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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-11-06 · 44 (6.11.1914) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
44 (6.11.1914)
Date
1914-11-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 44 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 759 Vom Aabrmarkt des Lebens. Die jüdische akademische Aervindung „Anitas" im Aetde. Fast alle Mitglieder der Wiener jüdischen akademischen Verbindung „Unitas", sowohl die aktiven als auch ihre Alten Herren, stehen im Felde. Einen schweren Verlust hat die Verbindung durch den Tod ihres A. H. Ingenieur Albert Schulho s, k. k. Reserveleutnants, erlitten, der am 15. August einem schweren Leiden im Truppenspital in Jglau erlegen ist und dort mit allen militärischen Ehren bestattet wurde. Die Verbindung betrauert in ihm eilt überaus tüchtiges und hingebungsvolles Mitglied und einen treuen, tapferen Sohn seines Volkes. So weit bisher bekannt wurde, haben sich von den „Uniten" besonders ausgezeichnet die Alten Herren der Verbindung k. k. Richter Dr. Erwin G a l l n s, Reserveleutnant, und Reserveoberleutnant Dr. Rudolf T r a m e r. Der Kaiser hat nämlich anbefohlen, daß i n A n e r r e n - n u n g tapferen V e r h a l t e n s vor dem Feinde die Allerhöchste belobende A n e r k e u uit n g dem Richter Leutnant in der Reserve Dr. Erwin Galt u s des Jnf.-Reg. 67 bekauntgegeben werde, mw hat den Leutnant in der Reserve Dr. Rudolf Tramcr der Tr.-Dion. 9 für hervorragende Leistungen vor dem Feinde zum Oberleutnant in der Reserve ernannt. Jüdische Kelden. Der Kaiser hat verliehen: in Anerkennung tapferen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes dem Oberstabsarzt 2. Klasse Doktor Max Groß, den Stabsärzten Josef Demant (Husarenregiment 10), Jakob Wies ner (Infanterieregiment 35); in Anerkennung tapferen Verhaltens die belobende Anerkennung ausgesprochen (siguum laudis) den Leutnants der Reserve Max H i r s ch f e l d und Max 2 t r a u ß des Jnsanterieregimentes Nr. 67, Oskar Deut s ch (Jufanterieregiment Nr. 2); in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vor den: Feinde das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Verpflegsakzessiften Jakob L e i b l. Die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse erhielten Fähnrich «Isidor Lang (Infanterieregiment 41), ferner Ofsiziersdiener Sander Kasler vom selben Regiment. Letzterer zeichnete sich durch hervorragende Beteiligung an der Eroberung feindlicher Geschütze aus, verband mehrere Soldaten im größten Kugelregen. Bei der Walddurchstreifung begleitete er furchtlos seinen Herrn und verband im Artillerieseuer einen Obersten sowie einen Hauptmann und brachte diese auf den Hilfsplatz. Die silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse erhielten Zugsführer Samuel P e r s i k vom Infanterieregiment 41 (Czernowitz), Korporal Josef R o s n e r, Landwehrregiment 22, Einj.-Freiw.-Korporal Wolf Fink, Infanterieregiment 58, Kadettfeldwebel Alfred Kohn, Infanterieregiment Nr. 4, Zugsführer Aron Spottheim, Infanterieregiment Nr. 24, Infanterist Samuel Rot h, Infanterieregiment Nr. 30, Offiziersdiener Moses Lemberger, Infanterieregiment Nr. 20. Einj.-Freiw.-Korporal Alexander Steinberger, Infanterieregiment Nr. 86. Auszeichnungen mit der goldenen HapferkeiLs- . medaisse. Infanterist David Fuhrmann des LJR. 22 war bei einer Patrouille eingeteilt, die einen Wald aufzuklären hatte, aus dem der Feind abgezogen fein sollte. Als der Patrouillenkommandant fiel, übernahm er das Kommando und war eifrigst tätig, feindliche Infanterie, welche sich auf Bäumen versteckt hielt und auf unsere Infanterie ein lebhaftes Flankenfeuer abgab, mit Erfolg herunterzuschießen, ebenso die auf einem Baume befindliche Bedienungsmannschaft eines Maschinengewehres und er beutete dieses. Silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klaffe dein Offi ziersdiener Moses Lemberger vom IR. 20, dem Kadettenfeldwebel Alfred Kohn vom bh. IR. 4, dem Gefreiten Simon Boruch, dem Infanteristen Theodor König, beide IR. 80 (4. Baon.>. Ferner dem Einjährig- Freiwilligen Med. Jakob H i r s ch s o h u des IR. 4 k (zeichnete sich durch aufopferungsvolle Hilfeleistung aus, indem er durch unermüdliches eigenes Vordringen und Vordirigieren von Blessiertenträgern in die Feuerlinie eine große Anzahl Verwundeter zeitgerecht auf den Hilfsplatz brachtet Zugsführer Elias Baran des IR. 4k (hat seine Schwarmlinie im heftigsten feindlichen Feuer mit seltener Todesverachtung und Kaltblütigkeit vorgebracht und dadurch den ins Stocken geratenen Angriff erfolgreich unterstützt). Ref.-Jnfanteriften I. H e r r m a n n des IR. 31 (zeichnete sich in mehreren Gefechten durch besondere Tapferkeit aus und hat seinen Regiments kommandanten und den Regimentsadjutanten im stärksten feindlichen Feuer mit seinem eigenen! Leibe gedeckt!. Silberne Tapferkeits Medaille zweiter Klasse: denn Zugsführer Elias G u t t m a n n des LstJR. 31; Reservefähnrich Rudolf S ch w a r z des LJR. 21 (zeichnete sich durch beispielgebende Tapferkeit bei allen Gelegenheiten aus. Hat wiederholt schwierige Gefechts- und Nachrichtenpatrouillen als Kommandant geführt und vorzügliche Meldungen überbracht). Anbefohlen, daß die Allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben werde in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde dem Major Samuel Bien des IR. 38. Kekdenlod nach der Auszeichnung. Aus Budapest wird berichtet: Der Reserveleutnant im 70. Infanterieregiment Eugen S z a s z, Mitchef der Holzhandlungsfirma Forgacs & Szasz in Budapest, ist im Alter von 27 Jahren auf dem Kriegs schauplatze gefallen. Ter Kaiser hat diesem Helden einige Tage vor seinem tragischen Ende für sein vor dem Feinde bewiesenes heldenmütiges Verhalten das Militärverdienstkreuz mit der Kriegsdekoration verliehen. Leutnant Szasz war erst seit einem Jahre verheiratet und war der Schwiegersohn des Generalsekretärs der Versicherungsgesellschaft „Phönix" Josef Bauer. Der Firmenleiter Heinrich Szasz in Oroshaza, der in dem Verblichenen seinen Sohn betrauert, hat außer ihm noch drei Söhne und einen Schwiegersohn im Felde stehen. Eisernes Kreuz für jüdische Kämpfer in Hellerreich. Unter den vom deutschen Kaiser mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichneten österreichischen Artilleristen, die bei den Motorbatterien die Festungstämpfe in Frankreich und Belgien mitmachten, ist auch Wachtmeister Herr Josef Z eise l, Sohn des Kaufmannes Herrn Max Z e i s e l in Brünn. Herrn Bataillonsarzt Tr. Ad. G r ü n s p e ch t, Bruder des Herrn Dr. David Grünspecht, Obmann des Turnvereines „Makkabi" in Triest, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Auszeichnung. Rudolf G r ü tt b e r g e r, Beamter der LHnderbank in Prag, Leutnant in der Reserve, Jnf.-Regt. Nr. 30, am serbischen Kriegsschauplatz, Signum laudis. Laut Amtsblatt der „Wiener Zeitung" vom 29. Oktober wurde Herr Dr. Rudolf T r a m e r, k. n. k. Leutnant

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