Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 32 (6.8.1915)
- Date
- 1915-08-06
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 588 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 32 ment Nr. 72; Infanterist Max Eiscnba ch, Landwehrrcgiment Nr. 32; Ulane Adolf Glase r, Landwehr- Ulanenregiment Nr. 2. Bronzene TapferkeitsMedaille erhielten: Korporal Alois Mandel und Oberkanonier Leopold Fischer, Landwehr-Kavallerieregiment Nr. 4; Tit.-Feldwebel Samuel B a r t h a, Gefreiter Aaron E r g s e, Infanterist Rudolf Simon Trebits, alle drei beim Jnf.- Liegiment Nr. 4; Zugsführer Herzel G r ü n, Jnf.-Regiment Nr. 64; Rechnungsunteroffizier Emil Sch leiner, Ulanenregiment Nr. 3; Rechnungsunteroffizier Jakob Hutter und Ulane David Sand garten, Ulanenreaiment Nr. 6; Leutnant d. R. Dr. Julius M o r g e n st e r n, Infanterieregiment Nr. 99; Einjährig-Freiwilliger Unterjäger Friedrich Hahn, bosn. Jäze bataillon; Korporal Josef Weiß, Traindivision Nr. 10; Gefreiter Jakob' Neu mann, Infanterieregiment Nr. 12; Infanterist Hugo Feld mann, Landwehrregiment Nr. 15; Infanteristen Jakob Groß, Max Eisenbach und Max- Wagner, Landwehrregiment Nr. 32; Feldwebel Salomon S ch m e r l e r und Zugsführer Julius R o s e n - fcj’.rg, Landsturmregiment Nr. 31; Kadettaspirant Leo S t e r n b e r g, Korporäle Damuel K u k u r u tz, Ernst Pollak und Ignaz Roscnblüth, Infanteristen Bertold Math es, Leo Feuer, Hermann Gut und Moses Blitzer, alle acht beim Landw.-Regiment Nr. 16; Hornist Abraham Petrik, ung. Landwehrregiment Nr. 23; Zugsführer Moriz Weisz, ung. Landwehrregiment Nr. 16; Korporal Natan Mande l, 1/9. ung. Landft.- Etappenüataillon. In dieser Nummer sind verzeichnet 2 Offizierskreuze des Franz Josef-Ordens, 1 Militärverdienstkreuz 3. Klasse, 1 silberne Verdienstmedaille, 24 Signum laudis, 6 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 1 goldenes Verdienstkreuz, 14 silberne Verdienstkreuze mit der Kroue, 2 silberne Verdienstkreuze, 2 goldene Tapferkeitsmedaillen, 4 silberne erster, 5 zweiter Klasse, 32 bronzene Tapferkeitsmedaillen, Zusammen 95 Auszeich^ nungen; davon 25 an Offiziere des Soldatenstandcs, l5 an Militärärzte und Militärbeamte, 55 an Mannschaftspersonen. Auszeichnungen für Samariterdienüe. Erzherzog Franz Salvator hat als Generaliuspektor der freiwilligen 'Sanitätspflege verliehen für besondere Verdienste um die militärische Sanitätspflege im Kriege das Ehrenzeichen 2. Klasse mit der Kriegsdekoration der Generalstabsarztensgattin Regina Pick, der Helene v o tr Taussig, beide in Wien, die silberne Ehrenmedaille mit der Kriegsdekoration der Arztensgattin Marie Goldscheider in Wadowice. Das Signum laudis wurde verliehen dem Herrn Reserveleutnant Conrad Sittig, schwere Haub.- Division Nr. 9, der vom 27. Juli 1914 den Krieg ununterbrochen erst gegen Serbien, dann gegen Rußland mitmacht. Derselbe ist ein Schn des Fabrikanten Josef Sittig, Wien, 16. Bezirk, dessen übrigedrei Söhne ebenfalls seit Kriegsbeginn eingerückt sind. Dr. Hermann Stapler, k. k. Leutnant i. d. R., wurde „für tapferes Verhalten vor dem Feinde" mit dem SignUm laudis am Bande des Militärvecdienstkreuzes ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgte dafür, daß er in den Kämpfen in den Karpathen anfangs Mai mit seiner Kompagnie eine stark besetzte Höhe im Laufe eines Nachmittags dreimal stürmte und sich unter schwierigsten Verhältnissen auf derselben behauptete. Leutnant Artur Nagel, im bürgerlichen Berus Betriebsleiter der Jnzersdorfer Kunststeinwerke der Firma Artur Bittner, der noch als Fähnrich die silberne Tapferkeitsmedaille erhielt, ist für hervorragende Leistungen vor dem Feinde mit dem Signum laudis ausgezeichnet worden. Kohe Auszeichnungen für Jeldmarschaüeulnanl Aornyaber von Müs. Nach den am 31. Juli erschienenen Verordnungsblättern hat der Kaiser verliehen: das Militärverdienstkreuz zweiter Klasse mit der Kriegsdekoratiou in Anerkennung hervorragender und erfolgreicher Führung seiner Division vor dem Feinde dem Feldmarschalleutnant Adolf Korn Hab er v. Pilis, Kommandant einer ung. Landwehr-Jnfanterie-Truppendivision. Hverüntnant Zzidor Uorgesz. Sehr geehrte Redaktion! .Bezugnehmend auf Ihre Notiz in Nr. 31 vom 30. Juli 1915 über meinen Schwager, Jzidor Porgesz, Oberleutnant im 10. Honvedregiment, teile ich Ihnen zur Richtigstellung, resp. Ergänzung noch folgendes mit: Derselbe erhielt nicht das goldene Verdienstkreuz, sondern laut Verordnungsblatt vom 10. Juli 1915 das Militärverdienstkreuz dritter Klasse mit der Kriegsdekoration; dann wurde derselbe nicht bei Gorlice gefangen, sondern nachdem er in den Kämpfen um Przemysl eine Stellung mit seiner Kompagnie nehmen müßte und dieselbe unbedingt zu halten hatte, geriet am 28. Mai 1915 mit einer Schußverletzung des Fußes in russische Gefangenschaft und befindet sich derzeit in Sadupol, von wo er auch schon mehrmals Nachricht gegeben hat. Jzidor Porgesz ist der Schwiegersohn des Wiener- Kaufmannes Jacques K r i ß h a b e r. In der Erwartung, daß Sie von meiner Berichtigung Kenntnis nehmen, zeichne ich hochachtend Theodor Krißhaber. Leutnant Ingenieur Leon S a t a n o w e r wurde zum k. k. Landsturm-Jngenieur-Leutnant ernannt. Dr. Stephan B a r t h a, Advokat, Nagy-Kanizsa, Leutnant und Kompagniekommandant beinr k. u. t 48/5. Infanterieregiment, welcher im August 1914 verwundet heimgekehrt und im Dezember wieder an die Front eingerückt ist, ist jetzt infolge taferer militärischer Tätigketit mit dem Orden Signum laudis ausgezeichnet worden. Im lTruppenspital jzu Karlstadt perschied am 19. v. M. Denes Karpati, Fähnrich des 38. Infanterieregiments, 3. Marschtompagnie. Er wurde am 21. v. M. unter überaus großer Beteiligung und mit militärischem Pomp auf dem jüdischen Friedhofe bestattet. Der Feldrabbiner Dr. Marge! und der Ortsrabbiner Dr. Bernhard Schick hielten warme, alle Anwesenden tieferschütternde Nächrufe. Gin Dementi. Das „Prager Tagblatt" erhielt dieser Tage folgende Zuschrift: .Nach vier Monaten vom nördlichen Kriegsschauplätze nach Prag znrückgekchrt, erfahret) zn meiner Ueberraschung, daß ich nicht mehr unter den Lebenden weile. Leider ist mir, wahrscheinlich infolge schlechten Funktionierens unserer Feldpost, meine Todesanzeige nicht zugestellt worden, und bitte ich Sie daher erst heute, auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege nieinen Freunden und Bekannten niitzuteilen, daß diese Nachricht zum mindestens verfrüht ist, und daß ich jetzt erst recht als abergläubischer Soldat Methusalems Alter zu erreichen hoffe.