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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-01-22 · 4 (22.1.1915) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
4 (22.1.1915)
Date
1915-01-22
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 4 Dr. Bloch s Wochenschrift Seite 65 In Wien beerdigte jüdische Krieger, die den Heldentod für das Vaterland starben. Beerdigt 24. September 1914 Bernhard Steiner, Reserve - Insanterieregiment, 4. Kompagnie. „ 24. September 1914 Dr. Richard G r ü n f e l d, k. k. Landwehr-Oberarzt. „ 24. September 1914 Ostnich Botwien, Infanterist, Landwehr-Infanterieregiment 19, 10. Kompagnie. „ ' 1. Oktober 1914 Mendel K a l m a n n. „ 15. Oktober 1914 Rudolf Weiß, Reserve - Trainsoldat, Traindivision 2, 7. Eskadron. „ 16. Oktober 1914 Heinrich Ulrich Edler v. T r e n k h e i m, k. k. Generalmaojr d. R. „ 22. Oktober 1914 Ernst G r ü n b e r g e r, k. u. k. Leutnant d. R., Infanterieregiment 38. „ 25. Oktober 1914 Kurt Frank, Einj.-Freiw. des k. u. k. Infanterieregiments 49. „ 1. November 1914 Iankel Schmetterling, Ersatzreservist des Landwehrinfanterieregiments 20. „ 3. November 1914 Emil O r n st e i n, k. u. k. Kadett. „ 3. November 1914 Robert Pfeifer, Ersatzreservist des 34. Honved-Infanterieregiments. ' ,, 4. November 1914 Robert Lackenbacher, k. u. k. Leutnant des 6. Infanterieregiments. „ 6. November 1914 Emil Haas, Leutnant, Infanterieregiment Nr. 1. „ 12. November 1914 Josef Friedmann, Reservist. „ 15. November 1914 Oskar F r i e d m a n n, k. u. k. Leutnant. „ 20. November 1914 Hugo Fuchs, k. u. k. Leutnant des 16. Feldkanonenregiments. ,, 22. November 1914 Moso P a r d o, Gefreiter, bosn.- herz. Infanterieregiment. „ 26. November 1914 Bernhard Löwen Herz, Reserve Titularkorporal des 3.0. Infanterieregiments. ,, 27. November 1914 Samuel Israel Schwarz, Reserve- Kadett. „ 2. Dezember 1914 Dr. Jakob Zuäermann, k. u. k. Stabsarzt d. R. „ 3. Dezember 1914 Mendel Leib Beutel, Infanterist des 36. Landwehr-Infanterieregiments. 6. Dezember 1914 Moses Ganz, Rechnungsunteroffizier 2. Klasse, Zugssührer, Infanterieregiment 85, 6. Kompagnie. „ 6. Dezember 1914 Hugo L u st i g, Infanterist d. 12 Infanterieregiments, 4. Kompagnie. „ 6. Dezember 1914 Eerson L u w i c z, Ersatzreservist des Landwehr-Infanterieregiments 36. „ 6. Dezember 1914 Israel Horszowski, Infanterist des Landwehr-Infanterieregiments 19. „ 6. Dezember 1914 Ignaz F r i e d m a n n, Infanterieregiment Nr. 85. „ 13. Dezember 1914 Leib Streisberg, Reserve-Zugsführer des 13. Feldjägerbataillons. „ 16. Dezember 1914 Dav. P e r m i s o n - W o I s e n s o h n, Infanterist, Landsturmsicherung 12. „ 17. Dezember 1914 Alfred Fellner, Landsturmmann. „ 18. Dezember 1914 Dr. Wilhelm W l a ch, Leutnant i. R. „ 21. Dezember 1914 Moses Chaim Jtner auch Lachs, Reservist des Infanterieregiments 24. „ 23. D^ember 1914 Jakob R a t t n e r, Zugssührer des Infanterieregiments 55. „ 27. Dezember 1914 Karl K o h n, Leutnant des k. u. k. Infanterieregiments 6. „ 1. Januar 1915 Leopold Schafranek, Landsturmkorporal. „ 5. Januar 1915 Julius Weih s, k. u. k. Akzessist der Reserve. „ 8. Januar 1915 Rudolf H o s s m a n n, Einj -Freiw. Titulargesreiter des Infanterieregiments 11. Beerdigt 9. Januar 1915 Josef A n d r u s, Reservekorporal d«s 29. Landwehr-Infanterieregiments. „ 12. Januar 1915 Dr. Otto K o h n, Leutnant. Ueberführt in die Heimat 6. November 1914 Siegfr. Winternitz, Ersatzreservist des k. u. k. Infanterieregiments 35. Ueberführt in die Heimat 10. November 1914 Leo Haller, Einj.- Freiw.-Titularkorporal des 11. Infanterieregiments. „Praterfpatzen." Man fährt 'mit der Elektrischen durch, die _ Ausstellungsstraße hin oder promeniert die Prater Hauptallee entlang, bis man linker Hand an einem Gasthause diese einladende Aufschrift liest. Jetzt ruht der Gasthausbetrieb. Der Besitzer hat sein Anwesen einem edlen Zweck geliehen. Schon von der Ferne ein Gezwitscher, aber nicht von Spatzen, sondern von allerliebsten Kolibris. Ein Schwarm prächtig gepflegter Kinderchen, die uns beim Eintritt umschwärmen. Doch nein. Alles geht hier in peinlichster militärischer Ordnung vor sich. Sie exerzieren, gerade uns einkreisend, nach dem „Jeszeze Polska", abwechselnd mit der „Wacht am Rhein". Galizische Flüchtlingskinder sind es, die hier in einem von Frau Anita Müller im Vereine mit Frau Dr. G l a ß gegründeten Kindergarten echte Kinderlust, aber auch vollständige Verpflegung und Körperpflege genießen. Alles Licht und Lust und Lenzesachten. Vom nächsten Ersten an sollen statt dieser 250 Kinder 1000 — und zwar auf Regierungskosten — in der gleichen Weise versorgt werden. Man lasse sich den Besuch dieser Praterspatzen nicht entgehen. Frau Dr. Gl aß, von früh bis abend auf ihrem Posten, Frau und Fräulein Bernstein und die anderen treuen Hüterinnen dieses wonnigen Kinderheims geben liebenswürdige Führerinnen ab. Der Besuch ist herzerquickend. M. Zur Frage der Mazaussmdung aus Amerika. Wir erhalten folgende Zuschrift: Sehr geehrter Herr Redakteur! Der Aufruf in der letzten Nummer Ihres gesch. Blattes an die amerikanischen Juden, sie mö-chten für die galizischen Flüchtlinge Ma^zaus nach Oesterreich senden, wird jenseits des Ozeans um so größeren Anklang finden, als diese Idee in Amerika selbst bereits aufgetaucht ist. In der am heutigen Tage h'er eingelangten Nummer des in Newyork erscheinenden jüdischen Blattes „Der Amerikaner" vom 18. Dezember 1914 ist die Mitteilung enthalten, daß die angesehenen jüdischen Großkaufleute Manes che Witz Brothers in Cincinnati 40.000 Pfund Mazzaus für die jüdischen Opfer des Krieges gespendet haben. Die Spender beschlossen. chevon 20.000 Pfund noch Palästina und 20.000 Pfund nach Russisch-Polen, Galizien und dem übrigen Oesterreich-Ungarn zu versenden. Es ist gar kein Zweifel, daß dwse philanthropische Großtat der Firma Maneschewitz Brothers in Cincinnari in Amerika Nachahmung finden wird, vielleicht auch schon gefunden hat, und daß die hierfür eingeleitete Sammeltätigkeit, wie alle großzügigen philanthropischen Aktionen der amerikanischen Juden, einen großen Erfolg aufzuweisen haben wird. Hochachtungsvoll Wien, 17. Januar 1915. B. S. AppeLk zu Gunsten der unter dem Protektorate der Erzherzogin Zita geplanten Wohkfatzrtseinrichtnngen für die Zklüchtkinge. Man müßte 'aus den Werken der berühmtesten Spruchdichter die schönsten Sentenzen zur Verherrlichung menschlichen Empfindens herausholen, um mit genügsam eindringlicher Sprache auch nur annähernd die Ausstrahlungen von Güte und Barmherzigkeit lobpreisen zu können, welche in unserer heldenhaft erregten, aber nicht minder an düslern Ereignissen überreichen Zeit wirksam sind.

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