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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-05-14 · 20 (14.5.1915) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
20 (14.5.1915)
Date
1915-05-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 20 Seite 371 Dr. Blüch's Wochenschrift Spandau. Gust. Simonsohn, Kriegsfreiwilliger. Strahburg. Dr. Jakob R o o s; Dr. Hans Markus, Assistenzarzt, a. Stroppen. Wiesbaden. Stabsarzt Dr. Julius Berger, Regimentsarzt im Feldartillerieregiment Nr. 61, hat auch das Hessische Verdienstkreuz erster Klasse erhalten. rr Wieseck (bei Gießen)- Unteroffizier der Reserve Nathan Baum, Sohn des Herrn Samuel Baum. Wivgerode. Leo n g e l, Feldwebelleutnant. Wmzburg. Gefreiter der eRserve Felir Fechenbach, Sohn des Herrn Noe Fechenbach. * * * Das Eiserne Kreuz für österreichische Krieger. Das- 'Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten Leutnant der Reserve Kurt Widrich, bereits Inhaber der Goldenen Oesterreijchifchen Tapferkeiksme-ailN, nnd Leutnant der Reserve Kart Kronik, in österreichischen Ar1ilh:rie:egimentern. Die gleiche Auszeichnung erhielt der Schlechter Jakob Gubbi aus Nagy-Magyar (Ungarn), in einem Infanterieregiment. - * Zu Preußischen Offizieren: Breslau. Alfred Reichmann, im Landsturm-Infanterie- Ersatzbataillon 1. Neidenstein (Baden)- Kaufmann Alfred Eßlinger im Reserve-Infanterieregiment- Nr. 40. Rössel (Ostpreußen). Student Julius Alban. Ruß (Ostpreußen). Zahnarzt Mar Berger, Sohn des Kaufmanns Lewin Berger, Vorsteher der israelitischen Gemeinde. * * * Zum bayerischen Offizier: UhlfeH> (Mittelsranken). Alfons Dingfelder, Sohn des Herrn Emil ^Dingfelber. * ' * * Befördert. Rachhrim. Der Kaufmann Heinrich Bahr wurde in seiner Eigenschaft als ,BataMonsfchreiber zum Vizefeldwebel befördert. * * Sonstige Auszeichnungen. Briefen (Westpreußen). Das Bayerische Militärverdienstkreuz, dritter Klasse mit Schwertern wurde dem Gefreiten der Reserve Alfred Danzig er, Sohn des Pferdehändlers Louis Danziger, verliehen- Grotzostcheich. Unteroffizier Kaufmann Mar Gärtner, Sohn des Kaufmanns Emanuel Gärtner von hier, Inhaber des Eisernen Kreuzes, erhielt jetzt das Bayerische Militärverdienstkreuz dritter Klasse mit Schwertern. Jtlkingen (Baden). Gefreiter im Landsturmbataillon Ludwigshafen Albert Herz, Sohn des Lehrers Josef Herz, erhielt das Bayerische Verdienstkreuz dritter Klasse. Memmelsdors (Untersranken). Sanitäter Justin Frank erhielt das Bayerische Mikitäroerdienstkreuz dritter Klasse - mit Schwertern. . Nimbchch (Odenwald). Leutnant Moritz Plaut, im Landsturmregiment „Augsburg", wurde mit dem Bayerischen Militärverdienstorden mit Schwertern ausgezeichnet. Rheinbischofsheim (Baden). Vizefeldwebel in einem Jägerbataillon Großkaufmann Mar B l o ch, Kriegsfreiwilliger, erhielt die Württembergische Tapferkeitsmedaille und das Mecklenburgische Militärische Verdienstkreuz. Seeheim (Hessen). Sally Mayer, beim Reserve-Jnfanteriechgijment 116, Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde jetzt die . Hessische Tapserkeitsmedailld verliehen. Sondrrshaufen. Offizier-Stellvertreter Willy R e d e l m e i e r, im 13. Referveregiment, Sohn des Herrn Hermann Redelmeier, erhielt das Fürstlich Schwärzburgische Ehrenkreuz vierter Klasse mit Schwertern. Ein jüdischer Aenerak Korpskomandanl in Krankreich. General Jules H e y m a n n wurde zum Kommandanten eines Armeekorps und zum Großoffizier der Ehrenlegion ernannt.. . Eine treffende Antwort. Der Rustschuker Gemeinderat ist oppositionell gesinnt. Um dieser Stimmung greifbaren Ausdruck zu verleihen, beschlossen die Herren, unter den Bürgern der Stadt eine Sammlung zugunsten der'verwundeten Russen zu veranstalten. Da die hierzu ernannte Kommission aus mehreren sehr einflußreichen und angesehenen Persönlichkeiten bestand/ war das Ergebnis ein glänzendes. Gegen die an sich humane Idee wäre nichts zu, sagen, wenn sie nur dem Drange, Unglück und Elend zu lindern, entsprungen wäre. Nun ist ein Fall in die Oeffentlichkeit gedrungen, daß ein angesehener Rustschuker Bürger — der durch seinen Wohltätigkeitssinn bekannte Inhaber der Firma Ventura Freres, Herr Ventura, ein spaniolischer Israelit — die Kommission nach den einleitenden Worten in folgender Weise interpellierte: „Gut, meine Herren. Welchen Betrag erwarten Sie, für diesen Zweck von mir zu erhalten?" „500 Francs." Ventura entgegnete nun: ..Nicht 500, sondern 1000 Francs zeichne ich für meine Firma. Aber nicht für ^das russische, sondern für das bulgarische Rote Kreuz. Für Rußland, das seine Söhne jüdischer Konfession, die im Kriege ihre Gesundheit einbüßten und ihr Blut vergossen, aus den Spitälern von Moskau ausweisen läßt, sobald sie als Juden bekannt werden, für ein solches Land habe ich keinen Centime übrig. . .!" Korrespondenzen. Die hungernden galizischen Juden in Palästina. Von Herrn Bernh.- Hofbauer erhalten wir eine Zuschrift, die zweifellos die Zustimmung aller Leser finden dürfte; dieselbe lautet: Wien, 11. Mai 1915. Löbliche Redaktion! Gestatten Sie, daß auch ich zur Frage: „Wer unterstützt die notleidenden und hungernden galizischen Juden in Palästina?" Stellung nehme. Wenn es schon hierzulande m^S.' pn Sitte oder Unsitte ist. daß der Litauer den Polen, der Galizianer den Ungarn oder Moravtschyk, der Deutsche den Polen und vice ve* sa scheel an sieht, so sollte dies im Heil. Lande nicht der Fall sein. Ich kenne keinen polnischen, deutschen, ungarischen Juden, nur in Galizien, Deutschland, Ungarn wohnende Juden, und keinen Unterschied. Die Idee aller Spender für Palästina ist bestimmt, dort wohnende Juden, wenn notleidend, gleichgiltig woher sie sind, zu unterstützen. Daher hat dort ein internationales, aus besehendes Komitee zu fungieren, dem die Gelder der ganzen Welt zufließen, und dies ‘ hat alle Juden, die in Palästina notleidend sind und einen sittlich-religiösen Lebenswandel führen, zu unterstützen, gleichviel woher die Eltern oder Großeltern eingewandert sind. Dieser mein Vorschlag dürfte alle Parteien, aber hauptsächlich die Spender, befriedigen. Hochachtungsvoll Bernhard H o f b a u e r. Arbeitsbücher für Flüchtlinge. Bezirksvorsteherstellvertreter Klebinder hat am 5. ds. Sr. Exzellenz dem Bürgermeister DU Rich. Weiskirchner den Antrag unterbreitet, Se. Exzellenz möge dahin wirken, daA den Flüchtlingen aus Galizien und der Bukowina Arbeitsbücher gchsgefolgt werden dürfen.

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