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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-05-14 · 20 (14.5.1915) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
20 (14.5.1915)
Date
1915-05-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 368 M. 20 Dr. Bloch's Wochenschrift mann, Infanterieregiment Nr. 58; Kadett d. Res. Franz Kohn und Korporal Rudolf Pollgk, beide beim Infanterieregiment Nr. 88; Fähnrich d. Res. Sigmund K i ß, Infanterieregiment Nr. 39; Feldwebel Samuel Büro, Infanterieregiment Nr. 46; Fähnrich d. Res. Markus Kalmar, Marschbataillon Nr. 2; Fähnrich d. Res. Rich. Heller, Infanterieregiment Nr. 64. In dieser Nummer sind verzeichnet: 2 Ritterkreuze des Franz Josef-Ordens, 4 Militärve'rdienstkreuze dritter Klasse, 17 Signum laudis, 7 silberne Tapferkeitsmedaillen erster Klasse, 16 silberne Tapferkeitsmedaillen zweiter Klasse, 8 bronzene Tapferkeitsmedaillen, zusammen 54 Auszeichnungen (darunter 29 Offiziere und Fähnriche, 4 Militärärzte, 21 Soldaten). Ernennung eines Iekdraßöiners. Der Kaiser hat den israel. Seelsorger Gustav Blau zum Feldrabbiner ernannt. Mai-Avancement. Unter den am 1. Mai Beförderten befinden sich überaus zahlreiche jüdische Offiziere, namentlich im Reservestande. Se. Majestät der Kaiser hat ernannt zum Oberstleutnant den Major Moriz Wiener, Präs.-Bureau des Kriegsministeriums, und David H i r s ch, Landwehr-Infanterieregiment Nr. 6; zu Majoren die .Hauptleute Friedrich Tauber, Infanterieregiment Nr^ 80, Hugo Hirsch, Infanterieregiment Nr. 20, Jakob Fischer, Infanterieregiment Nr. 7, Michael Bondy, Landsturm; zu Hauptleuten die Oberleutnants Ludwig Goldschw id ^^Infanterieregiment Nr. 43, und den bereits als Luftschiffer' ausgezeichnetes Älädar Taussig;' " zu Oberstabsärzten 2. Klasse die Stabsärzte Doktor Samuel Rares, Feldkanonenregiment Nr. 13, Hugo T a u s s i g, Infanterieregiment Nr. 92, Simon Popiel, Garnisonsspital Nr. 26, Josef B ermann, Infanterieregiment Nr. 65; zu Stabsärzten die Regimentsärzte Dr. Heinrich Glaser, Infanterieregiment Nr. 1, und Dr. Richard Pollak, Garnisonsspital Nr. 25; zum Stabstierarzt den Obertierarzt Dr. Markus Kling er, Ulanenregiment Nr. 2; zum Militär-Rechnungsrat den Oberoffizial Jakob Glasspiegel, Intendantur des 2. Korps; zum Oberverpflegsverwalter den Verwalter Michael Taussig, Polä; zu Verpflegsverwaltern die Oberoffiziale Siegmund Hirsch mann, Poszony, Samuel Hirsch mann, Temesvar, und SamuÄ Lieb lein, 4. A.-E.-K.; zu Hauptmann-Rechnungsführern die Oberleutnants Moriz Prochnik, Dragonerregiment Nr. 15, und Hugo Rosenfeld, Monturdepot Nr. 2; zu Leutnant-Rechnungsführern die Unteroffiziere David Schatz, Infanterieregiment Nr. 46, und Jsak Distenfeld, Infanterieregiment Nr. 80. Herr Emanuel Feßler, Sekretär der isr. Kultusgemeinde Prag-Weinberge, welcher als Leutnant-Rechnungssührer seit Kriegsbeginn auf dem östlichen 'Kriegsschauplatz eingerückt war und nunmehr als Vorstand der Rechnungskanzlei dem k. u. k. Reservespital Nr. 7 zugeteilt ist, wurde zum Oberleutnant befördert. Herr F e ßler erhielt auch aus diesem Anlasse eir^.sehr schmeichelhaftes Schreiben, eines hohen Generals.^ Leutnant Benno Eisenstein vom 3. Ulanenregiment, der seit Ausbruch des Kriegesim Felde steht und wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde durch die Gnade des Kaisers mit dem Signum laudis ausgezeichnet wurde, ist am 1. ds. außertourlich zum Oberleutnant befördert worden. Mronsolger Erzherzog Karl Kranz Josef in Kolomea. Aus Kolomea wird gemeldet: Anläßlich des Besuches des Thronfolgers Erzherzog Karl Franz Josef empfing der Erzherzog auch eine Deputation der dortigen Judengemeinde unter Führung ihres Vorstandes, des kaiserlichen Rates Schiller. Auf die Frage des Erzherzogs, wie sich.gegenwärtig die Lage der Judengemeinde verhalte, schilderte kais. Rat Schiller die argen Verfolgungen, denen die Juden zur Zeit der Russenherrschaft in der Stadt ausgesetzt waren. Jetzt, wo wieder österreichische Truppen die Befreiung der Stadt durchgeführt haben, seien die Juden Kolomeas glücklich, Ihre Ergebenheit für. den Thron ausdrücken und erweisen zu dürfen. Zugleich erinnerte der Vorstand der jüdischen Kultusgemeinde daran, daß zahlreiche Juden der Stadt, die von den Russen als österreichische Spione verdächtigt wurden, von ihnen als Geiseln fortgeschleppt wurden. Erzherzog Karl Franz Jysef erwiderte: „Wir haben immer vorausgesetzt, daß die Juden treue Bürger des Staates sind und haben uns davon jetzt während des Krieges auch überzeugt. Was die aus Kolomea verschleppten Geiseln betrifft, so, hoffen wir, sie im Wege des Austausches bald zurückzubekommen. Jetzt," so, schloß der Thronfolger seine Worte, „Kopf hoch! Es wird alles bald gut werden!" , Keneratmajor Karl Schwarz. '''' Generalmajor Karl Schwa r z, Kommandant der k. k. dritten Landsturm-Marschbrigade, wurde laut Verordnungsblatt Nr. 50 der k. k. Landwehr mit dem Orden der Eisernen Krone dritter Klasse Mit der Kriegsdekoration taxfrei in Anerkennung tapferen Verhaltens vor den: Feinde ausgezeichnet. Kotdene Hapferkeitsrnedaisse, Dr. Karl Herrmann, Chefarzt der Bezirks- Arbeiterkrankenkasse, der unter dem Namen A m b r u s ch als angesehenes Mitglied der jung-ungarischen Dichtergarde bekannt ist, hat für seine auf - dem nördlichen Kriegsschauplätze dem Feinde gegenüber bewiesene heldenmütige, aufopferungsvolle Haltung die goldene Tapferkeitsmedaille mit der Krone auf dem Bande der Tapferkeitsmedaille erhalten. Dieselbe Auszeichnung erhielt der Kreisarzt Dr. Bela Szekely für das gleiche heldenmütige Verhalten vor dem Feinde. („Egyenlöfseg".) Weitere Kriegsauszeichnungen. Das. Armee-Oberkommando hat in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse dem Zugsführer, Titular-Feldwebel Ernst Herz, Sohn des Budweiser Schnittwarenhändlers David Herz, verliehen. Zwei Brüder des Dekorierten stehen gleichfalls im Felde. Zum Leutnant wurde beförderst Julius Meitner nach zweimaliger Verwundung in der Front. Leutnant Julius Meitner ist der Sohn des Wiener Kaufmannes Herrn David Meitner, der vier Söhne dem Heere geliefert hat, welche für Kaiser und Vaterland im Felde vor dem Feindekämpfen.

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