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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-04-16 · 16 (16.4.1915) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
16 (16.4.1915)
Date
1915-04-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite L92 Dr. Bloch's Äochenfchrift Är. lö Die neuerliche belobende Anerkennung ausgesprochen dem Leutnant d. R. Karl W e r t h c i m e r (Jnk- Reg. 83): Das Signum laudis am Bande desMilit- Verdienstkreuzes den Oberleutnants Julius Bergmann (Kan.-Reg. 6), Otto Bettelheim (Kanonen- Bdtterie 5/12); Otto Lemberger (Landst.-Bal Wien), Karl König (schw. Haub. 2), Jakob Schrecken (Kan.- Reg. 14), den Leutnants d. R. Otto Löw (Inf.-Reg. 54), Dr. Richard Kraus (bosn.-herz. Inf-Reg. 4), Alfred Neuüiann (Kan.-Reg 22), Leo Zucker (Train-Div. 9), Karl Tuch (Train-Div. 11), Emerich Sebö (Stern) (Jnf.-Reg. 62), Paul Schlesinger (Jnf.-Reg. 87), Leo Blumenthal (Jäger.-Bat. 8), Friedrich Reiß (Jnf.-Reg. 56), den Regimentsärzten Moriz P a p p e n h e i m (Feldhaub.-Div. 43) und Doktor Josef Pollak (Feldhaub.-Div. 3), dem Stabsarzt Dr. Ludwig Popper (Kommand. des mobil. Reservefpitals 6/10), dem Landsturmarzt Dr. Ferdinand Hülle s (Feldspital?/2), dem Assistenzarzt d. R. Dr. Viktor P o l l a k (Fcldkan -Reg. 32). Oberarzt Dr. Max Straß borg, Sohn des Herrn Jakob Straßberg in Wien, hat seit Kriegsbeginn in der Front, bei der Kompagnie, Dienst gemacht und erhielt für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Siguum laudis mit der Kriegsdekoration. Die Goldene Tapferkeits medaille: Der 20jährige Georg Sachs aus Oderberg (Jnf.-Reg. 56) erhielt die goldene Tapferkeitsmedaille, ebenfalls der Zugsführer Jakob Roth (Jäger-Bat. 9). Die Silberne Tapferkeits medaille I. Klasse.' Gefr. Hersch Baruch Lehrer (Jnf.-Reg. 77), Feuerwerker Benjamin Stern b erg (schw. Haub.-Div. 10), Fähnrich d. R. Leopold Bleiberg (Landw.-Jnf.-Reg 20), Reservekadett Hugo K u s s n e r (Landw.-Jnf.-Reg. 1), Kadett d. R. Simon Kalmar (2. Reg. Tiroler Jag). Die Silbe rneTapferkeits medaille II. Klasse: Zugsführer Heinrich Bauer (Jnf.-Reg. 9), die Infanteristen Alexander Laugberg und Ephraim L o h e i t (Jnf.-Reg. 10), Gefr. Salomon A l t s ch ü l e r und Inf Simche Schmier (Jnf.-Wg. 77). Zugsführer Isaak Malz, Gefr. Chaim Bernfeld, die Infanteristen Adolf Hcrzlinger und Efra 'Zapp er (alle vier Jnf.-Reg. 89), Inf. Sachiel Nabel (Jnf.-Reg. 90), Kadett d. R. Bernhard Lind, Zugsführer Zallel Deichsel recte Fischer (Feldkan.-Reg. 30), Oberfeuerwerker Jakob Singer (schw. Haub.-Div. 10), Korporal Michael Mendelsohn (Jnf.-Reg. 63), Vormeister Isaak Schlüssel (Landw.-Feldhaub.-Div. 43), Rechnungsunteroffizier Mordw Grün (Landw.-Jnf.-Reg. 36), Inf. Johann Singer (Landw.-Jnf.-Reg. 2), Res.-Kadett Ernst R u b i s ch (Landw.- Jnf.-Reg. 22), Feldwebel Hermann Tauber (Landw.-Jnf.-Reg. 9) Mit Ver silbernen Tapferkeits medaille I I. Kl. wurde Herr Dr. Rudolf Groß, Assistenzarzt-Stellvertreter, für heldenmütige Rettung der Verwundeten vor dem Feinde am östlichen Kriegsschauplätze ausgezeichnet. Dr. Rudolf G r o ß,. welcher gleich nach Beginn des Krieges einberufen wurde, hat eine Anzahl größerer Gefechte und Schlachten mitgcmacht. Seine Unerschrockenheit und Tapferkeit wurde vielfach bewundert und anerkannt. Dr. Groß ist ein kräftig gebauter Mann, der keine Furcht kennt. ^So trug, er seinen verwundeten Oberst auf dem Rücken mitten durch den dichtesten Kugelregen zum Verbandsplatz.' Dr. Groß entstammt einer hochachtbaren Familie aus Tchrnau. Sein Vater bekleidet seit langem die Stelle eines Vorstehers der jüdischen Gemeinde und Chewra-Kadischa daselbst. Dr. Groß ist, wie er in dem streng orthodoxen Elternhause erzogen wurde, gesetzesstrenger Jude. So gereicht seine Auszeichnung nicht nur ihm, seinen wohltätigen Eltern, seiner Vaterstadt Tyrnau, sondern dem ganzen Judentum zur Ehre. Maler Ludwig Blum aus Lösch bei Brünn wurde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. — Er ist einer der Wenigen, die den Krieg vom Anfang mitmachten und noch keine Erholung fanden. Blum's Ettern zeichnen sich durch große Wohltätigkeit aus und ist ihnen vom Herzen zu wünschen, daß sie bald ihre Söhne begrüßen können^ Die bronzene Tapferkeits medaille: Zugsführer Josef K e s z l e r (Jnf.-Reg. 6), Res.-Zugsführer Emil Weiß (Jnß-Rcg. 73), Inf. Emanuel Fischer (Jnf.-Reg. 91), Res-Feuerwerker Moriz R o s e n b e r g (reitend. Art.-Div. 9), Korporal August Pollak (Landw.-Jnf.-Reg. 9), Fähnrich d. R. Oskar Rosenzweig (Landw.-Jnf.-Reg. 37'*. Auszeichnung eines Militärarztes. Sr. Majestät der Kaiser hat dem Oberstabsarzt 11. Klasse Dr. Julius" Kulka das Ehrenzeichen des Roten Kreuzes l. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. Ernennung von Ketdraööinern. Zu Feldrabbinern wurden ernannt: Dr. Samuel Link, Rabbiner in Pilsen, und Friedrich Weiß, Seelsorger in Jglau. Auf dem Aelde der KHre gefallen. Herr Fritz Frankl, Lederfabrikant in Göding, erhielt vom Kommandanten seines auf dein Schlachtfelde gefallenen Bruders Berthold Frankl unter anderen folgende Zuschrift: „.Ihr verewigter Herr Bruder erhielt die große silberne Tapferkeitsmedaille dafür, daß er in dem Gefecht, in welchem er den Heldentod fand, stundenlang auf sehr gefährdetem Posten ausharrte und seinen Zug zum Ausharren anspornte, bis ihn das tätliche Geschoß traf. Er hat in überaus unerschrockener und unermüdlicher Weise bis zum letzten Augenblick den Feind beobachtet und das Feuer seines eigenen Zuges geleitet: So "wurde er-" ein - Opfer seiner hingebungsvollen und selbstlosen Pflichterfüllung bis zum Aeußersten, die er übrigens auch bei früheren Anlässen, stets betätigt hat." Mähr.-Ostrau. Zufolge einer Mitteilung des Stabsarztes Dr. Tatzl erlitt Bruno Adler, Fähnrich d. R. im Infanterie- Regiment Nr. 3, der Sohn des hier allgemein geachteten und wohltätigen Kultus-Ausschutzmitgliedes Herrn Mar Adler, sowie Neffe des Herrn Rabbiners Dr. Drobinsky in Wien, am 18. März bei einem Gefechte in den Karpathen durch einen Brustschutz eine tätliche Verwundung, welcher er tags darauf im Alter von 24 Jahren erlag. Seit Kriegsbeginn an der Front we'lend, war er schon einmal bei Krasnik verwundet, konnte jedoch nach sechswöchentlicher Lazarettbehandlung und teilweise häuslicher Pflege wieder zur Truppe zurückkehren. Er wird als einer der bravsten des Regiments von Vorgesetzten und Kollegen bezeichnet. In der hiesigen Bankfiliale der Kreditanstalt, wo er seinem Zivilberuf seit drei Jahren oblag und vermöge autzerordentlicher Gewissenhaftigkeit und Tüchtigkeit zu großen Hoffnungen berechtigte, sowie in den weiteren Kreisen der hiesigen jüdischen wie nichtjüdischen Gesellschaft wird der frühe Tod dieses ernsten und strebsamen jungen Mannes tief betrauert. Er war den Eltern ein sehr gutes Kind, und bezüglich seiner religiösen Anhänglichkeit heiht es, daß er nie des Morgens das Haus verließ, ohne in Tefillin die Andacht verrichtet zu haben. Die Leiche des als Helden auf dem Felde der Ehre Gefallenen soll, sobald die Verhältnisse es gestatten, auf dem Mähr.-Ostrauer Friedhof überführt werden. Aähnrich Kurt Kossmann. Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Marcell Hoffmann wurde vom Kommando des bosnischcherzegowinischen Infanterieregiments Nr. 2 benachrichtigt, daß seinem am 28. August v. I. auf dem südlichen Kriegsschauplätze gefallenen Sohn, dem Fähürich Kurt Hoffmann, die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse verliehen wurde. Kurt Hoffmann, geboren am.30. Dezember 1893, ist im 21. Lebensjahre als Reservekadett des bosnischherzegowinischen Jnfanteriebataillons 3/2 in einem Gefecht gegen die serbischen Komitatschibanden an der bos-

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