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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-07-09 · 28 (9.7.1915) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
28 (9.7.1915)
Date
1915-07-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 516 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 28 Hallsberge. Otto Michelsohn, Offizier-Stellvertreter bei einer Telegrcrphenabteilung. Lippstadt. Hermann Levi, Unteroffizier beim Landwehr-Infanterieregiment Nr. 61. Magdebvrg. Musketier Rudolf Korn, im Reserve-Infanterieregiment Nr. 270. Mannheim. Unteroffizier Arthur Lion, beim Stabe des dritten bayerischen Armeekorps. Ludwig Alt sch ul, Offizier-Stellvertreter in der 1. Kompagnie des Pionierregiments Nr. 19, Ausgezeichnet mit dem bayerischen Verdienstkreuz 2. Kl. mit Krone und Schwertern. MAlpttm (Baden). Dr. Markus Maier, Assistenzarzt der Reserve, zweites Bataillon im Landwehr-Infanterieregiment 119. Obbach. Siegftied Sommer, Gefteiterim bayerischen Infanterieregiment Nr. 19. Ober-Gloga«. Gefteiter Hans A u st e r l i tz. Oberhausen. Vizefeldwebel Dr. Otto Levy. Oppeln. Assistenzarzt Walter Oppenheimer, früher in Görlitz. Pampow bei Stettin. Jacob Mayer, im Infanterieregiment Nr. 60, schwer verwundet, zurzeit im Lazarett, Genesungsheim Rohrbach. Posen. Gerichtsassessor Dr. Walter Holzmann. Felir R u s ch i n, Kanonier. Stud. jur. Walter Vi k t o r, Kriegsfteiwillizer, Unteroffizier im Feldartillerieregiment. Scharley (Oberfchles.). Assistenzarzt Dr. Fritz W a ch s n e r. Schlaw« (Pommern). Paul Eottschalk. Zimmersrode. Unteroffizier Sally N u tz b a u m, Lehrer, gefallen. Otto Brandt, Kriegsfreiwilliger, Feldwebel-Leutnant im 3. Garde-Feldartlllerieregiment, Bureau-Assistent in Berlin-Steglitz. Voller Dombrowsky, Gefteiter beim Stabe des 20. Jnfanterreregiments. S a l m o n, Unteroffizier d. R., im 120. Infanterieregiment. * * * Befördert. Zu preußischen Offizieren: Breslao. Fritz Marcus, bei der Earde-Telegraphentruppe. Daber (Pommern). Fritz Arndt, in einem Infanterieregiment. Eschweiler (Rheinland). Offizier-Stellvertreter Julius Kaufmann. Kattowitz. Fritz Krebs, im Infanterieregiment Nr. 224. Posen. Dr. Franz Kantorowicz, Offizier-Stellvertreter im Regiment Königsjäger zu Pferde Nr. 1. Regenwalde (Pommern). Vizefeldwebel Willy Herrmann. Tempelburg. Karl Leib holz. Wattenscheid. Dr. Samuelsdorsf, Offizier-Stellvertreter im Landwehr-Infanterieregiment Nr. 56. Zaborcze (Kreis Hindenburg). Ewald Glaser, Vizefeldwebel im Infanterieregiment Ar. 32. Zu preußischen Reserve-Offizieren: Reidenstein. Alfred Etzlinger. Rössel. Julius Alban. Ruß. Mar Berger. Znm stellv. Rittmeister. Kattowitz. Leutnant Hans Guttmann, auf dem östlichen Kriegsschauplatz. Hans Guttmann wurde im Januar d. I. zum Leutnant ernannt; sein Bruder Betthold ist Ritter des Eisernen Kreuzes. Zu Leutnants: Kattowitz. Ftttz Marcus, bei der Garde-Telegraphentruppe. Fritz Krebs, Infanterieregiment Nr. 224. Zum Leutnaut der Reserve: Elberfeld. Benno Harme, R. d. E. K., im Feldartillerieregiment Nr. LI. Zu Offiziereu-Stellvertreter: Berli«. Dr. Walther P inner (K. I. V.). Johannisburg (Ostpreußen). Dr. Mar R o s e n b e r g (K. I. V.) Zum Vizefeldwebel: Hameln. Ref. Alfred K a tz e n st e i n (K. I. V.). Zum Vizewachtmeister: Lifsa. Dipl.-Jngenieur Richard Michel (K. I. V.). Zum württembergischen Leutnaut: Mergentheim. Mar P a p p e n h e i m (K. I. V.). Zu bayerischen Offizieren: Cannstadt. Manfred P i ck, Inhaber des Eisernen Kreuzes, des Bayerischen Militärverdienstkreuzes und der Württembergischen Tapferkeitsmedaille. Spangenberg. Berthold Spangenthal, im bayerischen Reservekorps. _ Unbewußtes Lob eines antisemitischen Blattes. Das berüchtigte Budapester Antisemitenblatt „Alkotmany" veröffentlichte in seiner Nummer vom 3. Juni unter dem Titel „Unsere Soldaten" einen besonders warmen Artikel, in welchem die Ankunst der verwundeten auf dem Ostbahnhofe in Budapest beschrieben wird. Besonders eindrucksvoll ist die Stelle, welche von einem heldenmütigen Fähnrich handelt und wie folgt lautet: Ein Militärarzt und ein Offiziersdiener führen euren jungen Fähnrich mit verbundenem Kopf und ein wenig unsicheren Blicken. Und dann kommen drei einäugige inr Genesungsstadium befindliche Soldaten. Der Herr Fähnrich — meint der Militärarzt — erhielt eine Kopfwunde, und wahrhaftig auch seine Gehirnmasse war draußen. Wir.glaubten nicht, daß er noch jemals würde auf die Beine gebracht werden föntien. Seit dem 9., da ihn der Schuß traf, lag er stumm unter schweren Qualen. Erst heute begann er zum erstenmale wieder zu sprechen. Der Fähnrich setzte sich auf eine Bank und beginnt, schweb gebrochen und mit sichtlicher Qual die Worte suchend, zu sprechen. Er freut sich ungemein der wenigen Worte, die er auszusprechen vermag. Sein Bursche, ein fester aus dem Biharer Komitat, pflegt ihn wie eine Mutter und ist immer geschäftig um ihn herum. .„Ich habe es wirklich nicht geglaubt, daß ich noch jemals werde mit ihm sprechen können,." sagt er seufzend. „O, wie schlecht war ihm noch, vor wenigen Tagen." Auf meine Frage erzählt er, daß die Verwundung in Galizien erfolgt ist. „Der Herr Fähnrich war ein wundervoll tapferer Mann zu jeder Zeit. Wir gehören dem Debrecziner Regimente an," fügt er mit einigem Stolze hinzu. „Wir lagen bei einer Kirche, da kam vom Herrn Hauptmann der Befehl, daß der rechte Flügel sich vorwärts schlängle. Der Herr Fähnrich führte die Abteilung. Er sprang als erster heraus, und .gleich darauf streckte ihn die Kugel nieder. Ich zog ihn von dort recht weit nach rückwärts, denn sonst hätte er wirklich lebend nicht von dort fortkommen können." Der Rock des Fähnrichs ist voller Blutflecken. Auf seiner Bluse ist kaum eine Handbreit Platz, die keine Blutspuren aufweisen würden. Selbst der auf einem Tragbett hereingebrachte und jetzt auf der Bank sitzende russische Verwundete betrachtet teilnehmend den Fähnrich. Der heldenmütige Fähnrich, von welchem der antisemitische „Alkotmany" in so schönem, warmen Tone berichtet, ist — wie „Egyenlöseg" mitteilt — Emanuel Beregi, ein Sohn des Bajaer Oberkantors Salamon Berger. Ueber seine Heldentat wurde wiederholt berichtet. Er ist bereits Besitzer der. bronzenen und der silbernen Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse und wurde bereits für die Tapferkeitsmedaille erster Klasse vörgeschlagen. Wie wir mit Freuden hören, schreitet seine Genesung aus der schweren Verwundung erfolgreich fort.

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