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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-09-17 · 38 (17.9.1915) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
38 (17.9.1915)
Date
1915-09-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
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©<we 702 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 3S das Ufer erreicheil und sich zum Kampfe entwickeln, der sofort mit der größten Heftigkeit begann. Dabei bekam Korporal Ko h n einen Schuß in die Brust. Ohne auf seine Verletzung zu achten, eilte er in dem Augenblick, wo die Situation für seine Unterabteilung kritisch wurde, einige Kilometer zurück, alarmierte das ganze Bataillon und kehrte mit demselben auf den Kampfplatz zurück. Dabei erstattete er dem Bataillonskommandanten eine derart treffende Meldung über die Situation, daß dieser ohne Verzug die entsprechenden Anordnungen treffen konnte, um die gegnerischen Truppen zu umzingeln. Dies gelang auch vollständig und 2400 unverwundete Russen fielen in unsere Hand. Der Rest, rund 600, lag tot oder verwundet aus dem Kampfplatze. Korporal Kohn begab sich erst jetzt, total erschöpft, auf den Verbandsplatz. Er wurde sofort zum Zugsführer befördert und zu einer Auszeichnung eingegeben, die er nun in der Goldenen Tapferkeitsmedaille erhallen hat. Zugsführer Kohn, der seiner vollständigen Genesung entgegengeht, ist ein 38 jähriger Landsturmmann, stammt aus. Neu-Sandec und ist in seinem Zivilberufe Leiter einer Mörfabrik in Fiume.' Jüdische Aamilien im Jelde. Max Spitzer, Kaufmann in Straßnitz (Mähren), hat sieben Söhne im Felde: Sigmund, Karl und Norbert beim k. u. k. Infanterieregiment Nr. 3; Arthur, Rechnungsunteroffizier, Infanterieregiment Nr. 8; Josef, Rechnungsunteroffizier, Infanterieregiment Nr. 90 (erhielt die große Tapferkeitsmedaille); Julius, Traindivision; Hugo, Festungsärtillerieregiment Nr. 1 (erhielt Belobung). Jakob Engländer, Zeitungsherausgeber und Druckereibesitzer in Totis, hat vier Söhne und zwei Schwiegersöhne beim Mllitär. Seine Söhne sind: Josef Erdös, Korporal im 31. Honveö-Jnsanterieregiment, im bürgerlichen Leben Redakteur und Zeitungsherausgeber in Budapest. Julius Erdös, im 10. Infanterieregiment, Geschäftsführer. Franz Engländer, Leutnant, Regimentsadjutant im 83. Infanterieregiment, technischer Oberbeamter. Arpad Engländer, Mediziner, Korporal im 83. Infanterieregiment. Seine Schwiegersöhne sind: Nikolaus Fülöp, technischer Unternehmer in Debrezin, hat auf dem nördlichen Kriegsschauplätze heldenmütig gekämpft, wurde verwundet und wurde als Auszeichnung vom Infanteristen zum Zugsführer befördert, weil er den Train des Regimentes rettete und vor dem Feinde unter Gefährdung des eigenen Lebens eine Brücke in die Luft gesprengt hat. Artur Schön, Zugsführer, Großkaufmann in Debrezin. Der alte Engländer verfehlt es niemals in feinen Briefen an die Söhne und die Schwiegersöhne, diese zu ermahnen, sich tapfer und heldenmütig zu halten, da Gott die Tapferen und Helden nicht verlasse. Leopold Danzinger in Baya hat fünf Söhne und drei Schwiegersöhne im Felde, und zwar: Armin Dozsa, 25 Jahre, Feldwebel bei der Maschinengewehrabteilung des 5. Honvedregimentes, ist aus dem nördlichen Kriegsschauplätze, wurde mll der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Bela' Danzinger, 29 Jahre alt, im 23. Infanterieregiment, wurde auf dem nördlichen Kriegsschauplätze verwundet. Geza Danzinger, 23 Jahre alt, befindet sich auf dem italienischen Kriegsschauplätze. Julius Danzinger, 21 Jahre alt, im 23. Infanterieregiment, ist auf dem nördlichen Kriegsschauplatz. Eugen Danzinger, 18 Jahre alt, Einjährig-Freiwilliger im 23. Infanterieregiment. Seine Schwiegersöhne: Leopold Krausz, 35 Jahre alt, ist in Pola beim Eisenbahnregiment. Eugen Guttmann, 26 Jahre alt, Sanitätskommandant im 69. Hindenburg- Jnfanterieregiment. Er hat aus dem nördlichen Kriegsschauplätze den Heldentod gefunden. Wilhelm Schiller, 29 Jahre alt, Einjährig-Freiwilliger im Oedenburger 18. Infanterieregiment. _ („Egyenlöseg.") Sechs Söhne und einen Schwiegersohn. (Der Brief eines jüdischen Vaters.) Der „Egyenlöseg" veröffentlicht folgenden Brief: „Ich beehre mich, die Redaktion zu verständigen, daß ich meine in den Krieg gezogenen Söhne mit folgenden Namen Ihnen zu dem Zwecke bekanntgebe, damit Sie die Freundlichkeit haben, sie in dem jüdischen offiziellen Blatte auszuzeichnen. Mein ältester Sohn ist eingerückt am 27. Juli 1914 bei der ersten Mobilisierung. Sein Name: '1. Hermann Schwartz, 33 Jahre all, dient im 27. Infanterieregiment, hat in Serbien fünf Monate lang gekämpft und wurde am Kopfe verwundet. 2. Mein Sohn Martin Schwartz ist am 1. August 1914 eingerückt, 24 Jahre all, hat beim 4. Honved- Jnfanterieregiment gebient. Er'geriet auf dem galizischen Kriegsschauplätze nach sechswöchigem Kampfe in russische Gefangenschaft. 3. Mein Sohn Ludwig SKwartz, 23 Jahre alt. rückte am 16. Januar 1915 ein, diente beim 33. Infanterieregiment und kämpft auf dem gälizischen Kriegsschauplätze, hat aber seit fünf Monaten schon kein Lebenszeichen von sich gegeben. 4. Mein Sohn Armin Schwartz ist am 1. Oktober 1914 eingerückt, 21 Jahre all, dient im 37. Infanterieregiment. Im Jahre 1914 traf ihn auf dem serbischen Kriegsschauplatz ein Dumdumgeschoß am linken Arm, er kämpfte vier Monate lang und liegt jetzt im Spital. 5. Mein Sohn Alexander Schwartz ist am 5. Juni 1915 eingerückt, ist 19 Jahre alt, Pionier,' ging am 10. August 1915 auf. den italienischen Kriegsschauplatz., 6. Mejn Kphp Marci Schwartz ist 18 Jahre alt, wurde am 18. Juli 1915 gemustert und wir erwarten jeden Augenblick seine Einberufung. 7. Ein Schwiegersohn, Ludwig M a r t o n, 42 Jahre alt, rückte um 10. April 1915 ein, er kam nach Bosnien. Ich bitte die geehrte Redaktion, so freundlich zu sein und meine angeführten Söhne in dem Blatte an-, zuführen und ebenso auch, daß ich als 62 jähriger Mann allein mit ihrer Mutter mich schwer fortbringe und vom Staate aar keine Unterstützung, erhalte. Ich'bleibe mit vollkommener Hochachtung Josef S ch w a r tz m. p. Telkesd, den 21. August 1915." Hpftr des Krieges. Die neuesten Offiziers-Verlustlisten enthalten unteranderen die Namen nachstehender Glaubensgenossen: Leutnant Dr. Bela Fischer, ungar. Lündsturmregiment 29; Leutnant d. R. Maximilian Gelehrter, Infanterieregiment Nr. 58; Einj.-Freiw. Feldwebel Rudolf Glaser, Landwehr-Infanterieregiment Nr. 9; Fähnrich d. R. B. HoroWitz recte Hüttner, Infanterieregiment Nr. 30; Kadett d. R. Stanislaus Samuely, Jägerbataillon Nr. 27; Fähnrich d. R. Paul Szanto, ungar. Jnf.- . regiment Nr. 17. Ehre ihrem Angedenken! Ieststessung und Bezeichnung namenloser Keldengräöer. Uns wird geschrieben: Die Gebiete, in wejche die galizischen Flüchtlinge jetzt allmählig zurückkehren, sind zum großen Teile beseelt von zahllosen Gräbern gefallener Helden. Diese Gräber, welche kameradschaftliche

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