Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 24 (11.6.1915)
- Date
- 1915-06-11
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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Seite 452 Nr. 24 1 Dr. Bloch,'s Wochenschrift ihm auf dem Fuße. Hastig ergriff der Rabbi die Hand seines Weibes, eilig zog er sie fort durch die dunklen Gassen Bacharachs, eilig zum Tor hinaus, auf die Landstraße, die den Rhein entlang nach Bingen führt. Sara trug in der rechten Hand das silberne Waschbecken, ihre linke hielt der Rabbi noch immer gefaßt und sie fühlte, wie feine Finger eiskalt waren und wie fein Arm zitterte; aber sie folgte schweigend.... Ter Rabbi, des Sprechens ohnmächtig, bewegte mehrmals lautlos die Lippen und endlich rief er: „Liehst du den Engel des Todes? Dort unten schwebt er über Bacharach! Wir aber sind feinem Schwerte entronnen. Gelobt fei der Herr!" Und mit einer Stimme, die noch vor innerem Entsetzen bebte, erzählte er, wie er, wohlgemut die Agade hinfingend, zufällig unter den Tisch sah, habe er dort zu seinen Füßen den blutigen Leichnam eines Kindes erblickt. „Da merkte ich," setzte der Rabbi hinzu, „daß unsere zwei späten Gäste nicht von der Gemeinde Israels waren... Ich durfte nichts merken lassen, daß ich das Werk der Finsternis durchschaut, ich hätte dadurch mein Verderben beschleunigt und nur die List hat uns beide gerettet. Gelobet sei der Herr!" An jenem Pessach-Abend wurden alle Juden Bacharachs hingeschlachtet, schon bei der nächsten Haskara in Frankfurt wurden aufgezählt die Opfer, deren Blut in den Rhein floß und die Fluten des deutschen Stromes rötete." — (Fortsetzung folgt.) Meratur. Jefchnrum. Monatsschrift für Lehre und Leben im Judentum. 2. Jahrgang. Heft 5. Herausgeber Dr. I. Wohlgemuth. Verlag des Jefchnrum, Berlin N. 24. Inhalt: Der heilige. Egoismus und das gottgesegnete -Volk. — D. H offmann: Probleme der Pentateucheregese. — S. Eppenst e i n: Charakterbilder unserer großen Gesetzsslehrer. — A. Sulzbach. — I. Jerusalimski: Zwei rätselhafte Agadoth. — H. Deutsch u. 'S. Kaatz: Noch einmal Lev XXII, 23. Rabbiner Dr. A. Eckstein. Der Völkerkrieg und das Alte Testament. Ein Vortrag. Der Reinertrag wird der Kriegs- und Jnvaliden-Fürsorge zugewendet. Kommissionsverlag der Frieder. Korn schen Buchhandlung, Nürnberg. Kriefkafterr. Josef M. Ben hachajim. Es ist richtig, daß die Betreffenden dem Beamtenstatus der Kultusgemeinden nicht angehören, allein der Titel wird ihnen von der jüdischen Bevölkerung Galiziens eingeräumt und die österreichischen Behörden haben ihn respektiert und bis jetzt noch nirgends beanstandet. Bildhübsches Mäderl, "w abgegeben. Mutter verlangt bescheidene Abfertigung. Anträge unter »Herzig« an die Administration des Blattes. G. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Z. 2393 ex 1915. Wien, im Juni 1915. Kundmachung. AlljähHich mehrt sich die Anzahl der Gesuche, welche an den Kultusvorstand um Bewilligung von Schulgeldbeiträgen für Handelsschüler und -Schülerinnen eingebracbt werden. Es wird schon derzeit bekanntgegeben, dass für das Schuljahr 1915/16 Handelsschülern, bezw. -Schülerinnen, die in den ersten Jahrgang eintreten, Schulgeldbeiträge nicht bewilligt werden können, well der im Budget der Kultusgemeinde für den gedachten Zweck vorgesehene Betrag durch die im Schuljahre 1915/16 in den zweiten Jahrgang vorrückenden Schüler zur Gänze in Anspruch genommen erscheint. ' Der Sekretär: Der Vize-Präsident: Dr. Emil Adler Dr. Gustav Kohn In tiefster Trauer gibt die Israel. Kultusgemeinde in Nikolsburg Nachricht vom Ableben ihres verdienstvollen Beamten Herrn Samuel Kolm, welcher durch 36 Jahre als 2. Kantor und Schächter in musterhaftester Weise wirkte. Er war eine Zierde seines Standes und genoss die Hochachtung seiner Gemeindemitglieder und aller, die ihn kannten. Sein Andenken wird stets hochgehalten werden. Die Beerdigung der sterblichen Hülle fand am 9. Juni 1. J. auf dem hiesigen Friedhofe in dem von der Kultusgemeinde gewidmeten Ehrengrabe statt. Nikolsburg, am 9. Juni 1915. . Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Nikolsburg. Gewissenhafter Unterricht ÄÄchlS Fächern, als auch in deutschen Gegenständen für Volks- und Bürgerschulen. Beste Referenzen bei rabbinischen Autoritäten. Wohnung: XX. Bezirk, Staudingergasse 9, II. St., Tür 13. G. Franz Stangl, Herrenschneider Reichassortiertes Lager In- und Ausländer Stoffe. Spezialist in feinsten Herrenkleidern in bester Ausführung, Sport- und Touristenkleidern. Wien, I., Tegetthoffstrasse 7, Mezzanin im Hause der k. k. privilegierten Versicherungs-Gesellschaft Riunione Adriatica di Sicurtä. Telephon 2521/8. Telephon 2521/8. Tüchtiger Sprachlehrer, infolge des Krieges aus Frankreich ausgewiesen, sucht Unterricht in Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch und Ungarisch. — Uebersetzungen und Korrespondenzen aller Art tadellos ausgeführt. Professor Szilägyi, XVI. Bezirk, Paletzgasse 16, II. Stock. G. Hebräischer Sprach- und fleligionsunterricht TLr Lehrer aus Palästina erteilt. Referenz: Dr. Max Grunwald, Wien, II., Ferdinandstrasse 23. G. Qf|.nf]nn oder Hofmeisterposten sucht Student für hebräwllIIIUCIl ische Sprache und Talmud, sowie für alle Volks-, Bürger- und Gymnasialgegenstände. Gute Referenzen. Zuschriften an P. S., Obere Donaustrasse 6, Tür 6. G . der deutschen, polnischen und ruthenischen UUCi iClll CI j Sprache in Wort und Schrift mächtig, sucht eine entsprechende Beschäftigung. Zuschriften an B. Heller, Wien, XX., Greiseneckergasse 22, Tür 5. G. Ober Allerhöchste Ermächtigung fjß Seiner k, ü. k. Apostol. Majestät 31, k. k, Staatslotterie für gemeinsame Militärwohltätigkeitszwecke Diese Geldlotterie, enthält 21.146 Gewinste in barem Gelde im Gesamtbeträge von 635.000 Kronen. Der 200.000 Kronen Die Ziehung erfolgt öffentlich in Wien am 15. Jnli 1915. Pf* Ein Los kostet 4 Kronen. Lobs sind bei der Abteilung für Wohltätigkeitslotterien in Wien, KL, Vordere ZoUamtsBtrasse.5, in Lottokollekturen, Tabaktrafiken, bei Steuer-, Post-, Telegraphen- und Eisenbalmämtern, in Wechselstuben etc. zu bekommen. Spielpläne für Loskäufer gratis. Die Lose werden portofrei zugresendet. Von der k. k. General-Direktion der Staatslotterien (Abteilung für Wohltätigkeitslotterien). HÄtausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch — Druck von L. BeckLSohn.Wien, VII.