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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-07-23 · 30 (23.7.1915) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
30 (23.7.1915)
Date
1915-07-23
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 30 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 567 Stephan Tomaschiwskyi: Die weltpolitische Bedeutung Galiziens. Weltkultur und Weltpolitik. Oesterreichische und deutsche Schriftenfolge, herausgegeben von dem Institut für Kunstforschung in Wien und von Ernst Iärth-Berlin. Oesterreichische Folge 1. Verlag I. Bruckmann, A.-E., München, 1915. Brockhaus' Kleines Konverfationslerikon. Verlag F. A. Brockhaus, Leipzigs Die Fibel des Erwachsenen Wer denkt nicht gelegentlich mit einer leisen Wehmut an seine Schulbücher zurück? -Verknüpfen sich doch damit Erinnerungen, die kaum durch spätere Eindrücke im Leben verwischt und ausgewogen werden, Erinnerungeil an Helle Tage sorgloser Kindheit. Aber wer besitzt seine Schulbücher noch? Gleich ehemaligen Iugendgesährten sind sie längst verschollen. Vergilbt und abgerissen, oft wie von Mäusen zernagt, lagen sie, als wir uns frei vom Schulzwang fühlten, noch einige Zeit in den Schränken umher, dann flogen sie in die Rumpelkammer, und schließlich bei einem allzu gründlichen Hausputz oder einem Umzug wanderten sie zum Trödler und von da in die .Papierniühle. Sind nicht mit ihnen auch manche unserer Kenntnisse zum Trödler gewandert? Wie oft erinnert man sich nur dunkel einer geschichtlichen Tatsache, eines Begriffs der Naturgeschichte oder irgendwelcher andern Dinge, dir man im Augenblick für eine berufliche Arbeit so trefflich brauchen könnte und in der Eile des Fertigwerdens nicht finden kann. Man sieht noch die Seite des Schulbuchs vor sich, auf der sie gestanden haben; man könnte die Stelle sofort aufschlagen, wenn man nur die alten Schmöker zur Hand hätte! Aber die sind längst dahin, und so quält man sich tvie mit einem alten Kinderlied, das einem nicht aus dem Kopf will und auf dessen Text und Melodie man sich doch nicht mehr besinnen kann. Die hartnäckigen Fragen der eigenen Kinder, die in den Ellern noch den Inbegriff alles Wissens sehen, bringen Vater und Mutter in- Verlegenheit, und man ärgert sich und fühlt sich vorzeitig alt werden, wenn auf der Klaviatur des Gedächtnisses eine Taste nach der anderen zu verstummen beginnt. Wie leicht ließe sich das wieder harmonisch stimmen, wenn man sich mit einein Griff und einem Blick wieder auf die Höhe seines jugendlichen Schulwissens schwingen könnte! „— 3 Grad Fahrenheit sind wie viel Grad Celsius?" fragt der älteste Sohn, der sich aus der Schulbibliothek Nansens berühmtes Werk ,,Jn Nacht und Eis" geliehen hat. Ja, potztausend, wie war doch diese verzwickte Rechnung? Wie lange sind einem solche Dinge nicht mehr vorgekommen, und der Junge darf doch in der Schule nicht sich und den Vater blamieren, wenn etwa der Lehrer just diese Frage stellt! Besäße man noch sein altes Physikbuch, da wäre man fir im Bilde; aber wer findet sich in den modernen Schulbüchern der Kinder zurecht? In diesem alltäglich drohenden Dilemma sollte man sich erinnern, daß es ein Buch gibt, das über die verschollenen Schulbücher Hinwegtröstei, weil es die Summe aller Kenntnisse umfaßt, die jeder, der im tätigen Leben seinem Berufe nachgeht und ganz von ihm in Anspruch genommen wird, jederzeit zur schnellen Verfügung haben muß, wenn er nicht mangelnde Bildung oder versagendes Gedächtnis kleinlaut zugestehen will. Dieses Buch ist einer ganzen Bibliothek alter Schulbücher weitaus überlegen und dient dem vielbeschäftigten Berussmenschen, der sich mit langem Suchen nicht aufhalten kann, schon dadurch ausgezeichnet, daß es in alphabetischer, also denkbar leicht zugänglicher Reihenfolge alles das verzeichnet, was man sich an Wissensstoff im Augenblick zurückrufen oder ergänzen möchte Dieses Fundament des alltäglichen .Wissens, -gleichsam die unentbehrliche Fibel des Erwachsenen, ist Brockhaus' Konversationslerikon, dessen populäre zweibändige Ausgabe vor -kurzem ganz neu und bis auf die unmittelbare Gegenwart fortgeführt, erschienen ist. Es vereinigt Erklärung und Anschauung, Wort und Bild in idealer Weise; mit seinen 81.000 Artikeln, seinen 5000 Abbildungen und über 400 Karten gibt es Auskunft über alles, worüber man sich schnell unterrichten möchte, und wo man auf selbständiges, vom unentbehrlichen Wissen gestütztes Denken nicht ganz verzichtet, sollte dieser zuverlässigste Ratgeber immer zur Stelle sein. Der niedrige Preis von 24 Mark für die zwei starken Bände in ihrer vornehmen und gediegenen Ausstattung ermöglicht es jedem, einen „Kleinen Brockhaus" zu besitzen. Festschrift zur Einweihung des neuen Krankenhauses der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main. Historischer Teil von Dr. Med. W. Hanauer, Baubeschreibung von den Architekten und Aerzten des Krankenhauses. Frankfurt am Main. Verlag von I. Kaufmann, 1914. Krrefkaften. A. B. Der Männername Jakob findet sich auch häufig bei Christen, und zwar in Tirol, in Dalmatien. Auch der englische Name James ist eigentlich Jakob und es hat englische Könige gegeben, die den Namen Jakob führten. Notiz. Jüdische Bühne. 2. Bez., Taborstraße 12 (Hotel „Stefanie"). Art. Leitung I. R e i s m a n n. Samstag, den 24. Juli 1915, 8 Uhr abends, gelangt zur Aufführung „Gott, Mensch und Teufe l", Drama in vier Akten von I. Gordin. — Sonntag, den 25. Juli, halb 4 Uhr nachmittags, zu halben Preisen, „D e r Millionär als Bettle r", Lebensbild in vier Akten von Schlieferstein. — Sonntag, den 25. Juli 1915, 8 Uhr abends, „D u s T o i r a l e", Operette in vier Akten von Tomashevsky. Katharina und Lftzar Goldstern sche Witwen-Lüftung. Anzahl der Plätze: Drei im Betrage von je Kr. 398.—. Bewerbungsberechtigt sind: Dürftige, int Polizeibezirke Wien wohnhafte israelitische Witwen aus dem Zivilstande von tadelloser moralischer Haltung, deren Gatten in der Zeit vom 16. Juli 1914 bis 15. Juli 1915 ohne Hinterlassung eines Vermögens gestorben sind und namentlich dem Rabbinats- und Lehrerstande angehört haben. Bei gleicher Dürftigkeit haben jene Bewerberinnen den Vorzug, welche die größere Anzahl unversorgter Kinder besitzen. Gefuchsbeilagrn. 1. Totenschein des Gatten; 2. Geburtsschein der Bewerberin; 3. Geburtsscheine der Kinder; 4. Trauungsschein; 5. Armutszeugnis und 6.* abhandlungsbehördlicher Bescheid, daß die Verlassenschaft des verstorbenen Gatten armutshalber abgetan wurde. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Letzetr Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1915. Berleihungstag: 15. Oktober 1915. Donat Taussig'sche Armen-Ltistung. Anzahl der Plätze: 41 im Betrage von je Kr. 145.—. Bewerbungsberechtigt sind: a) dem jüdischen Glauben angehörige männliche, ledige, verarmte, gebrechliche, kränkliche, erwerbsunfähige Personen, welche das 60. Lebensjahr zurückgelegt haben, in einem der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder mit Ausnahme Galiziens geboren und dahin zuständig sind, mindestens seit einem Jahre in Wien wohnhaft sind, der Effektenbörse als Mitglied weder angehören, noch angehört haben, eine kriminelle Abstrafung nicht erlitten und auch nicht falliert haben. In Ermanglung derartiger jüdischer Bewerber sind zum Einschneit-'t berechtigt- Mär.anä,^. ledige, gänzlich verarm:?. g> ln schliche, kränkliche, arbeitsunfähige Personen christlicher Konfession, die das 60. Lebensjahr zurückgelegt haben, dem Handels- oder Gewerbestande angehören, in einem der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder geboren und in Wien zuständig sind, der Effektenbörse als Mitglied weder angehören, noch angehört haben, keine kriminelle Abstrafung erlitten haben und seit mindestens einem Jahre in Wien wohnhaft sind. Bevorzugt sind: Unter sonst gleichen Verhältnissen Bewerber, welche mit dem am 18. Oktober 1907 verstorbenen Stifter, Herrn Donat Taussig, nicht über den 6. Grad der Seitenlinie hinaus verwandt sind. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1915. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Die näheren Bestimmungen dieser Stiftung sowie die erforderlichen Beilagen für die Gesuche sind aus den Ausschreibungen auf dem schwarzen Brette der Gemeindebethäuser, sowie im Stiftungsamte der Kultusgemeinde zu ersehen und werden in diesem Amte auch nähere Auskünfte er'.rih. Wien, 15. Juli 1915. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. I Religionslehrerstelle An den deutschen Volks- und Bürgerschulen in Proßnitz gelangt die Stelle eines Lehrers für den mosaischen ReÜgions- und hebräischen Unterricht mit dem .Tahresgehalte von 1600 Kronen per 15. September d. J. zur Besetzung. Die mit den Nachweisen über Alter, Wohlverhaltenheit, österr. Staatsbürgerschatt und bisherige Verwendung belegten Gesuche sind hi* längstens 15. August d. 1. bei dem Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde in Proßnitz einzubringen. Proßnitz, am 12. Juli 1915. * —— * Tüchtiger Student, t wünscht über die Ferien als Hofmeister unterzukommen. Gefällige Anträge erbeten an F. Senf, Wien, U., Taborstrasse 27. G.

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