Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 32 (6.8.1915)
- Date
- 1915-08-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 32 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 591 einer Mitteilung seines BataUonskommandanten an seine Angehörigen hervor, in wKcher es u. a. Heißt: „Schon mit der silbernen ^vapferkeitsmeoaille erster Klasse ausgezeichnet, war er uns allen ein Muster von unerschrockener Tapferkeit, immer an den gefährlichsten Stellen, seinen Untergebenen ein erhebendes Beispiel^per-- sönlichen Heldenmutes. Wollen Sie unser aller Teilnahme sicher sein, denn als ein wahrer Held opferte er sein junges Leben fürs Vaterland." Eine ganze Anzahl zionistischer Organisationen, zu deren Gründern und Führern er zählte, trauern um den in so jungen Jahren .dahingeschiedenen Helden. Kadett Moli Arsch. Wolf Fisch, Hörer der Rechte in Klausenburg, ist im August vorigen Jahres eingerückt, meldete sich bald freiwillig für den Felddienst, wurde dann in die Szurmah-TrupPe unter General Linsingen eingereiht, nahm an beit großen Offensivkämpfen in den'Beskiden teil, rückte bis nach Stryj vor, wo bekanntlich sich blutige, erbitterte Kämpfe abgespielt haben. Zu diesen gehörte auch die Schlacht bei dem Dorfe Lysovica, wo die Russen eineu Straßenkampf provozierten und mit aller Gewalt das Dorf und die durch diese Gemeinde durchziehende Eisenbahnlinie zu halten trachteten. Gegen diese Bahnlinie führte Wolf Fisch seine Abteilung zum Lturme. In diesem Sturmangriff wurde Fisch durch einen Kopfschuß getötet. Der Kompagniekommandant Leutnant Desider Lakatos richtete an die Familie des gefallenen Helden das nachfolgende Schreiben: „Gestern nachmittag hatten wir einen furchtbaren blutigen Kampf. Wir mußten eine Ortschaft besetzen, was sehr wichtig war. Aus diesem Anlasse ist mein armer guter Freund' Wolf Fisch in heldenmütigein Kampfe gefallen. Als ich seinen Leichnam sah, da riß mir vor Schmerz beinahe das Herz. Eine russische Kugel traf ihn und er starb augenblicklich ohne Schmerzensgualen. Wir haben ihn heute vormittag in der Gemeinde Lisovica im eigenen Grabe bestattet. Sein Grab ist durch eine Tafel mit seinem Namen bezeichnet. Ich mußte schon viele gute Freunde begraben, aber eine so schmerzliche Pflicht hatte ich noch nicht zu erfüllen. Möge uns allen das Bewußtsein trösten, daß er ein sehr wackerer, guter Kamerad, ein guter Soldat war, der für das heilige Ziel in hingebungsvoller Erfüllung seiner Pflicht tapfer und mannhaft gestorben ist." Auch Oberst Desider Laurencsis richtete an die Faniilie ein war empfundenes Beileidsschreiben. Inzwischen wurde die Leiche des Kadetten Wolf Fisch exhumiert und nach Klausenburg gebracht, wo sie am 3. d. M. ttnter großen militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestattet, wurde. Am Grabe sprach Oberrabbiner Dr. Mathias Eisler sehr eindrucksvoll. („Egyenlöseg") Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Kreuze. Bisher wurden 3463 mitgeteil». 'n der vorliegenden Nummer 6U, insamweu 3532. Berlin. Kriegsfreiwilliger Gefreiter Günter Bodek; Dr. med. Wilhelm B e r n h e i m; Albert Bockenaue r, Reviergärtner bei der Friedhofsverwaltung der jüdischen Gemeinde; Chrambach, Leutnant; Dr. S. Fr ankenstein, Stabsarzt d. R.; Fritz Gronemann, Leutnant d. R.; Herm. Grätz, Gefreiter im 52. Feldartillerieregiment; Siegfried Heimann, Unteroffizier in einem Garderegiment; Werner Lachmann, Sanitäts-Unteroffizier bei einem Infanterieregiment; .Ernst L e i b h o l z, Assistenzarzt; Dr. med. Theodor Z l o c i st i, Stellv. Chefarzt der 1. anatolischen Roten Kreuzerepedition; Willi Wiesenthal, Unteroffizier d. L.; Jsr. Sallysohn; Dr. med. Emanuel Fränkel, Stabsarzt, Augenarzt; Dr. med. Friedrich Teich mann, Feldoberarzt. Beclin-Grunewald. Erwin Straus, Abteilungsarzt. Berlin-Lichtenberg. Hans Birkenfeld, Maschinistenmaat in einer Marineland-Fliegerabteilung. Berlin-Schöneberg. Dr. Berliner, Oberarzt; Kurt Eisner. Feldunterarzt. cand. med.; Dr. med. Alfred Mendelson. Stabsarzt beim Reserve-Feldlazarett 119. Berlin-Steglitz. Otto H a a s e, Reservist. Berlin-Wilmersdorf. Julius Löwindorff, Unteroffizier der Reserve; Friedrich Tischler, Vizefeldwebel in einem Reserve- Infanterieregiment, Kunstmaler; Paul Silber, Unteroffizier in einem Pionierregiment, Baumeister. Beuthen (Oberschlesien). Unteroffizier Richard Weitzenberg. Breslav. Dr. med. Waller Redlich, Assistenzarzt d. L. bei einer Feldpionier-Kompagnie i. W., Frauenarzt. Bromberg. Adolf B u k o f z o, Veterinär; Dr. med. Isidor Cohn, zurzeit Stabsarzt beim Infanterieregiment Rr. 14. Düsseldorf. Julius Fröhlich, Kaufmann; Alfred Simons, Gefreiter im Niederrheinischen Füsilierregiment Nr. 39. Elberfeld. Benno Harme, im Feldartillerieregiment Rr. 81. Emmendingen. Leutnant der Landwehr Franz Günzburg er. Franlsurt a. M. Mar Vogel, Offizier-Stellvertreter. Inhaber einer Eeschäftsbücherfabrik. Giehen. Ferdinand L ö b. Glogau. Siegfried Leipziger, im Feldartillerieregimeut Nr. 41; Jsmar Herrnstadt, Musketier in einem Infanterieregiment, in den Kämpfen vom 20.—28. Juni hei Les Eparges und Maaszehen, Vertreter eines Glogauer Hauses. Gunzenhausen. Leutnant der Landwehr Mar K o h n. Hamburg. Friedr. Adler, Offizier-Stelloertreter, Lehrer an der Kunstgewerbeschule, gebürtig aus Laupheim; Dr. Gerson Blöde; Hans Simon, Einjähriger in einem Reserve-Infanterieregiment. Heilbronn. Schuhsabrikant Moritz Scheuer. Köln. Richard Berg, Leutnant der Reserve im Feldartillerieregiment Rr. 53. Königsberg. Leo W e i tz b r e m. Konstanz. Kriegsfreiwilliger 'Feldunterarzt Dr. Edwin Picard; Unteroffizier Robert Maier. Landshut. Ludwig M an, Unteroffizier im bayerischen Infanterieregiment Nr. 16. Liegnitz. Assessor S ü tz m a n n. Ludwigsburg. Leutnant der Landwehr Berthold Elsas. Meiningen. Offizier-Stellvertreter Ignatz Reis. Memel. Julius S i m s o h n, Unteroffizier der Reserve im ersten mobilen Ersatzbataillon Nr. 41. München. Leopold G u t m a n n, Leutnant der Reserve. Regenwalde. Willy Herrmann, Vizefeldwebel. Nürnberg. Unteroffizier Ludwig Hetz. Oberdollendorf. Mar L e v y, Kriegsfreiwilliger im Infanterieregiment Nr. 25, unter Beförderung zum Unteroffizier. Obornik. Husar Hugo K i r s ch b a u m. Posen. Vizewachtmeister Richard C a l v a r y; Ernst Simonsohn, Unteroffizier im Feldartillerieregiment Nr. 63; Dr. Hans Hamburger, Vizewachtmeister der Reserve im 20. Feldartillerieregiment; Alfred Sommerfeld, Einjähriger. Regensburg. Robert G u t m a n n, Sanitätsgefreiter im Referve-Futzartillerieregiment Nr. 3; Willy Hirschfeld, Unteroffizier im Reserve-Infanterieregiment Nr. 11. Scharley (Oberschlesien). Student der Zahnheilkunde Unteroffizier Kurt W a ch s n e r. Schlichtlingsheim bei Glogau. Siegfried Leipziger, im Feldartillerieregiment Nr. 41. Stettin. Referendar Richard Schäfer, freiwilliger Krankenpfleger im Lazarett zu Stallupönen. Stuttgart. Bernhard Stern. Sulzburg. Julius Bloch, Fahrer bei einer Sanitätskompagnie. Tektinow (Kreis Kempen). Gefreiter Nathan O l s ch o w s k i. Ulm. Gefreiter Ludwig Rothschild. Venningen (Pfalz)- Armierungssoldat Siegfried L angst ä d t e r, zurzeit verwundet im Vereinslazarett in Würzburg. Zerbst. Kriegsfreiwilliger Erich Sonder, unter Beförderung zum Unteroffizier,