Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 28 (10.7.1914)
- Date
- 1914-07-10
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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ii 490 Dr. Bloch'S Wochenschrift 'JO. 28 (Ls fuhren zu ihren Mäimern 94 Frauen mit 165 mindern, zu Eltern resp. .(rindern 138 Erwachsene mit 47 Kindern, zu Geschwistern 159 Erwachsene mit 19 .(lindern, zu sonstigen Verwandten 174 Erwachsene mit 6 Kindern und 31 Erwachsene mit 4 Kindern. Wien.' (Aufnahme in die k. k. Familien- Bibliothek.! Dem Schriftsteller H. N o r k - 2 t e i - ner wurde mitgeteilt, daß der Abdruck seines Vortrages ..American immigi ation and tlie mowement of European Population in tlie 1 gilt of International Arbitiation“ („Die amerikanische Einwanderung und die europäische Volksbewegung im Lichte internationaler Friedensverträge"- bei der Lake Mohonk-Konferenz in der k. und k. Familien-Fideikommiß-Bibliothek Ausnahme fand, bei welcher Gelegenheit dem Autor der Allerhöchste Dank bekanntgegeben wurde. Wien. (A u S z e i ch n u n g.) Der Herausgeber der „Korr. Kulka" in Wien, Herr Alois Kulka, wurde von dem ältesten Mitgliede der kaiserlichen Familie, Ihrer königl. Hoheit der Frau Erzherzogin Adelgunde Herzogin von Modena durch Uebersendung einer kostbaren, mit Brillanten und Rubinen besetzten und mit den Initialen der hohen Frau geschmückten Krawattennadel ausgezeichnet, welche ihm Se. Exzell. Obersthofmeister Graf Forni mit einem sehr schmeichelhaften Anerkennungsschreiben übermittelte. Wien. (B i b e l s ch u l p r ü s u n g.) Donnerstag, den 2. d. M., fand in der Neudeggergasse die Schlutzprüfung der Jojesstädter Bibelschule statt. Als Gäste waren erschienen: kais. Rat Alb. Frankl, die Vorsteher Hermann Pollak, Adolf Getreuer, Lazaro Vitali, P. A. Feilbogen, Se. Ehrio. Herr Rabbiner Dr. Bauer, Sekretär Rosenberg und in Vertretung der Kultusgemeinde Schulinspektor Julius Braun. Bei der vom Lehrer Heinr. Sprinzeles geleiteten Prüfung fanden die Leistungen sämtlicher Schüler allseitige Anerkennung, und sowohl der Präses, kais. Rat Frankl, wie auch Schulmspektor Braun, sprachen sich' sehr anerkennend über die Resultate aus. Herrn Vorsteher Hermann Pollak, dessen aufopferungsvolle Leistungen im Dienste der Bibelschule im Wiener VIII. Bezirke bekannt sind, wurde allseits tiefempfundener Dank ausgesprochen. Herr Rabbiner Dr. Bauer gedachte in seiner Ansprache an die Kinder des traurigen Ereignisses in unserer Monarchie und rief die jüdische Jugend auf zur Liebe und Opferwilligkeit zu unserem Herrscherhause. Schulinspektor Braun hielt eine Ansprache an die Schüler und ermahnte sie, .auch während der Ferien der Bibelworte nicht zu vergessen, welches der beste Dank für ihren aufopferungsvollen Lehrer sein wird. Herr Sekretär Rosenberg verteilte dann die von Herrn Lazaro Vitali und kais. Rat Frankl' gespendeten Prämien an die Schüler, worauf Herr Lehrer Sprinzeles mit Dankesworten für die ihm seitens der Gäste gezollte Anerkennung die Prüfung schloß. Jüdischer Turnverein Favoriten Turnsaal: X., Larenburgerstratze Nr. 8—10 (Arbeiterheim). Der Jüdische Turnverein Favoriten hielt am 11. Juni d. I. in den Räumen des Jüdischen Schulvereins seine diesjährige Generalversammlung ab. Aus dem Jahresbericht des Obmanns Herrn S. Insel konnte erfreulicherweise festgestellt werden, datz die Zahl der Mitglieder im abgelausenen Jahre eine starke Zunahme aufzuweisen hatte, die sich besonders in der Jugendabteilung bemerkbar machte. In dieser Abteilung turnten an einem Abend durchschnittlich 80 Kinder. Auch in allen anderen Abteilungen zeigte sich ganz deutlich, welche Fortschritte der Verein in turnerischer Beziehung bereits gemacht hat, eine Tatsache, die durch den glänzenden Verlaus des Schauturnens am 14. März 1914 vollständig bestätigt wurde. Der Verein hat sich auch an den sportlichen Veranstaltungen anläßlich des XI. Zionistenkongresses am 7. und 8. September 1913 beteiligt und auch hier volles Lob für seine Leistungen geerntet. Aus dem Kassabericht ist besonders heroorzuheben, datz sich die finanzielle Lage des Vereines bedeutend günstiger gestaltet hat und auch für die Zukunft gute Aussichten bietet. Der Hallensonds, der erst vor einem Jahre gegründet würde, weist schon einen ziemlich bedeutenden Betrag auf und hat auch größere Einnahmen durch die im Herbst d. I. erfolgende Ausgabe de:' künstlerisch sehr schön gelungenen Hallenfondsmarken zu erwarten. Der Verein . steht jetzt in Unterhandlung wegen Erbauung einer eigenen Turnhalle; der bisherige Fortschritt dieser Unterhandlungen läßt die begründete Erwartung zu, datz es dem Verein bald gelingen wird, dieses Ziel zu erreichen und sein eigenes Heim beziehen zu können. Auf Grund eines Beschlusses der Kreisleitung hat die Generalversammlung auch die Aenderung des bisherigen Namens des Vereines: „Jüdischer Turnverein Favoriten" in „Jüdischer Turnverein Makkabi, Wien, X." beschlossen. Die Neuwahlen in den Turnrat halten folgendes Ergebnis: Obmann S. Insel, Obmann-Stellvertreter Rud. Löwy, 1. Schriftführer Siegs. Heller, 2. Schriftführer Tech. Jos. F i s ch m a n n, 1. Kassier Norb. Hoch st im, 2. Kassier Heinr. Singer, Turnleiter Med. Adolf T a g l i ch t, Geräteverwalter Jur. Leopold' Basch, Hallensondsverwalter Paul Schlesinger, Beisitzer Dr. R. Eisenberg, S. Medlinger, Mar Vernat. Kindergürtnerinnen-Befähigungsprüfungen. Bei den Befähigungsprüfungen für Kindergärtnerinnen, welche an der mit dem Oeffentlichkeitsrechjte ausgestatteten Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen, II., Schiffamtsgasse 15, unter dem Vorsitze des k. k. Landesschulinspektors Dr. Anton Becker am 1. Juli d. I. stattfanden, wurden sämtliche Kandidatinnen der Anstalt, welche Heuer den 45. Jahreskurs vollendeten, für befähigt erklärt. Einschreibungen für den nächsten Jahreskurs bis 30. Juli. Ausnahmsprüfungen im September. Programure werden auf Verlangen zugesendet. Aastritt« aas dem Judentum. Vom 28. Juni bis 4. Juli 1914. Fischer Pani, Student, geb. 28. Juli 1896, Wien, XIII., Töpfelg. 8. Flaschner Karl, Opernsänger, geb. 26. Oktober 1891, Wien, IX., Sechsschimmelgasse 3., Groag Pani, Dr., Arzt, geb. 27. Mai 1878, Wien, IX , Schwarzspanierstrasse 8. Hammerschlag' Wilhe’mine, Private, geb. 11. Dezember 1890, Niinburg in Böhmen, IX., Eisengasse 28. Hersch Schmnlowitsch Taleisnik Josef (Uoische), Apothekergehilfe, geb. 1886, Haisson in Russland, II., Praterstr. 36. Hofmann Ida, Private, geb. 24. Juni 1886, Wien, IX., Pichlerg. 4. Lew Charlotte, Schauspielerin, geb. 31. Dezember 1885, Zwittau in Mähren, V., Grüngasse 32. Schikowsky Emma, Private, geb. 10. November 1885, Wien, IX., LiecHensteinstrasse 45. Tepsitz-Schvnau. Am Samstag den 11. d. M. feiert der langjährige' Beamte der israelitischen Kultusgemeinde in . Teplitz- Schönau, Herr M. Dasch» seinen 70. Geburtstag. Herr Dasch, der fast.seine ganze. Lebenszeit in Teplitz verbracht, wurde ein. genauer Kenner aller Gemeinde-Institutionen, weil er alle Traditionen teils von seinem Vorgänger, teils durch eigene Erfahrung kennen lernte und so für alle, die an den Eemeindeangelegenheiten teilnahmen, ein zuverlässiger treuer Berater blieb. Mit seinem Personen- und Namensgedächtnis wurde er beim Kanzleidienst wiederholt eine brauchbare Stütze. Das Jnkassowesen wurde Jahre hindurch prompt und gewissenhaft von ihm durchgeführt, und seine Vertrautheit mit allen Niggunim, ebenso seine sympathische Vortragsweise ließen auch seine öfteren Dienste als Boal 1'fillah und Kore willkommen erscheinen. Unendlich groß ist die Anzahl der Bedürftigen, denen er mit Rat und Tat in freundlichster Weise half. Jnncsrmk, 7. Juli. (Ehrung.) Heute beging Herr Louis Bauer in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlasse sind dem Jubilar, der hier eine stadtbekannte, in allen Kreisen sehr geschätzte Persönlichkeit ist, zahlreiche Gratulationen und Kundgebungen der Wertschätzung zugekommen. Die israelitische Kultusgemeinde hatte bereits vor Wochen Herrn Bauer in Anerkennung seiner großen, unvergänglichen Verdienste zum Ehre n m i tgliede ernannt und heute erschien eine Abordnung des Kultusrates unter Führung des Präsidenten Herrn DannHauer und des Rabbiners Dr. Link im Hause des Jubilars, um demselben ein kunstvoll ausgestattetes E h r e n d i p l o m zu überreichen. Ableben eines hervorragenden Philanthropen. Vorige Woche starb in Newyork im Alter von 79 Jahren der als Philanthrop bekannte Großkausmau,n Henry Reice. Der Verstorbene, der aus Bayern stammte, gab nicht nur aus Eigenem sehr viel für wohltätige Zwecke, sondern war 34 Jahre hindurch Präsident der „United Hebrew Charities" und hat als solcher der jüdischen öffentlichen Wohltätigkeit in Newyork große Dienste geleistet. Unter seiner Präsidentschaft hat die Organisation des jüdischen Wohlfahrtswesens eine moderne Richtung genommen, welche auch für andere Organisationen, and) außerhalb Amerikas, richtunggebend war.