Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 51 (25.12.1914)
- Date
- 1914-12-25
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 51 Dr. Bloch's Anläßlich des Ablebens des sel. Adolf Preiß: Ältar Preiß (für Flüchtlinge) 50 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sei. Markus Siebenfchein: Emil Weffely 20 Kronen, Karl Wessely 20, zusammen 40 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sei. Samuel Jellinek: Hedwig Jellinek 10 Kronen, Friedrich Jellinek 10, M. Knöpfelmacher 10, zusammen 30 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sel. Henriette Blumenfeld: Mar, Isidor, Willi Stiglitz 30 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sel. Fanny Langer: Familie Langer 10 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel. Baruch Lindenbaum: Dr. Jakob Adolf, Wien 20 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sei. Bernhard Löwenhrrz: Mar Parnas 10 Kronen, Rosa LöwenheiZ 10, Dr. Heinrich Löwenherz 10, Dr. Brom. Slomniczky 10 (sämtliche für Flüchtlinge), zusammen 40 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel. Salomon Peretz: Adolf Groß 10 Kronen, Dr. S. Stimmer 20, Hani Weiß 10, zusammen 40 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sei. Cäcilie Horn: Julius Razersdorfer (für Flüchtlinge) 50 Kronen, Sigmund Razersdorfer (für Flüchtlinge) 20, Julius Stern 50, Leopold Hutter, k. k. Kommerzialrat 20, Leonie und Hilda 15, Rudolf Pichler 50, Dr. Kamil Kraus und Frau 20, Dr. Josef Stern 20, Dr. Ierome Stern 20, Mar Stern 20, Julius Schwarz 40, Relly Marmorel 15, zusammen 340 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sel. Josefa Husser: Anna und Gustav Husser 10 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel. Phil pp Götzl: Familie Minds 20 Kronen, Josef Rosenthal 20, Ada Teichner 20, Ialob Deutsch 10, Joses Weißkopf 10, Ignaz Krebs 10, Robert Kern 20, Ignatz Götzl 10, zusammen 120 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel. Hermann Plrß: Julius Kunies 10 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sei. Moriz Frankfurter: Jakob und Hugo Frankfurter 20 Kronen, Familie Leopold Ettinger 30, Sigmund Mahner 20, Familie Kath. Brunner 30, zusammen 100 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sel. Therese Meifel: Dr. Fried 10 Kronen, Dr. Emil Meisel 20, I. Meisei 10, P. Ordl 4, zusammen 44 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel. Eduard Rittermann: Josef und . Helene Hatschek 50 Kronen, Dr. Heinrich Benes (für Flüchtlings) 20, Dr. Julius Adler (für Flüchtlinge) 20, zusammen 90 Kronen. Anläßlich des Ablebens des ä'el. Oskar Schick: Wilhelm Schick 10 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel. Bernhard Österreicher: Frau Bernhard Oesterreicher 50 Kronen, Geschwister Oesterreicher 50, zusammen 100 Kronen (für isr. Flüchtlinge in Nikolsburg). Anläßlich des Ablebens der sel. Ilona Hrrl'mger: Familie Wolrichstein 20 Kronen, M. D. Wolrichstein 20, Familie Hugo Rauchberg 10, Familie Arthur Rauchberg 10, zusammen 60 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sel. Katharina Spiegler: Sig. Böhm 500 Kronen, Heinrich Böhm 100, Ignatz Gewitsch 50, Th. A. Kann 40, Leo Kann 20, Albert Tauber 20, zusammen 730 Kronen (für Flüchtlinge). Sulzer-Konzert. Professor Joses Sulzer, der ausgezeichnete Künstler, der nicht nur als hochbegabter Komponist und Violinvirtuose ersten Ranges, sondern auch als Konservator der unsterblichen Synagogengesänge seines vor fünfundzwanzig Jahren verstorbenen Vaters zu den Zierden des Judentums zahlt, veranstaltet D i e n s t a g, den 5. Januar, im großen Musikvereinssaale unter Mitwirkung der Kammersängerin Lucie W e i d t, des Kammervirtuosen Professor Alfred Grünfeld, des Hosopernsängers Josef Schwarz, des Wiener Tonkünstlerorchesters unter der Leitung Rudolf N i l i u s und einer Chorvereinigung von Herren und Damen ein Konzert zugunsten des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes, dessen Protektorat Se. Hoheit Hilmi H us se in P a s cha, kais. ottom. Botschafter, übernommen hat. Das interessante Programm enthält u. a. Psalm 111 von S. Sulz er, für Solo, Chor und Orchester, welchen der verewigte Meister anläßlich der Thronbesteigung unseres Kaisers (1848) komponiert hat. Professor Josef Sulzer wird dieses ebenso feierliche wie effektvolle Werk dirigieren, desgleichen die von ihm selbst komponierte türkische Volkshymne für Chor und Orchester. Außerdem wird der Künstler jene Violon- Wochenschrist Seite ros cellpiecen zum Vortrage bringen, die gelegentlich seiner Produktion vor dem Sultan dessen besonderes Wohlgefallen erregten. Wie noch erinnerlich, wurde Professor Josef Sulzer im Vorjahre die Ehre zuteil, zu einem Hofkonzerte in Konstantinopel eingeladen zu werden, und er wurde damals seitens des Sultans durch einen hohen Orden und kostbare Geschenke ausgezeichnet. Für das am 5. Januar stattsindende Konzert Sulzers gibt sich bereits ein großes Interesse kund. Sitze können an der Musikvereinskassa, I., Lothringerstraße, vorgemerkt werden. Eingesendet. Geehrte Redaktion! Mit Bezugnahme aus die in Ihrem gesch. Blatte erfolgten Anregungen der Herren Rabbiner Doktor Friediger (Oderberg» und Emil Jellinek (Wien) betreffs der Aktion zur Wiedervereinigung auf der Flucht getrennter galizischer Familien erlaube ich mir folgen des mitzuteilen: In Nikolsburg sammelt seil Monaten der Kollege Rabbiner Dr. Lewi n die Listen, resp. Namen der in Mähren, Böhmen und Ungarn untergebrachten Flüchtlinge und es gelang ihm bereits in vielen Fällen, getrennte Familienglieder einander zuzuführen. Ta sein Sammlungsmaterial weit über 40.000 Namen schon jetzt umfaßt, wäre es meines Erachtens sehr wichtig, diese übergroße Arbeit vorerst zu fördern oder sie zur Grundlage der angeregten Wiener Aktion zu machen. Im vorhinein dankt für eine srdl. Ausnahme dieser Zeilen ergebenst Rabbiner R. F. Eingesendet. Verehrliche Redaktion? Ein Vorgehen mangelnder Rücksichtnahme gegen einen hochverdienten Künstler wird gegenwärtig in weiten Kreisen lebhaft besprochen und verdient, an dieser Stelle getadelt zu werden. Seit vielen Wochen ist es bekannt, daß Professor Josef Sulzer am 5. Januar unter dem Protektorate Se. Hoheit des kais. ottom. Botschafters Hilmi Hussein Pascha zugunsten des Roten K r e u z e s und des Roten Halbmondes ein Konzert veranstaltet. Da muß es denn peinlich berühren, wenn eine jüdische Wohltätigkeitsinstitution im Vereine mit einer jüdischen Primadonna und dem jüdischen Inhaber eines Konzertbureaus nachträglich gerade den 5. Januar wählen, um dem Sulzerschen Konzerte durch die Abhaltung eines „Wohltätigkeitskonzertes" Konkurrenz zu machen, obwohl sich für das alljährlich stattsindende „Zufluchtskonzert" ohne Mühe ein anderer geeigneter Tag hätte wählen lassen. Schon der Name Sulzer und sein künstlerischer Rang hätten eine Rücksichtnahme verdient. Daß man im Publikum dieses Vorgehen richtig zu schätzen weiß, wird sich ja zeigen. Hochachtungsvoll E. v. P. Borsteher Dr. Hermann Lötvi s. SK. Mittwoch den 23. b. M. verschied nach langem schweren Leiden der Bethausvorsteher und ehemalige Kultusvorsteher Med. Dr. Hermann L ö w i, eine der bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten des II. Bezirkes, ein treuer Jude, der mit aller Innigkeit und Zärtlichkeit unserer Glaubensgemeinschaft anhing und jederzeit mit warmem Herzen für das Judentum eintrat, ein Freund der Armen, die in ihm einen Helfer und Beschützer verlieren. Er hinterläßt außer der treuen Gattin zwei Söhne, bekannte Aerzte, beide im Kriegsdienste wirkend. Der eine, fern von der Heimat, im Feldsanitätsdienste tätig. Das Leichenbegängnis findet heute Freitag den 25. d. M. um 10 Uhr Vonnittags vom Trauerhause, II., Novaragasse 20, statt.