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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-12-18 · 50 (18.12.1914) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
50 (18.12.1914)
Date
1914-12-18
Page
– (sequence 11)
Language
German
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'Jlr. 50 Dr. Blach'S Wochenschrift Seite 883 Anhalt Abraham aus Oleczyce, derzeit in Radmnysl bei Strakowic bei Herrn Nowak, sucht seine Tochter Sara Anhalt. Mautner Juda Leib aus Beiz wird gesucht von seiner Frpu und seinem Schwiegervater Aron Lorenz, derzeit Klein-Pöchlarn, Niederösterreich. Familie Faust Adolf aus Tarnow wird gesucht von W. Manheit, München, Edlingerplatz 2. Die Familien: Wäksberg Pinms, Brand Baruch, Zinger David, Ruh Leib (aus Tarnow), Neumann Isaak (aus Radomyfl- Wielki) werden gesucht von E. Buchsbaum, Frankfurt a. M., Königswarterstratze 8a. Schlom David, derzeit Kantor in Budapest, Tisza Kalman-ter 13, sucht seine Schwester Rosa Ziegellaub und seine zwei Brüder Moritz und Hermann Schlom aus Kolomea. Schauben Chajim aus Mikulnice sucht seinen Sohn Ephraim Schauben, Steueramtsoffiziant in Mikulnice, ist nach Biala- Bielitz gefahren, wohin die Finanzdirektion angeblich üdersiedelte. _ Späth Ignatz aus Tarnow sucht seine Eltern Josef und Sida Späth nebst Geschwister. Anfragen an Ludwig Weil, Wolin. Anger M. H., Teplitz-Schönau, Dammstrahe 18, sucht seine Angehörigen Schabse Anger, Mosche Rand, Mosche Hersch aus Gorlice, Josef und Rechel Ernich, Leib und Debora Genger aus Neu-Sandez. Markus Amalie aus Przempslany, derzeit Wien, 20. Bez., Denisgasse 7, Tür 14a, sucht ihren Mann Moses Markus und ihre Kinder Samuel mit dem Dienstmädchen und Friedericke mit der Amme. Genfer Ascher aus Czernowitz, verwundet iin Landwehrspital in Teschen, sucht seinen Vater Hersch. Wolf Leib zeigt seinem Schwiegervater Jakob Altziller, der in Wien sich aufhalten soll, an, daß er (Wolf) im Teschener Landwehrspital verwundet liegt, wohin ihm der Schwiegervater schreiben und die Adresse genau angeben möge. Kurz Rosalia aus Dembiza sucht ihre Eltern Hermann und Rachela Kurz, ferner ihre Geschwister Sala, Moritz, Eva und Mayer Kurz. — Rosalia Kurz befindet sich derzeit bei der Familie Brecher, Graz, Joaneumring 5, 3. Stock. Braun Samuel, Studierender aus Krakau-Antwerpen, sucht seinen Cousin, den stud. jur. M. Neiger aus Krakau. Angaben erbeten an Samuel Braun, Prag I, Poste restante. Gottlieb Eisig aus Chodorow bei Lemberg sucht seineEltern Alter und Golde Gottlieb aus Chodorow bei Lemberg, die er auf der Flucht verloren. Wer von ihnen irgend em: Kunde hat, schreibe an das Bezirksrabbinat in Damboritz via Brünn, Mähren. Sara Jabloniska, derzeit in Mistelbach, Hauptplatz 38, Riederösterxeich, sucht ihren Mann David Jabloniska aus Radom, Russisch- Polen. Jchel Weinberger aus Nawaruska, derzeit in Bodenbach a. E., Theodor Körnergasse 627, sucht die Familie Kalmen Ehrenpreis aus Lemberg und die Familie Haberstaub aus Rawaruska. Jakob Endenberg, recte Sambnl, Infanterist aus Krowica-Lassowa bei Jaroslau, derzeit in Karlsbad im Rekonvaleszentenspital ,,Hotel Trautwein", sucht seine Familie, und zwar seine Frau Rifka Endenberg und seine zwei Kinder Beila Lea und Frimet. Korrespondenzen. Line Predigt in der Alserkirche. In Nr. 48 der »Oesterreichischen Wochenschrift« von Dr. Bloch, Ausgabe vom 4. d. M., ward in der Rubrik »Briefkasten der Redaktion« erwähnt, daß ein »geistlicher Herr« der Kirche in der Alserstrasse in öffentlicher Predigt in bezug der Greueltaten der Kosaken in Galizien die Gläubigen damit zu trösten versuchte, daß die Geplünderten und Gemordeten doch nur Menschen mit »Peikes« sind. Wie aus der nachstehenden Zuschrift ersichtlich, wurde der Herr Pfarrer der genannten Kirche schriftlich über den Vorgang befragt und derselbe sendet uns folgende Berichtigung: Geehrte Redaktion! Bezugnehmend auf diese Zuschrift, erlaube ich mir an die geehrte Redaktion die Bitte zu richten, die Briefkastennotiz Ihres Blattes dahin zu berichtigen, daß nach sorgsam eingeholter Information kein an der Pfarrkirche Alservorstadt angestellter Geistlicher eine auch nur annähernd ähnliche Aeußerung in der Predigt gemacht hat. Es könnte sich nur um einen fremden Priester handeln, der vom 29. November bis 10. Dezember Kriegspredigten in der genannten Kirche gehalten hat. Allein auch dieser fremde Priester hat nicht derart Anstößiges gesagt, obwohl er mehrmals auf die Juden zu sprechen kam. Es könnte nur seine Aeußerung: »Nun was haben wir bisher verloren? Galizien — Nun das ist ja nur ein Land, in dem die meisten Einwohner nur Leute mit Peikeles sind,« derartig entstellt worden sein. Es ist daher ganz und gar ausgeschlossen daß die in der Briefkastennotiz angegebene anstößige und abscheuliche Aeuße ung vom Prediger gemacht worden ist. Wien, Pfane Alservorstadt am 14. Dezember 1914. In aller Hochachtung P. Job. N. Pi x, Pfarrherr. Nachschrift der Redaktion: Die Mitteilung über die Predigt in der Alserkirche wurde von einer katholischen Christin, einer polnischen Lehrerin berichtet, die von den Aeußerungen deS Geistlichen peinlich berührt war. Kaiserin Elisabeth-Lehrmädchen- und Arbeiterinnenheim. Am 13. d. M. fand im großen 3aale des Restaurants Tonello eine solenne Chanukafeier sür die -Schützlinge des Kaiserin E l i s a b e t h - L e h r m ä d - ch e n - und A r b e i t e r i n nenheims statt. Zu derselben hatten sich der Borstand des Vereines, sämtliche Schützlinge des Heimes und als Ehrengäste Zeine .Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Max Grunwald, Herr Oberkantor Morgen st e r n, Herr Kultusvorsteher Dr. Heinrich 8 ch reib e r, Herr Dr. I. S. Bloch. Herausgeber der „Oesterreichischen Wochenschrift", Herr und Frau kais. Rat R o s e n t h a l, Herr Architekt Schallinger, Herr Tempelvorfteher Brod t), Herr (Amtsleiter Kraus, Frau Dr. Steiner aus Bielitz und Frau Dr. F l e s ch eingesunden. Präsident Kais. Rat Dr. 2. K rüge r eröffnete die Feier mit der Begrüßung der erschienenen Ehrengäste, worauf Herr Oberkantor M o r g e n st e r n die Chanukalichter entzündete und in gewohnter meisterhafter Weise die rituellen Gesänge zum Vorträge brachte. Herr Rabbiner Dr. Grnnwald hielt sodann eine begeisterte, der Feier und beit gegenwärtigen Verhältnissen entsprechende, die Zuhörerschaft tief ergreifende Ansprache, ivelche in eine flammende Huldigung für unseren geliebten Monarchen ausklang, worauf ein Schützling deS Heimes in einer von der Schriftführerin des Vereines Frau Dr. Lina Weiß verfaßten Anrede die Empfindungen der Schützlinge in ivirkungsvoller Weife zum Ausdruck brachte. Herr Kultusvorsteher Dr. Schreiber dankte im Namen des Kultusvorftandes und im eigenen Namen in überaus anerkennenden Worten der Vereinsleitung für die Veranstaltung der heutigen Feier, gedachte der ersprießlichen Tätigkeit des Kaiserin Elisabeth-Lehrmädchen- und Arbeiterinnenhcims und versicherte dasselbe des steten Wohlwollens deS Kultusvorftandes. Hierauf wurde sämtlichen Schützlingen eine reichliche Jause nebst zahlreichen Geschenken verabreicht. Zum Schlüsse brachte Oberkantor Morgenstern - von dem Vorstandsmitgliede Herrn Bankier B a r d a ch am Klavier begleitet - unter stürmischem Beifall mehrere Lieder in deutscher und italienischer Sprache zum Vortrage, denen noch Herr B a r d a ch einige beifälligst aufgenommene Gedichte folgen ließ. Eine nachahmenswerte Feier. -Vor kurzem beging der Chefarzt der Wiener Bezirkskrankenkasse, der bekannte Bezirks- und Ortsschulrat im 9. Bezirke Dr. Moritz Sch nepp, Obmannstellvertreter des Tempelvereines im 9. Bezirke, seinen siebzigsten Geburtstag. Sicherlich hätte dieser (Gedenktag den zahlreichen Verehrern und Freunden des Jubilars willkommenen Anlaß für Ehrungen gegeben. Dem Ernst der Zeit folgend, wurde das Fest aber mit Vermeidung jeder Öffentlichkeit begangen. Dafür fand aber Herr Doktor Schn epp eine Form, den siebzigsten (Geburtstag zu feiern, die der Zeit wohl entsprach. Er lud siebzig Flüchtlinge, deren Auswahl der Kleiderfammelstelle, l. Bezirk, Franz Josef-Kai Nr. 47, überlassen wurde, zu einem Abendessen und bedachte dieselben überdies noch. Dem

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