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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-08-06 · 32 (6.8.1915) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
32 (6.8.1915)
Date
1915-08-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Seite 587 Nr. 32 Dr. Bloch's Wochenschrift Me „Nmgeßkeid^en". Die „Poln. Centralkorrespondenz" Nr. 14 meldet: . Viele galizische Ortschaften beherbergten während der rnftischen Invasion eine eigene Kategorie von Bewohnern, deren Anzahl sehr beträchtlich war. Man nannte sie die „Umgekleideten". Es waren die Angehörigen unserer Armee, die aus russischer Kriegsgefangenschaft entwichen und von der staatstreuen Bevölkerung Zivilkleider erhielten, um den wachsamen Augen der russischen Polizei zu entgehen. Nichts nur in Lemberg, wo es schließlich, wie in jeder großen Stadt, Schlupfwinkel gibt, in denen sich Tausende von Menschen verbergen können, sondern ebenso in kleineren Städten nahm die Bevölkerung impulsiv einen regen Anteil an dieser Befreiungsaktion. Rührend sind manche Einzelheiten, die man jetzt z. B. aus Krosno usw. erfährt. Das Gefahrvolle dieser Aktion ist einleuchtend. Es genügte ja nicht, daß man Kleider bereit hielt, daß man die Umkleidung geheimnisvoll durchführte und die abgelegten Militärkleider geschickt zu verbergen verstand. Man mußte überdies für falsche Legitimationspapiere und für Unterkunft sorgen. Jeder dieser Schritte konnte den Täter schwersten Strafen aussetzen. Die patriotische Bevölkerung setzte sich mutvoll den größten Gefahren aus, um nur eine möglichst ansehnliche Zahl österreichischer Krieger dem eigenen Staate' zu erhalten. . Dieser Opfermut uuserer patriotischen Zivilbevölkerung verdient die vollste Anerkennung. Soweit die „Poln. Centralkorrespondenz". Wir dürfen wohl hinzufügen, daß die „patriotische Bevölkerung", welche sich dieser edlen Aufgabe unterzog, vornehmlich die Juden waren und daß die Geretteten während der russischen Invasion die Ghettotracht trugen und als Juden verkleidet waren, weil sie nur so dem Milieu entsprechend unkenntlich wurden. Kriegsdeüoralionen jüdischer Offiziere und Soldaten. Se. Majestät der Kaiser hat verliehen: das O f f i z i e r s k r e u z des Franz Josef- Ordens mit dem Bande des Militärverdienstkreuzes in Anerkennung vorzüglicher Wirksamkeit bei Bekämpfung der Choleraepidemie dem Oberstabsarzt 1. Klasse Doktor Hermann Gottlieb, Kommandant des Reservespitals Miskolcz; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberstabsarzt 2. Klasse Dr. Adolf Reitmann, Kommandant des Landwehr- Spitales in Czernowitz; das Militärverdien st kreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration dem Oberleutnant d. R. Emanuel Thieberger, Landwehrregiment Nr 22; die silberne Verdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes (neuerliche kaiserliche belobende Anerkennung) dem Leutnant d. R. Jakob Ä s ch-- n e r, Infanterieregiment Nr. 69; das Signum laudis am Bande des Vilitürverdienstkreuzes (kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten, bezw. vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Major Adolf Rudner, Militärkommando Krakau; den Oberleutnants d. R. Leo Rußmann, Fest.- Art.-Reg. Nr. 1, Friedrich Adler, Eisenbahnregiment, Leopold Schwan z e r, Feldkanonendivision „S", Hermann B a ch, 10. Korpskommando, Ernst Strauß, bosnischcherzegowinisches Infanterieregiment Nr. 4, Moriz K l a p p h o l z, Landwehrregiment Nr. 31, Arnold B r o d, Landsturm-Etappenbataillon Nr. 213, Paul Licht enstad t, Infanterieregiment Nr. 97, Dr. Albert E n g l e r. Jnfanterie-Divisions-Sanitätsanstalt Nr. 11; dem Oberleutnant-Auditor d. R. Dr. Siegfried Währing er, 1. Armee-Etappenkommando; den Leutnants d. R. Richard Kling er, Infanterieregiment Nr. 97, Felix B r ü l l, Kavallerie-Schützen-Division Nr. 7, Dr. Ernst R o s e n b a u m, Jnfanterie-Divisions-Sanftätsanstalt Nr. 37, Hugo Fadenhecht, Landwehrregiment Nr. 35, Dr. Josef Strauß, Infanterieregiment Nr. 49, Oskar Grünbaum, Landwehrregiment Nr. 10, Josef Kahane recte H orowitz, Landwehrregiment Nr. 31, Friedrich Löwy, Landwehr-Kanonendivision Nr. 21; den Oberärzten Dr. Samuel Schulz, Feldkanonenregiment Nr. 15, Dr. Wilhelm Roth, ung. Landwehr-Husarenregiment Nr. 2; den Assistenzärzten d. R. Dr. Moriz Roth, Infanterieregiment Nr. 60, Dr. Friedrich Lemberg er, Brigade-Sanitätsanstalt Nr. 25; ' da s goldene Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde den Oberärzten d. R. Dr. Artur Fischer, Feldkanonenregiment Nr. 19, Dr. Bernhard Stein, Bat.-Spital Mähr.-Oftrau; den Assistenzärzten d. R. Dr. Gustav Felsen reich, Garnisonsspital Nr. 1, Dr. Gottlieb Berisch, Krankenhaltstation Nr. 2/10; für vorzügliche Dienste vor dem Feinde dem Militär-Rechnungs-Oberosfizial Maximilian Riesenfeld, 4. Armee-Elappenkommando, und dem Militär-Tierarzt d. R. Wilhelm Brand, Divisions-Trainkommando Nr. 41; das goldene Verdien st kreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten dem Militärarzt-Stellvertreter Doktor Abraham Chalfen, Infanterieregiment Nr. 37; das silberne Verdiewstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für hervorragend pflichttreue Dienstleistung vor dem Feinde dem Feldwebel Markus Keller, Kompagnie-Telephon- Abteilung Nr. 4; dem Rechnungsunteroftizier 1. Klasse Adolf Lewinter, Munitionspark Nr. 41; dem Kondukteur Moses Rosenbaum, Korpsmagazin Nr. 34; dem Wachtmeister Feibisch Felsen, Traindivijion 10; dem Feuerwerker Karl R o s e n b e r g, Feldkanonenregiment Nr. 16; dem Feuerwerker Heinrich Berger, Res- Feldkanonenbatterie 1/6; den Rechnungsunteroffiziererl Eduard Berger, Infanterieregiment Nr. 84, Hermann D i a m a n d, Traindivision Nr. 10, Jakob Muschel, Infanterieregiment Nr. 77, Adolf Brand, Fliegerkomp. Nr. 4, Hermann O e ft e r r e i ch e r, Traindivision Nr. 9, Samuel Török, Feldkanonenregiment Nr. 5, Heinrich Brand, Infanterieregiment Nr. 4; dem Reserve-Feldwebel Theodor Steinberg, 1. Armeekommando; das silberne V e r d i e n ft k r e u z am Bande der Tapferkeitsmedaüle den Zugsführern Jakob Czeszer, Telegraphenregiment, und Alexander Schwarz, schwere Haubitzendivision Nr. 6. Goldene Tapferkeitsmedaille erhielten: Zugsführer Moriz Wachtel, Infanterieregiment 15; Fähnrich d. N. Leo Schwarz, Festungsartillerie-Bat. Nr. 6. Silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse erhielten: Korporal Samuel N o w a c s, Infanterieregiment Nr. 51; Kadett d. R. Heinrich S chn e eweis, Landwehrregiment Nr. 13; Einjährig-Freiwilliger Korporal Sigismund Fischer und Gefreiter David O b st f e l d, Landwehrregiment Nr. 32. Silberne Tapferfeitsmedaille zweiter Klasse erhielten: Wachtmeister Alfred Strauß, Dragonerregiment Nr. 1; Zugsführer Isidor Schwarz und Sanitätsunteroffizier Siegmund Reisz, Jnfanterieregi-

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