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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-01-01 · 1 (1.1.1915) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
1 (1.1.1915)
Date
1915-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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E9I » Seite 16 Dr. Bloch's Borträge in der Toynbeehalle (XX., Denisgaffe 33. Josefine Meudl-Wohlfahrtshaus). Freitag den 1. Jänner: Bibelvortrag, Religionslehrer Löw- Vogel. Samstag den 2 Jänner: Musikaufführung, gelltet von Prof. Stock. Sonntag den 3. Jänner: „Die Luftschiffahrt im Kriege." Vortrag mit Lichtbildern von Ingenieur Paul Bellak. Donnerstag den 6. Jänner: Streichquartett, geleitet von Tonkünstler Hugo Nichteuhauser. „Bech Haam" (Jüdisches Volksheim), (Wien, 16. Bezirk, Wurlitzergasse ,11). Samstag den 2. Jänner 1915, 7 Uhr abends, Vortrag Sr. Ehrw. Rabb. Dr. I. M. Vach: „Die Juden unter der Herrschaft großer Eroberer". — Mittwoch den 6. Jänner beginnt Rabbinatskandidat Bela Mischer einen Zyklus über Geschichte der Juden in Polen. — Anmeldungen von Vorträgen oder Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an Dr. M. Förster, 16. Bezirk, Thaliastraße 22, gelangen lassen. Lvcr Weiß- Fra« Laub, Frankfurt a. M., Allerheiligenstraße 26LK sucht ihren Schwiegersohn Aron Storch aus Görlitz bei Neu-Sandec und ihre Tochter Ferge Henni Storch geb. Miller, nebst l'/zjährigem Kind. Schwarz Adolf I., Mähr.-Ostrau, Bahnhofstraße 37, sucht seine Eltern Isaak Schwarz und Israel Adler samt Familie aus Kamionka-Strumilowa, zuletzt in Lemberg gewesen. Wenig Henne (Helene) aus Sanok wird gesucht von Jda Gutwillig, Jonas Vreitbart aus Turka wird von seiner Frau gesucht. Gef. Zuschriften an M. Pfeffer, Budapest, 7. Bezirk, Kiralyutcza 21, 11/49. Frau Bettler Rosck mit sieben Kindern, Israel, Abraham, Elias, Sutzmann, Antschel, Feige und Dewora Bettler, aus Narol wird gesucht von ihrem Manne Chaim Beitlrr, derzeit Graz, Karlauerplatz 4, bei Herrn Kaufmann. Familie Witop Abraham aus Przemysl, die sich in Böhmen oder Mähren aufhält, wird gesucht von Josef Rinde, Wien, 9. Bez, Grünetorgasse 13,9. Glattstem Salomon und Frau Emma geb. Weiser, mit vier Kindern, aus Schlodnica, werden gesucht von Frau Klara Weiser, Franzensbad, Kirchenstraße 15. Schnur Beinisch, derzeit Soborten bei Teplitz Nr. 103, sucht seinen Sohn Isaak Leib Schnür aus Grenbow und die Tochter Elka Kyra geb. Schnur. Keusch Markus, Rekonvaleszentenheim Stift Göttweig, Zimmer 17, Post. Fürth, sucht seinen Vater Isaak Fröhlich, seine Frau Sara Keusch und Kinder Elka und Dwojre. Engländer Meier Hersch samt Frau und Kinder wird gesucht von seinem Sohne Leibisch Engländer in Klein-Pöchlarn. Felsenstein-Spiegel Jakob, Gymnasiast, Golde, Rachel und Jochewed aus Stanislau werden gesucht von Abraham Spiegel, Altona an der Elbe, Parallelstraße 36/III. Brenner Abraham, beim 8. lllanenregiment, 2. Eskadron, 1. Zug in Koszeg, sucht seine Eltern Majer und Vreine Horn sowie seinen Schwager und Schwester, Israel und Chanzr Horn. Gedaljie Werbater, im Reseroespital Waidhosen a. d. Pübs, Turnhalle-Militärpflege, sucht sein: Frau El h Werbater, Tochter des Markus Jsak Austermann aus Tysmienica bei Stanislau. Frau Fanni Stein aus Stanislau, derzeit Wien, 2. Bezirk, Glockengüsse 8/7, bei Markstein, sucht ihren Sohn Nathan Stein und Leo Stein samt Familie. Ehrtag Ehana sucht ihre Eltern Schmarje und Jente Ehrtag, sowie die Großeltern Chajim Leib Weiser, beide aus Strzeliska bei Nooe-Bubka, Galizien. Nachricht erbeten an die israel. Kultusgemeinde Soborten bei Teplitz, Böhmen. Aaltritte aas dem Judentum vom 20. Dezember bis inkl. 26. Dezember 1914. Banmgarten Hugo, Dr., Werksarzt, geb. 16. Dezember 1881 in Wien, derzeit in Marburg. Grfinbanm Michael, Hilfsarbeiter, geb. 13. August 1884 in Promota bei Budapest, XVII., Antonigasse 101. Kessler Bernhard, geboren am 6. September 1896 in Wien XX., Karajang. 15. ' Klug Moritz Karl, Portier im Sanatorium Schweizerhof, geb- I. Februar 1866 in Wien, Krottendorf bei Graz. Henmann Elsa, Private, geboren am 19. Oktober 1892 in Prag, II, Stefaniestrasse 9. Spitzer Margarete, Erzieherin, geb. 17. Jänner 1889 in Wien, derz. Graz, zur römisch-katholischen Kirche. Witter Hermine, Hilfsarbeilerin, geb. 2. August 1898 in Wien, XVI., Thalheimergasse 33. Wochenschrift Nr. i Das' Ersatzvepot der 5. Traindivision in Preszburg richtete an den Feldrabüiner Dr. Funk das Ersuchen, die militärseelsorgerischen Funktionen auch bei den russischen Gefangenen, welche in der Trainkaserne interniert sind, zu versehen. Dr. Funk wurde aus diesem Anlasse durch den diensthabenden Leutnant Dr. Löwy zu bett Gefangenen geführt. Mit Freudentränen irr den Augetr nahmen sie Gebetriemen und Gebetbücher in Empfang und nun zündete Dr. Funk das Chanukalicht in Begleitung einer alle Herzen ergreifenden Rede an, in welcher er auf den Geist der wahren Humanität der österreichischen Kriegsleitung hinwies, welche auch für die religiösen Bedürfnisse der Gefangenen in gleich liebevollster Weise Fürsorge trage. Von unvergeßlicher Weihe war der Moment, als die Gefangenen auf Anregung des Feldrabbiners begeistert ausriefen: -leclii lia Kaiser Kranz .losef horischon. worauf diese gemeinschaftlich das Abendgebet verrichteten. Die an das Rabbinal Nikolsburg von Herrn B. Seiden geleitete Mödlinger „Vrockensammlung" für die galizischen Flüchtlinge in Nikolsburg. Kultusgemeinde Kr. 20.50; Dr. Brust Kr. 20.—; H. Smetana, Dr. I. Schwarz, Jos. Fischer, Segall, S. Rott je Kr. 10.—; W. Zwirschitz, Donnenbaum, Stransky, Langfelder, M. Neumann, N. Freiwirt, Jgn. Rosenzweig, F. Diamant, I. Kaufmann, I. Rosenthal, Henriette Mose, Dr. Dreikurs, Kaufmann Betti, Seiden je Kr. 5.—; Jgn. Falk, Singer Heinrich je Kr. 4.—; Eisler, Johanna Müller, Schalk je Kr. 3.—; S. Fröhlich, H. Tauber, Jul. Rosenzweig, Lazar Singer, Rosenfeld, Feiner, Monka, Rosenfeld, Jgn. Klein, Dr.^Rappa, Leichtner je Kr. 2.—; Emil Pollak, Willheim je Kr. 1.—; zusammen Kronen 201.50. Ferner Kleider und Wäsche von den Familien Belai, Diamant, Eisler Fischer, Freund, Groß, Hugo. Kaufmann, Klein, Lichtblau, Doktor Löwe, Moses, Müller, A. und N. Neurat, Julius und Ignaz Rosenzweig, Rosenfeld, Dr. Schwarz, Seiden, Singer, Stößler, Smetana-Wien, Dr. Weiß und I. Weiß, Willheim u. Wolf-Wien. Ferner 300 Stück Seife durch Herrn Diamant. Weitere Speno e n: 1 Faß Petroleum von der Vacuum Oil Komp., Wien, Gras Suppenwürfel von der Firma Ebel und Eisner, Troppau, „Ceres" Speisefette von der Firma „Ceres", 1 Waggon Kohle aus dem Schacht Marienzeche-Dubnian >oon.. Herr« >Dr.- R/ Emeyner, Wien. Rofenberg. Im Monate November 1914 kamen 24 galizische Flüchtlinge jüdischer Konfession in der Stadt Rosenberg an. Sie waren ohne jegliche Nahrungsmittel und nur mit der notdürftigsten Kleidung versehen. Da die Zeit zur Besorgung von dauernden Unterkünften zu kurz war, bemühten sich in menschenfreutrdlicher Weise Herr Gendarmeriepostenkommandant Wachtmeister Karl Richter, ein Katholik, sowie Herr Rabbiner Viktor Glanzberg, diesem Uebelstande raschest abzuhelfen. Sofort requirierten beide die notwendigen Unterkünfte, um den bedauernswerten Flüchtlingen, besonders Kindern und Greisen, nach einer langen Reise ein gutes Nachtlager zu bieten. Auch mit ritueller Kost konnten sie gespeist werden. Um noch ein Uebriges zu tun, unterstützten die beiden genannten Wohltäter die bedauernswerten Flüchtlinge auch noch aus eigenen Mitteln, wofür .ihnen hiermit öffentlich innigster Dank gesagt sei. Möge dieses Beispiel wahrer Nächstenliebe auch anderwärts Nachahmung finden. M. B. Mähr.-Ostrau. Zweien jüdischen Veranstaltungen haben wir in unserer Stadt am jüngsten Chanukafeste angewohnt, die der Jugend galten und einen ausgezeichneten Verlaus nahmen. Am Sonntag, dem zweiten Chanuka-Abend, veranstaltete die Talmud- Thora-Schule im Turnsaale der israelitischen Volksschule eine Feier für ihre Zöglinge. Nachdem ein Knabe das Ai;i; mv musterhaft vorgebetet hatte, zündete ein anderer Knabe unter Rezitierung der Benediktionen die Hhanukalichter an, worauf von einem dritten als Solo das .“.«ui-r.-.us h:i <i i! und dann von der ganzen Jugend das ch.i.i»/. /.uigesungen wurde. Ein deutsches und ein hebräisches Gedicht wurde von je einem Schüler vorgetragen und die Haiiuu h angestimmt. Hieraus wurden die 80 Kinder der Talmud-Thora- Schule mit Geschenken bedacht. Herr Dr. F a e r b e r richtete eine Ansprache an die Kinder, erläuterte die Bedeutung des Chanuka und forderte zur Dankbarkeit gegen die Freunde und Gönner der Schule, namentlich gegen den Vorstand des Bethamidrasch-Vereines und gegen den Kaiser, den Schutzherrn der Kinder, auf. Es

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