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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-10-30 · 43 (30.10.1914) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
43 (30.10.1914)
Date
1914-10-30
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Nr. 48 Dr. Bloch's Wochenschrift Sette 756 Bitte um Brod! Das Unterzeichnete Sloiuitec im 2. Bezirke, Große Mohrengasse 2, verteilt seit ungefähr vier Wochen an alle Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina, ohne Unterschied der Konfession, vollständig unentgeltlich und aus schwer aufgebrachten Mitteln Brot» um die größte Nvt zu lindern. Aus dieser spontanen Hilfe hat sich eine Institution gebildet, die täglich Hunderten der Aermsten mit der notwendigsten Nahrung hilft. Leider reichen die bescheidenen Mittel nicht aus, um den großen. und wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, weshalb es bald unmöglich wird, diese äußerst wohltätige Aktion fortzusetzen. Aus diesem Grunde erlaubt sich das Unterzeichnete Komitee edlen Menschen zu bitten, ihm eine Spende, sei es Geld oder Brot, zukommen zu lassen, die direkt und im gleichen Maße an die armen Flüchtlinge verteilt wird. Wenn uns jeder, an den wir uns wenden, nur im bescheidenen Maße hilft, so wird unsere Tätigkeit auf längere Zeit gesichert sein. Allen edlen Spendern danken wir im vorhinein. Wer rasch hilft, hilft doppelt! Das Komitee zur Brotverteilung: Hugo Engel, Antiquitätenhändler. Josef Friedter Lederagentur. Alexander Geist, Lederhändler, Leopold Glast, Beamter, Goldstein & Eislitzer, Buchdruckerei. Alois Gruber, Lederhändler. Daniel Horpatzky, Spediteur. Philipp Kahane, Exporteur. Friedrich Marmorek, Baumeister. Moritz Pinelles, Lederhändler. Adolf Schwam Privatier. Oskar Seinfeld, Lederhändler. N. Steinhart, Buchbinder. David Tänzer, Getreideagent. S. H. Weisser, Lederagentur. Ludwig Adler, Kaufmann, Samu Rosenzweig & Bruder Parfumes en gros. Jul. B. Weist, Exporteur. Spenden sind zu senden an Herrn Hugo Engel, Antiqu.- Händler, 2. Bezirk, Große Mohrengasse 14. Synagogenverein „Beth. Israel“ nach polnisch-jüdischem Ritus, Wien, II., Leopoldsgasse 29. Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon 40.316) Am 10. Oktober 1914 standen in Vormerkung: i. Klasse: Manuelle Arbeiter. 3 Anstreicher 4 Aufpapper 2 Bäcker — Branntweinverschi. und Schankbuische 1 Buciibinder 2 Buchdrucker 1 Bürsten- und Pinselraacher 2 Drechsler 1 Elekuomonteur — Fassbinder — Fleischhauer 2 Friseure — Gas- und Wasser- 1 eitungs-Instal lateure — Gla-er 12 Gold-u.Silberarbeiter — Gürtler 3 Hausknechte, Geschäfts u. Bureaudien. 10 Hilfsarbeiter und Taglöhner — Hutmacher — Kartonnag eai beiter 4 Kellner — Ke lerai beiter — Kürschner u. Kappenmacher — Kutscher — Lauibursche — Lederzurichter — Lehrling , 3 Magazineure — Maschinist u. Heizer — Mechaniker — Metallarbeiter — Monteure — Riemer und Sattler 1 Schlosser 5 Schneider 2 Schriftsetzer — Schuhmacher — Selcher — Spengler Steinmetze — Tapezierer — Taschner 2 Tischler 4 Uhrmacher — Zeichner - 2 Zimmermalei — Zuckerbäcker Tüchtige und verlässliche Hausbesorger. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 15 Buchhalter u. Korrespondenten 4 Inkassanten 18 Kanzlisten und Schreiber 66 Kommis diverser Branchen 30 Komptoristen und Strazzisten 2 Manipulanten und Expedienten 9 Platz-Agenten und Vertreter — Praktikanten 3 Reisende Weibliche Abteilung. 2 Bonnen u. Kindergärtnerinnen 6 Buchhalterinnen 35 Expedientinnen u. Manipulant. 2 Hiltsarbeiterinnen — Kassafräulein — Koch nnen Kindermädchen 132Komptoiristinnen u. Kanzlistin. 63 « Anfängerinnen — Lehrmädchen Hl. Klasse: Geistige Arbeit: — Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hoch schüler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten i — Lehrerinnen und Erzieherinnen. Das Bnrean des Vereines hat seit seiner Eröffnung im November 1899 bis inklusive 10 Oktober 1914, 44342 Vermittlungen durchgeführt. 3 > Maschin- und Handnäherinnen 12 Modistinnen — Praktikantinnen 44 Schneideru. Blusennäherinnen — Federnschmückerinnen 37 Verkäuferinnen Weissnäher ir. 3 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau Krawattenzuschneiderin Kundmachung. Aus dem Kaiser Franz Josef I. Regierungs-Jubiläums- Heirats-Ausstattungsfonds gelangt pro 1914 ein Betrag von Kronen 300.— an ein armes, braves, jüdisches Mädchen, das sich im Brautstande befindet, zur Verleihung. Die an das Vereinssekretariat, Wien, II. Leopoldsgasse 29, bis 15. November l. I. einzureichenden Gesuche müssen folgende Beilagen enthalten: 1. Geburts- und Armutszeugnis; 2. Nachweis des Brautstandes und Namen und Beruf des Bräutigams; 3. Nachweis, ob die Braut Eltern hat oder verwaist ist; 4. Nachweis, ob der Vater der Braut Mitglied des Vereines „Beth Israel" ist oder war. Die Trauung des Brautpaares, dem diese Stiftung zuerkannt wird, wird im Dezember l. I. in der Vereinssynagoge unentgeltlich vollzogen. G. Wien, im Oktober 1914. Der Vorstand. Bewährte Klavierpädagogin noch einige Schüler. Zuschriften an die Administration d. Blattes. Ein bewährter hebräischer Pädagoge LL ische Lektionen- Zuschriften an die Administr. des Blattes. G. TTphräRrllPr IlntArrirllt Inf°[ge der kriegerischen ErllvUl<lii3V/livl Ulllw 1 iV/ill* eignisse brotlos gewordener Lehrer der hebräischen Sprache, der auf eine 20jährige Praxis an einer öffentlichen Schule hinweisen kann, bietet seine Dienste als Privatlehrer an. Tun (rar Iflirfmann gew. Inhaber einer Likörfabrik, JuTlgJvl Weingroßhandlung und Flaschenbierfüllungs-Anlage, selbständiger Manipulant, tüchtiger Fachmann, arbeitet zirka 15 Jahre in der Branche, absolvierte Handelsschule und Destillateurkurs, Intellegent, verläßlich, vertrauenswürdig, mit erstrangigen Wiener Referenzen, sucht passende Anstellung. Chiffre: »Fleißig 29« an die. Administration des Blattes. G. Bildhübsches, gesundes Mädchen abgegeben. Mutier verlangt einmalige Abfertigung Unter. »Anständig« an die ReJaklion des Blattes. G. Ein durch die Kriegsereig- TTo -n H <al Q-f Q phlolirOT nisse brot'os gewordener **wUUOlöl(iivlllCIll j Flüchtling, möchte Privatunterricht erteilen in Buchhaltung und anderen Fächern. Auch Bureaubeschäftigung erwünscht. Ziering, II., Novaragasse 19, 2. Stiege, 1/14. G. Advnkatnrcknrmnißnt galizischer Flüchtling, gediegener ilUVUAulUl jAUilZrljIlvlil) Hebräer, infolge der Krieg» v> rhältnisse brotlos, sucht, um seine Familie ernähren zu können, hebräische (auch gymnas.) Lektionen, nur bei vornehmen israelitischen Familien. Sub. Dr. W- Wien, VIII., Lerchenfelderstraße Nr. 80, Tür 22. G. 6 Bitte an Eltern und Vormünder. Der Gefertigte, welcher einen Flüchtling aus Kolomea hier zurückgehalten hat, damit er seinen Studien nachkommen kann, bittet für denselben um Zuweisung von Stunden als Korrepetilor in Gymnasialfächern. Hermann Plaschkes, II., Novaragasse 28. Ein ganz mittelloser jüdischer Flüchtling aus Galizien, Vater von vier Kindern, bittet inständigst, eines seiner Kinder, ein gesundes Mädchen von 12 Jahren, das in Galizien die Volksschule absolviert, während der Dauer von zwei Jahren ln unentgeltliche Pflege zu nehmen, um ihr Gelegenheit zu geben, hier weiter die Schule besuchen zu können. Adresse in der Expediton dieses Blattes. G Eine beschränkte Anzahl von Schülern für Klavier-Unterricht werden von einem Konservatoristen gewünscht. Josef Rosenberg, per Adresse Sternfeld, II., Praterstraße 23. G. Uohräicnha Qnrapho in Wort und Schrift, Bibel, nt/UI dlOÜIIC w|JI dullw Talmud u. moderne hebräische Literatur unterrichtet Moses Rath, Direktor der jüdischen Volksschule und der hebräischen Schulen in Krakau, derzeit in Wien,!., Roten türm strasse 17, Tür 18. G. Eine tüchtige, MaccaiitHti Spezialistin in Gesichts- und intelligente 111 dww will III; Hexenschuß-Massage, empfiehlt sich distinguierten Damen in und außer dem Hause. Sprechstunden täglich zwischen 3 und 5 Uhr nachmittags, II., Wehlistraße 218, Mezzanin, Tür 10. G. 6erau?a?ber und Verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef E. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn. Wien. VII.

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