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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-10-16 · 41 (16.10.1914) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
41 (16.10.1914)
Date
1914-10-16
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 41 Dr. Blochs Woche»schr,ft. Stile 713 Jung-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. 15. Jahrgang, Nr. 16. Prag, den 9. Oktober 1914 (19. Tischrr 5675). Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansg 629. Inhalt: Josef Hart: An mein Kind! — Ben I e h u d a. — L. Celigmann: Der siebzigjährige Schlaf. — Dr. Nathan Grün: Die Entdeckungen Amerikas und die Juden. — Gabor Weist und sein Gebetbuch. (Mit Illustration.) — Juda Ladiner: Berek Joselowicz. — Hermann Blumenthal: Der Entdecker des Petroleums. (Schluß.) — Rudolf Ieidel, Pfungstadt: Die Hagada als Legitimationskarte. — Uebersetzungsaufgabe. — Rätsel. Briefkasten. „Lügenstrefse." Der wegen Landesverrat verfolgte elsässische Bürgermeister Binmenthal aus Kolmar heißt weder mit dem Vornamen „David" oder „Daniel", noch hat er mit dem Judentum etwas zu tun. Schon sein Vater war Christ. In der Nummer vom 13. Oktober wiederholt trotzdem die lügnerische „Reichspost" die Lüge vom „Juden' Blumenthat. In Wahrheit ist er ein Glaubensgenosse des Lumpen Wetterte, über dessen Stand dre biedere „Reichspost" sicherlich Näheres weiß. Daß die „Ostdeutsche Rundschau" sofort der Lüge Heeresfolge leistet, darf nicht befremden. K. F. Nur Berichte, deren Inhalt allgemeine jüdische Interessen betr.'ffeir und die jüdische Allgemeinheit interessieren, können wir publizieren. D. L. Gebetbücher für jüdische Krieger sind auch in Deutschland erschienen. Almc ui. Die von Haus und Heim Geflüchteten, deren Besitz von einem erbarmungslosen Feind geraubt und zerstört wurde, verdienen jedenfalls mehr Mitleid und Teilnahme als'Mahnungen und Strafpredigten. Judenhetzen betreiben kann doch nicht ernstlich die Aufgabe der „Oefterreichischen Wochenschrift" sein. Oder erwarten Sie das? Dr. C K. Ihre Anregung sollte in einem Tagblatt zur Publikation gelangen. Voranzeige. Die Direktion M. Siegler macht hieniit bekannt, daß die Jüdische Bühne Freitag den 23. Oktober 1914 im Hotel Stefanie, l>., Taborstraße 12, ihre Vorstellungen eröffnet niit erstklassigen Kunstkräften und unter Mitwirkung des Künstlerpaares Herrn und Frau S. L e r e s c u wie auch der hier bekannten Künstler Herrn rrnd Frau Siegler, Herrn R e i s m a n n, Streng, P o d z a m c z e, Moritz und Pepi Weinberg. Salgia Weinberg, Segalescu, Ch. Wolfsthal, H. Weinberg rc. — Näheres die Tagesplakate, * * * Herren und Damen werden zum Chor aufgenonimen. Anmeldnngen von 3—4 Uhr nachm. Cafe Weiß, II., Taborstraße 25. Notiz. Ein neues r'tuelles Selchwarenunternehmen. Wie wir erfahren, hat sich in Wien eine Gesellschaft m. b. H. zum Zwecke der Errichtung einer Selchwarenfabrik und Selchwareuverschleißstelle gebildet. Die Gesellschaft, an deren Spitze Herr Arnold Fischer steht, wird unter der streng rituellen Aufsicht der „Adaß Jisroel" (Schiffschnl), welche dem Konsortium die Konzession erteilt hat und ruiter Aufsicht des Herrn Rabbiners S. F ü r st stehen. Herr Adolf Fischer, der als Oekonom des Vereines „Einheit" und deren Speisehalle so Hervorragendes geleistet hat und noch leistet, bietet die Gewähr, daß auch diese neue Unternehmung, an welcher er beteiligt ist, einerseits wirklich strenge rituell gehalten, andererseits sowohl in der Fabrikation, als auch in dem Verkaufslokale den modernsten Ansprüchen in jeder Richtung Rechnung getragen werden wird. Die Fabriksanlage befindet sich II., Am Werd 1, während das elegant und modern ausgestattete Verkaufslokal in der Donaustraße, in der Nähe der Stefaniebrücke, in Aussicht genommen ist. Herr Fischer beabsichtigt, auch der Bequemlichkeit der Hausfrauen in jeder Beziehung entgegenzukommen, da Bestellungen sowohl in der Fabrik, als in dem Verkaufslokale auf telephonischem Wege gemacht werden können. Es ist kein Zweifel, daß dieses neue Unternehmen von unseren jüdischen Hausfrauen mit Freuden begrüßt werden wird. Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der lausenden Abonnements gebühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man sich des der vorletzten Nummer beigelegten Posterlati- Scheines bedienen. Die Administration. Ignaz und Rosalia Wolf-Kranken-Unterftützungs-Stiftung Anzahl der Plätze: Unbestimmt, jedoch nicht unter Kronen 50.— per Platz, zusammen Kronen 200.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, hilfsbedürftige Kranke der israel. Kultusgemeinde Wien. Bevorzugt find: Unter gleichen Verhältnissen solche Bewerber, welche die Verwandtschaft mit dem stifterischen Ehepaare, das ist mit dem am 17. Dezember 1877 verstorbenen Herrn Ignaz Wolf und der am 3. Mai 1870 verstorbenen Frau Rosalia Wolf s. A., nachzuweisen vermögen Verlechungstag: 11. Thebet (28. Dezember 1914) Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Krankheitszeugnis, event. Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1914. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Charlotte Kuffner fche Familienstiftung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen Kronen 700.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme Verwandle der am 28. Dezember 1896 in Wien verstorbenen Frau Charlotte Kuffner. Bevorzugt sind: Insbesondere mit der genannten Stifterin verwandte arme Witwen. Verleihungstag: 23. Thebet (9. Januar 1915) Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, legaler Nachweis der Verwandtschaft mit der Stifterin, eventuell Totenschein des Gatten. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oftober 1914. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Linreichungsprotokoll). _ Adolf Ignaz und Julie Mazelline Mautner v. Markhof- Stistungen füjr Wiener Waisenkinder. . Verliehen werden: 16 Stiftungsplätze von je 590 Kronen an acht Wiener Waisenknaben und acht Wiener Waisenmüdchen, und zwar je vier an katholische, je zwei an evangelische (A. B. und H. B.) und je zwei an israelitische Waisenkinder durch Verlosung. Zur Bewerbung sind berufen: Arme Waisenkinder im Alter von 12 bis 16 Jahren und arme Waisenmädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die in Wien heimatberechtigt sind. Dem vom gesetzlichen Vertreter einzubringenden Gesuche sind beizulegen Tauf- (Geburt-) Schein, Nachweis der Zuständigkeit und der Verwaisung, letztes Schulzeugnis und Vormundschaftsdekret. Einreichstelle: Magistrats-Abteilung XIII. Einreichungsfrist: Bis 31. Oktober 1914. Verleihungstag: 6. Februar 1915. Wolf Jfak Nassau' sche Stiftung für Kunstakademiker. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kronen 90.—. Bewerbungsberechtigt sind: Israel. Jünglinge, welche sich an der hiesigen k. k. Akademie der bildenden Künste der Architektur, der Bildhauerei, der Malerei oder der Kupferstecherkunst widmen. Bevorzugt sind: Bewerber, welche sich als Verwandte des Stifters Herrn Wolf Jsak Nassau oder seiner Gattin Eleonore, geb. Werthelm s. A., auszuweisen vermögen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse, Frequentationszeugnis der k. k. Akademie der bildenden Künste sowie Bestätigung der Anstalt, daß der Einschreiter zur künstlerischen Ausbildung für das gewählte Kunstfach befähigt ist und eine gute Verwendung in demselben ausweist. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. ONober 1914. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Linreichungsprotokoll). Dr. Jakob Goldenthal-Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kronen 96.—. Bewerbungsberechtigt sind: Rabbinats- und Lehramtskandidaten, welche sich an der Wiener k. k. Universität wissenschaftlich ausbilden. Gesuchsbeilagen: 1. Der Nachweis der österr. oder Ungar. Staatsangehörigkeit: 2. Eebu.tsschein, 3. ein Zeugnis von einem bei einer israel. Gemeinde Oesterreichs oder Ungarns wirklich fungierenden Rabbiner über den moralischen Lebenswandel des Bewerbers sowie über dessen tüchtiges Bewandertfein in der hebräischen und rabbinischen Literatur; 4. Armutszeugnis: 5. der Inder oder der Matrikenschein über die Inskription des Bewerbers als odentlicher oder außerordentlicher Hörer der Wiener k. k. philosophischen Fakultät; 6. die Bestätigung dreier Professoren dieser Fakultät über den fleißigen Besuch der Vorlesungen durch den Einschreiter. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Ottober 1914. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll).

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