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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-07-02 · 27 (2.7.1915) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
27 (2.7.1915)
Date
1915-07-02
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Seite 499 Nr. 27 Pr. Bloch Hoßeit sowie den fieg^aft vyrhringenden verbündeten Armeen die ehrerbietigsten MrlAvüns^e der österreichischenJudenschaftzum Ausdruck. Tausendfacher Dank den twesmutigen Hesdech Heil und Sieg'ihren ruhmreichen Waffen, Heil und Dank dem sieghaften Heerführer! Der Vorstand der Wiener isr. Kultusgemeinde." Hierauf ist an den Vorstand -der isr. Kultusgemeinde nachstehende Antwort eingelangt: „Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Wärmsten Dank für die mir und den verbündeten heldenhaften Truppen dargebrachten patriotischen Glück- und Segenswünsche. Feldmarschall Erzherzog Friedrich." Km Kuldigungsletegrarnw der Lernöerger jüdischen Müchtkinge in Waden Sei Wien. Die jüdischen Flüchtlinge aus Lemberg, die sich derzeit in Baden bei Wien befinden, haben folgendes Glückwunschtelegramm anläßlich der Befreiung Lembergs an den Statthalter von Galizien, Ritter v. Korytowski, gesendet, mit der Bitte, dasselbe an die Stufen des Thrones gelangen zu lassen: 's Wochenschrift untertänigst, die innigsten Glückwünsche aus dem Anlasse der Wiedereroberung der altehrwürdigen Landeshauptstadt Lemberg Eurer Majestät überreichen zu dürfen. In der uns durch unsere Religion geheiligte Person Seiner Majestät sehen wir immer den Vater und höchsten Förderer unseres Volkes, und unsere Gebete erheben sich zu Gott dem Merhöchsten: Er möge Eure Majestät und Eure glorreiche Armee von Sieg zu Sieg führen, daß auch den in anderen Ländern unterdrückten Juden das beglückende Szepter Eurer Majestät leuchten soll. Gott möge Eure Majestät noch durch lange Jahre treuen Völkern und auch uns treuergebenen Juden erhalten. Wir bitten, den alleruntertänigsten Ausdruck unserer übergroßen, durch keinen Ausdruck voll ausgedrückten Loyalität an den Stufen des allerhöchsten Thrones niederlegen zu dürfen. Für das Präsidium: Jsaac Jacob Thumim, Elisabethstr. 35. Kutdigurrgsielegramme der AiorrWschen Wartei Hesterreichs an den Kaiser und den Erzherzog Kriedrich aus Krrtaß der Befreiung Lemöergs. „Exzellenz v. Korytowski in Biala. Dem hingehend wirkenden und hochgeehrten Statthalter der vom Feinde befreiten Heimat senden die h e r z l i ch st e n Glückwünsche und bitten, den untertänigsten Ausdruck heißen Dankes und das erneute Gelübde felsenfester Treue und Hin-, g e b u n g für unseren erhabenen Herrscher zu den Stufen des Thrones bringen zu wollen. Unser heißestes Gebet bleibt allezeit: Gott erhalte und beschütze unfern Kaiser, unfern Herrn. Dr." C ä r o, Gemeinderabbiner; v. H o r o w i tz, Handelskammerpräsident; Rosenfeld, Kammerrat; Nathansohn, Kammerrat; Architekt Ul am, Kammerrat; Dr. Ra pp a Port, Gutsbesitzer; Dr. Schorr, Universitätsdozent; Maschler, Gutsbesitzer; Wohlfeld, Gutsbesitzer, und sämtliche in Baden befindlichen Lemberger Bürger und Bürgerinnen." Huldigung der jüdischen Ilüchllinge in Waden. Aus Baden wird berichtet: An die Kabinettskanzlei des Kaisers ging folgendes Telegramm ab: „Die heute bei dem anläßlich der ruhmvollen Wiedereroberung Lembergs vom Oberrabbiner Reich in Baden und Dr. Samuel Rappaport aus Lemberg in der großen,' .überaus' zahlreich besuchten Synagoge zu Baden abgehalt'enen Dankgottesdienste anwesenden jüdischen Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina bitten untertänigst, Eure Majestät geruhe, ihre tiefempfundenen Glückwünsche sowie die heilige Zusicherung ewiger unverbrüchlicher Treue und Anhänglichkeit zu Kaiser und Monarchie allergnädigst entgegennehmen zu wollen. Der Herr der Heerscharen, der mit uns kämpft, segne und kröne unsere tapfere Armee mit Ruhm und Sieg.' Er erhalte uns noch recht viele Jahre unseren heißgeliebten Kaiser Franz Josef I. Für das jüdische Flüchtlingskomitee zu Baden: Doktor Samuel R ä p Pa P o 11,; Elias' H a u sman n, Wilhelm I s e über g." ' HurdiguttgstekegraHM der orlyodoren Iuden- ' ' HG GMieys. An die Kabinettskanzlei Sr. Majestät des Kaisers, Wien.. - ' Die galizische Landesorganisation der orthodoxen Judenschaft und deren Rabbinen „Agüda Jisroel" bittet Unmittelbar nach dem Eintreffen der offiziellen Nachricht von der Einnahme Lembergs durch unsere Armee richtete das Präsidium der Zionistischen Partei Oesterreichs folgendes Telegramm an Se. Majestät: „In jubelnder Freude über den ununterbrochenen Siegeszug unserer glorreichen Armee, der durch die Befreiung der Landeshauptstadt seine herrliche Krönung gefunden hat. erlaubt sich die Zionistische Partei Oesterreichs, den Gefühlen ihrer traditionellen kaisertreuen, patriotischen Gesinnung ehrfurchtsvollsten Ausdruck zu verleihen. Möge es Eurer Majestät beschießen sein, die unter dem gerechten Szepter Habsburgs vereinten Völker nach herrlichem Triumphe über alle Feinde Oesterreichs durch lange Jahre ruhmvollen Friedens zu beglücken." An Feldmarschall Erzherzog Friedrich ging folgendes. Telegramm ab: „Die Zionistische Partei Oesterreichs unterbreitet Eurer kaiserlichen Hoheit die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche zu der Zerschmetterung der Heere des Pogromzaren." Antworttelegramm des Erzherzogs Friedrich: „Herrn Dr. Karl Pollak, Wien, l. Bez., Schottenhof. Seine k. u. k. Hoheit, der Herr Feldmarschall Erzherzog Friedrich danken bestens der Zionistischen Partei Oesterreichs für die höchst ihm übermittelten patriotischen Glückwünsche. Im höchsten Aufträge: Flügeladjutant Oberstleutnant v. Lorx." Wien. Samstag, den 26. v. M., wurde in der Schiffsynagoge der „Adaß Jisroel" beim Morgengottesdienste eine Siegesfeier veranstaltet. Nahezu tausend Personen sandten in tiefster Andacht heiße Dankgebete für den Sieg unserer glorreichen Armee und inbrünstige Gebete für das Wohl unseres geliebten Kaisers und den Sieg unserer gerechten Sache zum Himmel empor. — Montag, 28. v. M., fand im Anschluß an das tägliche Gebet für Se. Majestät und für die Armee eine Trauerfeier für weiland Sr. k. u. k. Hoheit Erzherzog Franz Ferdinand und höchstdessen Gemahlin Herzogin von Hohenberg sowie für unsere fürs Vaterland gefallenen Heldensöhne statt. Die Synagoge war überfüllt und in tiefster Ergriffenheit wurden die Gebete verrichtet. Bei beiden Veranstaltungen fungierte Oberkantor M ü l l e r mit gewöhnter hinreißender Meisterschaft. Außer Herrn

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