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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-01-08 · 2 (8.1.1915) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
2 (8.1.1915)
Date
1915-01-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 2 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 23 auf die Männer an, die sie verteidigen. Uub so ruft es der letzte der Propheten dem Israel der Zukunft zu, wie das Jerusalem, das für die Ewigkeit geschaffene, sein werde: „Ich werde ihr" — der Festung — „sein, eine Mauer aus Flammen ringsumher!" Die Feuer mau er des Geistes, _ die wird die uneinnehmbare Stärke der _ Festung Jerusalems sein in der Zeit der Erlösung. Die Begeisterung der Inwohner für Gott mib sein Reich wird die Mannen erfüllen und werden sie den Feinden Gottes unbezwingbar machen. Wer erkennt da nicht in diesen Worten die Legende, die Karl S im rock so herrlich poetisch verwertete in dem Gedichte „H a b s b u r g s M a u e r n", das auf die bescheidene Festung hinweist, die im A a r g a u von dem Gründer des habsburgischen Kaiserhauses ausgerichtet wurde!? Der Bischof Werner hatte sich dem Grasen Rad bot von Habsburg gegenüber verwundert, weil die Burg ihm nicht stark genug befestigt schien. „Die Burg hat Wall und Mauer nicht!" So sprach's der Bischof zum edlen Grafen. „Wohl hast du recht, ich räum' es ein, ja, Wall und Mauer müssen sein! Gib morgen acht, ich baue sie in einer Nacht." So antwortete der Graf dem Bischof und rief sich seine gerüsteten Mannen und umstellte mit ihnen die Burg. „Frohlockend stößt ins Horir der Graf und weckt den Bischof aus dem Schlaf. Die Mauern stehn! Wer hat so schnellen Bau gefehlt?" Da spricht der Bischof: „Sicherlich, an solche Mauern halte dich! Nichts ist so fest als Treue, die nicht von dir läßt. So schütze Habsburg fort und fort, lebendiger Mauern starker Hort. Und herrlich schaun wird's über alle d e u t s ch e u G au n!" Die Festungslegende wird auf das Jahr 1020 zurückgeführt, in 'welchem die Habsburgsfeste im Aargau aufgebaut worden ist. Die Treue der Mannen, die dazumal die M a u e r n a u s F l a m m e n h e r z e n bildete, sie stehen noch, nach fast einem Jahrtausend, sie bewährt sich auch in diesem größten der Kriege — die F e st u tl g slegende des Hauses Habsburg, sie beruht auf Wahrheit, sie wird sich auch in unserer Zeit bewähren — die Fe ftu n g Habsburg, sie ist mit der T reue ihrer Verteidiger unbezwinglich —- s i e w i r d ewig stehen! Dom Aabrmsrirt des Lebens. Anerkennung des Kaisers für die vortreffliche Haltung der nichtaktiven Offiziere im gegenwärtigen Keldzuge. Beteilung mit dem Militär-Jubiläumskreuze an die bereits am 2. Dezember. 1908 ernannt Gewesenen. Ein kaiserliches Handschreiben über die vortreffliche Haltung der nichtaktiven Offiziere im gegenwärtigen Feldzuge, denen das Militärjubiläumskreuz ausnahmslos zugesprochen wird, ist für die österreichische Judenschast von umso höherer Bedeutung, als gerade die jüdischen Offiziere meistens im subalternen Dienst stehen, zu den nichtaktiven zählen und dem' freien bürgerlichen Berufe angehören. Das Gros der jüdischen Offiziere gehört dem Offizierskorps der Reserve an. Hohe Befriedigung wird darum die Anerkennung der militärischen Fähigkeiten und Tugenden des Reserveoffizierskorps durch den obersten Kriegsherrn in allen Kreisen der Bevölkerung Hervorrufen. Kriegsauszeichnungen jüdischer Offiziere und Soldaten. Se. Majestät der Kaiser har verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes dem Stabsarzt Dr. Arnold Popper, Landw.-Infanterieregiment Nr. 3, für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dein Feinde: das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration dem Leutnant der Evidenz Ernst Pollak; das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Ass.-Arzt d. R. Dr. Jsak Klopper, Ins. Reg. Nr. 89 (A. H. der „Jordania"': das Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes dem Leutnant der Reserve Hermann Stern, 4. Regiment der Tiroler Jäger: ferner ernannt für glänzend hervorragende Leistungen vor dem Feinde zurrt Leutnant den Fähnrich Oskar R o s e n z w e i g, Landw.-Infanterieregiment Nr. 3. Silberne T a p f e r k e i t s m e d a i l l e erster K l a s s e: Rechnungsunterofsizier Max L i f s ch i tz, Husarenregiment Nr. 6; Kadett d. R. Emil Reich, Jnsanterieregiment Nr. 62: Zugssührer Jakob Gutwein, Pionierbataillon Nr. 4. Silberne T a p s e r k e i t s m e d a i l l e zweiter K lasse: Jnfarrterist Samuel K ö n i g, Landw.-Jnfanterieregiment Nr. 32; Korporal Moses Gruszow, Infanterieregiment Nr. 57; Stabsfeldwebel Max F u chs, Infanterieregiment Nr. 84: Fähnrich d. R. Rudolf L öw y, 'Feldkanonenregiment Nr. 33: Gefreiter Moriz Strudle r, Infanterieregiment Nr. 58. ' Belobende A n e r k e n n u n g des A rmeeo b e r k o m m a n d o s: Fähnrich d. R. Leo Deutsch und Rechnungsunterofsizier Benjamin H i r s ch, Infanterieregiment Nr. 22; Infanterist Berisch Besen recte Arbeit, Infanterieregiment Nr. 45; Tit.-Zugssührer Markus F risch m a n n und Korporal Engen K o h n, Infanterieregiment Nr. 52. Fähnrich i. R. im Infanterieregiment Nr. 18 leingerückt zum Infanterieregiment Nr. 42) Alfred P i ck aus Zebus bei Wegstädtl l Böhmen j hat für Patrouillendienste am Sanflusse die silberne Tapferkeitsmedaille erhalten und wurde zur Beförderung zum Leutnant vorgeschlagen. Rudolf Pollak, Leutnant d. R. im 40. Infanterieregiment, wurde, vor Lublin verwundet, mit der Allerhöchsten belobenden Anerkennung „in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde" ausgezeichnet. Der ältere Sohn des Olmützer Malzfabrikanten Josef B e r m a n n «Mitinhaber der Firma Ignaz und Wilhelm Brieß, Olmütz» diplomierter Ingenieur Victor Bermanrr, Fähnrich i. d. R. im k. k. Landwehrulanenregiment Nr. 1, erhielt in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde bei den letzten Karpathenkämpsen die silberne Tapserkeitsmedaille, welche ihm vom Erzherzog-Thronfolger persönlich angeheftet wurde. Ter jüngere Sohn Paul ertvarb sich schon vor einigen Monaten ebenfalls die silberne Tapferkeitsmedaille. Hauptmantl Teofil Pollak vom Jnf.-Reg. Nr. 50, Sohn des kais. Rates Albert Pollak, k. k. Hofantiguar in Salzburg, hat das Militärverdienstkreuz 3. Klasse samt Kriegsdekoration für tapferes Verhalten vor dem Feinde am serbischen Kriegsschauplatz erhalten. Die jüdisch-akademische Aukowinaer Landsmannschaft „Jordania". Die „Jordania", welche fast vollzählig im Felde steht, betrauert den Verlust ihres lieben Alten Herrn Ing. Jacob Rohrlich, Leutnant im 6t. Infanterieregiment, der bei Erstürmung einer feindlichen Stellung an der Spitze seines Bataillons bei Rohatyn fiel.

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