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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-04-02 · 14 (2.4.1915) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
14 (2.4.1915)
Date
1915-04-02
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 14 Dr. Bloch's Wochenschrift Veite 38f §Kot*tbsbOvf. Durch Sammlung unter den Israeliten für unsere derzeit hier wohnenden bedürftigen Glaubensbrüder aus Galizien wurden Kr. 976.— züsammengebracht. Ls wurden für Purim an 31 Familien aus Galizien je Kr. 5.— bis Kt. 7.— in die Wohnung getragen, ferner zu Pessach an 29 Familien aus Galizien je Kr. 10.— bis Kr. 30.— nebst Mazes und Erdäpfel je nach Anzahl der Familienmitglieder verteilt. Unsere hier wohnenden Glaubensbrüder aus Galizien danken allen edlen Spendern. Spenden gaben: Dr. M. Rosenmann Kr. 20.—, Deutsch Anton 200.—, H. u. I. Erünwald 75.—, Menschenfreund 50.—, Grünwald Emanuel 50.—, Grünwald Ignaz 50.—, Koppelmann Cilli 50.—, Menschenfreundin 50.—, Grünwald Adolf 25.—, Dr. Brüll Ferd. 20.—, Glaser Jakob 20.—, Dr. König I. 20.—, Klein M. 20.—, Dr. Nutz S. 20.—. Dr. Tauber I. 20.-. Reininger Adolf 20.—, Woditzka I. 20.—, Dr. Baer B. 10.—, Eisinger Friedrich 10.—, Fleischmann Dav. 10.—, Perschak A- K. 10.—, Segenreich 10.—, Schwarz Hugo 10.—, Ungenannt 8.—, Blum Adolf 5.—, Blatt Heinrich 5.—, Deutsch Hugo 5.—, Duldner Philipp 5.—, Frankl Adolf 5.—, Frankl Henriette 5.—, Fanto Emil 5.—, Grünwald Ioh. Witwe 5.—, Gollerstepper Ida 5.—, Gloggau M. 5..—, Hirsch Moritz 5.—, Kötzler Sam. 5.—, Pollak Arnold 5.—, Schidlof Karl 5.—, Schidlof Moritz 5.—, Steinschneider M. 5.—, Weiniger Oskar 5.—, Brandeis N. 4.—, Czuzka Simon 4. —, Deutsch Siegfried 4.—, Fehler Johanna 4.—, Grünwald Martha 4.—, Hertzka Dawid 4.—, Weiniger Salomon 4.—, Bauer Hermann 3.—, Engl Ing. 3.—, Haas David 3.—, Sinai Heinrich 3.—, Steiner I. 3.—, Blitz I. 2.—, Blau Johanna 2.—, Ebel A. 2.—, Fein Alexander 2.—, Finkenstein 2.—, Grün R. 2.—, Grünwald Sigm. 2.—, Krieger Isidor 2.—, Kohn Karl 2.—, Kronowitz Ed. 2.—, Mandl C. 2.—, Margulies, Oberkantor 2.—, Meisl Jakob 2.—, Ulbrich A. 2.—, Schlesinger Jakob 2.—, Schuh Adolf 2.—, Schidlof Leopold 2.—, Spitzer Rudolf 2.—, Weiß Katica 2.—, Bratmann S. 1.—, Drucker Ignatz 1.—, Deutsch Karl 1.—, Diamant Simon 1.—, Frankl Wilhelm 1.—, Frankl Pinkas 1.—, Dr. Herz! Isidor 1.—, Karps Jonas 1.—, Präger 5. 1.—, Schorn Klara 1.—, Schöps M. 1.—, Schimerling I. 1. . Austritte aus dem Judentum vom 21. bis 27. März 1915. Bauer Anna, Agentin, geboren 25. April 1876 inWien, II., Ennsgasse 5, Bauer Gisela, Private, geboren am 17. Oktober 1886 in Brünn. IX., Eisengasse 23. Berger Artur, Dr., Advokaturskandidat, geb. 22. September 1885 in Sambor, Galizien, IX., Alserslrasse 34. Eisner Erwin, Beamter der österreichischen Staatsbahnen, geb. 3. August 1882 in Teschen, VIII., Piaristengasse 46. Fuchs Charlotte, Private, geb. 2. Februar 1895 in St. Pölten, N.-Ö., XIV., Neubergengasse 43. Fuchs Theodor, Handelsangestellter, geb. 5. Mai 1889 in Wien XX., Bäuerlegasse 19. ' Fürst Wilhelm, recte Weiner, geb. 2. Februar 1900 in Wien, derzeit in Chrzanow. Häher Oskar, k. u. k. Rechnungsunleroffizier I. Klasse, geboren 29. April 1888 in Wien, derzeit in Agram. Helmreich Mathilde, Modistin, geb. 3. Februar 1894 in Wien, XVI., Degengasse 38. Honig Fanny, Private, geb. 15. Januar 1888 in Zulb, Mähren, III., Kölblgasse 29. Koritschoner Louise, Private, geb. 27. August 1887 in Wien, XIX., Chimanistrasse 29. Meider Otto, Dr., geb. 18. März 1880 in Wien, IV., Mayerhofg. 16. Nissel Marie geb. Habel, geb. 18. Januar 1874 in Nikolsburg, XVI., Hasnerstrasse 32. Perutz Ladislaus, Bankbeamter, geb. 30. Dezember 1896 in Prag, XIX., Hardtgasse 19. Schmetterling Leopold, geb. 5. Januar 1901 in Wien, dzt. Chrzanow. Schneidmann Hermine geb. Böhm, Medizinerin, geb. 15. März 1882 in Wien, XVI., Grimmgasse 43. Szabo Grete geb. Wasservogel, königl. ungar. Offizierswitwe, geb. 22. Dez. 1887 in Oimütz, Mähren, IX., Widerhoferg. 6. Weidengrün Moritz, geb. 14. Januar 1901 in Wien, dzt. in Chrzanow. Znaim. Anläßlich des Pessachfestes veranstaltete die Kultusgemeinde Znaim unter Leitung Sr. Ehrwürden des Rabbiners Prof. Dr. I. K a h a n, des Kultuspräsidenten Rudolf Wotzilka und des Herrn Josef Rosenfeld für die in Znaim garnisonierende jüdische Mannschaft, die Zum großen Teile aus Wienern besteht, feierliche Sederabende, wofür ihnen die Mannschaft den herzlichsten Dank hiermit auch öffentlich ausspricht. Wer weiß? Es wird gesucht Frau Limmer aus Kalusz, Galizien. Nachrichten erbeten an Mar Trinkler, Wien, 3. Bez., Untere Viaduktgasse 33. Sender Neumann, Tischler aus Kolomea OMokregaffe), sucht seine Frau Anna und die Kinder Chana, Tewel. Briese an Rudolf Beck, Schulleiter, Neu-Rautznitz (Mähren). Per! Ludmerer aus Bokor, Bezirk Podhajce, sucht ihren Gemahl Iecheskel Ludmerer, die zwei Söhne Jochuen und Israel Ludmerer aus Bokor und den Schwiegersohn Jakob Reitz aus Bekersdorf bei Podhajce (Galizien). Perl Ludmerer, derzeit in Nusle-Prag, Havlicekstratze 302, 2. Stock. Moses Zwiebel, per Adresse I. Schnapp, 16971 Rivington .St. Newyork, sucht seine Eltern Naftali Zwiebel aus Körösmezö (Ungarn). Abraham So-ler aus Chyrow wird gesucht von seinen Töchtern, Juda Hersch Weltmann aus Baligrod mit 3 Kindern von seiner Frau Brom Weltmann aus Grodek. Nachrichten an Rabbiner Dr. I. Diamant, Marienbad. Silbermann Pinkas, Kaufmann aus Dukla, 26 Jahre alt. derzeit in Sobochleben (Bez. Aussig), sucht seine Frau Rachel Silbermann, 25 Jahre alt, mit Kindern Rosi und Salomon; ferner seine Eltern Heinrich und Golde Silbermann aus Dukla, und seine Schwester Frieda Silbermann, b^dienstet bei Herrn Carp aus Iaslau (Galizien). Katz Salomon, Schneider aus Czernowitz, derzeit Sobochleben (Bez. Aussig), sucht seine Schwester Regina Katz aus Bojan, 22 Jahre alt. Feuilleton. Das weiße Tuch. Erzählung von Martin Proskauer. Aus der ..München-Augsbnrger Abendzeitung". In der niedrigen Stube des halbzerschossenen polnischen Bauernhauses, in dem der Regimentsstab der xten Grenadiere hauste, schnurrte das Telephon. Der Adjutant ging an den Zlpparat, dann wandte er sich zu dem Oberst, der mit dem Divisionsgeneral über eine Karte gebeugl, am Fenster saß. '„Die Feld-Fliegerftation . .'. meldet, daß Leutnant v. B. eben zurückgekommen ist, er hat die feindliche Batterie leider auch nicht finden können!" Der Oberst sagte zu dem Vorgesetzten: „Also der auch nicht? Wenn's der B. nicht geschafft hat, dann findet überhaupt kein Flieger die Batterie heraus!" Der General hob den Kopf: „Wir müssen sie finden," sagte er, „die Kerle haben die Straße nach W. unter Feuer und können uns jeden Transport stören. Jetzt müssen Freiwillige 'ran. Wer soll sie stellen, Herr Oberst?" „Mein Regiment, Exzellenz," sagte der Oberst und gab dem Adjutanten einen Wink, „ich will sofort einen Mann besorgen lassen!" — „Gut," nickte der General, „ich möchte den Mann vorher noch sprechen!" Der Adjutant griff nach seiner Mütze und ging zur Tür. Eine Viertelstunde später kam er zurück, von einem breitschultrigen Grenadier gefolgt, der sich stramm vor die Offiziere hinstellte. Der General stand auf und trat auf den Soldaten zu, der den prüfenden Blick aus seinen schwarzen, tiefliegenden Augen ruhig aushielt. „Wie heißen Sie?" „Kriegsfreiwilliger Grenadier Ephraim Goldfarb." „Was?" Der. General wandte sich halb zu dem Adjutanten. Der Oberleutnant klappte die Hacken zusammen. „Zu Befehl, Exzellenz. Der Grenadier Goldfarb hat mich, inständigst gebeten, ihn zu nehmen. Er sagt, daß er die Gegend genau kennt!"

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