Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 14 (2.4.1915)
- Date
- 1915-04-02
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 25» Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 14 verwandten Molltonleiter zu schreiben und dem Vorsänger den 1. Teil „Naarizoch" zum Alleinvortrage (hier immer mit Orgelbegleitung) zu überlassen, zeugen von Sachkenntnis und Gewandtheit. Hier kommt die liefere Lage dem Kantor-Bariton zustatten. — Auch hier verwendet der Verfasser die Imitationsform im Stile Meister Sulzer's mit Vorliebe. — .Zum Schlüsse sei noch des großen Aktes, der Herausnahme der Tora, erwähnt. Das „Schma" ist in C-dur, das Echod aber in E-moll. Eine in der Snnagogen-Gefangsliteratur vereinzelte Erscheinung; aber sie hat ihre Begründung, indem sich ein L'cho haggedullo in C-dur und zur Abwechslung noch zwei andere (Umgänge) in G- und B-dur daranschließen und daher in tonlicher Verwandtschaft stehen. Möge daher dieses gediegene Werk allen, welche die Verherrlichung des Gottesdienstes sich zur hehren Aufgabe gestellt oder demselben vorstehen, wärmstens empfohlen sein, dem Verfasser aber, der in kindlicher Pietät dieses Werk dem Andenken seiner verklärten Eltern widmete, ein „Glück auf!" zu weiterem segensreichen Streben. Iungbunzlau, im März 1915. B. Singer, Oberkantor. Zsak Noa Mannheimer. Aus seinem Leben und Wirken von Dr. M. Rosenmann, Rabbiner und Prediger der israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Zweite erweiterte Auflage. Wien 1915. R. Löwit, Verlag. Diese weit über den Rahmen einer gewöhnlichen Biographie hinausreichende Arbeit erschien — wie.der Verfasser im Vorwort bemerkt — als Essay im „Kalender für Israeliten" der österr.- israel. Union (1910) und in der Monatsschrift „Ost und West" (Berlin, 1911) und gelangt Hiemil in erweiterter Form, durch Belege vermehrt, zum Wiederabdruck. Das Buch interessiert schon durch die Aktualität des Stoffes, da es zur Wiederkehr des 50. Todestages I. N. Mannheimer's erschienen ist. In demselben wird nicht nur Mannheimer, der unvergeßliche und unsterbliche Seelsorger und erste Prediger der Wiener Kultusgemeinde nach seinem inhaltsreichen Leben und Wirken geschildert und seiner hervorragenden Verdienste aus allen Gebieten des jüdischen Eemeindelebens gebührende Würdigung zuteil, sondern der Verfasser versteht es auch geschickt und mit vielem Verständnis in das ganze Geistesleben der damaligen Zeit einzugreifen, Zeilen und Verhältnisse zu schildern und im richtigen Lichte zu beleuchten. Dabei gelingt es ihm auch, das ganze Gemeindeleben, wie es sich entwickelt und gestaltet hat, mit scharfem Blick in historischer Darstellungsform zu kennzeichnen und damit ein schönes Stück Geschichte der Juden in Wien und die Entstehung der Wiener Kultusgemeinde zu bieten und den Leser stets in fesselnder Spannung zu halten. Denn die Ereignisse und die sie begleitenden Personen und Persönlichkeiten treten immer wirkungsvoll und bedeutsam hervor in einer durchwegs vornehmen Sprache, objektiver Darstellung, die mit feinfühligem Takte und nicht zuletzt mit warm fühlendem Herzen geschrieben ist. Der Schwerpunkt des Büchleins liegt in der Darstellung der Zeitgeschichte und enthält viel historisches Material, das auf ernstem Quellenstudium beruht, darin das Wachstum der Wiener jüdischen Gemein.de, ihre Organisation, ihre Entwicklung in großen Zügen dargestellt wird. So wird der Autor dem Leben und Wirken des „große n" Mannheimer (wie er in den Schlußworten mit Recht ein Großer in Israel genannt wird) vollauf gerecht, dessen Standpunkt ebenso ferne von dem einseitigen Eifer des Reformers wie von der zähen Festigkeit des Reaktionärs, offen für alles Reue, aber vorsichtig und pietätsvoll für das Alte war. Besonderes Interesse erregen die beigedruckten, bisher unveröffentlichten Briefe Mannheimers, die uns seine Persönlichkeit, sein innerstes Wesen unmittelbar empfinden lassen, und vier Bilderbeilagen, die in eleganter Ausstattung gehalten, überaus gelungen sind und den Wert des Büchleins noch erhöhen; besonders das Faksimile einer Seite aus Mannheimers Tagebuch, die Märzereignisse des Jahres 1648 registrierend. Den Abschluß des Büchleins bilden die recht instruktiven Anmerkungen, die manche wertvolle Ergänzung mit genauen historischen Daten bieten, die zur Kenntnis dieser Zeit und zur Erkenntnis der damaligen Verhältnisse führen. Und so darf man mit vollem Rechte sagen, daß sich der Verfasser ehrliche und redliche Mühe gegeben, seine Ausgabe ernst genommen, um alles, was im Rahmen der vorliegenden Arbeit möglich war, zu benützen, und zu verwerten und dem Zwecke, Mannheimer's Lebensbild zu entwerfen, dienlich zu machen. Aber auch herzlichen Dank hat sich der Autor seitens der Wahllosen Mannheimerverehrer erworben und so wird die Publikation allseitig mit wahrer Pietät und besonderem Wohlgefallen ausgenommen werden. die wir in die Hände eines großen jüdischen Lesepublikums zu -dessen.Belehrung als überaus interessante Lektüre gelegt wünschten. Wien, am 25. März 1915. — n — Kriegskochdirch für die rituelle Küche. Herausgegeben von der Frauenvereinigung der Frankfurt-Loge unter Benutzung des Kochbuchs der Lebensmittel-Kommission der Stadt Frankfurt a. M. Begutachtet und mit einer Einleitung versehen von Hofrat Prof, von Norden. Druck und Verlag von Englert und Schlosser in Frankfurt a. M. Die Notwendigkeit, An dieser schweren Zeit unsere Wirtschaftsführung mit den vorhandenen Vorräten in Einklang zu bringen und dabei doch für eine nahrhafte, gesunde und billige Kost Sorge zu tragen, veranlaßte die Frauenvereinigung der Frankfurt-Loge ein Kriegskochbuch für die rituell; Küche herauszugeben. Da die neu erschienenen Kriegskochbücher von jüdischen Frauenvereinen für ihre Mitglieder nicht empfohlen werden können, erwies sich die Herausgabe eines rituellen Kochbuches als dringendes Bedürfnis. Die Verfasserinnen sind angesehene Mitglieder der Frankfurter Gemeinde, insbesondere haben sich Frau Rabbiner Doktor H o r o w i tz und Frau Rabbiner Dr. S e l i g m a n n hervorragende Verdienste um den Inhalt des wertvollen Büchleins erworben. Ganz besonders dürfte aber die Mitarbeit des Herrn Professor Dr. von N o o r d e n zu bewerten sein, der dem Heftchen eine wichtige Einleitung vorangesetzt hat. Der sehr billige Preis von nur 15 Pfennig für das Tremplar (Partiepreise: 50 Stück 6.75 Mark, 100 Stück 12 Mark) ermöglicht es jeder jüdischen Hausfrau, sich das Kochbuch anzuschaffen. _ „Jung-Juda". Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. 16. Jahrgang. Nr. 6. Prag, den 26. März 1915 (11. Nisan 5675). Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. — Inhalt: Emil Spiegel' Am Sederabend. — Ben Iehuda: Die Pessach-Hagada 5675. — Josef Hart: Krieg und Frieden (Fortsetzung). — Die Sage vom König Salomo und Asmodai, dem König der Geister (Schluß). — El. Lädier: Pessach. — Gallipoli (Illustr.). — Juden auf dem Wege aus der Synagoge. (Jllustr.). — Dr. S. Adler: Die Juden in Antwerpen. — Jakob Löwenberg: Kriegsbeute. — Ein deutscher Jude über die Juden in Polen. — Dr. S. Iampel: Zug der Israeliten von Raamses bis zum Schilfmeer. — Aus unserem Leserkreise. — Uebersetzungsaufgabe. — Rätsel. Krieflrasten. A. H. in L. Derlei Nachträge machen kaum einen ernsten, mehr aber einen heiteren Eindruck und müssen vermieden werden. Prof. Dr. R. Die Spalten dieses Blattes sind derzeit für dringlicher- Aufgaben in Anspruch genommen. Notizen. Jüdische Buhne. Dir. M. Siegler. Regie S. L e r e s k u. Hotel Stefanie, 2. Bez., Taborstraße 12. Freitag, den 2. April und Samstag, den 3. April: Geschlossen. — Sonntag, den 4. April 1915, nachmittags: „D ie Sedernach t." — Sonntag, den 4. April 1915, abends: „E s r a." — Montag, den 5. April 1915, nachmittags: „Die weiße Sklavin." — Montag, den 5. April 1915, abends: „P i n t e l e I ü d." — Dienstag, den 6. April 1915, nachmittags: „Die 3 Matunis. — Dienstag, den 6. April 1915, abends: „Borge mir deine Frau." — Mittwoch, den 7. April 1915: „D a s Leben in Ne w-P o r k." Donnerstag, den 8. April 1915, Jung-jüdischer Abend: „Sch'ma Israel" von Dymow. Wiener Bankverein. Die 45. ordentliche Generalversammlung findet am 20. April 1915, um 11 Uhr vormittags, in Wien, 1. Bez., Schottenring 2, statt. Veihandlungsg-gmständ-: 1. Iah.esbe.icht des Administrationsrates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß pro 1914 und Beschlußfassung über denselben. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des bilanzmäßigen Ueberschusses des Jahres 1914. 4 Beschlußfassung über die Aenderung der 8$ 53 und 70 der Statuten. 5. Beschlußfassung über die Auszahlung einer »Dividende aus dem ordentlichen Reservesonde Konto II. 6. Wahlen in den Administrationsrat. 7. Wahlen in das Zensoren- Kollegium und den Aufsichtsrat für die Filialen. Nach tz 47 der Statutensind zur Stimmführung in der Generalversammlung nur jene Aktionäre berechtigt, welche seit wenigstens 14 Tagen vor dem Zusammentreten derselben mindestens fünfundzwanzig Aktien nebst Kupons bei der Gesellschaftskasse oder den sonst hierzu vom Administrationsrate bestimmten Stellen erlegt haben. Je fünfundzwanzig Aktien geben das Recht auf eine Stimme (tz 48 der Statuten). Die stimmberechtigten Herren Aktionäre werden daher eingeladen, ihre Aktien samt Kupons bis spätestens 6. April d. I. in Wien bei der Liquidatur des Wiener Bankverein (1. Bezirk, Schotlengasse 6—8), in Agram, Aussig a. E., Bielitz-Biala, Bodenbach, Bozen, Brünn, Budapest, Budweis, Friedek-Mistek, Graz, Innsbruck, Jägerndorf, Karlsbad, Klagenfurt, Konstantinopel, Marienbad, Meran, Pardubitz, Pilsen, Prag, Proßnitz, Salzburg, St. Pölten, Smyrna, Teplitz, Teschen, Tetschen, Villach. Wr.-Neustadt und Zwittau bei den Zweigniederlassungen des Diener Bankverein, in Triest bei der Banca Commerciale Triestina, in Berlin bei der Deutschen Bank und der Dresdner Bank, in Dresden bei der Dresdner Bank und der Deutschen Bank Filiale Dresden, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Vereinsbank, der Deutschen Bank Filiale Frankfurt a. M- und der Dresdner <Bank in Frankfurt a. M., in Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank, in München bei