Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 42 (23.10.1914)
- Date
- 1914-10-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Di. Bloch's Wochenschrift 42 Lc.:c 720 Medizin im heftigen Feuer die Verwundeten sowohl des eigenen Bataillons als auch benachbarter Abteilungen, die großen Gefahren nicht achtend, verbunden. Er wurde mit dem Signum laudis am Bande des Militärvcrdienstkreuzes ausgezeichnet. * Der Keld Joses Hszwatd. Aus Szabadka wird berichtet: Dem Helden von Klenok, Josef Oszwald, Maschinenheizer der ungarischen Staatsbahneu, wurde gestern in feierlicher Weise die ihm verliehene Tapserkeitsmedaille erster Klasse überreicht. Oszwald brachte am 24. Ang. in den Morgenstunden einen Zug mit Munition im Feuer des Feindes nach seinem Bestimmungsort, nachdem der Maschincnsührer durch ein Schrapnell getötet worden. Die Feier spielte sich irn Gebäude der Kaserne ab, wo Generalstabsmajor Dietrich mit einer begeisterten Ansprache die Medaille dem Ausgezeichneten an die Brust heftete. Es sprachen sodann Präsident Komel Tolnay und woraus je ein Infanterie- und Husarenzug und eine Marineabteilung vor dem Heizer Oszwald defilierten. FZM. Potiorck sandte der Witwe des gefallenen Maschiuensührers 500 Kronen. Aßschied von den gefallenen Kelden. Am 1. September fand, wie „Egyenlöszeg" berichtet, hinter den russischen Bergen eine erhebende traurige Feier statt. Es war die Bestattung der im Kampfe gegen die Russen in einer Schlacht gefallenen österreichisch-ungarischen Doldaten. Tie Helden wurden in einem gemeinsamen Grabe bestattet. Der Reche nach verrichteten die Seelsorger der katholischen, protestantischen und griechisch-katholischen Konfession die Gebete und vollzogen die Einsegnung. Hierauf trat der Feldrabbiner. Dr. Edm. Kalman vor und hielt nach Verlesung des Gebetes Hazur tomim eilte schwungvolle Abschiedsrede, in welcher er der Heldentaten der im gemeinsamen Grabe Bestatteten gedachte, und jener Familien, ivelche nunmehr vergeblich die Wiederkehr ihrer Lieben erwarten. Der Heldentod der Gefallenen möge -die sie Ueberlebenden zu neuen Heldentaten anspornen. Auf dem Kel'de der Ehre gefallen. K. n. i Leutnant der Reserve des Infanterieregiments Nr. 73 IUDr. Friedrich rieft er, Hof- und Gerichtsadvokat in Wien, fand am 26. September 1914, um 2 Uhr morgens, im 37. Lebensjahre am südlichen Kriegsschauplatz den Heldentod. Richard Stößler, 26 Jahre alt, 3. Infanterie- Regiment, Sohn des Gustav Stößler, Disponenten der Vereinsmolkerei, Wien, XVII., Ottakringerstr. 72, fand mit 30. August l. I. auf dem nördlichen Kriegsschauplatz bei Zamose den Heldentod. Wegen seines vor dem Feinde bewiesenen Heldenmutes und seiner Tapferkeit ist er für die Tapferkeitsmedaille und Armeeüelobung vorgeschlagen worden. Erivin Freund, Ersatzreservist des k. u. k. 91. Infanterieregiments, Sohn des B u d w e i s e r Advokaten IUDr. Joses Freund, ist am 7. September 4914 auf dem südlichen Kriegsschauplätze heldenmütig kämpfend gefallen. Ker Heldentod des Leutnants Jstdor Klauber. Aus Temesvar wird uns geschrieben: Der hiesige Versicherungsbeamte Isidor Klaube r hat in den Kämpfen in den Karpathen den Heldentod gefunden. Der Witlve des Verstorbenen ging dieser Tage die amtliche Verständigung zu. Der Hauptmann und Bataillonskommandant des gefallenen Vaterlandsverteidigers dichtete an Frau Witwe Klauber den nachfolgenden Brief: „., 1. Oktober 1914. Hochverehrte gnädige Frau! Ich erfülle eine endlos schmerzliche Pflicht, indem ich Sie davon verständige, daß Ihr Gatte in der am 27. September zwischen Revhely und Fenyvessölgy ausgefochtenen Schlacht den Heldentod gestorben ist. Ich bitte Sie, gnädige Frau, das innigste Beileid des ganzen Ossizierkorps des Bataillons entgcgenzunehmen. Ihr Gatte hat, so lange er lebte, nur für seine Familie gelebt. Als es aber das Wohl unseres Vaterlandes erforderte, wußte er heldenhaft zu kämpfen und zu sterben, so daß wir alle immer stolz darauf sein werden, daß er in unseren Reihen kämpfte. Gnädige Frau wollen einigen Trost in dem Bewußtsein finden, daß Ihr Gatte seiner Pflicht bis zur letzten Stunde pünktlich nachgekommen und als ein braver, sein Vaterland verteidigender Bürger den ruhmreichen Soldatentod gestorben ist. Wir haben ihn aus dem der Revhelyer Station gegenüber gelegenen Hügel beerdigt und sein Grab bezeichnet. Ich verbleibe auch im Namen des Offizierkorps meines Bataillons, an dem Schmerze gnädiger Frau aufrichtig teilnehmend, Ihr ergebener Julius F ö l d e s nt. p., Hauptmann." Josef Wol'osller. Steuermannsmaat auf Sr. W. Schiff „Leitha". wurde bei Ravulje am 3. Oktober 1914, früh 9 Uhr, von einer Granate in den .Kopf getroffen, welche die Serben auf S. M. Schiff „Leitha" abschossen und die den dicken Panzer durchschlug und ins Schisssinnere drang, wo der tapfere Marinesoldat (der sich auch schon vor Durazzo heldenhaft hervorgetan) mit noch sechs anderen Matrosen sich befand. Durch diese Verwundung trat der sofortige Tod des Verletzten ein. Schon um 12 Uhr mittags wurde seine Leiche der isr. Kultnsgemeinde Mitrowitza ausgeliefert und am 4. Oktober unter großer Teilnahme der dortigen, eben vom Serbeneinfakl glücklich befreiten Bevölkerung am isr. Friedhof beigesetzt. Auf dem Grabe des Gefallenen läßt die k. u. k. Kriegsmarine als Denkmal die durchschossene Panzerplatte mit der Inschrift des Vorfalles und Woloskers soldatischem Verhalten vor dem Feinde ihm zu Ehren aufrichten. Ich bin dem Gefallenen befreundet gewesen und habe die Nachricht aus einem Telegramm und dem daraus gleich abgesendeten Briefe des Kommandanten von S. M. Schiff „Leitha" an die Schwester -des Verewigten, ivelche im Kriegspavillon I, Lainzer Versorgung, XIII., Hietzing-Wien, Pflegerin beim Roten Kreuz ist. Ein Bruder des Gefallenen, Saul, ist ans einem Torpedoboot, unbekannt nw, seine Frau und sein Kind in Lemberg zurückgeblieben. B. Kel'dentod eines jüdischen Ingenieurs. Nach der Versagung der Russen aus Marmaros- Sziget führte der Staatsbahningenieur Hirschler aus Hußt den ersten Eisenbähnzug mit dem Obergespan dahin. In Sziget ergab sich die Notwendigkeit, mit der Lokomotive dieses Zuges noch vorher eine Erkundigungs-