Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 17 (23.4.1915)
- Date
- 1915-04-23
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 320 Dr. Bloch s Wochenschrift Nr. 17 je 20: Max Werdisheim, Heinrich Weiß, Samuel Weiß, Adolf Röhr (auch Zigarettenspende), Jakob Kraus, Alois Reitmann, Otto und Isidor Kraus, Max Bauer: je 10 K: Samuel Eppinger, Simon Molnar, Schuhgeschäft Röhr, Emanuel Blau, Moritz Varady, Leon Spieß, Cäsar Orowan; je 8 K: Isak Rellis, Heinrich Bab a t, Benzion Gewing; je 6 K: Rudolf Bauer, Emil Weinberger, Ottokar Popper; je 5 K: N. Brunner, Schuhgeschäft Grünhut, J. Koffler, Joachim Wertheimer; je 3 K: Julius Heinrich und Siegfried Klein. Zur Spendensammlung der Unteroffiziere trugen bei: Leutnant Rosenberger, di* Feldwebel Jakob Schächter, Fabian Schächter, Julius Kreind 1 er (auch größere Zigarettenspende), Litman Läufer, Glanz, Drassinower, Czobom, Ziegler und Wininger. Dazu noch die Sammlungen Rosenmann und die öfteren Spenden des Korporalen Meiseimann, der sich an der Aktion ebenfalls mit besonderem Interesse betätigte. In besonders liebenswürdiger Weise nahm sich Frau Dr. Martha Schauer, Wien dieser Aktion an, indem sie einige Tausend Zigaretten spendete. Hiefür sei ihr auch an dieser Stelle herzlichst Dank gesagt. Wenn die ganze Riesenarbeit jetzt nach deren Abschluß überblickt wird, ist es schwer zu sagen, wem der Löwenanteil an diesem Unternehmen gebührt. Sind es die Damen Weiß und Eppinger, welche außer Naturalienspenden, während der ganzen Osterfeiertage kräftigst mithalfen, ist es unser Oberkoch Lindner, der Tag und Nacht in der Küche zu schaffen hatte, sind es die Familien R e lies, Hain, welche an keinem Tage beim Servieren fehlten, oder Rechnungsunteroffizier Läufer, der der Leitung bis zum Schlüsse treu zur Seile stand und dem ein gut Teil des Erfolges zu verdanken ist! Wenn auch das Hervorheben einiger unterlassen wurde, wolle man es uns nicht als Mangel an Taktgefühl anrechnen. Es bat eben jedermann nach bestem Wissen und Können an der Aktion mitgearbeitet, was mit freudiger Genugtuung konstatiertwerden muß. Ihnen allen sei nun nochmals herzlichst Dank gesagt. S. Wininger. T<?c BeyMl-ümg der Juden in der Türkei. Die „Turquie" veröffentlicht einen Artikel, in den: die Publikationen.der feindlichen Md der neutralen Presse, in denen die Lage der fremdländischen Israeliten in Palästina als nicht gut dargestellt wird, widerlegt werden. Der Artikel erinnert daran, daß sich die Regierung vor zwanzig Jahren genötigt sah-, gewisse einschränkende Maßnahmen gegen die Bewegung der israelitischen Einwanderung nach Palästina zu treffen. Wer diese sehr gemäßigten Maßnahmen könnten in keiner Weise mit jenen verglichen werden, von denen die Israeliten in anderen Ländern betroffen würden, wie zum Beispiel in Rnß?- land, da sich, diese Maßnahimen darauf beschränkten, Ausländern, die sich dort als Ansiedler niederlassen wollten, den Eintritt ins Reich zu verwehren. Als der Krieg mit d-em Dreiverband ausbrachj, beschloß man überdies, den Israeliten, denen es gelungen war, sich in Palästina seßhaft zu machen, eine begünstigte Behandlung zuteil werden zu lassen und gewährte ihnen ausnahmsweise Erleichterungen bei Erwerbung der ottowanischen Staatsangehörigkeit. Dieselben Erleichterungen wurden auch ausländischen Israeliten außerhalb Palästinas zugestanden. Diejenigen von ihnen, die von diesen Begünstigungen keinen Gebrauch machen wollten, wurden aufgefordert, die Türkei zu verlassen. Die Pforte hat mithin den Israeliten gegenüber einen Beweis ihres guten Willens geliefert. Vermischtes. Jüdisches Schrdrueril^bungsburau für Galizien und die Bukowina. Aus Galizien und der Bukowina geflüch.ete Juden, welche durch die Kriegsereignisse nachweislichen Schaden erlitten haben und anmeldM wollen, werden eingeladen, chre derzeitige Wresfe unter Anführung des Heimatortes dem obgenannten Bureau Wien, II., Zirkusgafse Nr. 33, schriftlich bekanntzugeben. Spenden-Ausweis für die notleidenden flüch!tigen Kantoren. Weitere Spenden zugunsten der notleidenden flüchtigen Kantoren aus Galizien und der Bukowina sind bei Oberkantor Don Fuchs (1. Bez., Postgasse 16) eingelaufen: Oberkantor Rubin Schwall aus L.-Szt.-Miklos Kr. 5.— Frau Alice Jellinek, Wien, 12. Bez. „ 5.— Kantor Israel Leichter aus Also-Kubin „ 6.— Anläßlich der goldenen Hochzeit S. u. T. Stiasny „ 5.— Josef Weiß, Wien, 2. Bez , Taborstraße 59 „ 5.— Dr. Gustav Arens, Wien, 8. Bez., Kupkagasse 4 v 10.— Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Adolf Bachrach, Wien, 1. Bez., Rosenbursenstraße 8 „ 10.— Das Komitee stattet allen edlen Spendern seinen herzlichsten Dank ab. Trotzdem es uns gelungen ist, einen recht beträchtlichen Betrag dem wohltätigen Zwecke zuführen zu können, müssen wir bei den ständig wachsenden Teuerungsverhältnissen und der enormen Not neuerlich und eindringlichst die Bitte wiederholen, durch weitere Spenden dem großen Elende zu steuern, da sich durch die Tat erwiesen hat, daß alles, was bisher in dieser Richtung geschehen ist, kaum hinreicht, das Notdürftigste für die unglücklichen Kollegen zu beschaffen. Das Komitee: Don Fuchs Oberkantor der israelitischen Kultusgemeinde im Stadt-Tempel. L. Müller, S. Löwy, Oberkantoren. M. M a t y a s, M. B. Kaufmann, I. Schleifer, G. M a r g u l i e s, Erste Kantoren. I. Löwit, Kantor und Chordirigent. I. Smotritzky, B. I l m e r, M. H a r e n d o r f, M. Weißmann, Kantoren. Spenden für die galizifchjen Flüchtlinge. Für die galizifchkn Flüchtlinge sind uns folgende Spenden zugegangen: Als Kranzablösung nach dem verstorbenen Hugo B l e i e r, Wien, von den Herren Adolf Bleier Kr. 10.—, Julius Bleier 10.—, Siegmund Bleier 10.—, Karl Bleier 10.— und Friedrich Bleier 10.—; zusammen Kr. 50.—. Spenden für die notleidenden Juden in Palästina. Für die notleidenden Juden in Palästina sind uns folgende Spenden zugegangen: Aus Welka von den Herren M. Haas Kr. 10.—, S. Sommer 1.— und S. Prriß 1.—. Zweiter Kriegstee zugunsten der Ausspeisung im 10. Bezirke. Der zweite Kriegstee, den das „Frauenhilfs-Kpmitee im 10. Bezirke zugunsten seiner Ausspeisung am 18.. April im großen Theatersaale des „Kabarett Rideamus" arrangierte, War auch dieses Mal dank der eifrigsten Bemühungen der Komiteedamen, besonders der Frau .Berta Jellinek und des Fräulein Olga Scligmann, von einem eleganten und distinguierten Publikum sehr zahlreich besucht. Erste Wiener Kunstkräste wetteiferten damit, den Nachmittag zu einem besonders schönen und erinnerungssrohen zu gestalten. Herr Kurt von Lessen eröffnete den Reigen der Vorträge mit einer Zündenden Ansprache und zwei wehmütig ernsten Gedichten, Frau Steffi E r ä tz e r sang mit schöner wohllautender Stimme innige, wundersame Lieder, Herr P i n t s ch o w rührte mit feinen kraftvoll vorgetragenen Kriegsgedichten und Herr Tischler erfreute mit seinem klangvollen, schönen Bariton. Nachdem Frau Ada Lewin-Kelsen für ihre pikanten Kabarettvorträge lebhaft applaudiert worden, kam die Glanznummer des Nachmittags: Herr Carlo Böhm sang mit bekannt wirksamem Vortrage Lieder aus Eysler's Operetten und Komponist Edmund E y s l e r begleitete ihn selbst. In liebenswürdigster Weise hat Herr E y s l e r sich auch diesmal in den Dienst einer guten Sache gestellt. Wundervoll sang dann die Geige des Herrn Dr. Otto K a p e r l sowohl in seinen Solovorträgen als in der Schlußnummer: „Die Schönbrunner", bei welchen Frau Noni P a l d o und Herr Opernsänger Karl P1 a u tz die entzückenden Melodien ganz einzigartig Wiedergaben. Möge das gelungene Fest uns noch mehr Freunde und Gönner sichern, damit unsere Aktion in gewohnter Weise weitergesührt werden kann! A. M. Wien (Spenden). Zwecks Beschaffung von Ritualien (Gebetriemen, Schaufädenkleider, Taschengebetbücher) für verwundete israelitische Soldaten sind eingegangen bei Frau Dr. Ludwig Rieß, 9. Bez., Alserstraße 50: Jüd. Kriegsarchiv durch Dr. Birnbaum für ein Bild des „Kriegsgottesdienstes im Wiener Stadttempel" Kr. 5.—, Dr. R. S. Landau dto. Kr. 5.—, für Postkarten anläßlich der Varmitzwa Wechsler Kr. 13.60. Josef Schlesinger 50 Machsorim, 50 Bündel Schaufäden und für Postkarten Kr. 20.—. Alte Talesim sowie Gebetriemen sind an obgenannte Adresse zu senden.