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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-03-26 · 13 (26.3.1915) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
13 (26.3.1915)
Date
1915-03-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
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911. 1« -r. Blrch'S Mschmpchrist Leite R>» das Älttlitärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem vor dem Feinde gefallenen Leutnant d. Res. Zimon Szüszer, Jnf.-Reg. Nr. 64; das gotbeue Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde dem Regimentsarzt Dr. Emil Steinschneider, Div.-San.-Anstalt Nr. 3; den Oberärzten Dr. Rudolf Strisower, Jnf.-Reg. Nr. 77, und Dr. Emil Stein, Jnf.-Div.-San.-Anstalt Nr. 2; den Assistenzärzten Dr. Josef Popper, Feldspital 4/1, und Dr. Ludwig Dien es, 2. Armee-Etappenkommando; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Mi litär-Verpflegsakzessisten Hugo Adler. Schlachtviehdepot 3/11; endlich das Signum laudis am Bande des Militärverdienftkreuzes für tapferes Verhalten (kaiserliche belobende Anerkennung) dem vor dem Feinde als Kompagniekommandant gefallenen Leutnant d. Res.. Alfred Lombeck, Disponent der Firma Eiserl; den Leutnants d. Res. Alois Ru zirka, Jnf.-Reg. Nr. 44, Dr. Robert Steiner, Jnf.-Reg. Nr. 31, Armin Berger, Jnf.-Reg. Nr. 64, Heinrich Glaser, Feldhaub.-Reg. Nr. 8, Dr. Lewy Landau, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 16, Robert Kohner, Jnf.-Reg. Nr. 40; den Landsturmleutnants Dr. Vlemer Graf und Josef M a r k u s,/Train- Div. Nr. 6; dem Oberleutnant d. Res. Gustav Weißkopf, Jnf.-Reg. Nr. 75; dem Fortifikationsleutnant d. R. Marzell Schön, Armeegruppe Pflanzer; für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde dieselbe Auszeichnung dem Oberarzt Dr. Heinrich Glan z, Infanterieregiment Nr. 10, dem Regimentsarzt Dr. Emil Pciker und den Assistenzärzten d. Res. Dr. Isidor Segall, Jnf.-Reg. Nr. 77, Dr. Johann Katz, Drag.-Reg: Nr. 9, Dr. Isidor Fried, ung. Landw.- Jnf.-Reg. Nr. 9. Silberne T a p f e r k e i t s m e d a i l l e erster K lasse: Leutnant d. Res. Josef K r e tz, Jnf.-Reg. Nr. 6; Feldwebel Desiderius Stricke r, Jnf.-Reg. Nr. 32; Fähnrich d. Res. Julius Raab, Sapp.-Bat. Nr. 2;.Zugs-< führer Rudolf Spanier, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 17; Zugsführer Chaskel Geller, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 33; Zugsführer Markus Singer, Landw.-Feldkanonen-Div. Nr. 45; Fähnrich d. Res. Julius Reischer, Jnf.-Reg. Nr. 48; '-Zugsführer Jakob H a r t st e i n, Jnf.-Reg. Nr. 5; Zugsführer Emil Kulig, Jnf.-Reg. Nr. 56; Zugsführer Julius Schütz, Feldkanonen-Reg. Nr. 18; Tit.- Feldwebel Josef Kalmann, Telegr.-Reg.; Infanterist Arpad Stern, Jnf.-Reg. Nr. 72; Leutnant d. Res. Leopold Meist, Jnf.-Reg. Nr. 16; Leutnant d. Res. Oskar Tauber, Jnf.-Reg. Nr. 68; Fähnrich d. Res. Hans Kaufmann, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 21. Silberne Tapferkeits medaille zweiter K lasse: Tit.-Korporal David Leinwand recte Mandel, Brig.-San.-Anstalt Nr. 15; Fähnrich d. Res. Paul Frankel, Jnf.-Reg. Nr. 48; Tit.-Zugsführer Mendel Friedmann, Jnf.-Reg. Nr. 51; Fähnrich d. Res. Julius Braun, bosn.-herz. Jnf.-Reg. Nr. 3; Tit.-Feldwebel Moriz E n g e l m a n n, Jnf.-Reg. Nr. 51; Infanterist Martin Katz, Jnf.-Reg. Nr. 5; Unterjäger Jakob Hartl, Jäg.-Bat. Nr. 22; Tit.-Zugsführer Aladar Gerstl, Feldkanonen-Reg. Nr. 12; Tit.-Feldwebel Hermann S i g a l l, Telegr.-Reg.; Offiziersdiener Karl Löwensohn, Jnf.-Reg. Nr. 28; Inf. Ludwig F r i e d, Jnf.-Reg. Nr. 91; Zugsführer Rudolf Frankl, Jnf.-Reg. Nr. 102; Res.-Korporal Elemer Kohn, Jnf.- Reg. Nr. 52; Zugsführer Jakob Pfeifer, Feldhaub.- Reg. Nr. 13; Tit.-Korporal Jsak Rosen recte Brudner, Landw.-Jnf.-iReg. Nr. 33; Inf. Mechel Druckmann, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 17; Korporal Schmerl C h a r t a n recte S ch a p i r a, Landw.-Ulanen-Reg. Nr. 1; Korporal Isaak D y n t e r und Telephon-Vormeister Juda Hirschhorn, beide von der Landtv.-Feldkanonen-Div. Nr. 45. Belobende Anerkennung. Das ungarische Honvedministerium hat dem Landsturmtierarzt Max G r ü u b ct u m, Feldkanonen-Reg. Nr. 19, für hervorragende Dienstleistung vor dem Feinde die belobende Anerkennung ausgesprochen. Jüdisches Ketdenlum. Kand. med. Josef Julius Gerstl, 22 Jahre alt, war am Tage der allgemeinen Mobilisierung beim k. u. k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 in Wien eingerückt und nach mehrwöchentlicher Ausbildung mit einer Marschkompagnie als Sanitätsunteroffizier ins Feld gezogen. Vor der Front machte per Kompagniekommandant, dem die Haltung des jungen Soldaten ausgefallen war, ihm den Vorschlag, er möchte mit Rücksicht darauf, daß es genug Sanitätsmannschaft in der Kompagnie gebe, ein Schwarmkommando übernehmen, worauf Gerstl mit Freuden einging. Es verging kein Monat und der Sanitätsunteroffizier Gerstl erschien in Wien zum Urlaub als Kadett und Besitzer der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse. Seinen Freunden vom jüdischen Wanderbund „Blau- Weiß", dessen Führer Kadett Gerstl in Friedenszeiten war, erzählte er über den Grund seiner Auszeichnung in knappen Worten ungefähr folgendes: Er lag mit seinem Schwarm in der Schützenlinie, kaum 300 Meter vom Feinde entfernt, und war untröstlich darüber, daß tags zuvor ein dreimaliger Sturm auf die feindliche Position, der seiner Abteilung 40 Mann kostete, erfolglos geblieben war. Es kam ihm der Gedanke, sich mit seinen Leuten unter dem Schutze der Nacht an den Feind heranzuschleichen und ihn zu überrumpeln. Gedacht — getan. Er teilte die ihm unterstellte Mannschaft in zwei Gruppen und befahl ihr, sich von zwei Seiten lautlos an die feindliche Stellung heranzuschleichen. Das Stückchen gelang. Ehe sich's die Russen versahen, erhob sich eine Menge schwärzer-Gestalten, wie aus dem Boden gestampft, unmittelbar vor chrem Graben, schoß in sie eine Salve hinein und rief eine derartige Verblüffung hervor, daß sich die ganze russische Abteilung von über 100 Mann ergab und zwei Geschütze samt Bespannung erbeutet wurden. Während Gerstl dies aus eigener Jnitiarive tat, zog sich die Gruppe, der er angehörre, auf höhereil Befehl ein wenig zurück. Gerstl kam mit seinen Gefangenen und den erbeuteten Geschützen nach einer langen nächtlichen Wanderung bei seinem Kommando an, wurde wegen /eines verspäteten Eintreffens gerügt und um den Grund gefragt. Während er seine Rechtfertigung stammelte, bemerkte der höhere Stabsoffizier, der ihn zur Rechenschaft zog, die heranrückenden gefangenen Russen und fragte erstaunt, was denn das wäre. Ger st l meldete, er hätte bei seinem nächtlichen AuZflug die paar Leute gefangengenommen. Einen Augenblick später fuhren die zwei erbeuteten Geschütze vor und Gerstl meinte: „Die zwei Kanonen habe ich bei der Gelegenheit mitgenommen." Einige Tage darauf war hinter der Front der Regimentsrapport. Die Musik spielte und der Herr Oberst ließ den Einj.-Freiw. Gerstl vortreten, und heftete ihn die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse an die Brust unter gleichzeitiger Mitteilung, daß er zum Kadett befördert wurde. Inzwischen hatte sich Kadett Gerstl freiwillig zur Skipatrouille gemeldet. Vor einigen Tagen erhielt er

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