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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-01-01 · 1 (1.1.1915) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
1 (1.1.1915)
Date
1915-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 1 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 15 Wien. (Kaiserlicher Dank.) Se. Exzellenz der Bürgermeister der Stadt Wien Herr Dr. Richard Weis-' k i r ch n e r hat an den k. u. k. Hof-Photographen Herrn S. W e i tz m a n n als Obmann des Bcthansvorstandes für den XVI. und XVII. Bezirk folgendes Schreiben gerichtet: Pr.-Z. 16764 rx 19'4. Wien, am 22. Dezember 19l4. Seine Exzellenz der Herr k. k. Statthalter im Erzherzogtum Oesterreich unter der Enns hat im Allerhöchsten Aufträge für die von Gemeindemitgliedern sowie von der Schuljugend des XVI. und XVII. Bezirkes anläßlich des 66. Jahrestages der Allerhöchsten Thronbesteigung telegraphisch zum Ausdruck gebrachte alleruntertänigste Loyalitätskunrlgebung den Beteiligten den Allerhöchsten Dank bekanntgegeben. Ich beehre mich, dem geehrten Präsidium zufolge Erlasses der k. k. n.-ö. Statthalterei vom 17. Dezember 1. J.,Pr.-Z. 2913/1, hievon Kenntnis zu geben. Der Bürgerm(ister; W e i s k i r c h n e r m. p. Kaiserlicher Dank. Bürgermeister Dr. Weiskirchner hat an das Präsidium der Kommission zur Verpflegung derFlüchtl i n g e aus Galizien und der Bukowina zu Händen des Kommerzialrates S. Rosenzweig folgendes Schreiben gerichtet: „Seine Exzellenz der Herr k. k. Statthalter im Erzherzogtum Oesterreich unter der Enns hat im Allerhöchsten Aufträge für die von den Flüchtlingen aus Galizien und der Bukowina anläßlich des 66. Jahrestages der Allerhöchsten Thronbesteigung telegraphisch zum Ausdruck gebrachte alleruneertänigste Loyalitätskundgebung beit Beteiligten den Allerhöchsten Dank bekanntgegeben." Zur Chanukaseier der Weiblichen Fürsorge. Die anonymen Spender, namentlich „Kleine Edith", welche infolge Aufrufes in diesem Blatte zu Frl. S ch u r Spenden an Geld oder Süßigkeiten schickten, werden gebeten, auf diesem Wege den Dank der „Fürsorge" entgegenzunehmen. Es sei noch erwähnt, daß Frau Amalie Brüll die Greisinnenfürsorge in der Tempelgasse und Frau Ingenieur Gelb haus den Mariahilfer Verein int Tempel des 15. Bezirkes bei der Feier vertreten haben. Wien. Herr Edmund F r i e d, Beamter der israelitischen Kultusgemeinde, wurde ain 21. Dezember 1914 im Senatssaale der Wiener Universität zum Doktor der Rechte promoviert. Unter dem erlesenen Publikum bemerkte man Frau Dr. Grunwald, Herrn akad. Maler Professor David Kohn und Frau, den Ersten Sekretär der israelitischen Kultusgemeinde kais. Rat Dr. Theodor L i e b e n u. a. Wien. (Promotion.) Herr Albert Weiner, Hörer der Theologischen Lehranstalt, wurde Mittwoch, den 23. Dezember, an der Universität zum Doktor der Philosophie promoviert. Wien. Am 19. Dezember feierte der im 20. Bezirk wegen seiner philanthropischen Wirksamkeit bekannte Herr Josef Kohn seinen 69. Geburtstag. Zahlreiche Freunde und Verehrer nahmen Anlaß, ihm Zeichen der Sympathien darzubringen. Der Frauen-Wohltätigkeitsverein hatte in der letzten Generalversammlung Herrn Josef Kohn zum Ehrenmitglied ernannt. Die Präsidentin dieses Vereines, Frau Dr. Emilie Weiß, überbrachte an der Spitze ihrer Vorstandsdamen Herrn Josef Kohn das Ehrendiplom. Die Frau Präsidentin wies gleichzeitig auf die besonderen Verdienste hin, die sich der Gefeierte sowie dessen Frau, die wackere Vizepräsidentin des Frauen-Wohltätigkeitsvereins, um den Verein erworben. Im Namen des Vereins „Die Brüder" würdigte der Obmann Herr Weiner die Verdienste des Herrn I. Kohn als Obmannstellvertreters des Vereins und alberbrachte ihm die Urkunde über die von beiden genannten Vereinen gewidmete Josef Kohn-Stiftung. Auch der Tempelverein, zu dessen Vorstandsmitgliedern Herr Josef Kohn zählte, entsandre eine Deputation, die dem Gefeierten für seine vorzüglichen Dienste, die er durch Jahre dem Verein geleistet, den besten Dank des Vorstandes zum Ausdruck brachte. Herr Josef Kohn dankte gerührt den Erschienenen für die freundlichen Worte und versprach, auch fernerhin der ihm am Herzen liegenden Vereine zu gedenken. I. F. Rosalia Hofbauer s A. Mittwoch am 6. Tewes (20. Dezember) verschied hier Frau Rosalia Hofbauer im 59. Jahre ihres gottgeweihten Lebens, tie,betrauert von ihrem ebenbürtigen Gatten, ihren Kindern und Verwandten und von einem außerordentlich großen Bekanntenkreis. Was für eine Heldin Frau Rosalia Hofbauer s. A. auf dem ÄZohltätigteitsfelde gewesen, beweist der Umstand, daß während ihrer achttägigen Krankheit tausende Männer, Frauen und Kinder mit tränenden Augen zu Gott flehten, er möge ihnen ihre Gönnerin und Freundin erhalten. Frau Rosalia Hosbauer war nämlich — ohne Uebertreibung — eine zärtliche Mutter der armen Jehudim. Sie weilte und schaffte den größten Teil des Tages und Abends, zuweilen bis in die späte Nacht, bei ihren geliebten „armen Kindern" in der in orthodoxem Sinne geleiteten Ausspeisungsanstalt „Einheit", die von tatkräftigen Männern, an deren Spitze ihr Gatte steht, ins Leben gerufen wurde und mit großen Opfern erhalten wird. Die überaus große Beteiligung sämtlicher Schichten der Bevölkerung an dem Leichenbegängnisse, we'ches Donnerstag vormittags vom Hause aus stattgefunden, beweist, welcher Verehrung und Wertschätzung sich Frau Rosalia Hofbauer auch als Prinzipalin der Firma A. & B Hofbauer erfreute infolge ihrer Freundlichkeit und Eharakterreinheit, ihrer Berufstüchtigkeit und ihres unermüdlichen Fleißes. An dem Sarge dieser Esches Chajil haben ihr Gatte und ihr Sohn Worte des Dankes gesprochen, weil sie als Gattin und Mutter auf der Höhe ihrer Aufgabe gestanden. Würdige Hespedim widmeten ihr Herr Rabbinatsassessor I. Baumgarten in Vertretung des Schiffschulrabbiners, ferner Herr Rabbiner Moritz Fle.sch (Haum perschul) als Neffe im Namen der Verwandten. Es sprachen noch Herr Moritz Felsenburg, Vorstandsmitglied der „Einheit", und Herr Samuel Pollitzer im Namen des Geschäftspersonals. Oberkantor Müller rezitierte in meisterhafter Weise das El mole rachamim. Die Kewure fand Freitag unter zahlreicher Beteiligung Wiener Gäste in Preßburg statt, wo Herr Rabbiner Schenk aus Wien den Schlußhesped hielt. Den in kurzer Zeit so sehr schwer heimgesuchten Familien in Wien, Berlin und Luzern wendet sich allgemeine Teilnahme zu ob des unersetzlichen Verlustes ihres kostbarsten Familienfchmuckes, wozu ihnen Gott seine Nechomy in reichem Maße verleihen möge. Verein „Machsike hadath“ zur unentgeltlichen Ausspeisung armer zugereister Kranker Wien, 11., Ob. Augartenstraße 40. Für die notleidenden Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina sind dem Vereine Machsike Hadath, 2. Bezirk, Obere Augartenstraße 40. zur unentgeltlichen Ausspeisung weitere Spenden zugegangen. Sammlung durch Frau S. Franzos 150 Kr., Sammlung durch Frau Laura Splitter 25 Kr., Mendel Sonnenschein durch Frau März 40 Kr., Zugsführer Rappaport durch Frommer 20 Kr., S. M. E. durch Simon Tiffer 20 Kr., derselbe für Talmud Thora 10 Kr., Schriftsteller Elias Lehr 18 Kr., Beruh. Hohenberg durch Splitter 10 Kr., Sammlung Abend 10 Kr., Rosenzweig, Zoorow 10 Kr., Otto Lasus durch Frau Lina März 10 Kr.. Berger, Podwoloczysk, Sammlung Blocks 10 Kr., Osias Steinfeld 5 Kr., Jakob Splitter 6 Kr., Frau Brabitz durch Frau Sporer 5 Kr., Robert Altschul 4 Kr., Jakob Beckmann pro Dezember 4 Kr., Frau Dr. Schütz 4 Kr.. Meitner aus Lasse 2 Kr., Frau Kurzer 2 Kr., Sammlung durch Ascher Banot bei I. Klang. Przemysl 2 Kr., bei Friedmann, Krakau- 2 Kr., bei Israel Kanner Rzeszow 2 Kr., bei Benedikt Suser, . Krakau 2 Kr., bei A. Weisselberg, Ezernowitz 2 Kr., bei M Junk er, Krakau 2 Kr . bei Ch. Künzler, Rzeszow 2 Kr., bei S. Drumer, Krakau 1 Kr., bei N. Apfelbaum, Podgorze 1 Kr., bei H. Seidenfrau, Podgorze 2 Kr., bei I. Spira, Krakau 1 Kr., bei I. Steinbach Krakau 1 Kr., bei M. Roßbach, Wieliczka 2 Kr., Mar Tandler Holeschau 5 Kr.. Markus Knoll, Krakau 2 Kr., Banot Mendel 10 Kr., Mar T ffct 10 Kr., Mar Keller 4 Kr., Sami Lang 1.40 Kr., Schok 6 Kr., Talmud Thora Kr. 68.40, Summe Kr. 505.80, früher Kr. 3923.80, zusammen Kr. 4428.60. Men. In der Toynbeehalle, XX-, Denisgasse 33, sindet unter Leitung des Obmannstellvertreters Karl Freund Sonntag, den 3. Januar 1915, präzise 1 .,3 Uhr nachmittags, ein Kindernachmittag mit Festjause sür über 320 Flüchtlingskinder statt.

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