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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-01-15 · 3 (15.1.1915) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
3 (15.1.1915)
Date
1915-01-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 44 Dr. Blsch's Wochenschrift Nr. i Vom Jahrmarkt des Lebens. Kriegsauszeichnungen jüdischer Offiziere und Soldaten. (Verordnungsblätter Nr. 1 und 3.) Seme Majestät der Kaiser hat verliehen für aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am -Bande des Militärverdienstkreuzes den Oberstabsärzten 2. Kl. Dr. Philipp Riwczes, Sanitätschef der 43. Landw.-Jnf.-Divifion, Dr. Karl Radlmesfer, Sanitätschef der 45. Landw.- Jnf.-Divifion; dem Stabsarzt Dr. Arnold Raschkes, Kommandant der Divisions-Lanitätsanstalt Nr. 4; dem Regimentsarzt Dr. Leopold H e r z, Inf.-Reg. Nr. 51; fürtapferes Verhalten vor dem Feinde das Militärverdienstkreuz 3. Klaffe mit der Kriegsdekoration dem Oberleutnant d. Res. Dr. Jsak H offmann, Landw.-Jnf.-Reg. Nr.32 (im Zivilberuf Advokat in Rawaruska); dem Leutnant d. Rest Dr. Victor Mandl, Tiroler Kaiserjäger-Reg. Nr. 3; ferner die Allerhöchste belobende Anerkennung ausgesprochen (Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes) dem Oberstleutnant Ludwig Kiesler, Jnf.-Reg. Nr. 40; dem Oberleutnant d. Res. Rudolf Silber stein, Landw.-Ulanen-Reg. Nr. 1; dem Oberleutnant d. Evid. Max Hammel, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 31; den Leutnants d. Res. Moriz Kornfeld, Jnf.-Reg. Nr. 2; Paul Heller, Jnf.-Reg. Nr. 17; Jsak Barbag, Feldjägerbataillon Nr. 30; Edmund Schwarz, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 24; Hans S ch war z, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 26; Heinrich Knöp fl macher, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 15; Franz Deutsch, Jnf.-Reg. Nr. 68; endlich wurde verliehen das goldene Nerdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für hervorragende Dienste und aufopferungsvolles Verhalten vor den: Feinde den Oberärzten d. Res. Dr. Max Goldzieher, Jnf.-Reg. Nr. 82; Dr. Maximilian Kulka, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 32; dem Assistenzarzt d. Res. Dr. Julius Weiß, Jnf.-Reg. Nr. 18. Vom Armeekommando wurden ernannt für tapferes Verhalten vor dem Feinde zu Oberleutnants die Leutnants d. Res. Samuel Meisler und Moses Hauer, beide vom Jnf.-Reg. Nr. 41 (letzterer bereits mit den: Signum laudis ausgezeichnet). Goldene Tapfe rkeits Medaille. Diese hohe Auszeichnung für hervorragend tapferes Verhalten erhielt der Reservekorporal Samuel Bauer, Jnf.-Reg. Nr. 76. Silberne T a p f e r k e i t s m e d a i l l e erster j Klaffe: Zugsführer Maximilian Unger, Jnf.-Reg. " Nr. 47; Kadett d. Res. Bela D i n c z e r, Jnf.-Reg. Nr. 87; Stabsfeldwebel Adolf Glanzer, Feldjäger-Bat. Nr. 8; £ Korporal Isidor Markovit s, Jnf.-Reg. Nr. 67; Zugs- " ' : sichrer Adolf Blau, Jnf.-Reg. Nr. 72; Zugsführer Israel Deutsch, Jnf.-Reg. Nr. 85. Der Stabsfeldwebel im Jnf.-Reg. Nr. 92 Moriz H o f m a n n aus Dux erhielt die große silberne Tapferkeitsmedaille. Er hat auf einem Patrouillengang die Lage des Feindes erkundet, einen feindlichen Reiterangriss abgewiesen und dabei noch zwei Reiter gefangengenommen. Silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse: Einjährig-Freiwilligen-Körporal Dr. Abraham i Königsberger, Feldkanonenreg. Nr. 36; Feldwebel i :-! Moriz Wagner, Jnf.-Reg. Nr. 20; Kadett d. Res. Max- Di ä!> Rechenberg, Festungsart.-Reg. Nr. 1; Res.-Korporal | jj|r Wilhelm Baron und Korporal Jsak Kelz, Div.-Sani- I -f. tätsanstalt Nr. 12; Korporal Jakob Schwarz, Jnf.- ' Zu Reg. Nr. 27; Zugsführer Jakob Fisch buch, Jnf.-Reg. I _ Nr. 76; Fähnrich d. Res. Eugen Spitzer, Jnf.-Reg. Nr. 23; Kadettaspirant Alexander Lichtschein, Jnf.- Reg. Nr. 70; Feldwebel Johann Popper, Jnf.-Reg. Nr. 71; Inf. Jakob Glückselig, Jnf.-Reg. Nr. 72; Infanterist Adalbert K o h n, Jnf.-Reg. Nr. 34; Kadett d. Res. Philipp Z o l k i e w e r, Korporal Israel L u t w a k, Gefreiter Jakob Oehlschläger, Gefreiter Bernhard Reiner, Inf. Leib Lackner, alle fünf vom Jnf.-Reg. Nr. 41, Czernowitz; Zugsführer Erust Weiß und Gefreiter Ludwig Waldmann, Jnf.-Reg. Nr. 25; Korporal Ignaz Fried und Inf. Elias Friedman n, Jnf.-Reg. Nr. 85; Infanterist Leopold Gewürz, Jnf.- Reg. Nr. 32; Feldwebel Rudolf Stein, Feldwebel Alfred B i ck, Zugsführer Adolf W e i n m a n n, alle drei vom Landwehr-Infanterieregiment Nr. 15; Zugsführer Josef Gottesmann, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 36; Zugsführer Markus Hofer, Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 32. Belobende Anerkennung des Armee- Oberkommandos: Leutnant d. Res. Dr. Siegfried A d l e r s b e r g, Feldkanonenreg. Nr. 33; Einj.-Freiw. Mediziner Zugsführer Hermann F r i e d, Jnf.-Reg. Nr. 72; Korporal Alexander Gold stein, Res.-Sanitäts- Anstalt 3/8; Unterjäger Rudolf Stern, Feldjäger-Bat. Nr. 20. KöerleutnanL Richard Schramek. Die „N. Fr. Presse" berichtet im Sonntagblatte über die glänzender: Leistungen des Kreinsierer Landsturms namentlich in dem Gefechte von R. am 19. November vorigen Jahres, die ein bleibendes Ruhmesblatt iu der Geschichte des Landsturmes ausfüllen. Der Regimentsadjutant des in den: Berichte genannten Oberstleutnants Johann Wotruba war Oberleutnant Richard S ch r a ru e f, ein gebürtiger Wiener, dem wegen .seines „entschlossenen und tapferen Verhaltens und wegen seiner mit Selbstaufopferung bei der Wiederherstellung der Gefechtsfront geleisteten Mitwirkung" im Namen des Dienstes die belobende Anerkennung des Divisionskommandos ausgesprochen wurde. Oberleutnant Richard S ch r a m e k ist ein Sohn des Kultus-Vertreters Herrn kais. Rates Adolf S ch r a m e k. Höerteutnanl Mar Meich. Der Redakteur des „Fremdenblattes" Herr Max ReiM Sohn des Herrn Gemeinderabbiners Prof. Reich, wurde zum Oberleutnant ernannt. Seit Kriegsbeginn befindet er sich auf dem nördlichen Kriegsschauplatz. ß-inMrig-Ireiwill'iger Aräutein Weißmann. Ein zurzeit in Szabadka weilender Fähnrich erzählte folgende Geschichte: Noch zu Beginn des Krieges geschah es, daß sich bei meinem Regiment ein junger Freiwilliger meldete. Er gab an, Elemer K a d a r zu heißen und seine Truppe verloren zu haben. Nachdem sich der Offizier davon überzeugt hatte, daß auf der Verlustliste ein Elemer Kadar tatsächlich unter den Vermißten angegeben war, teilte er den Freiwilligen in das Regiment ein. Der neue Freiwillige kämpfte monatelang mit seltener Tapferkeit, bis in der vergangenen Woche der Feldwebel dem Hauptmann meldete: „Melde gehorsamst, Einjahrig-Freiwilliger Elemer Kadar ist ein Fräulein!" Der Feldwebel hatte die Wahrheit gesagt. Elemer Kadar war ein Mädchen, dessen wirklicher Name Elga W e i ß m a n n ist. Ihr Vater ist Kaufmann. Das junge Mädchen hatte in der Verlustliste gelesen, daß ein Elemer Kadar gefallen ist, und meldete sich dann unter diesem Namen bei der Truppe. Man nahm ihr die Waffe ab und teilte sie dem Roten Kreuz zu. ..

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