Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-06-11 · 24 (11.6.1915) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
24 (11.6.1915)
Date
1915-06-11
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3020846-3022142-3022167--24203-3049440
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 24 Dr. Bloch's. Wochenschrift Seite 443 Kundgebung der Wiener israelitischen Kuktusgemeinde an Erzherzog Ariedrich. Anläßlich der Wiederoberung von Przemysl hat der Vorstand der Wiener israelitische n Sl u l t it sgemeinde an den Erzherzog Friedrich nachstehendes Telegramm gerichtet: „An Se. k. u. k. Hoheit den durchlauchtigsten Erzherzog Friedrich, Oberkommandanten und Feldmarschall, Hauptquartier: Unter dem überwältigenden Eindrücke der herrlichen, an die bisherigen großen Erfolge sich würdig anreihenden Waffentat, durch welche die siegreichen verbündeten Truppen wieder in den Besitz der ^tadt und Festung Przemysl gelangten, erlaubt sich der Vorstand der Wiener israelitischen Kultusgemeinde Eure k. u. k. Hoheit zu bitteil, die ergebensten Glückwünsche gnädigst entgegennehnlen zu wollen. Die Judeuschast Oesterreichs ist stolz darauf, daß ihre Söhne, erfüllt von glühender Liebe für Kaiser und Vaterland, durchdrungen von der Gerechtigkeit unserer Sache mit Hingebung und Todesverachtung unter Eurer k. u. k. Hoheit Oberbefehl in den Reihen ihrer Mitbürger für die Verteidigung des Vaterlandes kämpfen. Gottes Schutz geleite auch fernerhin unser glorreiches Heer zum endgiltigen Siege. . Der Vorstand der israel. Kultusg'enieinde." Hierauf ist an den Vorstand der israelitischen Knltusgemeinde nachfolgende telegraphische Antwort eingelangt: „Herr Dr. Alfred Stern, Präsident der Wiener israelitischerr Kultusgemeinde Wien. Herzlichstell Dank für die iilir im Namen des Vorstandes der Wiener israelitischen Kultusgemeinde verdolmetschten patriotischen Glückwünsche aus Anlaß der Wiedereroberung der Festung Przeinysl. Im selbstlosen, treuen Zusammenarbeiten aller, im unerschütterlichen Gottvertrauen und in der heißestem Liebe zu Kaiser und Reich liegt unserer Waffen Stärke, die uns den endgiltigen Sieg und den segenbringenden Frieden erkämpfen werden. Feldmarschall Erzherzog F r i e d r i ch." Dank der jüdischen Kuttusgemeinde von Armin an die Armee. Am 3. Juni erschienen der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Gustav T a n d l e r und das Vorstandsmitglied Advokat Dr. Siegmund S ch i m m erling beim Statthalter Dr. Freiherrn von Bley leben, um . namens der israelitischen Bevölkerung der Landeshauptstadt Brünn anläßlich der W i e d e r e r o b e r u n g Przcmysls dem freudigen Danke an unsere glorreiche Armee Ausdruck zu geben und zu bitten, die Versicherung unwandelbarer Ergebenheit u n d Treue für Kaiser und Reich an die Stufen des Thrones gelangen zu lassen. Die gleiche Bitte brachten auch Rabbiner Dr. L e v y und Fabrikant Jonas L öw- Beer namens des Zentralkomitees der galizischen Flüchtlinge vor. Kukdigungskundgebung antäßttch der Befreiung von Stryj. Der Präsident der israelitischen Kuttusgemeinde S t r y j, Advokat Dr. Heinrich Gold st e r n, hat an Feldmarschall Erzherzog Friedrich die nachstehende Huldigungskundgebung gerichtet: „An Se. k. u. k. Hoheit den durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Friedrich, Feldmarschall. Hochbeglückt über die Wicdereroberung unserer heißgeliebten Stadt Stryj durch unsere heldenmütige Armee, Schulter an Schulter mit den tapferen deutschen Waffenbrüdern, gestatte ich mir zu diesem gewaltigen Siege Eurer kaiserlichen und königlichen Hoheit als glorreichen Führer die innigstgesühlten Glückwünsche der immer staats- und kaisertreuen jüdischen Bevölkerung der Stadt Stryj zu unterbreiten. Für die israelitische Kultusgemeinde Stryj: Dr. Heinrich Goldstern, Präses." patriotische Kundgebung der orth. gut. Inden. Am 28. April l. I. fand im Hotel „Continental", aus Anlaß der Anwesenheit des Vertreters der orthodox-jüdischen Weltorganisation „Agudas Jisroel" in Frankfurt a. M., des Herrn Grünbaum-Nürnberg, eine Sitzung der Vertreter der Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina statt, in welcher die Mittel und die Wege erörtert wurden, um den vielen Kindern der Flüchtlinge auch in den provisorischen Aufenthaltsorten eine fromm-religiöse Erziehung zuteil werden zu lassen. Die Präsenzliste zeigte die Anwesenheit folgender Personen: Die Großrabbiner F r i e d m a n n aus Bojan, Czortkow, Husiatyn und Sadogora, Hager aus Ottinia; die Rabbiner aus Lemberg, Krakau, Brody, Buezcez: kais. Rat Rabbiner Lewin, Sambor; Großgrundbesitzer Thu m i m-Przemysl, Bankier Schönblum - Lemberg; Schriftsteller Dr. R apapo r t-Stryj, sowie vieler anderer Persönlichkeiten aus Galizien und der Bukowina. Die Versammelten übersandten ein Huldigungstelegramm an die Kabinettskanzlei Seiner Majestät des Kaisers, ebenso ein solches an die Kammerkanzlei Sr. k. u. k. Hoheit des Herrn Erzherzog-Thronfolgers Karl Franz Joses. Zu Letzterem mit einem besonderen Danke für dessen anerkennende Worte über den Patriotismus der jüdischen Bevölkerung. Es gelangten nun folgende Antworten herab: „Pr.-Z. 5462/15. Wien, am 24. Mai 1915. An das geehrte Präsidium des Konlitees zur Einrichtung von Talmud-Thora-Schulen für Kinder der Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina, zu Händen. Seiner Hochwohlgeboren Herrn Bankier Jsaac Jacob T h u nt i nt, Wien. Seine Exzellenz der Herr k. k. Statthalter für Oesterreich unter der Enns hat im Allerhöchsten Aufträge für die vom Komitee zur Errichtung von Talmud- Thora-Schulen für Kinder der Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina am 29. Zlpril l. I. telegraphisch zum Ausdrucke gebrachte alleruntertänigste Loyalitätskundgebung den Beteiligten den Allerhöchsten Dank bekanntgegeben. Ich beehre 'mich, dem geehrten Präsidium zufolge Erlasses der k. k. n.-ö. Statthalterei vom 17. Mai 1915. Pr.-Z. 768, hievon Kenntnis zu geben. Der Bürgermeister: Dr. Weiskirchuer." „Herrn Jsaac Jacob Thum im. Baden bei Wien. Seine k. u. k. Hoheit Herr Erzherzog Karl Franz Josef haben die mit Depesche vom 29. Avril dargebrachte Huldigung bestens dankend zur Kenntnis zu nehmen geruht. Im Allerhöchsten Aufträge: Kammervorstehung." Nikolsburg. Am 24. Mai empfing Se. Durchlaucht Fürst Hugo von und zu Dietrichstein eine Deputation der Stadtgemeinde II und der israelitischen Kultusgemeinde Nikolsburg, bestehend aus den Herren: Bürgermeister Franz Deutsch, Kultuspräsidenten Gustav Pisk und Gemeinderat Gustav (Abeles>, in Audienz, um die Loyalitätskundgebung der genannten Gemeinden gegenüber un-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.