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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-11-20 · 46 (20.11.1914) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
46 (20.11.1914)
Date
1914-11-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Sette 796 Dr. Bloch's Wochenschrift 9fr. 46 dem er schon vorher auf den Posten eines Bataillons- Adjutanten berufen worden war. — Für besonders hervorragende Leistungen ans dem Schlachtselde wurde Fähnrich Dr. Albert Schön Hof zum Leutnant ernannt und erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille. — Dr. Erwin (Gallus, Leutnant d. R., k. k. Richter in Troppau, erhielt die Allerhöchste belobende Anerkennung für ^tapferes Verhalten vor dem Feinde. — Fähnrich Gold s ch m i d t (Veritas-Brünn) erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse. Der Reserveleutnant im k. k. Landsturm-Infanterieregiment 14 Dr. phil. Julius Munk, Mitchef d^s Galanteriewarenhauses M. Munk jun. (Wien-Marienbad), ein gebürtiger Boskowitzer, wurde durch die Verleihung des Militärverdienstkreuzes m it d e rK r i e g sdekorativn ausgezeichnet. Dr. Munk hat das ihm anvertraute Halbbataillon in mehreren Gefechten siegreich zum Sturm geführt. In Anerkennung tapferen und aufopferungsvoller: Verhaltens vor dem Feinde wurde verliehen das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes dem Oberstabsarzt Dr. Max Groß, den Stabsärzten Josef Demant und Jakob Wiesner; in Anerkennung tapferen Verhaltens die belobende Anerkennung ausgesprochen (sisrnuni laudis) den Leutnants d. R. Max H i r s ch f e l d, Max Strauß und Oskar Deutsch. In Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vordem Feinde wurde das goldene Verdien st kreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Verpflegsmann Jakob Leibl verliehen. Die silberne Tapferkeitsnredaille erster Klasse erhielten Fähnrich Isidor Lang und Offiziersdiener Sender Kaßler (zeichnete sich aus durch hervorragende Beteiligung an der Eroberung feindlicher Kanonen. Er verband mehrere Soldaten im größten Kugelregen; im Artilleriefeuer verband er einen Obersten sowie einen Hauptmann und brachte beide Verwundete auf den Hilfsplatz). Silberne Tapferkeits Medaille erster Klasse erhielt Reserve-Zugsführer Franz Feßler, Infanterieregiment Nr. 14, Angehöriger der Linzer Kultusgemeinde, für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde bei Uhnov, indem er seinen Major und Oberleutnant vor dem "sicheren Tode rettete undeinen feindlichen Kosakenüberfall mit seiner Abteilung zurückschlug und dabei sehr viel Pferdematerial der Maschinengewehrabteilung seines Regimentes dem Feinde entriß. Silberne Tapferkeitsmedaillen zweiter K lasse erhielten: Zugsführer Samuel P e r s i k, Korporal Josef Rosner, Korporal Wolf Fink, Feldwebel Alfred Kohn, Zugsführer Aron Spottheim, Infanterist Samuel Rot h, Offiziersdiener Moses L e m b e r g e r und Korporal Alexander Steinberger. Silberne Tapferkeits Medaille zweiter Klasse erhielt Landsturm-Korporal Josef Holzer, 36. Landw.-Infanterieregiment aus Oed bei Amstetten, für tapferes Verhalten vor dem Feinde bei Lublin. Der tapfere Kadett Ludwig Löwy. Zu dieser in unserer Nummer 45 vom 13. November 1914 gebrachten Notiz wird uns mitgcteilt, daß der Kadett Ludwig L öw y ein Sohn des Kaufmanns Samuel L ö w y in Volenitz, Bezirk Strakonitz, ist. Kadett Ludwig Löwy hat noch drei Brüder und einen Schwager im Felde stehen. Die Zwillingsbrüder. Julius T ö r ö f und Heinrich Török sind beide Fähnriche in der Reserve im 12. Infanterieregiment. Bei Lublin haben die beiden Brüder mit ihren Truppen eine vierzigfach stärkere russische Abteilung zurückgeschlagen. Die beiden Helden sind» Zwillingsbrüder, die mit ihren 40 Mann diesen staunenerregenden Sieg errungen und wurden dafür einer großen Auszeichnung teilhaftig. Beide erhielten die große silberne Tapferkeitsmedaille. Außer diesen zwei Zwillingsbrüdern kämpfen jetzt noch zwei andere ihrer Brüder gegen den Feind. „Lang Iom". Dr. Ernst Lakatos, ein jüdischer Akvokaturskandidat aus Nyiregyhaza, war der Held, der mit seiner kleinen Truppe das „Long Tom" genannte berühmte Geschütz der Montenegriner, welches die mohammedanische Bevölkerung der Umgebung stets beunruhigte, erbeutet hatte. Mit seiner 15 Mann starken Abteilung überraschte er die Montenegriner und gelangte in den Besitz der wertvollen Beute. Als er sie nach Bilek brachte, beschenkten ihn die türkischen Frauen mit wertvollen Goldstickereien. Seine Majestät zeichnete ihn mit der sibernen Tapferkeitsmedaille aus und überdies wurde Dr. Lakatos vom Kädettenaspiranten zum Fähnrich befördert. Belobte Irene. Der Großwardeiner Bankbeamte Franz Löwy hat auf dem nördlichen Kriegsschauplätze in der Schlacht bei R . . . eine schöne Heldentat vollführt. Sein Hauptmann wurde von einem Schrapnellsplitter getroffen. Der Mannschaft, welche ihren Hauptmann vergötterte, bemächtigte sich große Niedergeschlagenheit, als sie ihn fallen sah. Franz Löwy erfaßte die Situation und eilte mit einem Kameraden namens Emil B a r t o s ch zum Hauptmann hin, betteten ihn auf zwei Gewehre und brachten ihn mitten im heftigsten Kugelregen von dem exponierter: Platze zum ersten Hilfsplatz, wo der Hauptmann wieder zum Bewußtsein kam. Er wurde auf dem Verbandsplatz operiert und dürfte nach Aussage der Aerzte gerettet werden. Die beiden Freiwilligen wurden vor dem Reginient öffentlich belobt und zur Allerhöchsten Auszeichnung vorgeschlagen. Priele galizischer Eltern an ihre Kinder in Amerika. Amerikanische Blätter veröffentlichen eine Anzahl Briefe mit genauer Adresse des Empfängers, welche diese von ihren Eltern und Verwandten ans Galizien erhielte::, aus denen ein rührender Patriotismus und ganz besonders die grenzenlose Liebe dieser Juden für unseren erhabenen Kaiser spricht. Einer dieser Briefe, der aus Sadova-Wischnia kam, besagt unter anderem: „Ich bitte dich, mein Kind, gehe in die Synagoge, zünde eine Kerze an und laß Psalmen beten und trachte, daß in allen Lehr- und Bethäusern Gebete verrichtet werden mögen für unseren erhabenen, guten Kaiser Franz Josef, damit er erfolgreich sei und vom Glück gekrönt werde auf seine alten Jahre. Er hat es ehrlich verdient bei uns Juden und auch bei unserem Gotte." Eine alte jüdische Mutter schreibt an ihren Sohn: „Vorläufig ist bei uns noch alles in Ordnung. Gott gebe nur, daß unser Kaiser sein Ziel mit großem Glück durchführe, dann wird schon alles gut sein. Gott möge mir helfen, daß unser Kaiser Franz Josef mit Erfolg und Glück siegen möge, auf jeden Schritt und Tritt." Ein greiser Paößiner bietet sich als Geisel an. Aus Berlin wird gemeldet: In Sennheim (Elsaß) hatten der Bürgermeister und ein Stadtrat französischer Nationalität Verrat geübt und waren sofort erschossen

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