Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 13 (26.3.1915)
- Date
- 1915-03-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 Dr. Bloch'S Wochenschrift Seite 239 Sohn des Schriftstellers Oskar Lehmann, Enkel vom Rabbiner Dr. Lehmann, Begründers der „Israelit". Marktheidenseld bei Würzburg. Unteroffizier I s a k L e v y. Bad Mergentheim. Assistenzarzt Dr. M. Strauß, prakt. Arzt. München. Unteroffizier Julius Pollack, im bayrischen Feldartillerieregiment 1; Unterofftzier Hans Stern, im bayrischen Fuß-Artillerieregiment 1; Einjahrig-Freiwilliger Unteroffizier Albert Oe st erreich er, von der Luftschifferabteilung 1; Feldwebel d. R. O t't o E o l d st e i n, vom Reserve-Infanterieregiment 1; Unteroffizier Jakob Fleischmann, vom Reserve-Infanterieregiment 10; Landwehrmann Josef Gerngroß, vom gleichen Regiment; Leutnant Bela Ujhely, im Landsturmbataillon „Landshut". Gleichzeitig erhielt er den Bayerischen Verdienstorden mit dem Schwert. Riederklein bei Kirchhain (Hessen-Nassau). Wehrmann Siegmund N u ß b a u m, im Infanterieregiment 167. Oels. Alfred ÄaHmann, Leutnant d. R., Referendar. Peiskretfcham (Oberschlesien). Zahnarzt Hans Perl. Einjahrig-Freiwilliger, Unteroffizier im Feldartillerieregiment 57. Rastatt (Baden). Stabsarzt Dr. Weinberger, zurzeit Feldlazarett Nr. 5 des 14. Armeekorps. Samter. Adolf Memelsdorf, Einjahrig-Freiwilliger Unteroffizier in einem Garderegiment. Schöneberg. Dr. E r n st Gräfe nberg, Feldarzt. Groß - Strehlitz (Schlesien). Unteroffizier Waldemar ft it 11 n e r, Offiziers-Stellvertreter Regierungs-Bauführer 2B o I ff, Torgau. Hirschfeld, Gefreiter im thüringschen Husarenregiment 12. Unterreichenbach. Willi Goldschmidt, Unteroffizier beim Landwehr-Fußartillerieregiment 7. Wanne (Westfalen). Mendel M e i e r, vonr Landwehr-Infanterieregiment 47, unter gleichzeitiger Beförderung zum Unteroffizier. Wasselnheim (Elsaß). Sylvan M e y e r, vom Reserve-Jm fanterieregiment 99, gegenwärtig schwer verwundet. Windsheim (Bayern). Unteroffizier ft a r l Stein, außerdein den Bayerischen Militärverdienstorden. Wöllstein (Rheinhessen), Kriegsfreiwilliger Oskar Weil. Meldete sich freiwillig zu einer sehr gefahrvollen Schleichpatrouille, wobei er bis zu zwei Meter vor den feindlichen Schützengraben kroch. * * * Befördert. Zum preußischen Reserveoffizier : Aachen. Vtzeseldwebel Rechtsanwalt Karl Löwen st ein II, erster Vorsitzender des Vereines der jüdischen Jugend, Schriftleiter der ft. C.-Blätter. Zum bayerischen Reserveoffizier: Gunzenhausen. Offiziers-Stellvertreter Mar Selter. * * * Sächsischer Hrden für einen österreichischen Krieger Dur (Böhmen). Dem Restaurateur Otto A l t m a n n, der bei dem österreichischen Regiment „Pirna" im Felde steht, wurde von, ftönig von Sachsen für tapferes Verhallen vor dem Feinde die ftönig Augustmedaille verliehen. , ¥ Sonstige Auszeichnungen. Bruchsal. Unteroffizier Hermann R e u t er, im 1. bayerischen Infanterieregiment, ist vom ftönig von Bayern das bayerische Verdienstkreuz mit ftrone und Schwert eigenhändig überreicht worden. Frankfurt a. M.'Mar Wies b aber (R. d. E. ft.) erhielt die hessische Tapserkeitsmedaille. Gunzenhausen. Adolf Lehmeier wurde die bayerische Silberne Tapferkeitsmedaille verliehen. Kreuznach. Die hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Willy Israel (R. d. E. ft.). Laupheim. Unterarzt H. Dworzan im Reserve-Regiment 248, erhielt die württembergische Tapferkeitsmedaille. Mannheim. Der Gefreite Fritz ft ahn, im 2. bayerischen Regiment „Kronprinz", ist unter Beförderung zum Unteroffizier mit dem bayerischen Verdienstkreuz mit ftrone und Schwert aus. gezeichnet worden. _ Neustadt (Saale). Der Landwehr-Unteroffizier Markus R u ß b a u m, beim 4. bayerischen Landwehr-Infanterieregiment, erhielt das bayerische Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwert. Offenbach a. M. G u st a v Gabriel (R. d. E. ft.) erhielt die hessische Tapferkeitsmedaille. Pfalzburg. Dem Unteroffizier Mar ft ahn vom Etappenftraftwagenpark 6 ist die Silberne Sachsen-Meiningensche Verdienstmedaille mit Schwert vom Ernestinischen Hausorden verliehen worden. Nachstehender Trostbrief an eine in Gotha lebende Dame wird der „Allg. Zeitung des Judentums" von befreundeter Leite zur Verfügung gestellt: Sehr geehrte gnädige Frau! Selbst tief erschüttert durch den Tod Ihres Sohnes, unseres lieben Kameraden Weinberg, drängt es mich. Ihnen aus tiefstem Herzen meine innige Teilnahme auszusprechen. Aus so manchem, was Ihr lieber Sohn mir erzählte, aus der Wärme, mit der er von seiner Mutter sprach, und aus der Freude, mit der er jeden Liebesgruß von Ihnen begrüßte, weiß ich sehr wohl, wie sehr er an Ihnen hing und welch inniges Band zwischen Mutter und Sohn dieser traurige Krieg grausam zerrissen hat. Auch ich trauere aus gangem Herzen mit Ihnen, haben wir doch alle sehr rasch Ihren Herrn Sohn schätzen und lieben gelernt. Immer zeigte er sich von einer weit über die ftameradschaftspflicht hinausgehenden Gefälligkeit und unermüdlichen Bereitwilligkeit, zu helfen, wo es nur irgend ging. In der ganzen Kompagnie erfreute er sich der größten Beliebtheit, weil er ununterbrochen für das Wohl der Mannschaft sorgte und alles tat, um ihr die Beschwerden des Krieges zu erleichtern. Dazu kam seine große persönliche Liebenswürdigkeit und Herzensfröhlichkeit, lieber alles aber möchte ich seine große Pflichttreue und seine ernste Gewissenhaftigkeit stellen. Schon im Gefecht am 25. August hat er so viel Umsicht, Energie, Ruhe und persönliche Tapferkeit bewiesen, daß ich ihn kurz darauf zur Beförderung zum Offizier vorgeschlagen habe. Und in all den folgenden Tagen hat er in allen bedrohlichen Lagen, in die die Kompagnie geriet, durch seine Ruhe und Besonnenheit stets ein schönes Beispiel männlicher Tapferkeit gegeben. Wie er in der Nacht vom 4. auf 5. September gefallen ist, kann ich Ihnen leider nicht schildern» da ich nicht in seiner unmittelbaren Nähe weilte, doch höre ich wenigstens allgemein, daß der Arme nicht zu leiden hatte, sondern rasch und schmerzlos den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Da ich um die gleiche Zeit selbst verwundet zurückgetragen wurde, kann ich Ihnen leider auch nicht angeben, wo Ihr lieber Sohn seine legte Ruhestätte gefunden hat. Ich werde mich aber bemühen, hierüber Näheres zu erfahren, und werde es Ihnen mitteilen, wenn ich etwas weiß. Und nun tröste Sie Gott in Ihrem großen Schmerz, und seien Sie überzeugt, das; das Andenken Ihres lieben Sohnes bei allen Vorgesetzten, Kanieraden und Untergebenen stets hoch in Ehren gehalten werden wird. Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr stets ergebener _ Beckh, Major. Sür die Milchen Soldaten des Deutschen Heeres. Ter Verband der Deutschen Juden versendet, iuie zu Chanuka 1914, auch zum bevorstehenden Pessachfest eine kleine Druckschrift als „Gruß an die jüdischen Soldaten im deutschen Heer". Die Schrift enthält eine den: Feste entsprechende Zusammenstellung von biblischen und Hagada-Stellen und Psalmen, sowie eine Predigt von Rabbiner Dr. Cohn- Bonn. Endlich „Gott wird streiten!" von Dr. Max Grünw a l d l aus „Beruia") und „Verheißung" aus Jesaja, Kap. 11, Zesanja, Kap. 3. Sie wird vom Verbände all die jüdischen Feldgeist lichen zur Verteilung unter die Mannschaften ihres Be reiches versandt sowie nach Möglichkeit auch anderweitig an jüdische Soldaten im Felde übermittelt. — Gemein den oder sonstigen jüdischen Organisationen, die die Druck schrift jüdischen Soldaten im Felde oder in Garnisonen oder Lazaretten zukommen lassen wollen, erhalten auf Wunsch Exemplare vom Bureau des Verbandes, Berlin, W. 35, Potsdamerstraße 45. Ter Verband hat außerden: eine hebräische Hagadn au die Feldrabbinen zur Verteilung an diejenigen Soldaten versandt, die den hebräischen Text verwenden möch-