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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-11-27 · 47 (27.11.1914) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
47 (27.11.1914)
Date
1914-11-27
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 47 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 829 F e i g e l, Jglau 20, N u s s e n b l a 1 t, Slryi, durch Herrn I. Braun 10, Roth, Budapest, durch Herrn Jakob Splitter 8, L ö w y, Wien, durch Herrn Jakob Splitter 7, Abraham Werlheim er 10, Hersch Luftig 10, Dr. Leopold Fantis, Landskron 20, Hermann Bartfeld 10, I. B o n d y, Dobrisch 6, Aron Leib 4, N. Kranzler 2, Gottfried 2, Josef Kaitsch 3, Sammlung für Talmud-Thora 60, Emil Pomeranz pro Nov. 10, Jakob Splitter 6, Brüder P r e s b u r g e r 10, Jakob A b e r d a m 10, zusammen Kr. 278; bereits ausgewiesen Kr. 1829, zusammen Kr. 2107. Wien. (Freitag-Abend-Vorträge im Bethamidrasch „Talmud-Thora", 2. Bez., Malzgasse 16.) Diesen Freitag den 27. d. M., halb 8 Uhr: Herr Prof. Antscherl über „Unsere alten Kriegs- und S i e g e s l i e d e r". „Philanthropia". Dieses Rekonvaleszentenheim ist seit Ausbruch des Krieges für verwundete Soldaten eingerichtet worden und dient als Zweigspital des Roten Kreuzes. Dasselbe lvurde am 19. d. M. durch den Besuch der Frau Baronin Anka B i e n e r t h ausgezeichnet. Frau Baronin Biene rth erschien in Begleitung des Herrn Obersten Karl v. Matuschka-Wendenkron, brachte den Soldaten reichliche Liebesgaben mit, besichtigte das ganze Heim und spendete dem gesamten Borstand, der sich zur Begrüßung eingefunden, großes Lob. Besondere Anerkennung 'zollte Baronin Bienerth dem bewährten Arzt der Anstalt Herrn Dr. W e n g r a f und der Frau Verwalterin Hermine I a n o w i tz e r für die vorzügliche Leitung der Anstalt. Auch den Roten Kreuz- Schwestern, Schwester Wilhelmine Frau v. Gutmann, Schwester Anny und Schwester Thea, wurde reichliches Lob zuteil. Wien. In der am Mittwoch, den 18. November l. I. stattgefundenen Vorstandssitzung der Chewra-Kadischa für den 16. und 17. Bezirk wurde der Fabrikant Herr Siegfried Stein, eine im Bezirke durch seinen Wohltätigkeitssinn bestbekannte Persönlichkeit, einhellig zum Präses dieser Körperschaft gelvählt. Herr Präses Siegsried Stein hat aus diesem Anlasse für sämtliche humanitären Vereine der Bezirke Ottakring-Hernals namhafte Spenden gemacht. Vorträge in der Toynbeehalle XX., Denisgasse 33. Samstag den 28. November Musikaufführung. Leitung: Gesangsmeisterin Frau G o l d b e r g. Sonntag den 39. November : „Unser Vaterland und der Weltkrieg". Vortrag von Herrn Jacques Jäger. Mittwoch den 2. Dezember: „Kriegsseuchen und Hygiene im Kriege". Bortrag von Herrn Dr. M. Laub (2. Teil). Auitritte am dem Judentum vom 15. bis inkl. 21. November 1914. Böhm Marie geh. Hofbauer, geb. 3. Jänner 1892, in Wien, XII. Bez., Rosasgasse 28. Hacker Ernestine, geb. 1896 in Folesti, Russland, IV., Starhemberggasse 35. Hnpka Kamilla, Näherin, geb. 9. Mai 1889 in Wien, XIV., Märzstrasse 120. Horowitz Franz Josef, Tonkünstler, geb. 18. August 1887 in Janow, Galizien, III., Rennweg 87. Ilosvai Ärpäd Dezsö, cand. jur. geb. 14. Dez. 1892 in Czernowitz, Bukowina, VIII, Blindengasse 35. Katz Isidor, Schirmmachergehilfe, geb. 7. Mai 1891 in Wien, XVI., Rückertgasse 35. Kohn Paniine, Kontoristin, geb. 5. Juli 1871 in Pozega, Slavonien, II., Hedwiggasse 2. Kramer Sime, Volksschullehrerin in Wien, geb. 7. August 1885 in Oziresz, Bukowina, III., Thongasse 9. Knthan Jakob, Bürodiener, geb. 20. April 1884 in Wien, VII., Stiftgasse 12. Minz Hersch, Elektrotechniker, geb. 1. Juni 1892 in Gross-Bilina Galizien, X., Sennefeldergasse 56. Pick Hans Alfred, Student, geb. 2. August 1896, in Prag, VII. Bez., Döblergasse 3. Pick Ernst, geb 18. Oktober 1859 in Prag, VII., Döblergasse 2. Segil Carla geh. Loebel, Advokatensgattin, geb. 19. November 1885 in Galatz, Rumänien, I., Rosenbursenstrasse 2. Segil Simon (Simche), Dr., Hof- und Gerichlsadvokat, geboren in Drohobyz, Galizien, I., Rosenbursenstrasse 2. Schiller Margarethe, geb. 2. September 1890 in Wien, dz. Teplilz, Schönthal Hedwig, Private, geb. 29. Jänner 1892 in Wien, XVII., Frauenfelderstrasse 3. Begräbnis eines jüdischen Helden. Aus Pilsen wird uns berichtet: Unter überaus großer Teilnahme, wie man sie hier nur selten sah, ist am 1. d. M. der Infanterist Osec Perl aus Marmaros-Sziger, der seinen auf dem nördlichen Kriegsschauplätze erhaltenen Verletzungen erlegen ist, als das erste Opfer mosaischen Bekenntnisses auf dem hiesigen jüdischen Friedhofe begraben worden, lieber Anordnung des Kultusvorstehers Dr. Josef Schanz er hatte sich der Gesamtvorstand am Leichenbegängnisse beteiligt. Deal tapferen Krieger wurde ein Ehrengrab gewidmet. Nach den Trauergesängen durch Oberkantor Frei sing e r hielt Rabbiner Dr. Link die Leichenrede. Er hob hervor, daß der Verstorbene hier zwar völlig fremd gewesen, daß ihn niemand kannte, niemand wisse, wes Eltern Kind er sei, daß er aber doch zu den Unsrigen, ja zu den Besten unserer Gemeinschaft gehöre und den höchsten Ruhmestitel sich erworben, weil er tapfer und treu auf dem Felde der Ehre gekämpft und seine hingebungsvolle Liebe zum Vaterlande mit seinem frischen Herzblut besiegelt hatte. Hierauf wurde der Sarg unter tiefer Rührung der Menge gehoben und unter militärischem Ehren zu Grabe getragen. Wohltätigkeitsakademie zugunsten der gal. Flüchtlinge in Prag. Ende des vorigen Monats fand im Festsaale des jüdischen Rathauses eine Akademie zugunsten der ga'äzischrn Flüchtlinge statt, bte_ einen glänzenden Erfolg hatte. Der Reingewinn beläuft sich auf zirka 1800 Kr., die in ihrer Gänze dem edlen Zwecke zugesübrt wurden. Das Programm wurde mit dem Vortrage des 34. Psalm durch den Chor des Jubiläumstempels unter der bewährten Leitung des Dirigenten Adolf B r o d eingeleitet. Dieser Chor, in welchem sich besonders die Solistin Frau Klara L ö w y als vorzügliche Kraft erwies, hat Ausgezeichnetes geleistet. Herr Oberkantor D. C z e r n o w s k y vom Kaiser Franz Josef-Jubiläumstempel sang Asra, die Arie aus der Oper „Die Jüdin" und als Zugabe das Ständchen aus dem „Troubadour", wie auch einen Segensspruch, gewidmet den tapferen Kriegern, den Herr C z e r n o w s k y in einem klassischen Hebräisch versaht, komponiert und persönlich gesungen hat. Stürmischer Beifall ward von dem sehr zahlreich erschienenen Publikum dem vorzüglichen Sänger zuteil. Fräulein Gerta Schlosser entzückte die Zuhörer durch einen Vortrag des Capriccio viennois (Kreisler), Mojacka (Zargicky), Poem (Fibich), Perpetuum mobile (Ries). Die junge Künstlerin erntete reichen Beifall. Sowohl die Veranstalter als auch die Mitwirkenden können mit diesem durchschlagenden Erfolg zufrieden sein. Konzert in der Neuen Synagoge in Berlin. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde zu Berlin veranstaltet Samstag, 5. Dezember, abends 71,. Uhr, in der Neuen Synagoge (Oranienburgerstraße 30) ein Konzert, dessen gesamter Ertrag der Nationalstistung für die Hinterbliebenen der im .Kriege Gefallenen zufließen wird. Ihre Mitwirkung haben zugesagt: Fräulein Emmi Leisner, der großherzogliche Kammersänger von R a a tz - B r o ck m a n n, der Geigenvirtuose A l f r e d Wittenberg, der Organist Professor Deckert und die vereinigten Synagogenchöre unter Leitung der Kapellmeister Kellermann und Weinbaum. Eintritts karten zu 10, 6, 4 und 2 Mark sind bei Bote & B o ck und A. Wertheim zu haben.

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