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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-12-25 · 51 (25.12.1914) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
51 (25.12.1914)
Date
1914-12-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite SW Dr. OlSch s der er angohärte, hatte die Aufgabe erhalten, das Fort Sainte-Catherine in Trümmer zu schießen. Sie hat diese Aufgabe ganz allein gelöst. Dann wurden die zwei Mörser vorgeschoben und der Angriff gegen ein Fort der inneren Befestigungslinie gerichtet. Dabei kam es zu einem regelrechten Geschützduell mit den schweren Schiffskanonen, die die Engländer zur Unterstützung der Belgier hevangeschleppt hatten. Die Engländer schossen schlecht. Bloß, einmal schlug eine englische Granate in der Nähe der österreichischen Batterie ein. Sie bohrte einen riesigen Trichter in die Erde und verschüttete die österreichischen Kanoniere, die nicht weit davon in einem Verbindungsgraben standen, bis über die Brüste Unsere Braven halfen sich bald, und der nächste Schuß, den sie abgaben, vernichtete die englischen Geschütze und ihre Bedienungsmannschaft. Bald darauf wurdeneinige unserer Artilleristen, darunter der Vormeister Wolf Rosen streich, zur Dekoration vorgeschlagen. Die Auszeichnung erreichte ihn aber erst jetzt in Wien im Spital, wohin er wegen einer Erkrankung gebracht worden, die er sich bei einer späteren Kommandierung in der Armee Hindenburgs zugezogen hat. Nach Russische-Polen war er als einer der älteren, für die Bedienung der Mörser abgerichteten Festungsartilleristen besohlen worden. Leutnant Koöert Zweig. Der Gesellschafter der Firma Adolf Pollat (Joachim Pollaks Sohn) "in Proßnitz, Robert Zweig, der als Leutnant ins Feld gerückt ist und sich als Bataillonsadjutant im Landsturmregiment Nr. 13 durch seine Tapferkeit hervdrgetan hat, fand in heldenmütiger Pflichterfüllung auf dem nördlichen Kriegsschauplatz den Tod. Leutnant Zweig wurde durch die Verleihung des Signum laudis ausgezeichnet. Kauptmanu Körnet Kchneeöerger. Hauptmann Körnet S ch n e e b e r g e r, kroatisches Jnsanterie-Reg. Nr. 96, geriet am 23. September südlich von Kurmuva mit. zwei Kompagnien des Regiments in eine Situation, wie sie grotesker und gefährlicher wohl nicht «gedacht werden kann: er stand plötzlich, ohne es gewollt -zu haben — und zwar während eines stürmisch wogenden Gefechtes — irrt Rücken des Gegners. Er war also , abgeschnitten. Ein anderer hätte sich vielleicht ergeben. Hauptmann Schneeber.ger aber, immer selbst mit dem Gewehr in der Hand, setzte die kaiserlichen Bajonette bei den Russen in Respekt: er zwang nicht nur die feindlichen Batterien zum Rückzuge (und rettete dadurch eine schwierige Situation anderer Truppen), er schlug sich auch mit beiden Kompagnien durch die Front des Heindes zum Regiment Nr. 96 durch. Er trägt jetzt das Militärverdienftkrenz mit dem Lorbeerkranz. Wochenschrift Nr. Li Abenteuer in den Karpathen. Gefreiter Leo Holländer hat sich in den Kämpfen in den Karpathen ausgezeichnet. Er war mit einigen Leuten auf eine Bergspitze als Vorhut beordert. Tage lang warteten sie oben in dem eisigen Schneegestöber. Die Nachbarwachen auf der jenseitigen Bergspitze hatten schon vor zwei Tagen das Signal gegeben, datz sie befreit seien. Die Mannschaft Holländers, vier ungarische Burschen, froren, hungerten und waren sehr ' ermüdet. Eines' Nachts' würde die" lÄiüatio'n 'schließlich unerträglich. Der Proviant war ausgegangen, Ablösung kam keine, Feuer durfte keines gemacht werden, sie mußten also ihren Wachposten verlassen und der russischen Vorhut entgegengehen. Holländer ordnete dies also auch an. Zn dichtem Schneegestöber einander die Hand reichend, machten sie sich aus den Weg. Plötzlich schallt es durch den Nebel: Stoj! (Halt). Sechzehn sibirische Soldaten und ein Offizier kamen aus dem Schneegestöber zunl Vorschein. Gefreiter Leo Holländer kommandiert Feuer und sie griffen die vierfache klebermacht an. Es entsteht ein fürchterliches Handgemenge im Schnee. Holländer schießt, sticht, schlägt zu, bis er schließlich das Bewußtsein verliert. Als er zu sich kam, sieht er sich in einem Spitale von Homonna, neben ihm wacht einer seiner Burschen, der ihm dann erzählt: „Herr Gefreiter haben allein drei Russen niedergeschossen, auch wir haben vier niedergemacht und die anderen haben sich ergeben." Wie sich später herausstellte, ist Holländer fast erfroren, blutüberströmt aus dem Schauplätze des Gefechtes liegen geblieben uird wurde erst nach zehn Stunden von Sanitätssoldaten geholt. Jetzt geht er seiner Genesung entgegen und ist in Erwartung der ihm zuteil gewordenen Auszeichnung. Holländer ist in Zivil Produktenhändler. Auszeichnungen jüdischer Kieger mit dem Eisernen Kreuze. (Bisher wurden 1108 milgeteilt, in der vorliegenden Nummer 80, zusammen 1188.) Berlin. Georg Ving, Vizewachtmeister, Mitinhaber der Firma Gustav Hamel u. Co.; Zul. Cohn, Unteroffizier d. R. in einer Fernsprechabteilung,- Dr. med. Otto Elk an, Stabsarzt im Feldlazarett 6 des Gardekorps, Genthinerstraße 16; Bruno E i s e r m a n n, Vizefeldwcbrl d. R. im Infanterieregiment Nr. 20, Beamter der Stadtzenträle der Diskonto-Gesellschaft (inzwischen gefallen); Wilhelm Fein, Unteroffizier d. L., Ingenieur bei den Siemens-Schuckert-Werken; Sie gm uni) H i r sch, Vizewachtmeister d. R. im 2. Garde-Ulanenregiment, Sohn von Aron Hirsch, Betriebsdirektor der Hirsch Kupfer- und Messingwerke A.-E.; er stümmt aus dem Hause H.-Halberstadt; Walter Lesser, Unteroffizier d. R.; Otto Rosenfeld, Einj.-Freiw.-Unteroffizier im Kaiser-Alerander-Regiment, auch zum Vizefeldwebel befördert; Dr. Th. Rachwalsky, Bat.-Arzt in einem Infanterieregiment i. Ost.; Ludwig Reichenheim, Leutnant d. R., Schwiegersohn des Geh. Kommerzienrats Mar Steinthal; Dr. Walter Sobernheim, Rittmeister d. R., Kommerzienrat, General-

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