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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-12-11 · 49 (11.12.1914) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
49 (11.12.1914)
Date
1914-12-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Geie 856 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 46 und Einziehung des Landsturmes hinzugekommen sind, entzieht sich einer jeden, auch aproximativen Schätzung. An Offizieren stellten wir zu Beginn des Krieges über 500 aktive, zirka 4000 Reserveoffiziere, lieber die Zahl der während des Krieges zu Frontoffizieren Ernannteil wie über die Ziffer der Tausende im Felde stehenden Militärärzte kann auch keine annähernde Angabe gemacht werden. Festgestellt wurden bis heute folgende Auszeichnungen jüdischer Offiziere und Soldaten: 6 Orden der Eisernen Krone mit der Kriegsdekoration, 34 Militärverdienstkreuze mit der Kriegsdekoration, 156 Signum laudis mit der Kriegsdekoration, 5 goldene Tapferkeitsmedaillen, 86 silberne Tapferkeitsmedaillen erster Klasse, 214 silberne Tapferkeitsmedaillen zweiter Klasse, zirka 150 Belobungen. Erschreckend ist die Zahl der vor dem Feinde gefallenen jüdischen Offiziere, deren konfessionelle Zugehörigkeit eruiert werden konnte. Zweihundertundsechzig! Und zumindest nochmals soviele uneruierte dürften bereits die ewige Ruhe gefunden haben. Die Zahl der vor dem Feinde gefallenen Mannschaft läßt sich aber noch nicht nennen. Das Herz erzittert aber beim Gedanken an die unerbittliche Statistik, die später bekannt werden wird. Auf dem Grabe dieser unserer zahlreichen Heldensöhne erblühe den Ueberlebenden der Friedenslorbeer! Kriegsauszeichnungen jüdischer Offiziere und Soldaten. Se. Majestät der Kaiser hat verliehen das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes dem Stabsarzt des Ruhestandes Dr. Michael G r a b s ch e i d, das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Regimentsarzt des Ruhestandes Dr. Samuel Bram und dem Artillerie-Zeugsoberoffizial Heinrich Katz, alle drei vom Festungskommando Przemysl, für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde; ferner die Allerhöchste belobende Anerkennung (Signum laudis) ausgesprochen dem Leutnant der Res. Ignaz H e r s ch (Jnf.-Rcg. 9fr. 64), dem Oberleutnant Rudolf Glückselig (bosn.-herz. Jnf.-Rcg. Nr. 1), dem Leutnant der Res. Ludwig Schwarz (Jnf.-Reg. Nr. 85), dem Leutnant Proviantoffizier Samuel Broch (Ulanen-Reg. Nr. 2), dem Leutnant der Res. Artur Knöpfmacher (Jnf.-Reg. Nr. 99), dem Leutnant Jsak N e c e k (Jnf.-Reg. Nr. 6), dem Assistenzarzt der Res. Dr. Mordche Ostermann (Landw.- Jnf.-Reg. Nr. ]), dem Leutnant Oskar H e r n e r (Landw - Jnf.-Reg. Nr. 6); das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration dem vor dem Feinde gefallenen Lmtnant Jakob Kellner; das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Regimentsarzt Dr. Hermann Pilzer (Militärkommando Krakau) und dem Militär-Tierarzt Wilhelm H e i n b a ch (Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 36). " Anzubefehlen, daß die Allerhöchste belobende Anerkennung bekanntg-geben werde in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde dem Leutnant i. R. Dr. jur. Leo Brunn der Traindivision Nr. 2. Die belobende Anerkennung des Militäroberkomandos wurde ausgesprochen dem Major. Norbert H i r f ch o r n des Fest.-Art.-Reg. Nr. 3. Silberne Tapserkeitsm edaille I. Klasse: Fähnrich d. Res. Moriz Kaufmann (Jnf.-Reg. 8), Korporal Karl Heller (Jnf.-Reg. 81), Zugsführer Aron B o s z a r (Hus.-Reg. 10), Fähnrich Julius Obstgarten (Tiroler Jäger-Reg. 3), Oberjäger Heinrich Fleischmann (Feld-Jäger-Baon. 6), Zugsführer Bernhard Schwarz und Unterjäger Armin Gottlieb (Jäger-Baon. 24), Stabsfeldwebel Jakob H e r s ch (Jnf.-Reg. 63), Feuerwerker Jakob Muncz (Feld-Kan.-Reg.21), Korporal David Kapik (Pion.-Baon. 7). Silberne T a p s e r k e i t s m e d a i l l e zweiter K lasse: Infanterist T h a l r i n g (Landst.-Jnf. Reg. -0\ Fähnrich Felix Pollitzer, Korporal David Schreye-r (Landst.-Jnf.-Reg. 13), Korporal Sigmund G r a u e r (Landst.- Jnf.-Reg. 31), Fähnrich d. Res. Josef Grün (Jnf.-Reg. 63), Fähnrich d. Res. Oskar R e i s; und Feldw. Max Allerhand (Jnf.-Reg. 4), Fähnrich d. Res. Hugo Eisler (Jnf.-Reg. 81 ( Oberjäger Dr. Arthur T a r t a k o w e r (Jüger-Bat. 25), Pionier Max K n o b f v ch (Telegr.-Reg. j, Einj.-Freiw. Mediziner Samuel Stern (Jnf.-Reg. 65), Zugsf. Josef Gold mann und Zugsführer Emil M o h r (Feldtän.-Reg. 25), Kanonier Singer l Haub.-Reg. 9"), Fähnrich Eugen B e r n st e i n (Jnf.- Reg. 63), Infanterist Simon R o f e n b l a t t (Jnf.-Reg. 15), Feldwebel Moses Rubi n, Einj.-Freiw. Zugsführer Nehemias I u d e n f r e n n d, Zugsführer Isidor R e i t m a u n, Gefreiter O h r e n st e i n, Einjahrig-Freiwilliger Korporal Jakob Lauf e r, Infanterist Leon Saget lInfanterie-Regiment 95 >, Fahrkanonier Leo Wagner (Feldkanonen-Reg. 26), Korporal Jakob Gottfried (Feldkan.-Reg. 11), Kanoniere Lazar Elias G o l z und Osias P e s a t e (Feldkan.-Reg. 33), Kanonier Abraham Schapira (schw. Haub.-Div. 11), Infanterist Aron Kiß (Jnf.-Reg. 62), Zugsführer Moriz Großmann (Jnf.-Reg. Nr. 82), belobende Anerkennung des Oberkommandos erhielt der Ulane Kalman S i l bJvr^s p Itz (Ulanen-Reg. 3). 7'. General Witter von Aanlll anleinenMdischen Zugsführer.^ Viktor K o ch, Zugsführer im 83. Infanterieregiment, hat bei den auf dem nördlichen Kriegsschauplätze verlaufenen Kämpfen mit hervorragender Tapferkeit gekämpft und wurde vor einigen Wochen verwundet. In Sarvar, wo er von seinen Geschwistern gepflegt wird, erhielt er vorige Woche das folgende Anerkennungsschreiben vom General Ritter von Dan kl: „K. u. k. I. Op.-Armeekommando zu Nr. 812. An den k. u. k. Zugsführer Viktor Koch des k. u. k. Infanterieregiments Nr. 83. Sie haben in den Gefechten südlich Plock am 3., 4. und 5. September großen Mut und Tatkraft gezeigt und durch Ihr persönliches Beispiel die Mannschaft angeeifert. Ich belobe Sie hierfür im Namen des Allerhöchsten Dienstes. Ostrowiec, am 18. Oktober 1914. Dan kl." Vor dem Jeinde gefallen. Am 16. November hat Dr. Hans T h o r f ch als Ordonnanzoffizier der 9. Jnfanterietruppendivision auf dem südlichen Kriegsschauplätze den.Heldentod gefunden. Bei Rekognoszierung einer Brücke traf den schneidigen Offizier, der sich durch seine Unerschrockenheit bereits das Signum laudis erworben hatte, aus dem Hinterhalt ein serbisches Geschoß. Leutnant d. R. des Infanterieregiments Nr. 2 Herr Robert Koranyi hat am 26. August auf dem nördlichen Kriegsschauplatz den Heldentod gefunden. In einem Briefe an den Vater des jungen Helden, den Börsensensal Heinrich K o r a n y i, schreibt ein Regimentskamerad : „Sehr geehrter Herr! Ihrer Bitte nachkommend, erlaube ich mir, den Tod Ihres auf dem Felde der Ehre gefallenen Sohnes mit einigen Worten zu schildern. Am 26. August, nachmittags um zirka halb 6 Uhr, beim Angriff der russischen Feuerstellung gingen wir, vereint mit dem Infanterieregiment Nr. 2, in Sturm über. Robert war mit mir vereint. Den ersten Sturm vollendet, reichten wir uns die Hände und gingen, einander viel Glück wünschend, im Walde weiter. Bei der Verfolgung der Russen blieb eine kleinere Abteilung derselben zurück, und wir mutzten den Kampf neuerdings im Walde aufnehmen. Nach einem zirka zehn Minuten langen Kampfe ries.

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