Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 12 (19.3.1915)
- Date
- 1915-03-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 12 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 317 P o l l a % Landst.-Bat. Nr. 47; Korporal Israel K i - r a l y, Landst.-Jnf.-Reg. Nr. 27,- Infanterist Max Guttmann, Landw.-Jnf.-Meg. Nr. 5; Tit.-Korporal Simon L a ch m a n n, Ers.-Res.-Jnfanterist Hermann Wille r, Blessiertenrräger Ehaim Brandstetter, alle drei beim Jnf.-Reg. Nr. 56; Tit.-Korporal Samuel Rosenfeld und Gefreiter Isidor Weisz, ung. Landw.-Jnf.-iReg. Nr. 8; Infanterist Nuchtm Sommer, Jnf.-Reg. Nr. 57; Blessiertenrräger Adolf Braune r, Jnf.-Reg. Nr. 93; Rechn.-Unteroffizier 1. Kl. Sigmund Bachrach, Jnf.-Reg. Nr. 100; Zugsführer Ernst Wein, Korporal Jakob Geier und Offiziersdiener Samuel Geröcz, alle drei beim Feldkanonen-Reg. Nr. 21; Tit.-Zugsführer Victor Mandl, Jnf.-Reg. Nr. 4; Patrouillenführer Al-red W e i n r e b, Aäg.-Bat. Nr. l 7; Infanterist Schmerl Weingarten, Jnf.-Reg. Nr. 58; Feuerwerker Feiwel T e i ch e r, Feldkänonen-Reg. Nr. 28; Feldwebel Abraham Jakob Hör n, Tit.-Zugsführer Moses Chaskel G r ü nbäum und Tit.-Zugsführer Saul H a u b e n st o ck, alle drei bei der Div.-San.^Anstalt Nr. 12; Kadett d. Res. Moriz Breun er, Jnf.-Reg. Nr. 28; Zugsführer Samuel Fischer, Jäg.-Bat. Nr. 13; Sappeur Sigmund R o s e n b e r g, Sappeur-Bat. Nr. 9; Rechnungsunreroffizier Norbert Mandelbaum, Jnf.-Reg. Nr. 44; Rechnungsunteroffizier Bertold Klei u, Zugsführer Heinrich Lemberger, Jnf.-Reg. Nr. 92; Infanterist Markus Thal er, Landw.-Jnf.-iReg. Nr. 16; Korporal Moritz Wolf und Infanterist Bernhard R o r t c r, Landwehr-Jnf.-Reg. Nr. 15; Gefreiter Isidor Fiedler und Blessiertenträger Eduard R o s enzwei g, beide beim Landw.-Jnf.-Aeg. Nr. 13; Zugsführer Karl Löwensohn vom Prager 28. Reg., sohn des gewesenen Prager Oberkantors Jacob Löwensohn. Belobende A n e r k e n n n n g des Armee- Oberkommandos: Verpflegsakzessist d. Res. Isidor Löbl, Res.-Bäckerei 5, Feldwebel Jakob Goldberger, 37. Landw.-JnfKTrupP.-Div., Telegr.-Abt. Kriegsauszeichnung des Rittmeisters Maron Wolyschikd. Se. Majestät der Kaiser hat angeordnet, daß die kaiserliche belobende Anerkennung (Signum laudis am Bande des Milit-ärverdienstkreuzes) ausgesprochen werde für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Rittmeister d. R. Maier Freiherrn von Rothschild, Drag.- Reg. Nr. 6, zugeteilt dem 1. oper. Armeekommando. Ier ^Leopotdsorden für den IWL. Adolf Kornstaöer Witter von Witts. Laut Meldungen der Tagesblätter hat Feldmarschallleutnant Adolf Kornhaber Ritter von Pilis im Honvedkommando in Anerkennung tapferen^ und erfolgreichen Verhaltens vor hem Feinde von Sr. Majestät dem Kaiser das Ritterkreuz des Leopoldsordens mit der Kriegsdekoralion erhalten. Iie Söhne des IWL. Schweiher. Alle drei Söhne des Feldmarschalleutnants Ed. Ritter von Schweitzer kämpfen auf dem Schlachtfelde für Kaiser und Vaterland. Stefan von Schweitzer ist Fähnrich beim 2. Feldartillerieregiment. Seit Beginn des Krieges kämpft er tapfer und ausdauernd. Vor einiger Zeit erkrankte er schwer und, trotzdem er nach seiner Genesung als für den Felddienst ungeeignet befunden und zur Abrichtung von Rekruten kommandiert wurde, bat er seinen Vorgesetzten, als er vor kurzem die abgerichteten Rekruten an die Front brachte, auch auf dem Kriegsschauplatz bleiben zu dürfen, was ihm schließlich gewährt wurde. Der zweite Sohn, AlfortS von S ch w e i tz e r, zog als Fähnrich des 10. Felda rtillerieregimenls in den .Krieg, wo er für feine Tapferkeit und feinen Heldenmut zum Leutnant ibefördert und mit dem big-umn laurlis ausgezeichnet wurde. Der dritte Sohn, Rudolf von Schweitzer, kämpft als Fähnrich im 11. Feldartillerieregimenr. Der Wrief der HöerktzofmeisterAr. Die Familie Leopold W eile r in der kleinen ungarischen Gemeinde Zalauova behütet als Kriegsreliguie einen Brief, den sie noch im September 1914 erhalten hat. Ein Sohn der Eheleute, Emerich Weiler, hat als Gefreiter des 20. Honvedinfanterie-Regimentes in den Kämpfen bei Krasnik einen lebensgcführlichetl Aufklürungsdienst ausgeführt und dafür die Tapferkeilsmedaille 2. Klasse erhalten. Bald darauf ivurde er schwer verwundet und kam ln ein Wiener Kriegsspital. Eines Tages erhielt fein Bruder, wie „Egyenlösseg" berichtet, den folgenden Brief aus Wien: „Wien, 7. September 1914. Mit Freuden teile ich Ihnen mit, daß Ihr Bruder Emerich Weiler heute hier in Wien angelangt ist. Er ist am Leben, erhält gute Pflege, aber leider hat der Arme das eine Bein verloren. Sonst ist zur Besorgnis kein Anlaß, Lebensgefahr ist keilte vorhanden. Er ist in dem Palais der Mutter unseres Thronfolgers, der Erzherzogin Maria Josefa, untergebracht und wird sorgfältig gepflegt. Er läßt Sie sehr bitten, ihn sofort zu besuchen und bringen Sie ihm Trauben. Ich schreibe auch seinem Vater, da ich ihn jedoch nicht erschrecken will, schreibe ich ihm nicht, lvie er verwundet wurde. Die Adresse des Spitales, in welchem Ihr Bruder liegt, ist: Wien, II., Augarren-Palais, Mannschafts- Spital. Besuchszeit nachmittags 2 4 Uhr. Gräfin Salm, Obersthofmeifterin." Dem heldenmütigen Gefreiten Weiler ivurde das Bein tatsächlich amputiert. Der Kaiser spendete anläßlich des allerhöchsten Spitalbesuches Kr. 1200. zur Anschaffung eines Kunstfußes für Weiler. Als Emerich Weiler nach Hause kam, erhielt er die allerhöchste Weisung, die Gräfin S a l m auch nach deur Kriege über sein Schicksal auf dem Laufenden zu erhalten. (Weiler, lange Zeit der einzige Jude in dem genannten Mannschaftsspital, erfreute sich, wie uns Augenzeugen berichten, besonderer Teilnahme und Beliebtheit bei Kameraden wie Pflegepersonal.) chverarzl Ir. Gärtner. Der Kaiser hat dem Oberarzt Dr. Viktor G ä r t n e r das Goldene Verdienstkreuz, zu kragen am Bande der Tapferkeitsmedaille, verliehen. Tr. Viktor Gärtner ist der Sohn des langjährigen Präsidenten der Eperjeser israelitischen Kulrusgemeinde Ignatz G ä r t n e r. Anläßlich der Mobilisierung wurde er - kaum 24 Jahre alt — Oberarzt. Er befindet sich seit Ausbruch des Krieges auf dem Kriegsschauplätze und erfüllt treu seine Pflicht. In der Mittedes vorigen Monates richtete fein Regiment auf dem nördlicheil Kriegsschauplatz einen blutigen Angriff gegen den Feind. In diesem Kampfe wurde dem Dr. G ä r t n e r das Pferd weggefchoffen, während er selbst im Sturze sich eine nicht unerhebliche Verletzung zuzog. Ohne sich um feine eigene Wunde zu kümmern, nahm Dr. Gärtner sich sofort der