Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 25 (18.6.1915)
- Date
- 1915-06-18
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3020846-3022142-3022168--24223-3049461- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 462 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 25 Spenden für die Notleidenden in Palästina. Durch Herrn Dr. Erunwald: Paul Gräber H. Ä. Kr. 2.—; Prof. Dr. Aptowitzer Kr. 3.—; Jakob Strauß, Osijek, L.K. Kr. 2—, H. K. Kr. 2—; Josef Rothburt, Alsüszernye, H. K. Kr. 2.—; Feldrabbiner Dr. Maier Tauber Kr. 90.—; Synagogenverwalter Ignatz I. M e i s s e r, Triesch, H. K. Kr. 60.—; Jakob S. Str atzb er g, H. K. Kr. 25.—; E. S. N., Stadt Kanitz, Kr. 10.—; für die galizischen Juden in Palästina S. K., Gmunden, Kr. 5.—; Alfred Heller, Altlengbach, für H.K. 1915 Kr. 20.—; je Kr. 5.— von Wilh. Kohn und Frau Hermine Batscha; für L. K. Kr. 20.— von M. H., Kr. 3.— von O. E.; für die /galizischen Flüchtlinge Obere Augartenstraße Kr. 5.— von S. K., Gmunden; Dr. Lewin, Nikolsburg, als Sammlung für H. K. Kr. 161.—. Bei der Administration der „Oesterr. Wochenschrift" sind eingelaufen : Rosa Oppenheim, Braunsberg Kr. 30.—; Josef Weiß, Wien, 3. Bez. 5.—; Malke und Siegmund K o h n, Pirnitz 5.—; Mathilde K o h n, Wien, 5. Bez. 5.—; Friederike Herz-, feld, Wien, 6. Bez. 5.—; Nine Karoly, Wien, 9. Bez. 5.—; Religionslehrer S. Vogel, Wien, 3. Bez. 2.—. Spenden zum r*jn r Fest im Bethause Welka: M. Haas Kr. 10.—; I. Reichsfeld 5.—. Aufruf! Dank der todesmutigen Haltung unserer und der in deutscher Nibelungentreue verbündeten Truppen, .befindet sich Przemysl Wieder in unserem Besitze. Nach den höchst erfreulichen Berichten per letzten Tage dürfen wir mit Zuversicht. daraus rechnen, daß auch Lemberg und schließlich ganz Galizien und die Bukowina in kurzer Zeit wieder zurückerobert wird, so daß es den Flüchtlingen in absehbarer Zeit möglich sein wird, aus ihre heimatliche Scholle zurückzukehren. Alle Daheimgebliebenen haben die heilige Pflicht, für die so bedauernswerten Opfer der russischen Invasion mit dem Einsätze ihrer gesamten finanziellen Kräfte zu sorgen. Das gefertigte Komitee wendet sich daher hiemit neuerlich an die große Oeffentlichkeit und bittet dieselbe ebenso dringend als höflich um Zuwendung weiterer Spenden, da die bisher mit vieler Mühe aufgebrachten Mittel vollständig erschöpft sind, so daß wir, falls uns nicht rasche und ausgiebige Hilfe zuteil wird, unsere Tätigkeit in den. nächsten Tragen einstellen müssen. Wir bitten inständigst, daß uns jeder nach seinen Kräften helfe. Gütige Spenden wollen an den Obmann des Komitees, Bezirksrat Dr. Leopold B r a d y, Hof- und Eerichtsadvokaten, Wien, 2. Bez., Praterstraße 24, tunlichst rasch gesendet werden. Interkonfessionelles Hilfskomitee zur Frühstücks- und Jausenausfpeisnng an Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina. Kaiser Franz Josef I.-Jubiläums-Frauenverein. Dieser von Frau Berta Weinwurm vor sechs Jahren begründete, in aller Stille, dabei aber mit großer Intensität arbeitende, vorzüglich geleitete Wohltätigkeitsverein hielt am letzten Samstag seine Generalversammlung ab, die außerordentlich gut besucht war und durch das Erscheinen eilwr Reihe von Ehrengästen ausgezeichnet wurde. Dem von oer Vereinspräsidentin Frau Hermine Gerber erstatteten Bericht über die Tätigkeit des Vereines ist folgendes zu entnehmen: Unter ganz außerordentlichen, im Vereinsleben nur selten erscheinenden Verhältnissen soll Ihnen in schwerbewegter, großer Zeit ein Rechenschaftsbericht vorgelegt werden, aus dem Sie ersehen, daß wir trotz den höchstgespannten Anforderungen, die an unsere Tatkraft, an unser Herz, an unser Können gestellt wurden, auch unseren humanitären Bestrebungen nachzukommen bemüht waren. Vor allem müssen wir mit Freuden zur Kenntnis bringen, daß durch die Gnade unseres erhabenen Kaisers dem Verein die Erlaubnis erteilt wurde, den Titel „Kaiser Franz Josef I.-- Jubiläums-Frauenverein zur Unterstützung und Bekleidung armer, alter Frauen" zu führen, und es wird unser Streben sein, dieser uns erlviesenen Auszeichnung würdig zu sein und zu bleiben. Die Anzahl der Mitglieder ist gestiegen, die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge irnd Spenden haben sich erhöht, aber auch die Ausgaben zu Vereinszwecken haben eine bedeutende Steigerung erfahren, und gerade in dieser Steigerung der Ausgaben sowohl für die Bekleidung der armen, alten Frauen als auch durch Verleihung von ständigen und vorübergehenden Unterstützungen liegt der beste Beweis, daß den Vereinszwecken seitens des Vereinsvorstandes in nnermüdlicher Weise nachgeftrebt wurde. Wie für die einzelnen Personen, so war es auch für jede Korporation in der schweren Zeit seit Beginn des Krieges Pflicht, für die Kriegsfürsorge ihr Scherflein beizusteuern, was der Verein auch redlich tat." Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Berichte der Vereinspräsidentin erstatteten die Schriftführerin Frau Marie Steiner und die Kassaverwalterin Frau Sophie Nathansohn ihre Referate, denen zu entnehmen ist, daß der Verein rund 15.000 Kronen seinen wohltätigen Zwecken zuführen konnte. Bezirksrat Philipp B a k, der in Vertretung der Bezirksvorstehung erschienen war, und Dr. L o e w y würdigten in beifälligst aufgenommenen Reden die verdienstvolle, unermüdliche Arbeit der Vorstandsdamen. Bezirksrar Bak gab speziell seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Frauen der Leopoldstadt, in erster Linie aber die jüdischen Frauen des zweiten Bezirkes, in diesen schweren Zeiten mit geradezu heroischer Aufopferung ihre humanitären Aufgaben erfüllen. Redner begrüßte insbesondere Frau Regierungsrat Neumann, die seit den ersten Tagen nach Ausbruch des Krieges, Tag für Tag ohne Rast und Ruhe, auf ihrem Posten stehe, wie ein Soldat. Es sei erfreulich für den Verein, daß eine solche Arbeitskraft nunmehr auch dem Vorstande angehören werde. Auf Antrag des Dr. Adolf Kapralik wurden die bisherigen Funktionäre :des Vereines wiedergewählt und Frau Regierungsrat Neumann, Bezirksrat Philipp Bak, meinderat Ernst Neustadtl, Herr und Frau L ö w e nbein und Herr Samuel Pisk als Beiräte neu gewählt. Mit dem von Bezirksrat Philipp Bak ausgesprochenen Wunsche, daß sich immer weitere Kreise diesem ebenso wohltätigen, als bereits unentbehrlich gewordenen Vereine als Mitglieder und Spender zuwenden möchten, wurde die Generalversammlung geschlossen. Vermischtes. Spende für die galtzischen Flüchtlinge. Von Herrn Religionslehrer S. Vogel sind uns 2 Kronen zugekommen. Für die Familie Schreier sind uns von Herrn Religionslehrer S. Vogel 2 Kronen zugegangen. Liebesgaben für Verwundete und Kranke im Felde. Wir veröffentlichen eine Reihe uns bekanntgegebener Adressen von Feldrabbinern, denen Liebesgaben für die Soldaten zugesendet werden mögen: Feldrabbiner Adler (Etappenkommando, Feldpost 99); Feldrabbiner Dr. Golinski (Etappenkommando, Feldpost 12); Feldrabbiner Dr. Lemberger (Feldpost 70); Feldrabbiner Ignaz Löwy (Etappenkommando, Feldpost 56); Feldrabbiner Dr. Schweiger (Divisionsseüsorger, Feldpost 26); Feldrabbiner Dr. M. Tauber (Divisionsseelsorger, Feldpost 6); Feldrabbiner Dr. Templer (Dvisionsseelsorger, Feldpost 86); Feldrabbiner Dr. L. Weinsberg, Festungsseelsorger in Krakau. Anders Feldrabbiner wollen zu diesem Zwecke ihre Feldpostadressen der Redaktion unseres Blattes mitteilen. Als Liebesgaben sind vor allem Zigaretten, Zigarren, Schokolade, Kakes, Seife- Hand- und Taschentücher, ferner jüdische Zeitschriften erwünscht. Spenden können entweder direkt als Muster ohne Wert (bis 350 Gramm) abgesendet oder der Frau Rabbiner Dr. Grunwald, Wien, 2. Bezirk, Ferdinandsstraße 23, behufs Weiterleitung übergeben werden. Feldrabbiner Dr. Samuel Lemberger, Feldpostamt Nr. 70. Wien. (Institut S z a n t o.) Das Institut Szanto (fünfklassige Koedukationsvolksschule, Bürgerschule, beide mit Oefsentlichkeitsrecht, Fortbildungskurse), II., Obere Donauflraße 43, hat das 64. Schuljahr beendet und, wie alljährlich, eine Schulfeier veranstaltet, die mit. einer Ausstellung der Schülerarbeiten verbunden war. Die