Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 44 (6.11.1914)
- Date
- 1914-11-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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m 44 Dr. Blochs Wochenschrift Seite 761 Herr Erzherzog Joses hat uns hier besucht und als er mich mit der Silbernen Medaille im Bett erblickte, kam er zu mir, reichte mir die Hand, sprach mich ungarisch an, wofür ich die Auszei'nung erhielt. Ich erzählte ihm kurz, Dein Cousin A r m i n. Aas „Note Kreuz" und der Antisemitismus, Von dem stellvertretenden Militärinspektor der freilvilligen Krankenpflege im Deutschen Reich, Fürsten Hatzfeld, Herzog zu Trachenberg, erhielten die „Mitteilungen des Vereines zur Abwehr des Antisemitismus" in Berlin unter dem 5. Oktober folgendes Schreiben: „Es ist mir mitgeteilt worden, daß Ihrem Verein Material zugegangen isr, aus dem sich das Bestehen antisemitischer Tendenzen im „Roten Kreuz" ergeben soll. Ich wäre dankbar, wenn Sie mir Einsicht in das Material verschafften, um eine Prüfung und Klarstellung zu ermöglichen. Ich würde es sehr bedauern, wenn — selbst von eyier untergeordneten Stelle — im „Roten Kreuz" eine antisemitische Handlung begangen worden wäre, und ich würde dann unnachsichtlich und nachdrücklichst dagegen einschreiten. Hatzfeld." Hiezu wird uns aus Budweis mitgeteilt.' „Der in Ärummau erscheinende klerikale „Landbote" brachte im Monate September d. I. eine Schmähnotiz über das hiesige Spital vom „Roten Kreuz", welchem zum Vorlvurfe gemacht wurde, daß daselbst nur jüdische Pflegerinnen und Aerzte verwendet werden, weshalb es sich empfehlen würde, die. Bezeichnung „Rotes Kreuz" abzuschaffen. Wir haben nichts davon gehört, daß diese Schmähnotiz behördlicherseits beanständet worden wäre, obzwar von der Repräsentanz der isr. Kultusgemeinde in Budweis gegen derartige, den konfessionellen Frieden und das einträchtige Zusammenwirken der Angehörigen aller Konfessionen in Budweis zu Kriegsfürsorgezwecken störende Angriffe bei der t k. Statthalterei in Prag Abhilfe beansprucht wurde." Are Spionage in Kattzien. Aus Budweis wird dem „Prager Tagblatt" berichtet: Ein im hiesigen Reservespital befindlicher Verwundeter namens Friedmann erzählt folgende Episode. F. war vor dem Kriege bei der Wiener Holzhandlungsgesellschaft angestellt und hatte für sein Haus beim Holzeinkauf wiederholt in Rußland zu tun. Bei Ausbruch des Krieges mußte F. als Reserveinfanterist einrücken. Eines Tages sah er bei Lemberg mehrere galizische Bauern durch das Lager gehen. Vom Hauptmanne angehalten, wiesen sie sich mit Passierscheinen aus und wollten auch schon weitergehen, da sprang F. vor und rief: „Herr Hauptniann, ich verhafte diese Personen, ich bitte sie zum Lagerkommando führen zu lassen!" Der Hauptmann ließ nach einigen Einwendungen die Bauern dem Kommandanten vorführen und hier erklärte F., daß die vermeintlichen Bauern höhere russische Offiziere wären. Sie wurden durchsucht und man fand bei ihnen 80.000 Rubel in Gold und andere Beweise, welche die Behauptung F.s erhärteten. F. hatte die Russen auf einerfeiner Reisen in einer russischen Stadt gesehen und trotz ihrer Verkleidung sofort erkannt. Die Russen wurden sofort gefangen gesetzt und abgeurtcilt. Friedmann wurde zum Zugsführer befördert. Nachstehende jüdische Krieger haöen das Eiserne Krenz erhallen: (Bisher wurden 175 mitgeteilt, in der vorliegenden Nummer 127, zusammen 302.) Adlershof. Dr. E h r m a n n, Stabsarzt. Bamberg. Gefreiter Albert Walter. Barenberg (Kr. Sulingen). Einjahrig-Freiwilliger Siegfried I a c o b f o h n, 13. Infanterieregiment. Bärwalde i. Pom. Gefreiter Arthur Lefäore, 3. Kompagnie des Infanterieregiments 64, 3. Armee, 12. Brigade. Berkin. Oberarzt der Reserve Dr. Heinrich Ruhemann aus Wilmersdorf: Dr. Ernst Flörsheim, Regimentsarzt im 14. Infanterieregiment: Oberlehrer Dr. phil. Bruno Rappaport von der Herder-Schule in Charlottenburg als Oberleutnant der Reserve und Kompagnieführer beim Reserve- Infanterieregiment Nr. 46; Prof. Dr. Hans Aron; Vizefekdwebel der Reserve Walter Courant, Sohn des Herrn D. Courant, Charlottenburg; Dr. Adalbert Henschel, Sohn des Stadtrats und Gutsbesitzers Adolf Henschel in Culmsee, ritt durch die feindliche Kette, um Verwundete verbinden; Generaldirektor Erich Pommer, Reservist beim Kaiser Alexander Garde- Erenadierregiment Rr. 1; Unteroffizier d. R. Fritz Hauff; Unterofftzier Redakteur Hans Behrens; Unteroffizier beim 10. Futzartillerieregiment Bruno Cohn; der Landwehrmann Leo Bloch, Fritz Neugedächter; Leutnant d. R. Kurt Czarnikow, Sohn des Fabrikanten und Bezirksoorstehers Czarnikow; Dr. Hans Hirschfeld; Dr. med. Fritz Munk; Prof. Dr. Julius Citron; Referendar Kurt Landauer; Dr. Rudolf Berliner, Sohn des Generaldirektors der Bergmann-Elektrizitätswerke A.-G. Theodor Berliner; 2 a m u e l B l a h, Reservist, der als Führer einer wichtigen Patrouille erfolgreich tätig war; Kurt Elk an, Gefreiter, Mitinhaber der Firma Mar Elkan; Hans Gottschalkson, Grenadier im Leibgrenadierregiment Rr. 8; Dr. Heinemann, Reukölln; Walter Herz, Unteroffizier, Enkel des kürzlich verstorbenen Handelskammerprasidenten Wilhelm Hei^; Julius Hirschberg, Apothekenbesitzer, Potsdamerstratze 84a; Dr. Mar Jacob y, Unteroffizier der Reserve, Batterie-Arzt; Mar Lange, Unteroffizier^ Sohn des Inhabers der Firma Lange und Iacoby; Adolf Lewin, Mitinhaber der Firma Julius Lewin; Erich Loewenh e r z, Leutnant d. R. im sächsischen Futzartillerieregiment Rr. 12, Prokurist der Firma I. L.; Dr. Wilhelm Mühsam, Augenarzt, Berlin-Schöneberg, Motzstratze 79; Erich Pletzner, Zahnarzt; Mar R o s e n f e l d, Offiziers-Stellvertreter, Beamter der Borsenabteilung der Deutschen Bank; Dr. Paul R o s e n st e i n, Stabsarzt, dirigierender Arzt der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Berlin-Hasenheide; Alfred Sternberg, Unteroffizier, Kaufmann; Heinrich Ullmann, Leutnant d. L., Prokurist der Deutschen Bank; Leo Czapski, Wachtmeister im 6. Futzartillerieregiment, 1. Bat., 1. schw. Mun-Kol., Kaufmann in Berlin-Grunewald. Bernau. Dr. Ernst M a tz d o r f, Stabsarzt d. R., früher Besitzer einer Nervenheilanstalt. Beuthen (Ostschl.). Dr. B! o ch, Chemiker, Offiziers-Stellvertreter. Bittburg (Eifel). Reservist Hermann Pelzer, und zum Unteroffizier befördert. Bleicherode. Offiziers-Stellvertreter Wilhelm B e y t h vom Grenadierregiment 110, Mannheim» am 4. September zum Verpflegungsoffizier befördert, am 12. Oktober mit der Verpflegung für die Division betraut. Bonn. Gefreiter A. Meyer beim hiesigen Husarenregiment Rr. 7; H. Jülich, Sohn des Herrn M. Jülich in Remagen bei Bonn. Breslau. Vizewachtmeister Ernst Wolfs, Sohn des Kaufmanns Wilhelm Wolff; Dr. Erich Bruck, Stabs- und ^Bataillons-Arzt, Kaiser Wikhelmplatz 8, hpt.; Cohn, Unteroffizier des Reserve-Infanterieregiments 38, 6. Kompagnie; Richard K o b r a ck, Referendar, Sohn des Sanitäts-Rates Dr. Georg Kobrack, Kaiser-Wilhelm-Stratze 54, 2.; Hans S i l b e r st e i n, Vizewachtmeister d. R. beim Stabe des 21. Feldartillerie-Ersatzregiments, bei den Kämpfen vor Warschau, Prokurist der Firma Louis Silberslein, Strohhutfabkik, Freiburgerstratze 36; Doktor Erich Aschen heim, Oberarzt, Sohn des Stadtrats Leopold Aschenheim, Fasanenstratze 70; Lubinski und Gold mann. Bruchhausen-Vilsen. Max Hanau wegen eines erfolgreichen Patrouillenganges im Gelände bei Reims. Buk. Kriegsfreiwilliger Veterinär Dr. P r i e b a t s ch, Sohn des Kaufmanns Elias Priebatsch. Bühl (Baden). Dem Einjährig-Freiwilligen Unteroffizier der Feldartillerie Max Rosenfeld, Sohn des Kaufmanns Albert Rosenfeld, wurde vom Grotzherzog von Baden für große Tapferkeit die goldene Verdienstmedaille überreicht. Charlottenburg. Varieteekünstler F l a t o w, Sohn des Fabriksbesitzer Moritz Flatow; Stabsarzt d. R. Dr. Eugen Borchardt; Erich Graetzer, Offiziers-Stellvertreter im 20. Reserve-Infanterieregiment; Erwin Isaak, Einjährig- Freiw. Kraftwagenführer, Sohn des Zeitungverlegers Arthur Isaak; Dr. Richard K a n t o r o w i c z,- Oberveterinär d. L., Reserve-