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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-03-26 · 13 (26.3.1915) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
13 (26.3.1915)
Date
1915-03-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 236 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 13 nachträglich für seine glänzende Waffentat das goldene Verdicnstkreuz, die Beförderung zum Fähnrich und vom deutschen Kaiser das Eiserne Kreuz-1. Klasse. Seit zwei Tagen steht Fähnrich G e r st l wieder in der Front und seine Freunde, die daheimgeblieben, und die Fichrerschaft des Wanderbundes „Blau-Weiß" sind stolz auf feine Auszeichnungen und wünschen ihm weiteres Waffenglück;; Höerteulnant Kriedrich Mosenlhal. (Roda-Roda in der „N. Fr. Presse" vom 19. d. M.) Der Fall des Oberleutnants Friedrich R o s e n t h a l ist hier schon einmal erzählt worden, ich muß die Darstellung nur richtigstellen und ergänzen: Oberleutnant Rosenthal war Fünfzehner-Dragoner, vor dem Krieg zu Zolkiew Ln Garnison und dort begütert. Das Fliegerregiment besteh: just nicht aus Stubenhockern und Angstmeiern; aber die Kühnheit des Oberleutnants Rosenthak harte selbst in diesem kühnen Korps nicht ihresgleichen. Er liebte es, allen Vorschriften zum Hohn, bis auf 700 Meter und noch tiefer hinabzugehen und sich dem feindlichen Feuer geradezu absichtlich auszusetzen, um besser zu sehen. Zugsführer Mal in a war sein Pilot, er wetteiferte mit feinem Oberleutnante an Verwegenheit. Ueber einem Walde deutete Oberleutnant Rosenthal nach abwärts, und schrieb auf einen Zettel (das gewöhnliche Verständigungsnrittel im Flugzeug), „im Busch tonnten Russen versteckt sein". — „Werden wir gleich haben," war die Antwort Malinas, der den Motor sofort abstellte und auf 300 Meter uiederglitt. Wie aus einem aufgelösten Ameisenhaufen liefen Tausende von Russen aus dem Walde heraus, um das vermeintlich zur Landung gezwungene Flugzeug mit einem wütenden Gewehrfeuer zu überschütten. „Da hab'n mer's ja," sagten die beiden zufrieden. Der Zweck war erreicht, der Wald als besetzt erkannt. In aller Seelenruhe gab Malina wieder Gas und setzte den Flug fort. Kein Beobachter brachte so wertvolle Photographien und Meldungen heim wie Oberleutnant Rosenthal. Von einem Flug kehrten die beiden nicht mehr zurück. Es verlautet, daß sie einen Kampf mit einem ihren Weg kreuzenden russischen Flugzeug ausgenommen und, dieses mit sich im Sturze fortreißend, zu Boden geschmettert sind. : Beförderung. Leutnant Max Weis, öffentlicher Gesellschafter der Firma D. Weis & Co., feit 14. August als Leutnant eingerückt, wurde im Januar zum Oberleutnant ernannt und ist selbständiger Kommandant des Staffel E. 8 der Traindivision. Beserveteulnant Satomon Kugenseld. Mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Unter den bekannten Persönlichkeiten, die für ihre Kriegsdienstleistungen Auszeichnungen erhielten, befindet sich auch der Leiter des Budapester Bureaus des bekannten Wiener Detektive-Jnstitutes Moriz Tischer, Herr Salomon Augenfeld. Er steht seit Kriegsausbruch als Leutnant des 82. Infanterieregimentes im Felde und wurde mit dem Signum lau lis ausgezeichnet. Auszeichnung des gefabenen Leutnants Alfred Lombeck. Laut Verordnungsblatt Nr. 39 wurde dem am Schlachtfelde gefallenen k. k. Leutnant d. R. Alfred Lombeck für hervorragende Tapferkeit vor dem Feinde die kaiserliche Auszeichnung Signum laudis am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. (Siehe oben unter „Kriegsdekorationen".) Keldentod des k. u. k. Leutnant i. d. M. Kmaimet Aapernik.' Am nördlichen Kriegsschauplatz hat am 20. November 1914 der Beamte der Roharetzer Zuckerfabrik Rudolf Auspitz & Co., der Leutnant d. R. Emanuel Papernik, den Heldentod gefunden. Die Beisetzung erfolgte am 19. d. M. auf dem Wiener Zentralfriedhof (israel. Abteilung). Are jüdische Gemeinde in Kun-Madaras. Die isr. Kultusgchnnnde in Kun-Madaras in Ungarn besteht im ganzen aus 64 Familien. Bis jetzt sind aber bereits 72 Mitglieder dieser Gemeinde in den Krieg gezogen, von denen drei den Heldentod fanden, drei sind in Gefangenschaft geraten, die übrigen kämpfen vor der Front. Silberne Hapferkeilsrnedaiü'e erster Klaffe. Der aus Temesvar stammende Ernst Thrmann, Fähnrich im 20. Artillerieregiment, hat für sein heldenmütiges Verhalten vor dem Feinde die silberne Tapferkeitsmedaille erster. Klasse erhalten. Er ist echtes Soldarenblut, kaum von einer Verwundung, welche er auf dem nördlichen Kriegsschauplätze erhalten, genesen, kehrte er abermals zu seiner Truppe zurück, wo er sich die Auszeichnung verdiente. Auch sein Vater ist Soldat, und zwar der in Aerztekreisen hochangesehene Oberstabsarzt Joses Tyrmann, der auf sein Judentum stets stolz war. Gegenwärtig dient er in der Armee Hindenburgs als Sanitätschef und ist sonst Kommandant des Komorner Militärspitales. Dr. Bela S z a b o, Advokat in Csurgo, ist bei Ausbruch des Krieges als. .ReMvLfWhnrich.rEZqrü-cktz,...Füx... sein pflichteifriges Verhalten auf dem Kriegsschauplätze wurde er bald nachher zum Leutnantbefördert. 'Im Januar wurde er in Galizien bei Ehirow leicht verwundet und erkrankte zugleich an Typhus. Am 1. März rückte er wieder zu seinem Regiments ein. Hier erreichte ihn nun die hohe Äuszeichnung. Für sein in den Kämpfen bei Ehirow bekundetes, heldenmütiges Verhalten wurde er mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Goldene Hapferkeilsmedailke. Adam Klein, Postenführer im bosnisch-herzegowinischen Gendarmerieverband, Titularseldwebel, erhielt eines Tages den Auftrag, einige jenseits der Drina verankerte Flöße auf das diesseitige Ufer zu befördern. Klein übersetzte auf einem Boot den Fluß und begann imitten im feindlichen Feuer feine Arbeit. Erst leitete er ein Drahtseil über die Drina und brachte auch mit Hilfe des auf solche Weise improvisierten Comps zwei Flöße an unser Ufer. Kaum war er ans Land gestiegen, als er bemerkte/daß jenseits des Flusses unsere Mannschaft sich in der Gefahr befinde, in serbische Gefangenschaft zu geraten.' Mit Todesverachtung übersetzte der Feldwebel abermals den Fluß/und brachte 47 Mann auf unser Ufer, die sonst unrettbar in die Hände des Feindes geraten wären. Nachdem er unsere Leute in Sicherheit gebracht hatte, begann er auf feinem Boote zu rudern und zwang die inzwischen bis zum Ufer vorgedrungenen Serben, das Drahtseil durchzuschneiden. Feldwebel Adam Klein wurde mit der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Kerberl Gullmann. Der aus Preßburg stammende Herbert. G üttmann ist am 1. August als einfacher Soldat des bosnisch-herzegowinischen Jägerbataillons eingerückt und kam

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