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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-09-28 · 39 (28.9.1914) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
39 (28.9.1914)
Date
1914-09-28
Page
– (sequence 19)
Language
German
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oece WWHBfyrWB-- Ar. 39 De. Blochs Eine jüdische Kriegschronik. Unter dem Titel „Kol Mewasser" (Herold) ist soeben die erste Nummer einer Sammelschrist herausgekommen, die in jüdischer und hebräischer Sprache versaßt ist. Sie wird in den von den deutschen und österreichischen Truppen besetzten Gebieten Rußlands unter der jüdischen Bevölkerung verbreitet und dient zur Aufklärung über den Krieg, seine Ursachen, seinen Verlauf und seine Ziele. Das Titelblatt zeigt die ergreifende Zeichnung von E. M. Lilien „Russischer Tod", die während des russisch-japanischen Krieges im Berliner „Ulk" erschienen ist. Zwei düstere Züge begegnen sich. Jüdische Jünglinge und Männer in russischen Uniformen ziehen ostwärts — Greise, Frauen und Kinder ziehen westwärts. Und darunter die Worte, die alles Leid, alle Empörung über unmenschliche Bosheit und Niedertracht einschließen: „Wohin des Weges, Ihr Kinder?" „Gen Osten — das heilige Rußland schickt uns." „Und Ihr, Väter?" „Gen Westen — das heilige Rußland verjagt uns." Der Tert enthält unter anderem einen Ausruf der verbündeten Armeen von Deutschland und Oesterreich-Ungarn an die Juden Polens, in dem ihnen volle Gleichberechtigung und Freiheit im kulturellen Leben verheißen wird. Dann folgt ein Aufsatz über die „Ursachen des Krieges". Das Manifest, das der Zar an seine „lieben Juden" gerichtet hat, wird kritisch beleuchtet und durch die AuMhlung von Tatsachen ins rechte Licht gesetzt, die dem Kenner des russisch-jüdischen Elends nur zu wohl bekannt sind, eine erschütternde Liste von Gewalttaten und Worlchruch, Mord und Verbannung, Hohn und Verachtung, die in der Mahnung des alten Testamentes ausklingt: „Gedenke, was dir Amalek angetan hat". Den Schluß bildet ein volkstümlich gehaltenes Meisterstückchen: „Das böse Ende", ein versöhnender 'Ausklang, eine große starke Hoffnung auf .die Befreiung dieser Aermsten der Armen durch die Zertrümmerung des russischen Barbarenreiches. Gebete in Kriegszeit für israelitische Frauen und Mädchen, von Rabbiner Dr. Mar Grunwald. Das Reinerträgnis wird einem patriotischen Zwecke überwiesen. Wien 1914. Jos. Schlesinger, Verlagsbuchhandlung, Wien, 1. Bez., Seitenstettengasse 5. Jung Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XV. Jahrgang. Nr 15. Prag, den 18. September 1914 (27. Elul 5674). Redaktion und Administration: Prag, II., Stesansgasse 629. Inhalt: Rosch Haschono. — Nathan Grün: Die Entdeckung Amerikas und die Juden. — Regina Adler: Vom Prinzeßchen, das nicht essen wollte. — Oskar Baum: Freund Einfuß. (Schluß.) — Alexander der Große. — Hermann Blnmenthal: Der Entdecker des Petroleums. — F. L.: Kleingeld. — Guck in die Welt. — Uebersetzungs-Aufgabe. — Rätsel Kriefkaste«. Frau Flora Pick, Wien. Die Bemerkungen in Ihrer gesch. Zuschrift an die Redaktion treffen zusammen und stimmen überein mit den Anschauungen, denen die Schriftstellerin Rahel E d e lstein in der vorliegenden Nummer der „Wochenschrift" Ausdruck gibt, was Sie zweifellos mit Genugtuung begrüßen dürsten. Olga Braun, Wien, 7. Hermanngasse. Der Ausgangspunkt dieser Schneeballenaktion („Ein altes Gebet") ist nicht zu ermitteln. Sie beruht auf dem Prinzip der Tagewählerei, geht überhaupt von abergläubischen Vorstellungen aus, die das Judentum auf das strengste verpönt. Sigmund Hirsch. Von der jüdischen Abstammung des Generals Hindenburg ist niemandem etwas bekannt. Danksagung! Außerstande, für die vielen, vielen Gratulationen, die uns anläßlich der jüdischen Neujahrsfeiertage von Freunden und Bekannten geworden, einzeln zu danken, tun wir dies auf diesem Wege. Dr. Gustav Kohn und Frau. Danksagung. Die geehrten Gemeindemitglieder, Freunde und Bekannlen, die uns mit Neujahrsgraiulationen erfreut haben, bitten wir, auf diesem Wege herzlichsten Dank und den Wunsch einer ,"1212 HOTin “103 entgegenzunehmen. Wien, Tischri 5675. Rabbiner Dr. H. Rosenmann nnd Fran Wocheaschnfl. Seite 679 Allen unseren Freunden und Bekannten danken wir herzlichst für ihre Glückwünsche anläßlich unserer Uebersiedlung nach Posen und gratulieren gleichzeitig zum m Feste. Rabbiner Dr. J. Freimann und Frau Anläßlich des Jahreswechsels entbieten ihren Verwandten und Freunden herzlichste Glückwünsche: HOTin "103 Leopold Hacker j omü Äose»,Äöi una rrau \ Erlach; I., Reichsratstrasse 1 David Wolffsohn. Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds gibt schmerzerfülit allen seinen Freunden und Vertrauensmännern Nachricht von dem Hinscheiden des langjährigen Vizepräsidenten des Nationalfonds - Direktoriums, Herrn David Wolisohn. Als treuer Hüter und Mehrer der Herzl’schen Schöpfungen war ihm unsere Institution eine Herzenssache, der er vom Anfang an bis in die 'letzte Zeit seinen weisen Rat und seine überragende Tatkraft widmete. Wir geben unserer tiefen Trauer über den unersetzlichen Verlust Ausdruck, indem wir entschlossen sind, gemeinsam mit allen Freunden des jüdischen Nationalfonds das große Werk im Sinne des edlen Verstorbenen tatkräftig fortzusetzen. Hauptbnrean des Jüdischen Nation alfonds. Komponist Oskar Straus-Stiftung für dürftige Mittelschüler in Wi-en, aus Anlatz, des 60. Regierungsjahres Sr. Majestät des Kaisers errichtet. Anzahl der Plätze: Einer, im Betrage von Kronen 60.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, würdige israelitische Wiener Gymnasialschüler. Verleihungstag: 16. November 1914 (27. Marcheschwan). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1914. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ M. L. Biedermann-Stiftung für Religionsschüler. Anzahl der Plätze: 3, im Betrage von je Kronen 120.- . Bewerbungsberechtigt sind: Hiesige bedürftige Knaben, vorzugsweise Waisen, welche die israelitischen Unterrichtsanstalten (Talmud-Thora-, Lese-, Sprach-, Bibel- oder Talmud-Schulen) in Wien mit gutem Fortgang besuchen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Schulausweise, Bestätigung des Religionslehrers über die Würdigkeit des Bewerbers, eventuell Verwaisungsnachweis (Totenschein usw.). Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1914. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Tr. Max Bardachfche Stiftung für ifrael. Witwen und Waifen nach Zahnärzten. Anzahl der Plätze: 6, im Betrage von je Kronen 60.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme hilfsbedürftige israelitische Witwen oder Waisen nach Zahnärzten, welche Doktoren der Medizin waren, dem mosaischen Glauben angehörten und in einem der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder ihre Praris ausübten. Verleihungslag: 21. Dezember 1914. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein des Gatten bezw. Vaters, Bescheinigung der zuständigen Aerztekammer, daß derselbe Doktor der Medizin war und den Berus eines Zahnarztes in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern ausübte. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1914. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll).

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