baden, der k. k. Ober st, Herr Baron Fries, auf Veranlassung des Herrn Oberrabbiners W. Reich sämtlichen Soldaten jüdischer Konfession über die hohen Feiertage einen vollständigen Urlaub bewilligt, wofür wir uns zu außerordentlichem Danke verpflichtet fühlen, Nicht minder ist es uns ein Herzensbedürfnis, dem hochverehrten Präsidenten der isr. Kultusgemeinde Baden, Herrn Moriz Leitner, ergebenst zu danken, daß er in Gemeinschaft mit dem Vorstandsmitgliede, Herrn Adolf Raab sich um den Militärgottesdienst besonders bemühte, hiefür einen prächtigen Saal adaptierte, in welchem Herr Adolf Raab den jüdischen Soldaten zuliebe selbst die Gebete in rührender, zu Herzen gehender Weise vortrug. Auch vercmlaßten die beiden genannten Herren, daß den jüdischen Soldaten aus Gemeindemitteln ein Barbetrag eingehändigt wurde, um sich mit ritueller Kost über die hohen Feiertage zu versehen. Die schönen hohen Feiertage, die durch dieses patriotische und wahrhaft religiöse Entgegenkommen der isr. Kultusgemeinde Baden uns geboten wurden, werden uns daher in steter dankbarer Erinnerung bleiben. Bernhard E i s n e r aus Wien (Kriegsspital). Im 'Namen der jüd. Soldaten in der f. k. Garnison Baden. Bisenz. (Auszeichnung.) Herr Alfred Jahn, Sohn des bekannten Gurkenexporteurs Paul Jahn in Bisenz, wurde für Verdienste um die militärische Sanitätspflege im Kriege mit der bronzenen Ehrenmedaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Olmütz. Herzlichen Dank dem Patriotischen Hilfsverein vom Roten Kreuz in Wien für die Zusendung von 20 Machsorim durch seinen isr. Seelsorger Herrn Rabbiner Bela Fischer. Dr. Sicher, Feldrabbiner für den Bereich des Militärkommandos Krakau in Olmütz. Marienbad. Am 6. d. M. verschied hier Herr Oberingenieur und Baumeister Eduard Stern plötzlich und sanft in seinem 79. Lebensjahre. Der Verblichene war ein Mann von hervorragenden Charaktereigenschaften und für alles Ideale bis in fein spätes Alter begeistert. In seinem Berufe war er >von außerordentlicher Tüchtigkeit. Er war unter anderem Erbauer der hiesigen großen Synagoge und der Zeremonienhalle am hiesigen israelitischen Friedhofe. An seinem Leichenbegängnisse beteiligten sich alle Ortsbewohner und zahlreiche Verehrer aus Nah und Fern. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Diamant widmete ihm einen überaus warm empfundenen Nachruf, in welchem er den nunmehr Verklärten als ideales Familienglied, als edlen Menschen und als genialen Künstler pries, dessen Name in hiesiger Gemeinde Generationen hindurch erhalten bleiben wird. Die kantoralen Funktionen versah Herr Oberkantor Goldenberg. H. Feuilleton. FeldgottrsdienK. Von Dr. Theodor Haas. Es war Ende August, weit im Osten, hinterm Bug. Lange war es her, seit wir, mit Beginn der Mai-Offensive, daran gingen, Galizien vom Feinde zu säubern. Schritt für Schritt, aber unaufhaltsam ging es vorlvärts, über die russische Grenze, die wir nördlich des unteren San unter Hurra-Rufen übersetzten, um den Feind in feinem eigenen Sanbe zu bedrängen und ausgedehnte Gebiete des ehemaligen Königreichs Polen vom moskowitischen Joche zu befreien. Nichts vermochte unseren Siegeslauf zu hemmen, weder die Ungunst der Wege und des Wetters auf unseren stundenlangen Märschen, sei es in sengender Sonnenglut über schier endlose, wasserarme Sandwüsten, sei es bei Regenwetter durch sumpfige Gebiete, noch die oft hartnäckig geführten Rückzugsgefechte der Russen, noch auch die von ihnen mit einer Meisterhaftigkeit sondergleichen durchgeführte Räumung des Landes von Zivilbevölkerung, Vieh und Getreide, und die Sprengung von Brücken und Uebergängen. Weder die Kampf, ähigceit der Truppen noch auch deren Verpflegung hatten hiedurch zu leiden. Zur guten Stimmung trugen insbesondere die Erfolge

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