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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-09-28 · 39 (28.9.1914) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
39 (28.9.1914)
Date
1914-09-28
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 39 Dr. Bloch's Wochenschrift Sette 675 Engländerova 10, Anna Steinerooa 20, Artur Steiner 20, Lila Weinerova 5, Josef Wohrizek 5, Isidor Fläschner 30, Jgnac Oesterreicher 30, Marie Fleischnerova 15, Bernard Schütz 5, Leopold Adler 2, Terezie Humburgerova 4, Ottokar Frankel 5, Hugo Redlich 20, Zofie Weißova 5, Luisa Hermanova 3, Äilem Singer 4, Adolf Schick 10. B. Weitzenstein 3, F. Kafkova 5, AtUDr. Vohryzek 10, Hugo Roubicek 5, zusammen 1002 Kronen. Austritte aus dem Judentum. vom 13. bis 19. September 1914. Band Rosa, Private, geb. 17. September 1892 in Wien, VII., Seidengasse 39 a. Blan Ernst, geb. 9. Februar 1878 in Wien, XIII., Eduard Kleingasse 9. Blau Ernst, geb. 26. Mai 1908 in Wien, XIII., Eduard Kleingasse 9. Blau Olga geb. Brescb, Private, geb. 21. Juni 1885 in Wien, I., Graben 17. Eisenberg Emilie, geprüfte Spracblehrerin, geb. 3. Februar 1888 in Wien, VIII, Wickenburggasse 19. Frank Alfred, Dr., Arzt, geb. 4 August 1867 in Beneschau in Böhmen, I., Elisabetbstrasse 4. Freiberger Josefine, Private, geb. 25. August 1889 in Gabrendek in Ungarn, XVII., Cuilandgasse 4. Flaum Leon Leiser, Privatbeamter, geb. 16. Oktober 1872 inTarnow, III., Custozzagasse 10. Glück Stefanie, geb. 1. Jänner 1908 in Wien, XIII., Feldkeüerg. 16, beim Vormund Leo Glück. Kätscher Maximilian, Architekt, geb. 30. Mai 1858 in Austerlitz in Mähren, I., Rathausstrasse 11. Kominik Karl, Handelsschüler, geb. 10. Februar 1899 in Wien, XVI., Neulerchenfelderstrasse 55. Krakauer Heinrich, Fiaker, geb. 24. Juni 1889 in Wien, XVII., Lobenhauergasse 35. Kraus Felix Karl, Privatbeamter, geb. 14. Jänner 1893 in Wien, übergetr. kath. Kirche, VI., Bienengasse 3. Mazer Oskar, geb. 1. Juli 1887 in Budapest, X., Raaberbahnstr. 21. Markus Aranka, geb. 10. Dezember 1875 in (?), X., Knöllgasse 25. Sewald Bernhard, Dr, Hof- und Gerichtsadvokat, geb. 9. April 1837 in Prag, XIX., Hohe Warte 44. Vogel Alfred, Kontorist, geb. 1. Mai 1897 in Wien. V., Johannagasse 42. Vogel Gisela, Schneiderin, geb. 21. Juni 1895 in Wien, V., Johannagasse 42. Wag aer Moritz, Glasergehilfe, geb. 21. November 1873 in Wien, XII., Grießhofgasse 1. Widrich Alexander, geb. 12. Jänner 1880 in St. Petersburg, XIII., Hadikgasse 16. * -i- Die k. k. Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf hat in einer Note Zahl 1886/a vom 9. September 1914 nachstehendes anher mitgeteilt: Herr Dr. Otto Glaser, geboren 4. Oktober 1889 in Zistersdorf, zuständig nach Bisenz, Mähren, wohnhaft in Zistersdorf, hat seinen Austritt aus der israelitischen Religionsgenossenschaft angemeldet. Meran. Samstag, den 12. September, fand die feierliche Installierung unseres verehrten Rabbiners Doktor Adolf Altmann statt. Fast sämtliche hier ansässigen Juden füllten den Tempel und erwarteten freudigst ihren neuen Seelenhirten, dem von. seinem bisherigen Amtssitze Salzburg der allerbeste Ruf voranging. Begleitet vom Gesamtvorstand, betrat Herr Dr. A l t m a n n den Tempel, wo ihn ein herzliches „Boruch Haboh" begrüßte. Die außerordentlich feindurchdachte Antrittspredigt stellte das Verhältnis zwischen Seelsorger und Gemeinde fest, das auf gegenseitige Liebe und Vertrauen sich aufbaut. Herr Dr. Altmann erklärte, in streng konservativem Sinne die Gemeinde zu.führen und jedem einzelnen Mitgliede in jeder Lage ein treuer Berater und Freund zu sein. Nach Schluß der Predigt sprach Herr Doktor Altmann ein eindrucksvolles Gebet für die verbündeten Monarchen und Heere, worauf die Gemeinde das „Gott erhalte" anstimmte. ' Straßnitz (Mähren). Herr Alfred Baderle, k. k. Leutnant in der Reserve, zugeteilt dem Landsturminsanterieregiment Nr. 25, ist im Alter von 31 Jahren auf dem nördlichen Kriegsschauplätze gefallen. Die hiesige Kultusgemeinde beklagt den Verlust eines sehr ehrenwerten Mitgliedes und wird sein Andenken stets in Ehren halten. Falkenau a. Eger. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Falkenau a. Eger teilt den jähen Heimgang des ersten Vorstehers, Herrn Leopold M o h r, mit. der am 22. September, abends, in ein besseres Jenseits abberufen wurde. Der Verblichene, ein treuer Sohn des Judentums, hat mit unermüdlicher Hingebung und erfahrungsreicher Umsicht durch eine lange Reihe von Jahren an der Spitze der Gemeinde segensreich gewirkt und in weitesten Kreisen aufrichtige Sympathien sich erworben. Seine Bildung, seine Energie und Tatkraft widmete er dem öffentlichen Wohl und dem Wohl seiner Mitmenschen und hat sich damit ein dankbares Andenken gesichert. .Posen, 11. September. Am vergangenen Freitag abend fand während des Gottesdienstes die Einführung des Gemeinderabbiners Herrn Dr. Frei m a n n in der Synagoge A statt. Das Gotteshaus war in seinen Räumen von Männern und Frauen gedrängt voll; auch viel Militär hatte sich zu dem Akte eingefunden. In der vordersten Reihe hatten Herr Gemeinderabbiner Professor Dr. Bloch, die Mitglieder des Vorstandes und der Repräsentantenversammlung sowie die Vorstände der verschiedenen Wohltätigkeitsvereine innerhalb der Synagogen' gemeinde Platz genommen. Eine direkte Einladung durch die Gemeinde nach außen hin konnte in Anbetracht der Kriegsivirren nicht durchgeführt werden. Nach bent Minchagebet sang der Synagogenchor das Matauwu, und unter dem üblichen Boruch Habu wurde der Herr Rabbiner von Mitgliedern der Verwaltungskommission zu seinem mit Blumen geschmückten Sitze geleitet. Aus der Estrade folgten die Begrüßungsansprachen durch den Gemeindevorsteher Herrn Israel Friedländer und den Vorsitzenden der Repräsentantenvcrsammlung der Synagogengemeinde Herrn Geheimen Kommerzienrat Herz, die Herr Dr. Frei m a n n aufs wärmste erwiderte. Dann bestieg der Herr Rabbiner die Kanzel, und in einstündiger Rede entwickelte er das Programin seiner amtlichen Tätigkeit und betonte namentlich, daß er bestrebt sein werde, Mittel und Wege zu finden, die Jugend zu wahrhaften Juden und edlen Menschen zu erziehen. Die Worte machten auf die andächtig lauschenden Gemeindemitglieder einen nachhaltigen Eindruck. Redner schloß dann mit dem Segen für die Gemeinde und dem Gebete für Kaiser und Reich und das kämpfende Heer. Der Hallelujagesang beendete die schöne Feier. Feuilleton. „Kol nidrej“. Seid ihr taub? Hört ihr das alte Lied nicht schon in den Lüften klingen? Bald wird es aus allen Bethäusern und in den jüdischen Gassen schallen, und zusammen mit den Seelenlichtern wird auch die jüdische Seele zittern und aus den traurigen Tönen tief seufzen und alte Klagen winden. Hört ihr nichts Seid ihr taub? Oder könnt -ihr mit eueren gebrochenen Herzen und eueren wüsten und gestorbenen Empfindungen die tiefe Trauer nicht fühlen, den gewaltigen Zusammenbruch nicht fassen, die das Lied beweint — eine Weltentrauer, einen Seelenzusammenbruch, eine Trauer von Herzen, die zu pochen aufgehört haben, ein Zusammenbruch von Völkern und Menschen, die, noch ehe sie im Grabe liegen, ihre Rechnung mit dem Leben abgeschlossen haben? Seid ihr taub? Hört ihr das alte Lied jetzt nicht klingen — mit der schneidenden Schärfe eines frischen Kummers? Kol nidrej heißt das Lied. Schon hunderte Jahre lvird es in den

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