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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-06-18 · 25 (18.6.1915) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
25 (18.6.1915)
Date
1915-06-18
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 25 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 461 Korrespondenzen. Kundgebung der MrzermMr Israetilengemeinde an den Kaiser. Der Präsident der isr. Kultusgemeinde P r z e m y s l, Dr. Jakob Glanz, hat nach der Wiedereroberung Przemysls an den Kaiser folgende Huldigungsdepesche gerichtet: „Mit Bewunderung, Jubel, Stolz, von begeisterter Freude getragenen Herzen und sich stets steigernder Zuversicht und Hoffnung blicken in dieser Zeit alle Völker der Monarchie auf unsere treuverbündeten Truppen, welche, unter weiser und genialer Führung heldenmütig, beispiellos zähe und tapfer kämpfend und Sieg auf Sieg davontragend, ganz Westgalizien, einen Teil Öftgaliziens und au ch die altehrwürdige und unsere heimatliche Stadt Przemysl zurückeroberten. In diesem erhabenen und unser teures Vaterland beglückenden Augenblicke wagt es die in Wien weilende Repräsentanz der israelitischen Kultusgemeinde in Przemysl namens der gesamten dankerfüllten, stets kaiser- und reichstreuen jüdischen Bevölkerung der Stadt Przemysl die tiefempfundenen Gefühle und die Versicherung der unverbrüchlichen Treue und unwandelbaren kindlichen Liebe zur geheiligten Person Eurer Majestät alleruntertänigst mit dem innigsten Wunsche zu Füßen zu legen: „Gott erhalte, Gott beschütze Eure kaiserliche und königliche Majestät, unseren heißgeliebten obersten Kriegsherrn und Herrscher, und führe > auch fernerhin unsere unbesiegbaren, treuvcrbündeten Armeen zu einem endgültigen, herrlichen Siege und zu einem für unser heißgeliebtes Vaterland segensreichen Frieden. Der Präsident der isr. Kultusgemeinde Przemysl." Darauf traf folgende Antwortdepesche ein: „Seine k. u. k. Apostolische Majestät, haben die patriotische Kundgebung der Repräsentanz der isr. Kultusgemeinde in Przemysl mit ausiichtiger Befriedigung entgegenzunehmen geruht und dankten huldvollst für die inr Namen der gesamten jüdischen Bevölkerung Przemysls anläßlich des hocherfreulichen Ereignisses der Wiedereroberung ihrer Heimatstadt in treuer Ergebenheit dargebrachten Segenswünsche. ‘ Auf allerhöchsten Befehl: Freiherr v. schieß t." Aie Kukdigung der israelitischen Kultusgemeinde in Stryj. Auf die Huldigungskundgebung, welche die isr. Kultusgemeinde in Stryj anläßlich der Befreiung von Stryj aus russischen Händen an den Oberkommandierenden der österreichisch-ungarischen Armeen, Feldmarschall Erzherzog Friedrich, gerichtet hat, ist an den Präsidenten der Kultusgemeinde Herrn Dr. Heinrich G o l d - stern folgende Antwort eingelangt: „Seine k. u. k. Hoheit, der durchlauchtigste Herr Armeeoberkommandant Feldmarschall Erzherzog Friedrich läßt für die im Namen der isr. Kultusgemeinde Stryj übersendeten Glückwünsche bestens danken. Im höchsten Aufträge: Flügeladjutant Oberstleutnant v. L o r x." Beglückwünschung des Erzherzogs Friedrichs anläßlich der Befreiung Stanislaus von den" Muffen. Sogleich, nachdem die Befreiung Stanislau bekannt wurde, richtete der Präses der israelitischen Kultusgemeinde von Stanislau an Erzherzog Friedrich nachstehendes Glückwunschtelegramm: „Sr. k. u. k. Hoheit den Durchlauchtigsten Feldmarschall Erzherzog Friedrich, Oberkommandandanten der gesamten bewaffneten Macht. Zur siegreichen Befreiung von Stanislau durch die tapfere, heldenmütige Armee von der mit kurzer Unterbrechung nahezu zehn Monate dauernden russischen Schreckensherrschaft erlaube ich mir Euer kaiserlichen und königlichen Hoheit namens der patriotischen jüdischen Bevölkerung dieser Stadt die tiefstgesühlien Glückvünsche zu übermitteln. Für die israelitische Kultusgemeinde in Stanislau: Dr. Elias F i s ch l e r, Präses." Hierauf langte nachstehende Antwort ein : „Herrn Dr. Elias Fisch l er, Präses der israelitischen Kultusgemeinde Stanislau, derzeit in Wien. Se. k. u. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Armee oberkommandant Feldmarschall Erzherzog Friedrich ge ruhten die patriotischen Glückwünsche der loyalen jüdischen Bevölkerung der nunmehr von der Russenherrschaft befreiten Stadt Stanislau mit bestem Dank gnädigst entgegenzunehmen. Im höchsten Aufträge: Flügeladjutant Oberstleutnant v. Lorx m. p." Ausruf der Sektion Kinderfürsorge der „Weiblichen Fürsorge", 1. Bezirk, Schotteng. 10, für Kriegsferienkolonien. Gütige Anmeldungen von Gärten sind uns bis jetzt zugekommen: Frau Dr. Richter schöner Garten auf der Hohen Warte; Frau Jda Beer schöner Garten bei Kuglerpark: Frau Kommerzialrat Ella Zsrner- Zwieback ciuen Garten (Lainzerstraße): Frau Doktor Lina Tischler Garten in Neustift am Walde, mit Bereitung des Mittagessens und Jause für zwanzig Kinder; Anonym (durch Herrn Arnold Grünsberg) Garten am Wilhelminenberge. Die Leitungen dieser Kolonien haben gütig übernommen: Frau Jenny Messing, Fräulein v. Pollak, Fräulein A. P., pens. Bürgerschullehrerin, Fräulein Th. P., geprüfte Musiklehrerin. Wir nehmen im Interesse unserer bedauernswerten Schuljugend weitere gütige Anmeldungen gerne entgegen. (1. Bezirk. Schottengasse 10, Fräulein Rosa Schur, 9. Bezirk, Türkenstraße 17, Kaiser Franz Josefs-Ferienheim.) Bitte um Rollstühle und Tragsessel für die Verwundeten des Kaiser Franz Josef Ferienheims! Das Kaiser Franz Josefs-Ferienheim in T i s ch n owitz wurde wegen seiner vorzüglichen Einrichtung und seines schönen Parks statt der ursprünglich geplanten Rekonvaleszenten 'mit ischwerkranken Soldaten belegt. Diese Belegung legt dem Vorstande große und schwer erschwingliche Bedingungen behufs "Umgestaltung zu einem modernen Krankenhause auf. So ist es unmöglich, ohne eine genügende Anzahl von Rollstühlen Und Traaiessel diesen Schwerverwundeten die Wohltat des schönen Parks zugänglich zu machen. In vielen Familien sind gewiß solche Rollstühle als wehmütige Erinnerungen an überstandenen schweren Krankheiten oder teueren Verstorbenen vorhanden. Keine schönere Verwendung könnten dieselben finden, als wenn sie unseren braven Soldaten, unseren Schützern und Bewahrern vor persönlicher Gefahr, gewidmet würden. Gütige Anmeldungen in der Kanzlei des Kaiser Franz Josefs-Ferienheims, 9. Bez., ^ürkenstraße 17.

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