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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-10-30 · 43 (30.10.1914) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
43 (30.10.1914)
Date
1914-10-30
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 43 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 755 eine mincho hadoscbo brachte — wer will da nicht mit dankbarem Gemüte, mit wehmütigem Gedenken sich vornehmen, auch nur einen kleinen Teil des Gehörten fürs ganze Leben als Erinnerung aufzubewahren und es seinen Kindern und Enkeln zu erzählen, dass der hochgelehrte und weise Rabbiner Dr. Schmiedl weiterlebt und das Psalmwort zur Wahrheit bringt: »Lau omus ki echje, waassaper maasse joh«. Dr. Schmiedl ist nicht gestorben, nein, er lebt fort in der begeisternden Liebe, die er für das Judentum und seine Lehre empfunden hat, die er aber auch in seiner Eigenart in Herzlichkeit und Liebe eingepflanzt hat in das Gemüt seiner dankbaren Zuhörer. Sein ehrwürdiger Nachfolger hat sich ein dankbares Verdienst damit bei den Besuchein des Leopoldstädter Tempels erworben, als er in seiner jüngsten Predigt seines großen Vorgängers in pietätvollen Worten gedachte, denn die Ehre, die er dem seligen Lehrer der Gemeinde damit erwiesen, muß auch ihn ehren. Rudolf Krau s, Amtsleiler. Literatur. „Was sott Rumänien tun?" Das ist eine schwerwiegende, die ganze kriegerische Welt auf das lebhafteste beschäftigende Frage, deren richtige, sachgemäße und erschöpfende Beantwortung nicht nur Rumänien selbst, sotldern auch Deutschland und das verbündete Oesterreich in besonderem Matze angeht. Diese Antwort zu geben, die brennende „rumänische Frage" zu erklären und zu klären, unternimmt aus tiefem Verständnis heraus mit großem Glück eine in der Hauptstadt Rumäniens lebende, in kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht führende Persönlichkeit von hohem Ansehen und Einfluß in einem soeben im Verlage von Karl Curtius in Berlin erschienenen Werke unter dem Titel „Was soll Rumänien tun?" (Preis 80 Pfennig.) Le Traducteur, The Translator, Jl Traduttore, drei Halbmonatsschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Diese Blätter sind so eingerichtet, daß dem französischen, englischen oder italienischen Originalgute Uebersetzungen oder erklärende Fußnoten beigegeben sind, die dem Lernenden leicht über die Schwierigkeiten hinweghelfen und das Studium äußerst angenehm und fast mühelos machen. Außerdem vermitteln sie die Korrespondenz in fremder Sprache, so daß mancher unserer Leser in ihnen ein ausgezeichnetes Mittel zu seiner Vervollkommnung finden wird. — Probenummern für Französisch, Englisch oder Italienisch kostenfrei durch den Verlag des „Traducteur" in La Chaur-de-Fonds (Schweiz). Krieskaste«. David Lampt, Wien. Besten Dank für Mitteilung. Isidor Geiger. Ludwig Pick, Die Weltanschauung des Judentums. Verlag C. Boas N a ch f 1 g., Berlin 1912. Auch das große Werk von Prof. M. Lazarus: „Die Ethik des Judentums". Israel Iellinek, Prerau. Während der Rriegsdauer wollen wir derlei Fragen nicht berühren, welche innere Meinungsverschiedenheiten und Zwistigkeit zu erregen in der Lage sind. R. F. Die New Yorker Zeitung „Der Amerikaner" vom 9. Oktober versichert mit voller Bestimmtheit, daß Zar Nikolaus die Proklamation der vollen Gleichberechtigung der Juden erlassen wird an dem Tage, an welchem seine' Heere in Berlin einrücken. Die Zeitung spricht die Meinung aus, daß er es nicht erleben will. I. G. in O. Die Angelegenheit Zangwikl erachten wir für erledigt. Bi. Löwinger. § 29 des Wehrgesetzes ist bis fetzt auf Rantoren und Religionslehrer nicht angewendet worden. Man muß nach dieser Richtung erst Schritte unternehmen. i M. P. in A. Die gewaltigen Rriegsereignisse nehmen alle Gedanken und alle Nerventätigkeit der gesamten Rulturmenschheit so in Anspruch, daß für eine ruhige Erwägung anderer Angelegenheiten keine Stimmung vorhanden und keine zu schaffen ist. Notiz. Indische Bühne. (Dir. M. Siegler, Regie S. L e r e s c u, 2. Bezirk, Taborstraße 12.) Freitag den 30., Samstag den 31. Oktober^und Sonntag den 1. und Montag den 2. November gelangt zur Aufführung die Premiere „Das verlorene Parodies". Lebensbild in 4 Aufzügen von Rvbrin. — Dienstag den 3. und Mittwoch den 4. November: „S ch a b e s Roidesch" von Feinmann. — Donnerstag den 5. November: „Herze 1 e Mefiches" von Richter. — Sonntag den 1. November, Nachmittagsvorstellung bei halben Preisen: „Der E e m e i n d e r a t" von Richter. — In Vorbereitung: „Der wahre Jude". Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der lausenden Abon> nementsgrbühr, damit die Zusendung de« Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man fick des der vorletzten Nummer beigelegten PosterlaqscHeines bedienen. Die Administration. Mar Tchielsche Ltistung. Anzahl der Plätze: 20 im Betrage von mindestens 20 Rronen bis höchstens 80 Rronen, zusammen 997.54 Rronen. Zu beteilen sind: 20 würdige, wahrhaft bedürftige israelitische Arme, vorzugsweise Familienväter. Bevorzugt sind: Arme Verwandte nach dem am 8. Dezember 1859 in Wien verstorbenen Stifter Herrn Mar Schiel. Verleihung: Während des diesjährigen Chanukafestes. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, gegebenenfalls Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. November 1914. Einreichftelle: I., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Wien, 15. Oktober 1914. Der Vorstand der Israel. Rultusgemeinde Wien. Michael Srrafser-Ltistung. Zu Ehren des Herrn Michael Strasser hat Herr Salo Eohn, Vorstandsmitglied der israelitischen Rultusgemeinde in Wien, eine wohltätige Stiftung errichtet, deren Zinsen im Betrage von 244.80 Rronen anläßlich des Sabbat-Ehanuka, als den Geburtstag des verewigten Vaters des Herrn Salo Cohn, am Sonntag, den 19. Dezember 1914, durch den Vorstand zur Auszahlung gelangen. Anspruch aus diese Stiftung haben mittellose würdige Bewohner des 8. Gemeindebezirkes in Wien, welche Israeliten seit 5 Jahren im 8. Bezirke ansässig sind und für eine Familie zu sorgen haben. Die Bewerber haben für diese Bedingungen einen glaubwürdigen Nachweis zu erbringen. Auch Personen weiblichen Geschlechtes, welche die obige Oualifikation ausweisen, haben einen Anspruch auf diese Stiftung. Das Ansuchen um Verleihung ist an den Vorstand, Wien, 8. Bezirk, Neudeggergasse 12 (Tempelgebäude) zu richten. Das ordnungsmäßig instruierte Gesuch muß bis längstens 22. November 1914 eingelaufen sein. Konkurs. In der Israel. Rultusgemeinde Nng.-Hradisch gelangt die Stelle eines musikalisch gebildeten Kantors, Sekretärs und Religionslehrers zur sofortigen Besetzung. Bewerber, nicht über 35 Jahre alte österr. Staatsbürger, müssen beide Landessprachen in Wort und Schrift beherrschen und die Fähigkeit besitzen, den Religionsunterricht an der deutschen Volksschule und an der böhmischen Volks- und Bürgerschule zu erteilen. Auch müssen dieselben Schochet, Bodek und Roreh sein, um den Vorbeter und eigentlichen Schochet im Verhinderungsfälle vertreten zu können. Ledige Bewerber bevorzugt. Jahresgehalt 2800 Rronen samt Nedeneinkommen sowie ein ungarantiert-s Einkommen aus dem Privat-Religionsunter stchte am böhmischen Gymnasium. Probevortrag Bedingung. Reisespesen werden nur dem Atzeptierten vergütet. Zur sofortigen Besetzung gelangt ferner die Stelle eines Vorbeters, Tempeldieners nnd Liberers, der zugleich Schochet, Bodek und Roreh sein muß. Jahresgehalt 1500 Rronen samt Nebeneinkommen. In beiden Fällen sind die selbstgeschriebenen Offerte dokumentarisch zu belegen und bis längstens 15. November d. I. an den Vorstand der israel. Rultusgemeinde Ung.-Hradisch einzusenden. Ung.-Hrad i sch. Der Rultusvorsteher Sigmund Für st.

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