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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-04-02 · 14 (2.4.1915) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
14 (2.4.1915)
Date
1915-04-02
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seit« 866 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 14 Lord Motyschitd gestorben. Wie eine Londoner Depesche meldet, ist dort Lord Rothschild gestorben. Nathanael Mayer Lord Roths ch i l d, der am 8. November 1840 geboren war und somit ein Alter von nahezu 75 Jahren erreicht hat, war der Seniorchef des Londoner Hauses Rothschild und genoß nicht nur wegen seines großen Vermögens und der Position seines Bankhauses unter der Firma ,,N. M. Rothschild und Söhne in London" das größte Ansehen, sondern er hatte sich durch seine hervorragenden persönlichen Eigenschaften und seine im größten Stil geübte Wohltätigkeit einen ersten Platz in der englischen Gesellschaft zu schaffen verstanden. Laut testamentarischer Bestimmung seines Onkels Antony, der im Jahre 1876 starb,' folgte er ihm in dessen Baronetcy und er wurde dann später — und zwar int Juni 1885 unter Königin Viktoria — der erste Lord jüdischer Abstammung und der erste Rothschild, dem die Würde eines Peers von England verliehen worden war. Lord Rothschild war durch viele Jahre Präsident der israelitischen Hauptgemeinde in London. Außer den verwandtschaftlichen Beziehungen mit dem Wiener Hause Rothschild war Lord Rothschild auch in lebhaften geschäftlichen Relationen mit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Der Verblichene stand an der Spitze großer Wohltäligkeitsinstitute in England und war unter anderem auch Präsident des englischen Roten Kreuzes. Für seine Verdienste in dieser Stellung war er erst kürzlich durch ein überaus schmeichelhaftes Handschreiben des Königs von England ausgezeichnet worden. Der älteste Sohn Lord Rothschilds, Lionel Walter, hat sich durchs seine wissenschaftlichen Arbeiten einen Namen gemacht, ein zweiter Sohn, Charles, hat sich im Jahre 1907 in Wien mit Rozsika v. Wertheimstein vermählt. Die Brüder des Verblichenen, Alfred und Leopold, führen die Geschäfte des Londoner Hauses weiter. Wien. Vom Bethausvorstande der isr. Kulrue gemeinde Wien für den 16. n. 17. Bezirk erhielt Herr Amtsleiter Sigismund Rochmis nachstehendes Schreiben: 3- P. A. 1915. Wien, 24. März 1915. Sr. Wohlgeboren Herrn Sigismund Rochmis, Amtsleiter der 'Israel. Kultusgemeinde für die Bezirks XVI—XIX. Sekretär der Ch.'wra-Kadischa Ottakring-Hernals. Wien, XVIII., Schopenhauerstratze 39. Zu wiederholtem Male, sowie in der gestrigen Sitzung hat der gefertigte Vorstand und andere Körperschaften unserer Bezirke Veranlassung genommen, Ihnen, Herr Amtsleiter, für Ihre strenge Pflichterfüllung, für Ihr gerechtes, kluges und umsichtiges Vorgehen in der Armenpflege Anerkennung und Dank auszusprechen. In dieser ernsten Zeit ist Ihr Amt speziell in den Bezirken Ottakring-Hernals besonders schwierig. Sie leisten den armen Heimatsflüchtigen unschätzbare Dienste, versagen nie denselben Ihre Intervention bei Behörden noch bei Wohltätern; aber auch unseren Ortsarmen sind Sie nach wie vor Berater und Helfer. Wir sagen Ihnen für Ihren hingebungsvollen Dienst, für die offene Ehrlichkeit Ihres Wesens im eigenen sowie im Namen dieser Unglücklichen tiefgefühlten Dank. Ts darf uns und auch Ihrer Vorgesetzten Behörde — der Wiener Kultusgemeinde — zur Ehre gereichen, solche tüchtige und vornehm gesinnte Beamten zu haben. Seien Sie, geehrter Herr Amtsleiter, unserer steten Sympathie und Gewogenheit versichert. Hochachtungsvoll Der Obmann-Stelloertreter: Der Obmann: S. W e i l e r. S. W e i tz m a n n. Wien. Am 17. Oktober jedes Jahres gelangen die Zinsen des „Prediger Mannheimer-Vereines" zur Verteilung. Anspruch auf diese Unterstützung haben bedürftige Rabbiner, Prediger und Lehrer in Oesterreich- Ungarn, welche dienstunfähig geworden sind, oder deren unversorgte und vermögenslose Witwen und Waisen. Die Bewerber müssen in einer Gemeinde durch eine Reihe von 'Jahren das Amt in würdiger Weise verwaltet haben. Die Würdigkeit und Bedürftigkeit der Bewerber, sowie die Dienstunsähigkeir sind nachzuweisen. Unbelegte oder mit Urkunden in fremden Sprachen belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Ungestempelte Gesuche sind längstens bis am 30. Juni jedes Jahres unter der Adresse: „Vorstand des Prediger Mannheimer-Vereines" in Wien, I., Eßlinggasse 7, zu übersenden. Wien. (Spenden.) Für die galizischen Flüchtlinge sind uns von Fräulein Anna Lachmann, Breslau, als Sammlung 10 Kronen, von Herrn Naftali Wikler, Wien 10 Kronen; für die notleidenden Landstürmer in Liczen (Steiermark) von A—s. L g. 10 Kronen zugekommen. Verein „Machsike hadath“ II. Wim, 06. Augartenstraße 40. Dem Verein Machsike hadath zur unentgeltlichen Ausspeisung der Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina sind weitere Spenden eingegangen: Löbl. Israelitische Kultusgemeinde, Wien Kr. 500.—; Sammlung Abe Rappaport und Bezallell Wirt 291.—; Anonym O, ’/« Frau Goldschmid u. Weitzmann 100.—; Ch. Weitzner, Sarajewo, durch Herrn Dr. Landau 100.—; Leopold Frommer, Zugsführer, Sammlung 52.—; Lew! Iizehok, G r o tzr ab bin er, Ieszerna 36.—; Kolonialwaren-Eesellschaft, Elisabethpromenade 23 25.—; Markus Korn 30.—; Herr Schutzmann, Bürgermeister, Boryslao 30.—; Brüder Böhm 25.—; Tobias Eerstenfeld, Sammlung 30.—; S. Sparer, Sammlung 20.—; Josef Reumann, durch Frau Edelstein 20.—; Ch. Mayersohn 20.—; Jakob und Gustav Eoldhammer, Drohobycz 20.—; Eduard Spitzmann 20.—; Jakob Spitzmann 20 —; Grotzrabbiner Markus Friedmann, Sadagora 18.—; Simon Tisser, Sammlung 16.—; Frau Dr. Bernstein, Sammlung 16.—; Natan Goldhammer, Drohobycz 10.—; Abraham Babad, Sammlung 10.—; Josef I. Filipp, Kultusrat, Lemberg 10.—; Wahl, durch Frau Sporer 10.—; Frau Netti Alten 10.—; Dr. Bela Nosenthal, durch Sternberg 10.—; Sammlung Frl. Sandberg 10.—; Lazar Eppinger, Budapest 10.—; Löbl. Kultusgemeinde, Znaim 10.—; Frau Toni Bernstein, durch Sternberg 10.—; Nina Halpern, durch Sternberg 10.—; Ludwig Zwieback und Bruder, durch Sternberg 10.—; Kanner, Rzeszow 10.—; Ignaz Hessel, durch Frl. Helene Schwarz 10.—; Sammlung Frl. Helene Schwarz 10.—; Sammlung Splitter 10.50; Bellack & Co, durch Herrn Splitter 10.—; Simon Pollack, Jglau, Kultusrat (Sal. Haas, Lipto-Szt. Miklos, anläßlich der Ueberreichung eines Werkes des Schriftstellers Herrn Elias Lehr, je Kr. 5.—) .10.—; Frau Edelstein, Sammlung 7.—; Ludwig Siufch, Ossineck, durch Sternberg 7.—; Lea Schabse, durch Edelstein 6.—; Elias Diner, durch Edelstein 5. —; Frau Ramres, durch Edelstein 5.—; Leo Dick 5.—; Bernstein, Krakau, durch Sternberg 5.—; Brüder Reitzberg 5.—; Moritz Spitzmann 5.—; Bernhard Horowitz, Lemberg 5.—; Hersch Spira 5.—; Osias Scheinet 5.—; Rettel, Drohobycz 5.—; Süser, Krakau 5.—; Elias Eliassohn 2.—; Reisel Stra, Brünn 2.—; Bernhard Tischler 2.—; Samuel Pisk, Marchegg 3.—; Gmunden 2.—; Michel Mosberg 2.—, zusammen Kr. 1657.50; bereits ausgewiesen Kr. 12.312.24, insgesamt Kr. 13.969.74. Bei der Redaktion der „Oesterr. Wochenschrift" sind eingelaufen von Herrn H. M. G. aus Krakau, derzeit Wien, Kr. 5.—. Heinrich Stern, Bielitz, Spende 8 Kilogramm Pflanzenfett. Weitere Spenden werden gebeten an den Obmann Jakob März, 1. Bez., Augustengasse 1, oder an den Kassier Herrn Sternberg S., 2. Bez., Rembrandtstratze 39, zukommen zu lassen. Erlös der Broschüre „Weinende Berge" von Dr. H. E. Kaufmann, Rabbiner in Birovitica zugunsten der galizischen Flüchtlinge. Spendenausweis (Sammlung des Herrn Rabbiners Dr. H. E. Kaufmann, Birovitica) für galizische Flüchtlinge: Von Herrn M. Reiß, Sisak Kr. 30.—; Nathan Schwarz, Jvanec 5.—; Anton Schlesinger, Budzkovac 5.—. Direkt gesendet an ein Opfer russischer Barbarei Kr. 10.— von Herrn Josef K r a u tz, Lukac.

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